Ausbaustop und dessen negative Folgen für den Flughafen München

Mal ganz ehrlich, würde Lufthansa Millionen von Euros in das T2 und den Satelliten stecken, wenn sie ihr Wachstum irgendwo anders haben wollen oder gar Flieger abziehen wollen?
 
Mal ganz ehrlich, würde Lufthansa Millionen von Euros in das T2 und den Satelliten stecken, wenn sie ihr Wachstum irgendwo anders haben wollen oder gar Flieger abziehen wollen?

Bis gestern war man im Hause Lufthansa auch felsenfest überzeugt, dass die Dritte Runway kommt. Wäre die Entscheidung zum Terminalausbau heute, würde eine Lufthansa in ihrer Entscheidung vielleicht nicht mehr so einfach ja sagen. Nun wird ab sofort ein Wettstreit der Flugzeuggröße zwischen Frankfurt und München eingeleutet. Vielleicht sogar die Chance den A380 zu bekommen?
 
Mal ganz ehrlich, würde Lufthansa Millionen von Euros in das T2 und den Satelliten stecken, wenn sie ihr Wachstum irgendwo anders haben wollen oder gar Flieger abziehen wollen?
Es ist ja nicht eine Frage des Wollens. Wachstum ist davon abgesehen ja auch über den Einsatz größerer Maschinen möglich, da lohnt sich dann mehr Terminalkapazität schon.
Aber in Berlin entsteht gerade ein neuer Flughafen. Diese Option wird sich die Lufthansa nach der Entscheidung sicher nicht nehmen lassen.
Die Ausbaugegner werden es sicher bejubeln wenn die ersten Maschinen eben nicht mehr in MUC stationiert werden sondern nach Berlin gehen. Sie werden solange jubeln, bis es mal einen personellen Kahlschlag am Flughafen gibt und sie auf einmal selbst davon betroffen sind.
 
Ein sehr passender Artikel mit dem Titel "Wie Wutbürger Deutschland die Zukunft vermasseln":
http://www.focus.de/politik/deutsch...chland-die-zukunft-vermasseln_aid_768852.html

Wann muss sich langsam schon fragen, wo Bürgermitbestimmung aufhört und wo eigennützige Schädigung des Wirtschaftsstandorts Deutschland anfängt. Hier müssten sich die Gerichte wirklich mal drüber Gedanken machen, denn unser Land hat es zu einem nicht unerheblichen Teil auch seiner guten Infrastruktur zu verdanken, dass es die Konjunkturlokomotive in Europa ist und der wirtschaftliche und soziale Lebensstandard so hoch ist. Doch genau dies setzt man damit langsam aber sicher aufs Spiel.
 
Den Kommentar von Freund_der_Freiheit find ich sehr treffend:

Dass Anwohner hier bei Projekten ein Mitspracherecht haben, und nicht wie in China einfach weggebaggert werden, ist gut und richtig. Nur sehe ich unter den Protestlern praktisch keine Anwohner, sondern nur Berufsquerulanten. Daher ist in der Regel keine sinnvolle Lösung möglich, da es diesen Leuten ja nur um Protest als solches geht. Für diverse Umweltverbände ist dieser Protest ja auch zu einer Art Daseinsberechtigung geworden. Absurd ist dieser Zustand vor allem, da es in unserem Land viele echte Probleme gibt. Aber gegen die Verschleuderung von Steuermilliarden für Rettungsschirme, gegen den ausufernden Überwachungsstaat o.ä. demonstriert keiner. Juchtenkäfer und ein paar Bäume sind da anscheinend wichtiger. Armes Deutschland.

Könnte daran liegen, dass die Rettungsschirme nicht gegen Regen schützen und mit der Überwachung die Grünen hoffen, Umweltsünder zu finden, weswegen sie nicht gegen diese wirklich teuren Sachen sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier mal der ISt-Zustand und Geschicht des Airports in Zahlen (aus a.net).

