Ausbaustop und dessen negative Folgen für den Flughafen München

Als direkter Anwohner der Bahnstrecke München -> Augsburg, die in den letzten Jahren noch ausgebaut wurde und jetzt 6 gleisig direkt an meinem Wohnhaus vorbeigeht kann ich einfach die Aufregung nicht verstehen (beim Ausbau gabs übrigens keine Demos etc!).
Bei uns fahren Tag und Nacht Züge, da gibt es kein Nachtzugverbot. Im Gegenteil, nachts fahren die weitaus lauteren Güterzüge scheppernd 50m Luftlinie von meinem Schlafzimmerfenster vorbei.

(Übrigens haben wir genug Landeanflüge über unserem Haus in Olching wenn der Wind von Osten kommt, das kommt dazu)

Ich schlafe im Sommer bei offenem Fenster, und schlafe (ausser es ist sehr heiss) trotzdem sehr gut. Im 4. Stock, weit oberhalb der Lärmschutzwand. Meine Frau ebenfalls, und die Nachbarn auch.
Die Züge sind so laut dass bei offener Balkontür oft der Fernseher nicht zu verstehen ist wenn ein Güterzug vorbeikommt.
So what? Ich bin gesund, fühle mich weder gestresst (ausser vom Beruf) noch terrorisiert oder in meiner Lebensqualität eingeschränkt. Im Gegenteil, ich bin froh den Bahnhof vor der Tür zu haben, um mobil zu sein.

Es scheint momentan en vogue zu sein über den "Fluglärm" zu schimpfen, über den "Bahnlärm" aber so gar nicht...



(Sorry das gleitet etwas ins OT ab, ich musste das aber endlich mal loswerden)
 
@migg: Du sagst, der Gewinn im Luftverkehr wird nur auf Kosten anderer erwirthschaftet. Du hast gesagt, jetzt sage mir auch, was der Flughafen von dem ach so armen Anwohner nimmt und dafür nicht bezahlt. Anders: Was leistet der Anwohner überhaupt, dass er eine Belohnung verdient hätte ? Achtung, Überaschung: GAR NICHTS !
Was soll diese Verdrehung und Ignoranz meiner Worte?
Wo will ich "Belohnung"? Ich habe "Entschädigung" geschrieben!
Ich habe auch wiederholt und ausführlich beschrieben, worin ich mich beeinträchtigt und enteignet fühle. Z.B. Lebensqualität, Gesundheit, Finanzen (Immobilienwerte). Bitte lies ggf. nochmal genauer nach.
Und: Wir Anwohner müssen ÜBERHAUPT NICHTS leisten!
Wir waren zuerst da, dann kam der Flughafen gegen unseren Willen und gegen unseren Bedarf, hat uns quasi überfallen und beraubt. Was, habe ich gerade nochmal geschrieben.
Der Flughafen IST SCHON DA - die SCHÄDEN finden seit 20 Jahren STATT!
Sie kommen nicht erst mit der 3. Bahn, sondern werden durch diese noch verstärkt.

In Atlanta wurde eben das neue Terminal eröffnet, in Chicago wird das Runwaysystem so umgebaut, dass mehr Flugbewegungen möglich sind. Da gibt es komischerweise viel weniger Protest. Sind die Anwohner etwa weniger "betroffen" ? Ganz sicher nicht !
Doch. Denn der Vergleich hinkt in vielerlei Hinsicht. Es gibt Völker, die essen nur rohes Robbenfleisch, wir nicht. Es gibt nunmal Unterschiede. Viele Deutsche könnten sich nicht vorstellen, in den USA zu leben, weil ihnen dort viele Dinge nicht gefallen würde, die dem Ami ganz egal sind. Und umgekehrt.

Man sehe sich doch nur mal die Rhetorik der Republikaner an - diese menschenverachtende, bösartige und ausschließlich auf den Vorteil der Reichen und Superreichen ausgerichtete Politik geht naturgemäß auch über jede Umweltsünde ohne mit der Wimper zu zucken. Das wäre hier in Deutschland für garantiert 98% der Bevölkerung "too much". Und die können das auch nur machen, weil sie soviel Flächen und Ressourcen haben, da fällt das noch nicht so auf.

Wie überhaupt die USA als wirtschaftliches Vorbild so rein überhaupt nicht taugen. Neben der glänzenden, politisch geschützen Ölindustrie gibt es dort so manch verblassten Stern, wo es längst nicht mehr so toll ist wie es schien. Schon mal was vom maroden Stromnetz dort gehört? Von zerfallenden Stadtteilen? Von maroden Staatsfinanzen? Von unglaublichen Arbeitslosenzahlen und superverarmten Bevölkerungsschichten die mehrere 10 Millionen Menschen umfassen? Wo doch dort alles so toll wirtschaftlicha ausgerichtet ist? Solche Verhältnisse willst du haben?

Doch weiter: Diese Flughäfen sind "alte" Flughäfen, quasi schon immer da - wer dort hinzog, wusste ja, worauf er sich einließ. Amis ziehen deutlich häufiger um, sind eben nicht so mit der Scholle verwurzelt wie hier in Bayern, das hat halt nunmal historische und gesellschaftliche Gründe. Vielen Leuten geht es auch schlecht dort, die können sich gewissen Dinge nicht mehr aussuchen, was aber nicht bedeutet, dass es ihnen gefällt oder ihnen nicht schadet.
Schon mal angeschaut, wer dort neben den Flughäfen wohnt? Die gutsituierten Menschen sicherlich nicht!

