Wann muss sich langsam schon fragen, wo Bürgermitbestimmung aufhört und wo eigennützige Schädigung des Wirtschaftsstandorts Deutschland anfängt. Hier müssten sich die Gerichte wirklich mal drüber Gedanken machen, denn unser Land hat es zu einem nicht unerheblichen Teil auch seiner guten Infrastruktur zu verdanken, dass es die Konjunkturlokomotive in Europa ist und der wirtschaftliche und soziale Lebensstandard so hoch ist. Doch genau dies setzt man damit langsam aber sicher aufs Spiel.
Das ist deine Sicht der Dinge in einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Man könnte deine Worte aber auch minimal umformulieren und kommt im realen, dicht besiedelten Land der begrenzten Möglichkeiten zum gegenteiligen Schluss:
Wann muss sich langsam schon fragen, wo das Recht auf unternehmerisches Gewinnstreben aufhört und wo eigennützige Schädigung der Bewohner des Lebensraumes Deutschland anfängt. Hier müssten sich die Gerichte wirklich mal drüber Gedanken machen, denn unser Land hat es zu einem nicht unerheblichen Teil vor allem seiner gut ausgebildeten und daher umweltbewussten Bevölkerung zu verdanken, dass es die Konjunkturlokomotive in Europa ist und nicht nur der wirtschaftliche und soziale Lebensstandard so hoch ist, sondern auch eine lebenswerte Umwelt existiert. Doch genau dies setzt man damit langsam aber sicher aufs Spiel.
Wer in einem der am dichtesten besiedelten Länder nicht endlich mal kapiert, dass die Kollateralschäden bei jeglichen Projekten wesentlich größer sind als in einem scheinbar unbegrenzten Land wie Russland, China oder USA, der sollte sich doch dort mal näher umschauen. Denn die Kollateralschäden existieren auch dort, sie fallen dort wegen der riesigen Landflächen nur noch nicht so auf.
Wer in einem der am dichtesten besiedelten und versiegelten Länder heute noch solche Großprojekte will, muss endlich auch mal akzeptieren, dass sich auf der verbleibenden Restfläche immer mehr Menschen konzentrieren, also durch jedes weitere Projekt immer mehr Betroffene geschädigt werden.
Wer das will, muss also auch mal ehrlich klar stellen, dass diese Schäden immer mehr ins Gewicht fallen, immer dringender ausgeglichen werden müssen und insgesamt der Vorteil durch den Nutzen immer geringer wird.
In dicht besiedelten Ländern wie dem unseren sollte man also endlich mal anfangen, die wahren Kosten zu ermitteln und auch zu bezahlen und erst dann mit einer Güterabwägung zu beginnen.
Das fällt bisher vollkommen weg - man hört immer nur
"wir wollen, wir brauchen, wir müssen, vergesst die Anwohner".
Nichts dagegen hört man von
"wir brauchen die nützliche 3. Bahn unbedingt, wollen aber niemanden berauben/schädigen sondern neben dem benötigten Land auch die Lebensqualität und Gesundheit der Anwohner "kaufen", indem wir ihnen angemessene Entschädigungen bezahlen mit denen sie kostenneutral umziehen können". Die Anwohner sind MENSCHEN, keine Flächen, Bäume oder Tiere! Man sollte doch also meinen, dass die Ressource "Anwohner" einen Wert hat, der noch deutlich über dem von Grund und Boden liegt! Stattdessen wird sie derzeit als vollkommen wertlos, ja hinderlich betrachtet! Das kann doch irgendwie nicht sein, oder?
Einer von euch hat neulich im anderen thread geschrieben
MUCLFYER hat gesagt.:
- in Berglern is Scheiße mit der Dritten
- in Pulling is Scheiße mit der Dritten (dein Wohnort?)
- in Attaching is so richtig Scheiße
Soweit sind wir hier alle beisammen und niemand wird das ernsthaft anzweifeln...
Wenn du nun für diesen Personenkreis adequate Lösungen einforderst, wirst du das Forum auf deiner Seite haben....
Nun, genau das tue ich, mal sehen, wie weit das Forum nun auf unserer Seite ist.
MEIN persönliches Hauptproblem mit den anderen Gegnern der 3. Bahn und des Flughafens ist, dass jene nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip alles total verhindern wollen und meine Vorschläge als Hindernis bei diesem Ziel betrachten.
Ich dagegen bin sogar für einen maßvollen Weiterbetrieb und auch Ausbau, aber eben unter VOLLER Entschädigung der tatsächlich massiv und direkt betroffenen Bürger in den Ortschaften direkt unter den Flugschneisen in der unmittelbaren Umgebung des Flughafens, Beispiele siehe oben, Vorschläge siehe unter
Anwohnerproblem mit Lärmschutzabgabe lösen (
https://sites.google.com/site/sosegides/).
Damit würde der Ausbau zwar etwas teuerer, aber eben auch wahrscheinlicher realisierbar.
Mit verhärteten Fronten dagegen wird alles verzögert oder bleibt ganz stehen und alle erleiden Schäden. Mit Verhandlungen und Kompromissen kann man alle Ziele besser erreichen.
Denkt mal darüber nach, ob es nicht auch in Eurem Interesse sein könnte, mit diesem oder ähnlichen Vorschlägen neue Perspektiven und womöglich sogar Lösungsmöglichkeiten in die öffentliche Diskussion zubringen!