To give you some figures comparing the kick off to now:
Passengers
1992: 12 Mio. - 2012: 37,8 Mio.
Flight movements
1992: 192000 - 2012: 410000 (in 2007&2008 432000)
Aircargo
1992: 57000 tons - 2012: 303000 tons
Rankings in comparison (since started to count)
Germany: 1995 #3 - 1999 to today #2
Europe: 1995 #12 - 2011 #6
World: 1995 #51 - 2011 #27
Workplaces
1989: 8640 - 2012: 30000


Source: muc-ausbau.de

Red = Slots taken, Green = Slots available. Lower part = Arrivals, Upper part = Departures
 
Hallo zusammen!

wieso sind denn eigentlich Mittags und am späten Nachmittag noch "überdurchschnittlich" viele Slots frei?

Welchen Grund hat dies denn?

MFG
Mannerl, der findet man hätte damals auf alle 4 Bahnen bestehen sollen...
 
Hallo zusammen!

wieso sind denn eigentlich Mittags und am späten Nachmittag noch "überdurchschnittlich" viele Slots frei?

Welchen Grund hat dies denn?

MFG
Mannerl, der findet man hätte damals auf alle 4 Bahnen bestehen sollen...

Das sind eben einfach die Zeiten zwischen den Spitzenzeiten und da in München eben nicht so viele Airlines, die nicht Star Alliance sind fliegen, ergeben sich dort Lücken.
 
Welche Möglichkeiten hat die FMG mögliche Kürzungen im Lufthansa Konzern in München kurzfristig bzw. mittelfristig auszugleichen?

Sollten neue Möglichkeiten um die Abhängigkeiten zwischen Lufthansa und Flughafen München etwas zu reduzieren in Angriff genommen werden.
Speziell auch unter der Prämisse vom Ausbau Terminal 2 auszugehen, dass diese zusätzlichen terminalseitigen Kapazitäten seit der Entscheidung vom Sonntag schwieriger gewinnbringend auszulasten sind. Könnten auch Umbauten im Terminal 1 beispielsweise die Möglichkeiten von mehr Langstreckenverkehr (z. B. Jet Airways Hub München, auch wenn kein Beitritt zur Star Alliance) außerhalb der Star Alliance eine Option sein, damit Abhängigkeiten zum Lufthansa Konzern reduziert werden können und mehr Traffic generiert wird? Hier könnten beispielsweise neue Modelle in der Zusammenarbeit mit Air Berlin für den Weitertransfer Intercontpaxe eine Alternative sein. Nur mit der bestehenden Terminalinfrastruktur im Terminal 1 kannst du hier natürlich keinen Blumentopf gewinnen, und Terminal 2 wird exclusiv von der Star Alliance genutzt. Sicherlich nur Gedankenspiele, aber man sollte von der FMG-Seite keine Möglichkeiten ausser der Betrachtungsweise für die Zukunft lassen.
 
Hallo zusammen!

wieso sind denn eigentlich Mittags und am späten Nachmittag noch "überdurchschnittlich" viele Slots frei?

Welchen Grund hat dies denn?
...

Diesselben Gründe, die auch dafür sorgen dass die Strassen mittags weniger voll sind.
Aber man sollte auch die absoluten Zahlen anschauen. Auch da geht nicht viel - zumal die Slots oft zeitgleich sind.
 
Ein netter Artikel in der SZ von gestern, geht jetzt nicht nur um den Ausbaustopp, aber wie ich finde ein sehr gelungener Artikel:

Hauptstadt der Selbstgefälligkeit Warum München die Zukunft hinter sich hat

Bin mir nicht sicher ob das hier reinpaßt, aber habe keine andere passenden Thread gefunden. Wenn es was passenderes gibt, bitte verschieben..


Ich könnte kotzen!

Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, kommen sie alle aus den Löchern!

Wo war die Pro-Medienpräsenz denn vor der Abstimmung? Einschließlich des 'CSU-eigenen Senders' 'Bayerischer Schundfunk' wurde nur negativ, mit falschen Argumenten und einseitig berichtet!

Übrigens das gleiche mit Franz, dem LH-CEO!

Wo war denn der Kaspar vor der Abstimmung?! Und was sollen Aussagen wie diese:
...Die Ablehnung werde längerfristig für die Region und die dortigen Unternehmen mehr Nachteile haben als für Lufthansa, sagte Franz dem «Focus». Sein Unternehmen werde somit an anderen Standorten wachsen. «Wir fliegen dann von Frankfurt, Zürich oder Wien.»