Auch hat in den USA die Wirtschaftselite eine ungleich größere Macht, die Politik einseitig zu beeinflussen, wir alle wissen, garantiert nicht zum Wohle der gesamten Gesellschaft! Ein Protest hätte dort also viel wenige Aussicht auf Erfolg, also ergeben sich dort viele Menschen von vorneherein ihrem Schicksal. Gut ist das nicht, für niemanden. Außer natürlich für die Wirtschaftselite.

Usw. man könnte noch Tausend andere Gründe aufführen. Führt zu nichts.
Man sollte sich nicht mit dem schlechten Beispielen vergleichen, sondern mit den guten.
Ich bin sicher, in den USA sind die Verhältnisse für den Einzelnen weit härter und schlechter als hier, von den Reichen dort mal abgesehen. Und das alles ist eine direkte Folge der einseitigen Konzentration auf die Konzerngewinne zu Lasten der Bevölkerung. Ich möchte nicht mit den Lebensverhältnissen eines Durchschnittsamerikaners tauschen und ich möchte den von Euch sehen, der das nicht genau so sieht!

Zur Lärmabgabe: Was hälst Du denn davon, eine Abgabe für den Lärm zu leisten, den Dein Auto verursacht, eine Abgabe für den Radio-Lärm und eine Abgabe fü das Brutzeln vom Grill. Übertrieben ?
Das halte ich für gut, und wird ja schon gemacht! Ökosteuer, Benzinsteuer etc. sind alles Steuern, die genau solche Dinge ausgleichen, sprich steuern (STEUER!) sollten! Beides müssen Airlines bei uns offensichtlich nicht bezahlen!
Dass Autosteuern nicht direkt dem Ausgleich der Schäden zufließen, ist ein anderes Thema, könnte von mir aus aber gemacht werden.
Daher: Ticketsteuer, Luftverkehrsabgabe, Lärmabgabe, lauter Dinge, die wir dringend bräuchten, um den grenzenlosen und schädlichen Ausdehnungsdrang der Branche zu bremsen. Man darf nicht nur betrachten, was für die Profiteure rausspringt, sondern auch das, was andere Leute dafür hinnehmen müssen. Eine weitere globale Explosion des Luftverkehrs erzeugt mittel- und langfristig garantiert mehr globale Schäden als Nutzen.

Das wird hier im Flugfreak-Forum natürlich bestritten, die Frösche würden der Trockenlegung ihres Sumpfes schließlich auch nicht zustimmen, so sinnvoll er auch aus einer anderen Perspektive heraus auch sein mag! ;D

Daher setze ich mich hier auch nur dafür ein, die lokalen Schäden und deren Ausgleich durch eine Lärmschutzabgabe gehen! Das wäre fair und machbar, ohne die Wirtschaft ernsthaft zu beeinträchtigen.

Vielen Dank dafür, dass Ihr vielleicht mir und vielen anderen Ihren (Traum-) Job versaut habt
Dafür bekommst du von mir keinerlei Mitleid. Ich bekomme hier auch keines, obwohl mir der Flughafen seit 20 Jahren das Leben versaut!

Deine Argumentation würde ja bedeuten, dass Jobs über alles gehen, auch über die Gesundheit und das Wohlbefinden anderer, die schon vorher da waren! Sorry, aber die Jobs anderer Leute, die erst hierher ziehen, wenn die 3. Bahn kommt sind mir nun wirklich weniger wert als die Gesundheit der Leute, die schon immer hier wohnen.
Man hat nur ein Leben, eine Gesundheit, aber viele Gelegenheiten im Leben einen Job zu bekommen.
 
Welche Einbußen?
Ich verweise auf meine bisherigen Postings der letzten 2 Wochen in diesem Forum und auf https://sites.google.com/site/sosegides/


Jetzt reicht's aber, migg!!!
Du wirfst hier der FMG einen finanziellen Diebstahl bzw. "Klauen" vor, also eine knallharte Straftat.
Wie niedlich! Der Flughafenbetrieb hat den Anwohnern Lebensqualität und Gesundheit geraubt, das ist so. Da niemand mehr freiwillig hier bestehende Häuser und Grundstücke zu einem adequaten Preis kaufen will, sind die Preise gesunken, also hat der Flughafen dafür gesorgt, dass uns nun Geld fehlt. Ich nenne das alles in der Tat eine schleichende, stille Enteignung. Laut unseren Gesetzen ist das aber leider keine Straftat im juristischen Sinne!

Hallo? Geht's noch? Dir ist schon klar, dass das übliche Nachrede und Vortäuschung falscher Tatsachen ist und du dich damit auch mehr als brüchigem Eis bewegst und sogar dafür haftbar gemacht werden könntst, wenn sich da einer dranhängt.
Wie alt bist du?
 
Wir waren zuerst da, dann kam der Flughafen gegen unseren Willen und gegen unseren Bedarf, hat uns quasi überfallen und beraubt. Was, habe ich gerade nochmal geschrieben.

Dummes Geschwätz!
Die Entwicklung ist doch eindeutg. Mach mal die Augen auf!

Wie niedlich! Der Flughafenbetrieb hat den Anwohnern Lebensqualität und Gesundheit geraubt, das ist so. Da niemand mehr freiwillig hier bestehende Häuser und Grundstücke zu einem adequaten Preis kaufen will, sind die Preise gesunken, also hat der Flughafen dafür gesorgt, dass uns nun Geld fehlt. Ich nenne das alles in der Tat eine schleichende, stille Enteignung. Laut unseren Gesetzen ist das aber leider keine Straftat im juristischen Sinne!

