Tarifkonflikt / Streik

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Es gibt ja auch noch viele andere Gewerkschaften in den jeweiligen Gesellschaften!
Die werden ja auch streiken... oder nicht? :confused:

:confused: Nee, davon weiss ich nichts! Wer hat denn noch Streiks angekündigt? Mir ist jetzt nur die Verdi bekannt... Und das die so tun als ob's in der Kabine zum Streik kommen würde, ist eine bodenlose Frechheit!!! Und die Presse macht den Zauber noch mit. :mad:
Für die LH-Kabine ist UFO die Gewerkschaft. Und vor 2009 wird da nichts mit Streik!
 
:confused: Nee, davon weiss ich nichts! Wer hat denn noch Streiks angekündigt? Mir ist jetzt nur die Verdi bekannt... Und das die so tun als ob's in der Kabine zum Streik kommen würde, ist eine bodenlose Frechheit!!! Und die Presse macht den Zauber noch mit. :mad:
Für die LH-Kabine ist UFO die Gewerkschaft. Und vor 2009 wird da nichts mit Streik!

Also werden tatsächlich nur die Ver.Di-Mitglieder zum Streik gerufen? Angenommen man gehört zu einer anderen Gewerkschaft, erhält man für die Zeit trotzdem Gehaltsersatz durch die Gewerkschaft?
 
Also werden tatsächlich nur die Ver.Di-Mitglieder zum Streik gerufen? Angenommen man gehört zu einer anderen Gewerkschaft, erhält man für die Zeit trotzdem Gehaltsersatz durch die Gewerkschaft?

Nein. Ist ja nicht nötig. Wenn du selbst nicht streikst, bekommst du ganz normal dein Gehalt von deinem Arbeitgeber! Vorausgestzt, du warst arbeiten... also anwesend.
 
Nein. Aus der Streikkasse werden nur die eigenen Mitglieder bezahlt, die zahlen dort auch nur ein. Andere Arbeitnehmer haben Anspruch auf ihren Lohn, es sei denn der Arbeitgeber sperrt aus.

Ich habe das Gefühl, dass hier zu viele Köche (Gewerkschaften) den Brei verderben. In der Kabine gibt es doch nicht nur UFO?
 
es gibt ja nicht nur Kabinenpersonal dass nicht bei Ver.di vertreten ist....


Nein, am Boden sind der Größte Teil der Mitarbeiter nicht bei Ver.di organisiert aber das Streikrecht gilt für jeden Angestellten des DLH Konzerns.
D.h. streiken kann und darf vom Gesetz her jeder Angestellte. Lohnausgleich erhalten von Ver.di nur deren Mitglieder die ja dafür jeden Monat ein Prozent ihres Monatslohnes einzahlen.

Die Angestellten die in anderen Berufsverbänden organisiert sind, können und werden auch streiken, jedoch auf ihre eigenen Kosten.

Leider ist bei Lufthansa nur die Ver.di Tarifpartner doch das versuchen wir zu ändern!.......:thbdwn:


:thbup:......www.arte-ev.de....:thbup:


UFO hat das Glück schon als Tarifpartner anerkannt zu sein!:thbup:
 
Nein. Ist ja nicht nötig. Wenn du selbst nicht streikst, bekommst du ganz normal dein Gehalt von deinem Arbeitgeber! Vorausgestzt, du warst arbeiten... also anwesend.

Aha, also bekommen auch nur die Streiker Gehaltsersatz gezahlt, die auch wirklich bei der Ver.Di sind!

Abgesehen davon gibt es bestimmt auch ein paar nicht gewerkschaftlich organisierte Streiker, die dann halt auf Gehalt verzichten.
 
Es gibt ja auch noch viele andere Gewerkschaften in den jeweiligen Gesellschaften!
Die werden ja auch streiken... oder nicht? :confused:

Ich hab anfang der Woche mit einem UFO-Organisierten Purser gesprochen und der meinte nur die paar Verdi-Mitglieder wollen striken. UFO wuerde falls noetig streiken nachdem der UFO-Tarifvertrag ende des Jahres auslaeuft.
 
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wenn man sich im Konzern so umhört, liegt der Schwerpunkt des Streiks überwiegend bei der Technik. In anderen Bereichen werden die Auswirkungen zwar spürbar, aber nicht gravierend sein, zumindest in MUC. Aber werden die notwendigen Checks nicht gemacht, größere Beanstandungen nicht gefixt/abgeschrieben, bleibt der Flieger am Boden. Da können sonst alle anderen ruhig arbeiten...
 
Hallo,
wenn ich in der Presse die Aufregung über den Verdi-Streik beim LH-Bodenpersonal verfolge, hier im Forum aber lese wie wenig Personal bei Verdi organisiert ist, dann machen die von Verdi verdammt gute Öffentlichkeitsarbeit. Bei wenigen Mitgliedern müsste der Streik dann doch ein Schuß in den Ofen sein. Wie seht Ihr das?

Roman
 
@IFixPlanes

Ist da nicht der Wunsch der Vater des Gedankens?

