Neues Logo/Markenauftritt Flughafen München

Da würde mich die professionelle Sicht mit der Folgerung "ziemlich schlechte Nummer" wirklich interessieren. Kannst Du das ausführen?

Ich versuche es einmal mit den Dingen, die nicht so stark Geschmack unterliegen.

Webseite:

Wäre ich der Kunde, würde ich mir die Agentur mal vornehmen. Angefangen von falscher Zentrierung, überfrachtetem Contentbereich, Tablet und Smartphone im alten look, Tablets landet sogar auf einer aufgeblasenen Handyvariante, nicht schlüssigem Header. Technische Fehler gehen einfach nicht. Dafür macht man eine Betaphase, simuliert und testet VOR dem Start. Zusammengefasst: Hier wird die CI nicht konsequent über alle Geräte komuniziert und es liegen eklatante handwerkliche Fehler vor.

Das Logo:

Völlig beliebig, einfallslos und austauschbar. Leider war schon das M nicht gerade ein Hingucker und wird außerhalb von München wohl nicht viel taugen um die Verbindung zum Flughafen München herzustellen. Die nun gemachten retuschen sind weder logisch noch ästhetisch ansprechend. Zumal mir nicht einleuchten möchte, wie man hinter 5 verschiedene Logos ein Unternehmen versammeln möchte. Zudem funktioniert das Logo nicht in allen Größen. Besonders in der kleinen Variaten bspw. im Tab sieht es murks aus. Zudem gibt es kein Fav Icon. Dann wird das Logo nicht einheitlich über alle Kanäle kommuniziert. Siehe hier zu das Logo vom Youtube Kanal. Falls diese Umsetzung kein Unfall wäre, dann hätten wir ja 10 (!) Logovarianten bzw. vermutlich noch 2-3 mehr für Faxe ähnliches.


Der Claim:

Hier beginnt schon das Problem. Es wurde leider wieder nicht "ein Claim" gewählt. Auch hier wirkt es so, als konnte man sich nicht einigen oder entscheiden. Das Resultat ist dem entsprechend verwirrend und uneinheitlich. Denn wir haben nicht einen Claim in zwei Sprachen, sondern 2,5 Claims in 2 Sprachen.


Der deutsche Claim ist einfach bescheuert. Verbindung leben. Sind wir hier bei der Telekom oder im Schaltwerk? Der Spruch ist exemplarisch für das Problem des Inhaltes.

Im englischen ist man dann völlig übermütig geworden: Living Ideas - connecting lives. Was der erste Teil soll, erschließt sich vermutlich nur dem Erschaffer. Mir war nicht bekannt, dass ein Flughafenbetrieber vom Leben von Ideen lebt. Innovativ ist das sicher nicht. Der zweite Teil ist hingegen wirklich gelungen. Wäre es nur was wie MUC Airport - connecting lives wäre es gut. Einzig blöd dass Connecting lives sich schon eine christliche Mission rausgesucht hat ...
 
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Abschließend eine Bemerkung zu der teilweise hitzigen Diskussion: Offensichtlich sind hier durchaus Leute - siehe Markus (Ranger) zu Gange, die hier erfolgte Rückmeldungen an den Flughafen weitergeben können. Aber ist das nicht unerheblich? Wenn im MUC-Forum, in dem zum größten Teil die Benutzer "ihren/unseren Flughafen" leben, nicht über den Auftritt diskutiert werden kann ... ja bitte, wo denn dann?
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Servus Robbie,

das ist sehr sachliche Kritik! Du nennst deine Beispiele inklusive der Zusammenhänge ohne aber das bisherige in den Dreck zu ziehen! Super!
An einer Diskussion ist natürlich prinzipell nichts auszusetzen und diese soll auch gefördert werden! Aber die letzten ein, zwei Seiten hatten schlagartig das Gesicht einer Hetzkampagne gegen alles was mit dem neuen CI zu tun hat. Wenn die Punkte sachlich angesprochen werden (dazu gehören für mich immer sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte), dann können hier durchaus richtig gute Ideen für die Verbesserung entstehen.

@Markus (Ranger): Da du ja anscheinend gute Kontakte zur Marketingabteilung hast, würde mich persönlich sehr deren Einstellung bzgl. Feedback interessieren. Ist diese gewillt sich für konstruktive Kritik zu öffnen und die ein oder andere Sache zu ändern, die vllt. schon in Stein gemeißelt scheint?
 