Auch nur dummes Geschwätz.
Stille Enteignung....so ein Blödsinn. Ich kann den Schmarrn hier nicht mehr lesen...
Das ist wohl jemand mit dem Hr. Binner verwandt, der die FMG der vorsätzlichen Körperverletzung bezichtigt...:thbdwn:
 
Als echte Alternative zur Lärmreduzierung gibt's eigentlich nur Einschränkungen in der Nutzung der neuen Bahn, vielleicht analog wie Manchester und keine Nutzung von 13.00 - 15.00 Uhr und sowieso erst wie geplant ab 6.00 Uhr und bis 22.00 Uhr.

Bis jetzt läuft das doch ganz prima, warum baut man denn nicht die dritte Bahn, und lässt die nur von Flugzeugen bis z.B. B757 befliegen, wäre doch für die Anwohner wesentlich besser, vor allem könnte man die Flieger noch enger staffeln, weil auf den beiden Hauptbahnen dann keine langsamen Props zwischen kommen!

Ja, wirklich klasse Vorschläge! Wo wären hier Vorteile oder keine Nachteil für die Anwohner der bestehenden Bahnen? Eben! Das alles wären Vorschläge, die dafür sorgen würden, dass diese eh schon gebeutelten Anwohner der alten Bahnen es noch schlechter haben würden! Warum sollte man da für die 3. Bahn sein?!? Was wäre hier "besser"?!?
Wo wäre dann der angebliche Entlastungseffekt, mit dem einige hier die Augen der Anwohner wischen wollen?!?

Als direkter Anwohner der Bahnstrecke München -> Augsburg, die in den letzten Jahren noch ausgebaut wurde und jetzt 6 gleisig direkt an meinem Wohnhaus vorbeigeht kann ich einfach die Aufregung nicht verstehen
Ich bin sicher, die Bahnlinie war schon vorher da, ehe du hingezogen bist!
Ich bin auch sicher, du wirst die Quittung langfristig bekommen, auch wenn du gefühlt im Augenblick noch nicht leidest. Lärm, auch unbewusster Lärm insbesondere nachts ist extrem gesundheitssschädlich, das ist unbestrittene Realität. Frage deinen Arzt.
Ich weiß übrigens wovon ich spreche. Auch ich habe 20 Jahre neben so einer Bahnlinie gewohnt. 50 m wie du. Man merkt nichts, es scheint alles ok, aber es ist nicht so. Und man kann nicht ein Übel dadurch relativieren, dass man auf andere Übel verweist. Sonst sage ich: Im afrikanischen Busch leben sie auch ganz ohne Flugzeug, wozu brauchst du dann eines?

Und: Wir in Pulling haben ja nicht nur die Flieger. Wir haben auch die Bahn, vielleicht nicht 6-spurig aber trotzdem und Ausbaupläne gibt es ja auch schon....wir haben also *überhaupt* keine Ruhe mehr und die doppelte Belastung. Aber das ist für dich natürlich alles ok, ganz normal und nicht schlimm.
 
Ich war am Freitag und Samstag jeweils längere Zeit an den Neufahrnern Mühlseen. Belästigt von Fluglärm hat sich dort weit und breit niemand gefühlt. Dies entkräftet immer mehr deine Grundeinstellung. Am Biergarten gab's sogar Diskussion um die Erweiterung, habe hier bei den Einheimischen still zugehört. Aber interessant, wie sauer doch viele auf die wenigen Gegner in der Einflugschneisse sind. Ja sogar höchst interessant, weil die Diskussionsteilnehmer aller Alterklassen vertreten waren.

Dasselbe habe ich in Pulling auch schon mitbekommen. Hier spielen die Kinder quietschvergnügt in den Gärten und auf den Straßen, viele Gärten mit Kleinkindern und Jugendlichen beherbergen Trampoline, Schwimmbecken, ja sogar Zelte. Also so laut kann es ja gar nicht sein, wenn man freiwillig draußen schläft. Und ich hab noch kein negatives Wort über die Flieger gehört, bei den Größeren schauen die Kinder sogar auf und staunen. Ja, auch Phrasen wie "da will ich auch mal mitfliegen, Papa" hab ich schon gehört. Als Antwort dann meist, ja, wenn wir in den Urlaub fliegen.
 
@migg: Mit diesem arroganten Kommentar, hast Du es nun geschafft, dass ich mir Deine Posts nichtmal mehr durchlese. Antworten werde ich auch nicht darauf. Nur so viel: Ich wohne hier seit meiner Geburt, meine Familie in meinem Landkreis seit über 500 Jahren. Ich bin sicher nicht hier, weil ich auf einen Job am Flughafen geil bin, sondern eher umgekehrt. !

Ich hoffe und erwarte auch, dass die anderen sich auch immer weniger um Dich kümmern. Mit Deinem Käse und ständig der selben Website disqualifizierst Du Dich selber. Dich nimmt keiner mehr ernst. Ich ignoriere hier bis jetzt noch niemanden, aber ich denke, das ändert sich noch.