Der soll mir mal zeigen, wie er in Zürich wachsen will! Da sind die Möglichkeiten doch noch schlechter als in München, alter Dampfplauderer! :blah: Und vor so jemanden hatte ich mal so was wie Respekt :cry:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen!

wieso sind denn eigentlich Mittags und am späten Nachmittag noch "überdurchschnittlich" viele Slots frei?

Welchen Grund hat dies denn?

Zum einen braucht es für einen Flug, der betrieben wird, in erster Linie mal Passagiere, die damit fliegen wollen.
Da gibt es dann vereinfacht 2 Gruppen: Geschäftsreisende und Touristen. Die ersteren müssen morgens zu einem Termin und kommen Abends wieder heim. Die zweite Gruppe ist da vielleicht schon flexibler, fliegt aber auch lieber Morgens an den Urlaubsort, um da noch den ganzen Tag zu geniessen.

Etwas komplizierter wird es dann noch dadurch, daß Flugzeuge in verschiedene Zeitzonen fliegen und daher nicht einfach irgendwann am Zielort auftauchen können. Auch wollen die Passagiere nach Asien oder in die USA lieber so fliegen, daß sie ihre Termine am sinnvollsten wahrnehmen können oder ihre innere Uhr nicht zu sehr durcheinander gerät. Damit ergeben sich bestimmte Tageszeiten, an denen die Langstrecken sinnvollerweise rausgehen sollten oder müssen. Und aus diesen Langstreckenabflugzeiten ergeben sich wieder die Zeiten für die Zubringer. Denn wer fliegt schon gerne Mittags nach MUC, wenn die Maschine nach Tokio erst kurz vor 22:00h geht?
 
Wann muss sich langsam schon fragen, wo Bürgermitbestimmung aufhört und wo eigennützige Schädigung des Wirtschaftsstandorts Deutschland anfängt. Hier müssten sich die Gerichte wirklich mal drüber Gedanken machen, denn unser Land hat es zu einem nicht unerheblichen Teil auch seiner guten Infrastruktur zu verdanken, dass es die Konjunkturlokomotive in Europa ist und der wirtschaftliche und soziale Lebensstandard so hoch ist. Doch genau dies setzt man damit langsam aber sicher aufs Spiel.

Das ist deine Sicht der Dinge in einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Man könnte deine Worte aber auch minimal umformulieren und kommt im realen, dicht besiedelten Land der begrenzten Möglichkeiten zum gegenteiligen Schluss:

Wann muss sich langsam schon fragen, wo das Recht auf unternehmerisches Gewinnstreben aufhört und wo eigennützige Schädigung der Bewohner des Lebensraumes Deutschland anfängt. Hier müssten sich die Gerichte wirklich mal drüber Gedanken machen, denn unser Land hat es zu einem nicht unerheblichen Teil vor allem seiner gut ausgebildeten und daher umweltbewussten Bevölkerung zu verdanken, dass es die Konjunkturlokomotive in Europa ist und nicht nur der wirtschaftliche und soziale Lebensstandard so hoch ist, sondern auch eine lebenswerte Umwelt existiert. Doch genau dies setzt man damit langsam aber sicher aufs Spiel.

Wer in einem der am dichtesten besiedelten Länder nicht endlich mal kapiert, dass die Kollateralschäden bei jeglichen Projekten wesentlich größer sind als in einem scheinbar unbegrenzten Land wie Russland, China oder USA, der sollte sich doch dort mal näher umschauen. Denn die Kollateralschäden existieren auch dort, sie fallen dort wegen der riesigen Landflächen nur noch nicht so auf.

Wer in einem der am dichtesten besiedelten und versiegelten Länder heute noch solche Großprojekte will, muss endlich auch mal akzeptieren, dass sich auf der verbleibenden Restfläche immer mehr Menschen konzentrieren, also durch jedes weitere Projekt immer mehr Betroffene geschädigt werden.

Wer das will, muss also auch mal ehrlich klar stellen, dass diese Schäden immer mehr ins Gewicht fallen, immer dringender ausgeglichen werden müssen und insgesamt der Vorteil durch den Nutzen immer geringer wird.