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"Das neue Logo als Markenzeichen, ein neuer Claim, eine exklusive Schrift, aufgefrischte Farben und eine emotionale, authentische Bildwelt: Die Elemente unseres neuen Markenauftritts ergeben zusammen das neue Gesicht des Flughafens München."

Warum eigentlich benötigt der Flughafen ein Markenimage und tritt das auch noch dilettantisch breit? Wenn ich den Flughafen als Kunde von Lufthans, Luft Berlin oder Deutschen Flügeln betrete, sind mir Claim, Schrift, Farben und Bildwelt aber sowas von...

Das Gesicht des Hafens wird geprägt vom Verhalten der Mitarbeiter und nicht von albernen Werbeaussagen.
 
Die neue visuelle 'Verpackung' ist in meinen Augen zwar nicht völlig unerheblich, bleibt jedoch in Relation zum eigentlich wichtigen Inhalt absolut sekundär.

Und gerade beim Inhalt bin ich hellhörig geworden, denn die FMG meint es scheinbar ernst! Gleichzeitig mit dem neuen Markenauftritt wurde kommuniziert, dass die FMG Töchter deutlich näher an die Mutter rücken und ihre Mitarbeiter somit besser gestellt werden als vorher. Vielleicht entsteht ja das erhoffte WIR-Gefühl um gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Und genau DAS zählt doch, alles andere ist mir persönlich relativ wurscht...
 
Die neue visuelle 'Verpackung' ist in meinen Augen zwar nicht völlig unerheblich, bleibt jedoch in Relation zum eigentlich wichtigen Inhalt absolut sekundär.

Und gerade beim Inhalt bin ich hellhörig geworden, denn die FMG meint es scheinbar ernst! Gleichzeitig mit dem neuen Markenauftritt wurde kommuniziert, dass die FMG Töchter deutlich näher an die Mutter rücken und ihre Mitarbeiter somit besser gestellt werden als vorher. Vielleicht entsteht ja das erhoffte WIR-Gefühl um gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Und genau DAS zählt doch, alles andere ist mir persönlich relativ wurscht...

"Das neue Logo als Markenzeichen, ein neuer Claim, eine exklusive Schrift, aufgefrischte Farben und eine emotionale, authentische Bildwelt: Die Elemente unseres neuen Markenauftritts ergeben zusammen das neue Gesicht des Flughafens München."

Warum eigentlich benötigt der Flughafen ein Markenimage und tritt das auch noch dilettantisch breit? Wenn ich den Flughafen als Kunde von Lufthans, Luft Berlin oder Deutschen Flügeln betrete, sind mir Claim, Schrift, Farben und Bildwelt aber sowas von...

Das Gesicht des Hafens wird geprägt vom Verhalten der Mitarbeiter und nicht von albernen Werbeaussagen.


Markenführung besteht aus zwei Teilbereichen. Dass eine ist das Markenimage, das andere die Markenidentität. Das Markenimage dient zur Kommunikation nach außen und die Markenidentität richtet sich nach innnen ins Unternehmen und da besonders an die Mitarbeiter. Es ist richtig und wichtig dass das vom Flughafen gemacht wird, die Art und Weise ist zu kritisieren.
 
Die neue visuelle 'Verpackung' ist in meinen Augen zwar nicht völlig unerheblich, bleibt jedoch in Relation zum eigentlich wichtigen Inhalt absolut sekundär.

Und gerade beim Inhalt bin ich hellhörig geworden, denn die FMG meint es scheinbar ernst! Gleichzeitig mit dem neuen Markenauftritt wurde kommuniziert, dass die FMG Töchter deutlich näher an die Mutter rücken und ihre Mitarbeiter somit besser gestellt werden als vorher. Vielleicht entsteht ja das erhoffte WIR-Gefühl um gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Und genau DAS zählt doch, alles andere ist mir persönlich relativ wurscht...

Prinzipiell bin ich durchaus bei Dir, MUCFLYER! Was dabei allerdings etwas in Vergessenheit gerät, ist, dass das Ganze eine Stange Geld gekostet hat und noch kostet.
 
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Nachdem ich einige Seiten weiter vorn schon geschrieben habe dass ich MUC zwar besser als viele Flughäfen finde, aber trotzdem noch manches Defizit sehe mal ein Beispiel heute live erlebt.