Die Möglichkeit, daß auch Nichtmitglieder streiken besteht natürlich. Doch mir fehlt der Glaube. Den Tread habe ich gelesen. Da steht: " Möglicherweise, eventuell, vielleicht, werde ich mitstreiken". Aber bei den anderen Gewerkschaften stehen doch die Verhandlungen erst an! Herrscht da nicht Friedenspflicht?

MfG. Roman
 
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... Aber bei den anderen Gewerkschaften stehen doch die Verhandlungen erst an! Herrscht da nicht Friedenspflicht? ...
Bitte nicht das Fliegende mit den Bodenmitarbeitern verwechseln.
Auch kommt es darauf an, wer streikt.:whistle:
Ohne CRS (Die Freigabe durch einen Techniker) geht kein Flieger raus.
Schau dir doch mal den öffentlichen Teil der A.R.T.E. Hompage an.
 
Die Möglichkeit, daß auch Nichtmitglieder streiken besteht natürlich. Doch mir fehlt der Glaube. Den Tread habe ich gelesen. Da steht: " Möglicherweise, eventuell, vielleicht, werde ich mitstreiken". Aber bei den anderen Gewerkschaften stehen doch die Verhandlungen erst an! Herrscht da nicht Friedenspflicht?
Der Friedenspflicht unterliegen nur die jeweiligen Tarifparteien.

Sollten Mitarbeiter streiken, die nicht in der Gewerkschaft organisiert sind, die den Streik ausgerufen hat, so bewegen sie sich auf dünnem Eis, denn sie verweigern dem Arbeitgeber die geschuldete Arbeit - ohne "Entschudigungsgrund".
 
Der Friedenspflicht unterliegen nur die jeweiligen Tarifparteien.

Sollten Mitarbeiter streiken, die nicht in der Gewerkschaft organisiert sind, die den Streik ausgerufen hat, so bewegen sie sich auf dünnem Eis, denn sie verweigern dem Arbeitgeber die geschuldete Arbeit - ohne "Entschudigungsgrund".

Absoluter Käse:thbdwn:

JEDER hat ein Streikrecht, ob in einer Gewerkschaft organisiert oder nicht!
 
@Oberbayer

Ja aber, in Deutschland sind Streiks nur nach einer Urabstimmung erlaubt. Ausnahme Warnstreiks. Abgestimmt haben aber nur Verdimitglieder! Ob da eine Beteiligung am Streik bei Nichtmitgliedern legal ist. Oder doch Arbeitsverweigerung?

MfG. Roman
 
@Oberbaier, roman9IV: Ein "Wilder Streik" ist rechtswidrig.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wilder_Streik

Ein Mitarbeiter darf auch dann streiken, wenn er nicht in einer Gewerkschaft ist, vorausgesetzt, die Gewerkschaft hat zum Streik aufgerufen. Man bekommt ohne Gewerkschaftsmitgliedschaft während der Streikzeit halt kein Geld.

Ein Kündigungsgrund ist aber eine Streikteilnahme ohne Gewerkschaftsmitgliedschaft nicht.
 
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Ein Mitarbeiter darf auch dann streiken, wenn er nicht in einer Gewerkschaft ist, vorausgesetzt, die Gewerkschaft hat zum Streik aufgerufen. Man bekommt ohne Gewerkschaftsmitgliedschaft während der Streikzeit halt kein Geld.

Ein Kündigungsgrund ist aber eine Streikteilnahme ohne Gewerkschaftsmitgliedschaft nicht.
De facto ist der Punkt, dass der Arbeitgeber ja gar nicht weiß, in welcher Gewerkschaft der Arbeitnehmer organisiert ist. Mein Beitrag wurde bewusst "offen" formuliert, da es gerade bei vielen (kleinen) Gewerkschaften relativ unübersichtlich ist, wen etwas betrifft usw. Daher auch die Formulierung "auf dünnem Eis". Die individuelle Koalitionsfreiheit wurde ja nicht verneint! Mir erscheint jedoch wichtig zur Vorsicht zu mahnen, denn die Konsequenzen sind vielen Arbeitgebern nicht bewusst (vgl. unten).

Leider kann der Betroffene mal nicht eben in ein Gesetz schauen, da das Streikrecht nicht normiert ist, sonder (Besonderheit in Deutschland) reines Richterrecht (Bundesarbeitsgericht) abgeleitet aus Art. 9 III GG ist.

Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen sind:
(1) Wahrung der Friedenspflicht
(2) tariflich regelbares Ziel
(3) gewerkschaftliche Organisation (sonst "wilder Streik")
(4) Verhältnismäßigkeit

Rechtsfolge des rechtmäßigen Streiks:
--> Hauptpflichten suspendiert (keine Arbeitspflicht, keine Lohnzahlungspflicht)
--> Ausnahme: Notstandsarbeiten

Nach einem rechtmäßigen Streikaufruf darf sich der einzelne (nicht organisierte Arbeitnehmer) als Ausfluss seiner individuellen Koalitionsfreiheit beteiligen. Gegen seinen Willen darf jedoch weder der organisierte noch der nicht organisierte Arbeitnehmer zum Streik gezwungen werden (negative Koalitionsfreiheit).
 
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