Zu guter Letzt: Woher willst Du denn wissen wer in der Nähe aller amerikanischen Flughäfen lebt, wenn Du doch so gegen das Fliegen bist ? Denn anders kannst Du gar nicht da drüben gewesen sein. Und wenn doch, dann härttest Du Dich doch sicher nicht gern in derr Nähe eines lauten Airports aufgehalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, wirklich klasse Vorschläge! Wo wären hier Vorteile oder keine Nachteil für die Anwohner der bestehenden Bahnen? Eben! Das alles wären Vorschläge, die dafür sorgen würden, dass diese eh schon gebeutelten Anwohner der alten Bahnen es noch schlechter haben würden! Warum sollte man da für die 3. Bahn sein?!? Was wäre hier "besser"?!?
Wo wäre dann der angebliche Entlastungseffekt, mit dem einige hier die Augen der Anwohner wischen wollen?!?


Ich bin sicher, die Bahnlinie war schon vorher da, ehe du hingezogen bist!
Ich bin auch sicher, du wirst die Quittung langfristig bekommen, auch wenn du gefühlt im Augenblick noch nicht leidest. Lärm, auch unbewusster Lärm insbesondere nachts ist extrem gesundheitssschädlich, das ist unbestrittene Realität. Frage deinen Arzt.
Ich weiß übrigens wovon ich spreche. Auch ich habe 20 Jahre neben so einer Bahnlinie gewohnt. 50 m wie du. Man merkt nichts, es scheint alles ok, aber es ist nicht so. Und man kann nicht ein Übel dadurch relativieren, dass man auf andere Übel verweist. Sonst sage ich: Im afrikanischen Busch leben sie auch ganz ohne Flugzeug, wozu brauchst du dann eines?

Und: Wir in Pulling haben ja nicht nur die Flieger. Wir haben auch die Bahn, vielleicht nicht 6-spurig aber trotzdem und Ausbaupläne gibt es ja auch schon....wir haben also *überhaupt* keine Ruhe mehr und die doppelte Belastung. Aber das ist für dich natürlich alles ok, ganz normal und nicht schlimm.

In deinen letzten Posts qualifizierst du dich immer noch mehr herunter, eigentlich Schade. Aber Sturrheit siegt nicht immer.
Für dich gibts eigentlich nur 2 Möglichenkeiten;
1) Wegzug oder
2) 2 neue Bahnen und Schließung der bisherigen Nordbahn, damit andere den Lärm haben, den du ja schon 20 Jahre voll mitbekommen hast, andere Anwohner. Nach dieser Argumentation müsste jede Autobahn alle paar Jahr verlegt werden. Wer soll dies bezahlen?

Langsam glaube ich wirklich bei Betrachtung deiner Argumentationsketten, Luftfahrt ist gesundheitsschädlich, und du bist das Musterbeispiel hierfür. Hast gute Chancen auf Entschädigung @ migg.
 
Was soll diese Verdrehung und Ignoranz meiner Worte?
Wo will ich "Belohnung"? Ich habe "Entschädigung" geschrieben!
Ich habe auch wiederholt und ausführlich beschrieben, worin ich mich beeinträchtigt und enteignet fühle. Z.B. Lebensqualität, Gesundheit, Finanzen (Immobilienwerte). Bitte lies ggf. nochmal genauer nach.

Tja, das ist nichts besonderes. In einem Ort bei München, in dem ich eine Immobilie besitze, werden nun 5 Mega Windräder gebaut, in einem Waldgebiet. Dort wird es auch zu einer erheblichen beeinträchtigung kommen.
Die Immobilie wird an Wert verlieren. Dort gibt es keine Entschädigung, noch nicht einmal Ausgleichsmaßnahmen. Bei der Dritten waren 100% als Maßnahmen geplant. Dort sind 0%, in Worten NULL Prozent geplant. Stattdessen werden 5 Hektar Wald gerodet, Fläche versiegelt. Und für was? Für eine teure Stromversorgung!

Schon mal was vom maroden Stromnetz dort gehört? Von zerfallenden Stadtteilen? Von maroden Staatsfinanzen?
Nicht so überheblich!
Eine nicht funktionierende Stromversorgung werden wir auch bald haben. Und marode Staatsfinanzen haben wir schon lange. Heute erst hat Das Land Baden Würtemberg bekannt gegeben, daß sie nach 2 Jahren ohne Schulden, in den nächsten 2 Jahren satte 3 Mrd. Neuschulden machen, und daß in der besten Konjunkturphase!
Außerdem findet in Dtld. gerade eine Deindustrialisierung statt, während in den USA die Industrie langsam zurück kehrt!

Doch weiter: Diese Flughäfen sind "alte" Flughäfen, quasi schon immer da - wer dort hinzog, wusste ja, worauf er sich einließ.

Naja, seit 1969 steht der Flughafenbau fest, sind inzwischen 43 Jahre! Wie lange wohnen Sie denn dort? Und vorher schon 20 Jahre neben der Bahnlinie?
Und wie haben sich die Immo Preise denn in Pulling entwickelt? Wollen Sie ernsthaft behaupten, diese sind seit 1969 gefallen?
 