Ankunft auf einer Außenposition (wie fast immer), d.h. die lange Bustour ins Terminal. Zwei Busse standen für einen A320 bereit. Statt dass man zuerst den ersten füllt und dann losfahren lässt wenn der voll ist wartet man mit BEIDEN Bussen bis die letzten Paxe den Flieger verlassen haben. Beim vorderen Bus wo ich drinnen war hat es dann auch noch Probleme mit einer Tür gegeben (sowas kann passieren) wodurch die Abfahrt sich noch weiter verzögert hat. Was allerdings nicht passieren darf ist, dass man nach der langen Vorfeldrundfahrt im Stau vor den Busausstiegen der Schengenankunft ca. 5 Minuten rumsteht!
Da reicht wohl die Kapazität nicht mehr für die vielen Außenpositionen.

Da ich mit der S-Bahn fahre ist es jedes Mal ärgerlich wenn man wegen so einem am Flughafen selbstverschuldeten Chaos wieder mal 20 Minuten später erst eine S-Bahn erwischt.

So schön der Weihnachtsmarkt ist, für S-Bahnfahrer die es eilig habe ist er ein fürchterliches Hindernis. Manchmal hilft nur ein Sprint, der geht aber im Moment nicht. Kann man da nicht einen freien Korridor für eilige S-Bahngäste anlegen oder zumindest einen deutlich breiteren direkten Durchgang frei lassen.

Schon ohne Weihnachtsmarkt ist es nach wie vor erbärmlich dass man nicht ohne frösteln vom T2 zur S-Bahn kommt. Hier wäre ein geschlossener Durchgang schon lange fällig. Vom T1 komme ich ja auch trocken und warm zur S-Bahn.

An solchen Stellen sollte der Flughafen aktiv werden, das täte dem Image wesentlich besser als ob das Logo silber, weiß, rosarot oder lilablassblau ist.
 
@manal

Normalerweise ist es ja auch so das sich bemüht wird erst den einen dann den anderen Bus zu füllen.
Problem an der Sache: wenn die Buse recht eng am Flieger stehen dann soll es ja durchaus Gäste geben die gerne mal unter der Tragfläche hindurch zum ersten Bus laufen, was gar nicht gerne gesehen ist. Dann lieber ein Bus vorne einer hinten und wenn alle raus sind geht's los. Bei der Schengen Ankunft ist immer mal wieder Stau aber dafür gibt's ja bald T3 dann wird alles besser ;-)
Da wird nix mehr umgebaut, gleiches Problem ist ja die unclean Ankunft da staut es sich immer richtig besonders wenn die Langstrecke mal wieder raus muss.
 
@manal

Normalerweise ist es ja auch so das sich bemüht wird erst den einen dann den anderen Bus zu füllen.
Problem an der Sache: wenn die Buse recht eng am Flieger stehen dann soll es ja durchaus Gäste geben die gerne mal unter der Tragfläche hindurch zum ersten Bus laufen, was gar nicht gerne gesehen ist. Dann lieber ein Bus vorne einer hinten und wenn alle raus sind geht's los. Bei der Schengen Ankunft ist immer mal wieder Stau aber dafür gibt's ja bald T3 dann wird alles besser ;-)
Da wird nix mehr umgebaut, gleiches Problem ist ja die unclean Ankunft da staut es sich immer richtig besonders wenn die Langstrecke mal wieder raus muss.

Das sind halt genau die Punkte die dem Image mehr schaden als die neue Hochglanzverpackung...

In Shanghai (PVG) sieht man das am Vorfeld etwas lockerer. Bin mit dem A340 von Air China aus CAN auf einer Außenposition angekommen, der Bus war allerdings auf der anderen Seite hinter den ganzen Gepäckwagen gestanden. Keine Sicherheitsleute, keiner der die Leute rumleitet. Die Chinesen sind dann einfach auf dem direkten Weg von der Treppe an der zweier Türe zum Bus. Unter dem Flieger durch und zwischen den Gepäckkarren herum :)

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N'Abend,

komischerweise sind die Webseiten der Werbeagenturen des Öfteren etwas dürftig ... ;-) Die meisten nutzen diese, um ihre Kunden und Referenzen darzustellen. Das ist auch nicht so abwegig, da man mit vielen Kunden und dessen Auftritten ja auch etwas anfangen kann, sprich man kennt den Auftritt, in diesem Fall von BMW, Telekom, Thai und TUI.