In dicht besiedelten Ländern wie dem unseren sollte man also endlich mal anfangen, die wahren Kosten zu ermitteln und auch zu bezahlen und erst dann mit einer Güterabwägung zu beginnen.

Das fällt bisher vollkommen weg - man hört immer nur "wir wollen, wir brauchen, wir müssen, vergesst die Anwohner".

Nichts dagegen hört man von "wir brauchen die nützliche 3. Bahn unbedingt, wollen aber niemanden berauben/schädigen sondern neben dem benötigten Land auch die Lebensqualität und Gesundheit der Anwohner "kaufen", indem wir ihnen angemessene Entschädigungen bezahlen mit denen sie kostenneutral umziehen können". Die Anwohner sind MENSCHEN, keine Flächen, Bäume oder Tiere! Man sollte doch also meinen, dass die Ressource "Anwohner" einen Wert hat, der noch deutlich über dem von Grund und Boden liegt! Stattdessen wird sie derzeit als vollkommen wertlos, ja hinderlich betrachtet! Das kann doch irgendwie nicht sein, oder?

Einer von euch hat neulich im anderen thread geschrieben

MUCLFYER hat gesagt.:
- in Berglern is Scheiße mit der Dritten
- in Pulling is Scheiße mit der Dritten (dein Wohnort?)
- in Attaching is so richtig Scheiße

Soweit sind wir hier alle beisammen und niemand wird das ernsthaft anzweifeln...
Wenn du nun für diesen Personenkreis adequate Lösungen einforderst, wirst du das Forum auf deiner Seite haben....

Nun, genau das tue ich, mal sehen, wie weit das Forum nun auf unserer Seite ist.

MEIN persönliches Hauptproblem mit den anderen Gegnern der 3. Bahn und des Flughafens ist, dass jene nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip alles total verhindern wollen und meine Vorschläge als Hindernis bei diesem Ziel betrachten.

Ich dagegen bin sogar für einen maßvollen Weiterbetrieb und auch Ausbau, aber eben unter VOLLER Entschädigung der tatsächlich massiv und direkt betroffenen Bürger in den Ortschaften direkt unter den Flugschneisen in der unmittelbaren Umgebung des Flughafens, Beispiele siehe oben, Vorschläge siehe unter Anwohnerproblem mit Lärmschutzabgabe lösen (https://sites.google.com/site/sosegides/).

Damit würde der Ausbau zwar etwas teuerer, aber eben auch wahrscheinlicher realisierbar.

Mit verhärteten Fronten dagegen wird alles verzögert oder bleibt ganz stehen und alle erleiden Schäden. Mit Verhandlungen und Kompromissen kann man alle Ziele besser erreichen.

Denkt mal darüber nach, ob es nicht auch in Eurem Interesse sein könnte, mit diesem oder ähnlichen Vorschlägen neue Perspektiven und womöglich sogar Lösungsmöglichkeiten in die öffentliche Diskussion zubringen!
 
@ migg

Durch deine Argumentation, Schutz der Privatsphäre gibt's doch schon längst eine Verlagerung in ärmer Länder, die von den stärkeren Ländern auf diesen Planeten regelrecht ausgebeutet werden. Früher waren dies Kolonialmächte, die glücklicherweise abgeschafft wurden. Deine Gedankengänge verstärken sich, weil Deutschland in wirtschaftlicher Hinsicht ziemlich mächtig ist. Nun willst du sie zwar auf Umwegen wieder einführen, da fehlen einen die Worte wie Leute sich ihre heile Welt schaffen frei nach den Gedanken, nach mir die Sinnflut. :blowup::thbdwn:


Ich war am Sonntag gegen 14.45 Uhr in Pulling für eine gute halbe Stunde, von Fluglärm war hier nichts zu merken. Absolut ruhig, kann deine Gedankengänge deshalb überhaupt nicht nachvollziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ migg

Du argumentierst immer nur, dass man etwas nicht bauen darf, aber du lieferst keinerlei realistische Alternativen, was man stattdessen machen sollte. Es ist nämlich einfach gegen alles zu sein, aber wenn man dabei nicht sagt was man realistisch stattdessen will, dann klingt das unglaubwürdig und realitätsfremd.

Also nochmal: Was willst du stattdessen? Bist du auchmal FÜR irgendwas? Und was wäre das genau?
 
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