Ich war am Freitag und Samstag jeweils längere Zeit an den Neufahrnern Mühlseen. Belästigt von Fluglärm hat sich dort weit und breit niemand gefühlt. Dies entkräftet immer mehr deine Grundeinstellung. Am Biergarten gab's sogar Diskussion um die Erweiterung, habe hier bei den Einheimischen still zugehört. Aber interessant, wie sauer doch viele auf die wenigen Gegner in der Einflugschneisse sind. Ja sogar höchst interessant, weil die Diskussionsteilnehmer aller Alterklassen vertreten waren.
Au weia! :eyeb:
Wie peinlich ist das denn? Braucht ihr wirklich schon solche armseligen Geschichten, um eure Sache zu "belegen"?!? :o:o
Na dann erzähle ich auch mal eine kleine Geschichte:

Ich stand neulich längere Zeit am westlichen Flughafenzaun, direkt in der Verlängerung der Startbahnen. Dort standen wie immer Schaulustige von nah und fern und haben die startenden Flugzeuge beobachtet. Es gab natürlich auch Diskussionen, bei denen ich einfach mal still zugehört habe. Interessant, wieviel Verständnis doch viele davon für die vielen betroffenen Anwohner der Einflugschneise zeigten. Denn neben ihrer Begeisterung für das Schauspiel meinten die Leute auch, dass sie doch sehr froh seien, diesen wahnsinnigen Lärm nicht selbst tagtäglich ausgesetzt zu sein. Dies entkräftet immer mehr die Grundeinstellung der Befürworter. Merkwürdigerweise waren auch hier alle Altersklassen vertreten, was die Sache vermutlich sehr repräsentativ macht. :whistle:

Wer in diesen kleinen Geschichten Ironie, Übertreibungen oder konstruierte Erfindungen findet, womöglich sogar mit jeweils genau umgedrehten Vorzeichen, sollte sich mal überlegen, wieso sich sowas dort findet! :dead:
 
Au weia! :eyeb:
Wie peinlich ist das denn? Braucht ihr wirklich schon solche armseligen Geschichten, um eure Sache zu "belegen"?!? :o:o
Na dann erzähle ich auch mal eine kleine Geschichte:

Ich stand neulich längere Zeit am westlichen Flughafenzaun, direkt in der Verlängerung der Startbahnen. Dort standen wie immer Schaulustige von nah und fern und haben die startenden Flugzeuge beobachtet. Es gab natürlich auch Diskussionen, bei denen ich einfach mal still zugehört habe. Interessant, wieviel Verständnis doch viele davon für die vielen betroffenen Anwohner der Einflugschneise zeigten. Denn neben ihrer Begeisterung für das Schauspiel meinten die Leute auch, dass sie doch sehr froh seien, diesen wahnsinnigen Lärm nicht selbst tagtäglich ausgesetzt zu sein. Dies entkräftet immer mehr die Grundeinstellung der Befürworter. Merkwürdigerweise waren auch hier alle Altersklassen vertreten, was die Sache vermutlich sehr repräsentativ macht. :whistle:

Wer in diesen kleinen Geschichten Ironie, Übertreibungen oder konstruierte Erfindungen findet, womöglich sogar mit jeweils genau umgedrehten Vorzeichen, sollte sich mal überlegen, wieso sich sowas dort findet! :dead:

Wenn du wirklich sosehr darunter leidest, dann hast du mein aufrichtiges Mitleid.

Für die grundsätzliche Situation, dass dich der Flughafen belastet, bedauere ich dich auch.

Es ändert aber nichts an meinem Denken, Empfinden und Einschätzen:
Wir, wir alle, die wir uns über was auch immer definieren, das bayerische und das deutsche Volk darstellen, sind mehr, als das Individuum.
Es gibt nicht ohne Grund dir Trennung zwischen BWL, Betriebswirtschaftslehre, den Blick auf den Einzelnen und der Volkswirtschaftslehre, den Blick auf das Ganze werfend.
Im englischem gibt es den "hässlichen" Begriff des "Collateral damage" - welcher in hiesigem Fall leider anzuwenden ist.

Bei Infrastrukturmaßnahmen wird es immer leidtragende geben.
Diese gehören meiner Meinung nach auch entsprechend entschädigt und ihnen soll eine alternative Zukunft geboten werden - auch wenn dadurch das Projekt massiv überteuert wird.
Letztendlich zählt aber im gesellschaftlichen Kontext, unter Wahrung der VWL-Kriterien, der Blick auf das Ganze mehr als die Wahrung des Einzelnen. Dies darf allerdings nicht bedeuten, dass man vor dem Einzelnen den Respekt und die Achtung verliert.

Wir leben in Deutschland in einer fürchterlich saturierten Gesellschaft, die gerne vergisst, dass sich die Welt um uns herum verändert und wandelt.
Aktuell geht es uns gut und wir brauchen uns nicht beklagen. Keine Frage.
Wir selber sind aber nur an diese Stelle, in diese Situation gekommen, weil wir uns selber, weil wir unsere Umgebung, unsere Rahmenbedingungen immer wieder den Anforderungen angepasst haben.
Nun haben wir gerade eine kurze Phase der Stagnation, der Regression - in Europa, nicht in der Welt. Deshalb erfahren wir keinen dringenden Leidensdruck - verglichen mit den europäischen Partnern und Konkurrenten stehen wir aktuell ganz passabel da, ja.
Aber die Welt dreht sich um uns herum weiter und lässt das siechende Europa gerade neben sich lieben.
Unser Fokus darf und kann nicht auf den "alten" Kontinent allein gerichtet bleiben; Die Entwicklungen, die Trends passieren wie anders - Dynamik ist uns unbekannt geworden, wo gerade zwei Drittel der Welt erst ökonomisch zu leben beginnen.