Kurz zum Verfahren: "Interbrand" hat die Durchführung der Kampagne im Rahmen eines Pitches gewonnen. Das bedeutet, der Flughafen München hat ne Ausschreibung gemacht, wonach sie eine Agentur zur Durchführung der Imagekampagne suchen. Die Werbeabteilung - und aller Wahrschienlichkeit nach Geschäftsführung - des Flughafens haben sich dann die Angebote und Ideen angesehen, aller Voraussicht nach gab es auch eine Präsentation der Agenturen, die in die engere Auswahl gekommen sind; meist handelt es sich dabei um drei bis fünf Agenturen. Bei der Vorauswahl spielen übrigens auch Referenzen eine Rolle; hier könnte sich m.E. auch die Tätigkeit für TUI und Thai Airways positiv ausgewirkt haben.

Nach der Präsentation erfolgte die Vergabe, in diesem Fall eben an Interbrand. Die Leute vom Flughafen scheinen also Gefallen am Angebot und den Ideen von Interbrand gefunden zu haben. Die Entscheidung, was dann von den Vorschlägen umgesetzt wird, trifft schlussendlich aber immer der Kunde, also der Flughafen. So sollte es zumindest sein ...

Dies nur mal als Ergänzung ... ;-)

Servus,
Robbie
 
Die von mir ins Spiel gebrachte "heiße Luft" wird auch von Leuten, die offensichtlich mehr Ahnung als ich haben genannt.

Besonders gefällt mir in einigen Kommentaren die Begründung, warum dieser sogenannte "Connector" graphisch eher als "Divitator" zu sehen ist.

Und 3 Millionen hats gekostet: http://www.tz-online.de/aktuelles/m...wickelt-seinen-markenauftritt-tz-3239500.html

Nun ja, große Agenturen stellen eben große Rechnungen. Selbst wenn großer Mist dabei raus kommt.

@Munich: Ja, das Traurige ist, dass man dieses Beliebigkeitsdesign eben auch beliebig begründen kann. Der "Konnektor" ist auch auf deiner Tastatur im Numblock und ist dort das Kennzeichen für Division, also Teilung. Das ist halt nur leider gerade mal das Gegenteil von Verbindung. Gerade solch Fallstricke sollte eigentlich eine Kommunikationsagentur umschiffen können. Aber hier hat man wohl ohne Verstand und vielleicht unter Zeitdruck agiert. Im Ergebnis hätte soetwas jeder Grafikstudent für eine warme Mahlzeit "designed". Da hat man leider eine große Chance vertan und sich mit Marketinggeblubber abspeisen lassen. Je mehr man diesem auf den Grund geht umso deutlicher wird das.
 
Das schimpfen auf die Agentur ist nur so halbrichtig. Normalerweise gehen solche Aufträger durch einen pitch und am Ende wählt der Kunde aus den "Grundideen".
 
Das schimpfen auf die Agentur ist nur so halbrichtig. Normalerweise gehen solche Aufträger durch einen pitch und am Ende wählt der Kunde aus den "Grundideen".

Das ist zum Teil richtig. Allerdings sind auch Dinge dabei, die handwerklich schlecht umgesetzt wurden. Wenn die Ergebnisse schon so grauselig sind, dann will ich gar nicht wissen wie die Entwürfe waren...

Natürlich kann eine Agentur am Ende nur so gut sein wie sie vom Kunden beliefert wird. Ich denke da haben sich beide Seiten nicht mit Ruhm bekleckert mit dem Ergebnis.
 
Die einzige Verbindung, die der multicolor-Divisor schafft, ist die gedankliche zu den preisgekrönten, und grösstenteils originellen Werbeplakaten im gleichen "Schrägstrich-Design" wie sie praktisch überall in MUC zu finden sind.

Trotzdem sticht der Divisor für mich nach wie vor noch immer als Divisor negativ ins Auge, und vor allen zerschneidet er nach die vor das "M" ist zwei bedeutungslose Artefakte. Der Verbindungsarbeit aus diesen Artefakten und dem flimmernden Schrägding wieder ein M wie München oder eben MUC muss der Betrachter sich mühselig selbst zusammenkonstruieren. In Auge fällt sie jedenfalls nicht.
 
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