Ja, es wird immer und überall Opfer von Infrastrukturmaßnahmen geben. Dies ist unbestritten, tragisch.
Aber wir, wir das deutsche Volk, wenn nicht sogar, wir, wir Europäer dürfen nicht aus dem Auge verlieren, wie sich unsere ökonomischen Konkurrenten entwickeln.
Wir sollten vielmehr darauf blicken, wie sie sich gebärden und uns selber die Wahl lassen, wie wir "dem Volk" maßvolle Optionen gewähren.
Veränderungen werden abermals auf uns zukommen - gewollt oder nicht.
Noch kann man daran teilhaben, gestalten und zumindest entsprechende Entschädigungen aushandeln (berechtigte).

Den Status-Quo auf Dauer einfordern, wird auf absehbare Zeit, in übergeordnetem Kontext unseren gesamten Niedergang, Wohlstandsverluste in der Breite, bei allen, bedeuten.


Daher migg, eine ehrliche und offene Frage an deinen Intellekt, an dein Selbstverständnis (nimm es bitte nicht als aggressiven Angriff auf dich persönlich):

Wer bist du, wer seid ihr eigentlich, dass ihr euer persönliches Wohl über die Entwicklung eines Volkes stellt?
Klar - eine Startbahn, ein Flughafen allein machen dies nicht aus. Es ist die Summe der Struktur, die ein Land bereit hält - Straßen, Bahnen, Strom, Wasser, Bildung, ÖPNV, etc.
Wir alle sind erstmal soziale Wesen und direkt danach wirtschaftliche - erst dass ermöglicht uns das Leben überhaupt.
Kannst du dich wirklich aus diesem ganzen Kontext heraus nehmen? Bist du, ist dein Job nicht in irgendeiner Weise vernetzt? Hängt er in keiner Weise von dieser Vernetzung ab?

Leid, Verlust, Belastung, Entfremdung - Sorry, das sind sehr persönliche Tragödien. Schmerzliche, gewichtige, ja.
Diese gehören in meinen Augen auch sehr viel stärker berücksichtigt, als es aktuell der Fall ist.
Hier mögen mir einige Mitglieder dieses Forums massiv widersprechen, aber ich denke durchaus, dass gesellschaftlich für die "Opfer" von Infrastrukturmaßnahmen" mehr gemacht gehört.

Denn so hart ich bisher gesprochen habe:
Wir leben in einer Demokratie, wir haben "gottlob" "unser" Grundgesetzt, welches jedes einzelne menschliche Lebewesen achtet und respektiert.
Daher gehört wirklich jeder einzelne "bedacht" und "gehandelt".
Es ist aber genauso Intention dieses Gesetzes, dass das Allgemeinwohl über dem Einzelnen steht. Und hier haben wir gerade ein Problem in der Wahrnehmung.

Es geht nicht mehr darum, ob es "uns" Bayern, Münchner besser geht als den Stuttgartern oder den Berlinern oder den Hamburgern.
Wir leben inzwischen in einem globalen Wettbewerb, in dem leider sehr selten demokratische, menschliche Regeln gelten und herrschen.
Noch sind wir in der Lage, selber unsere Zukunft zu gestalten, aus einer Position der Stärker heraus. Noch können wir verändern und die Leidtragenden angemessen bedenken. Lange wird dies aber nicht mehr der Fall sein.

Allerdings bedarf es seitens der Leidtragenden auch einer etwas geweiteten Denkweise, die mitunter die Aufgabe der Heimat erfordert.
 
Von zerfallenden Stadtteilen? Von maroden Staatsfinanzen? Von unglaublichen Arbeitslosenzahlen und superverarmten Bevölkerungsschichten die mehrere 10 Millionen Menschen umfassen? Wo doch dort alles so toll wirtschaftlicha ausgerichtet ist? Solche Verhältnisse willst du haben?

Deine Argumentation würde ja bedeuten, dass Jobs über alles gehen, auch über die Gesundheit und das Wohlbefinden anderer, die schon vorher da waren! Sorry, aber die Jobs anderer Leute, die erst hierher ziehen, wenn die 3. Bahn kommt sind mir nun wirklich weniger wert als die Gesundheit der Leute, die schon immer hier wohnen.
Man hat nur ein Leben, eine Gesundheit, aber viele Gelegenheiten im Leben einen Job zu bekommen.

Du weißt hoffentlich, dass du dich mit deinen eigenen Aussagen selbst widersprichst!
Wie nennt man so was...?! Stelle deine beiden Aussagen mal nebeneinander!
Überlege mal, wie man Arbeitslosigkeit bekämpfen, Arbeitsplätze schaffen kann!
Wenn du absolute Ruhe haben möchtest, dann zieh doch in eine Höhle!

Du kannst - sorry - wohl wegen dem ständigen "Terror" durch den Flughafen - schon
nicht mehr klar denken, so scheint es mir.
Deine Postings kann ich nicht mehr durchlesen. Da müsste man Schmerzensgeld dafür bekommen!

Übrigens:
Natürlich gibt es nur einen A380 am Tag, auch keinen A320neo,
aber meinst du das bleibt so? Meinst du, in 10 Jahren gibt es immer noch keinen Anteil der A320neos,
obwohl es ein Verkaufsschlager ist?
O.k. , sorry, ich weiß ja, dass du nicht so weit in die Zukunft vorausschauen kannst.
Ich weiß mittlerweile, dass du nur im Hier und Jetzt lebst.
Gut, dass es auch andere gibt, sonst wären wir immer noch in der Steinzeit!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie niedlich! Der Flughafenbetrieb hat den Anwohnern Lebensqualität und Gesundheit geraubt, das ist so. Da niemand mehr freiwillig hier bestehende Häuser und Grundstücke zu einem adequaten Preis kaufen will, sind die Preise gesunken, also hat der Flughafen dafür gesorgt, dass uns nun Geld fehlt. Ich nenne das alles in der Tat eine schleichende, stille Enteignung. Laut unseren Gesetzen ist das aber leider keine Straftat im juristischen Sinne!
Mann, mann, du hast wirklich eine sehr, sehr, sehr eigenwillige Art von Rechtsverständnis. Das linksgrüneradikale gebetsmühlenartige Geschwätz ist wirklich nicht mehr zu ertragen und entbehrt jeder Grundlage. Was willst du mit solchen Phrasen bitte erreichen? Außer dass du dich hier jetzt entgültig zum Foren-Clown gemacht hast und keiner mehr deine Postings ernst nimmst hast du hier garnicht geschafft.

Es gibt Gegner mit denen man ganz normal diskutieren kann und die ihre Sichtweisen auch sachlich und realistisch darstellen und die sind hier immer willkommen. Aber was du hier für ne Show abziehst, ist wirklich nur noch peinlich...

@Admins: Muss es wirklich sein, dass migg noch weiter den Thread zumüllen darf? Eine sachliche Diskussion ist so einfach nicht mehr möglich.
 
Ach übrigens:

Ich habe mir gerade mal rein aus Spaß die Mühe gemacht zu berechnen, wie hoch die Flugzeuge beim Anflug in Betriebsrichtung 08 über Pulling mit der bestehenden Nordbahn und mit der 3. Bahn wären (Anflugwinkel 3°). Hier das Ergebnis:

Bestehende Nordbahn:
Entfernung vom Aufsetzpunkt zur ersten Bebauung - ca. 4900m
Höhe über diesem Punkt - ca. 257m

Neue 3. Bahn:
Entfernung vom Aufsetzpunkt zur ersten Bebauung - ca. 6750m
Höhe über diesem Punkt - ca. 354m

Fazit:
Die minimale Überflugshöhe über Pulling ist mit der 3. Bahn ca. 97m oder ca. 37,7% höher als mit der bestehenden Nordbahn!

q.e.d.:whistle:
 
Ach übrigens:

Ich habe mir gerade mal rein aus Spaß die Mühe gemacht zu berechnen, wie hoch die Flugzeuge beim Anflug in Betriebsrichtung 08 über Pulling mit der bestehenden Nordbahn und mit der 3. Bahn wären (Anflugwinkel 3°). Hier das Ergebnis:

Bestehende Nordbahn:
Entfernung vom Aufsetzpunkt zur ersten Bebauung - ca. 4900m
Höhe über diesem Punkt - ca. 257m

Neue 3. Bahn:
Entfernung vom Aufsetzpunkt zur ersten Bebauung - ca. 6750m
Höhe über diesem Punkt - ca. 354m

Fazit:
Die minimale Überflugshöhe über Pulling ist mit der 3. Bahn ca. 97m oder ca. 37,7% höher als mit der bestehenden Nordbahn!

q.e.d.:whistle:

Der Binner hat aber den Gegnern erklärt, auf jeder Bahn werden ca. 350 - 400 Landungen pro Tag stattfinden. Also viel Fluglärm, der sogar bei genauer Betrachtung deutlich über den Werten der langfristigen FMG-Prognosen liegt, im Zeithorizont bis 2025. Langsam gibt's in der Region ein (böses) Erwachen, dass die Zahlen der Gegner allesamt nur erfunden waren um die Bevölkerung hinter sich zu bringen. Jetzt müssen es die derzeit tatsächlich am stärksten betroffene Anwohner ausbaden.
So sehe ich es zumindest, was in der Tat zu ziemlichen Belastungen führt. Nur gibt's jetzt ohne Umlandfond und anderer Notwendigkeit keine Maßnahmen zum erweiterten Schallschutz von der FMG usw..
 
@migg und ähnlich Denkende:

ich kann Deinen (doch sehr ich - bezogenen) Gedankengang ja durchaus nachvollziehen. Du fühlst dich benachteiligt und möchtest dafür einen Ausgleich. Soweit, so gut. Ich möchte aber ein paar Gedanken ins Spiel bringen, die mir so gekommen sind:

1. Schau doch mal auf deinen Einheitswertbescheid für deine Immobilie. Der Wert basiert auf den Wertverhältnissen von 1964 (aufpassen, oft ist der Wert nämlich schon mit 140% berechnet), also in etwa dem Wert, den die Immobilie damals hatte (oder bei späterem Bau gehabt hätte). Nimm dann den aktuellen Wert und vergleiche die Wertsteigerung mit den Wertsteigerung des Immobilienmarktes allgemein. Diese Steigerungsrate liegt in der Flughafenregion deutlich über der generellen Entwicklung (ohne dass ich jetzt Pulling einzeln geprüft hätte, aber ich glaube kaum, dass der Ort die große Ausnahme in der Region sein wird, Attaching, Schwaig ... sind es jedenfalls nicht). Kommst Du immer noch auf einen "Nachteil" durch den Flughafen für dich?

2. Durch den Flughafen und viele weitere damit zusammenhängende Maßnahmen wurden viele Grundstücke erheblich mehr wert. Ich möchte als Beispiel den Erdinger Nord - Westen anführen. Dort wurde z. B. im Rahmen des Flughafenbaus die Kläranlage abgebaut und verlegt, was die Belästigung des Anwohner deutlich vermindert und den Wert der Grundstücke in der speziellen Gegend erhöht hat. Durch diese Maßnahme konnte das Naherholungsgebiet Nord erst vernünftig ausgebaut werden. Gleichzeitig ging die Belastung durch den Militärflughafen zurück.

In Fortführung deines Gedankens, dass Nachteile durch Infrastrukturmaßnahmen auszugleichen sind, wäre es dann doch auch logisch, solche Vorteile abzuschöpfen. Immerhin wurden die Maßnahmen ja auch alle durch "meine" Steuergelder finanziert, ohne dass ich davon etwas habe. Natürlich müsste auch dein Grundstücksgewinn deinen angeblichen Ansprüchen gegen gerechnet werden.

3. Du sprichst immer von einen "angemessenen Betrag" für deine Immobilie. Was ist den angemessen? Das, was du dir vorstellst, was sie Wert ist? Ein theoretischer Gutachterwert? Der (Beleihungs)Wert, den die Bank ansetzt? Woran machst du fest, dass deine Preisvorstellung "angemessen" ist und welchen Anspruch leitest du daraus ab? Wie gehen wir mit positiven Wertentwicklungen um? ...

Wie gesagt, für einen gesunden Egoismus habe ich Verständnis und jeder darf um seine Interessen kämpfen. Ich finde das auch ehrlicher als viele der Scheinargumente der organisierten Gegner. Man sollte sich aber schon die Mühe machen, auch die eigenen Gedanken dann mal zu Ende denken und nicht da aufhören, wo die eigenen Wünsche befriedigt werden.

Zum Schluss noch eine weitere Anmerkung zu deinem Beitrag, dass Steuern auch "steuern" sollten. Mit den Auswirkungen solcher Ideen darf ich mich jeden Tag herumschlagen und nicht zuletzt deshalb, weil diese Idee sehr verbreitet ist, ist unser Steuerrecht so komplex (und damit auch wieder ungerecht). Steuern haben den Zweck, Einnahmen zu erzielen. Das sollte die Prämisse sein, Steuerungseffekt sollten nie Grundüberlegung bei der Gestaltung der Steuergesetze sein (darum bitte ich in meinen eigenen Interesse, da ich mich ja wie gesagt mit den Folgen solcher Gedanken herumschlagen darf).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiss nicht, ob das immer noch aktuell ist, aber 2004 wurde ein Flughafen mit den deutschlandweit häufigsten und heftigsten Lärmbeschwerden, lange vor zB Frankfurt genannt. Und zwar in absoluten Zahlen, nicht umgerechnet pro Fluggast:

Es war der internationale Verkehrsflughafen von: Bremen. Also ihr lärmgeplangten Pullinger, Attachinger etc: kommt nach Kattenturm, Huchting oder Hemelingen, und erfahrt, was Fluglärm wirklich bedeutet...
 
Ich weiss nicht, ob das immer noch aktuell ist, aber 2004 wurde ein Flughafen mit den deutschlandweit häufigsten und heftigsten Lärmbeschwerden, lange vor zB Frankfurt genannt. Und zwar in absoluten Zahlen, nicht umgerechnet pro Fluggast:

Es war der internationale Verkehrsflughafen von: Bremen. Also ihr lärmgeplangten Pullinger, Attachinger etc: kommt nach Kattenturm, Huchting oder Hemelingen, und erfahrt, was Fluglärm wirklich bedeutet...

Wobei dort die Frequenz schon deutlich geringer ist. Da kannst Du an etlichen Zeiten am Tag ein Picknick auf der Runway machen. Trotzdem, an der Kattenturmer Straße (B6) ist man als Anwohner komplett im :censored:, die Flieger 20m überm Haus und einen Verkehrsstrom aus LKW und PKW, der den ganzen Tag nicht versiegt. Das ist schon echt hart.
 
20 Meter überm Haus schafft vllt der Ex-Promarkt am Sielhof, wogegen die Heerstr. gar nicht direkt überflogen wird. Und gerade an der Heerstr. ist die strassen-seitige Belästigung weit höher, als die Luftseitige. Auch wenn gewisse 300 Meter Sonderstartbahn genutzt werden. Und warum sich jemand in Huchting über Fluglärm beklagt, kann ich so oder so nicht nachvollziehen.

Die Frequnez in BRE war nie besonders hoch, selbst zu dessen besten Zeiten nicht.

Das könnte man jetzt natürlich auch so auffassen, daß die Pullinger und Attachinger ja schon mal deutlich geduldiger und genügsamer sind, als die Kattenturmer, Hemelinger und Huchtinger. Aber auch dort sind die Mieten und Preise immer weiter gestiegen, obwohl man im direkten Umland ausserhalb Bremens mehr als genug presiwerten Wohnraum mit höherer Lebensqualität findet. Irgendwelchen Nutzen muss so eine Flughafen-Nähe wohl doch haben, trotz all dem Lärm. Und das gleiche dürfte eben auch auf Pulling, Attaching und all die anderen zutreffen.
 
Frage: Warum haben die Gesellschafter mit der Abstimung über die 3. Bahn übehaupt so lange gewartet?
Man hätte doch auch gleich nach Erlass des Planfeststellungsbeschlusses (langes Wort ;D) auch abstimmen können, oder nicht?
 
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