Ausbaustop und dessen negative Folgen für den Flughafen München

Das ist doch genau der Punkt. Denn wenn es tatsächlich bei ISA+30 und wet mal einen Flug geben sollte bei dem 3600 oder 3700 Meter sinnvoller wären, haben wir immer noch zwei 4000 Meter Pisten.

Wenn aber nun unbedingt 4Km betoniert werden sollen (wird schon seinen Grund haben, wollte ihn nur gern konkret wissen und nicht nur dies verallgemeinernde Zeugs lesen) empfände ich in 08 Landerichtung eine versetzte Landebahnschwelle zum weiteren Schutz von Attaching als durchaus diskussionswürdig.

Es geistert ja auch immer noch die Nutzung der Bahnen wie folgt rum:

Ostwind

08L nur Starts
08C nur Landungen
08R Starts und Landungen

Westwind

26R nur Landungen
26C nur Starts
26L Starts und Landungen

Dadurch ergibt sich automatisch die Notwendigkeit für eine 4.000 Meter Bahn, weil sonst die Regel Südabflüge auf der Südbahn und Nordabflüge auf der Nordbahn nicht mehr gegeben ist.

Ich finde, dies ist das größte Zugeständnis, was der Flughafen überhaupt machen kann. Deshalb steigt die Kapazität und die Anzahl der Movements nicht von ca. 90 pro Stunde auf 135 pro Stunde, sondern auch nur auf 120 pro Stunde.
 
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Wenn aber nun unbedingt 4Km betoniert werden sollen (wird schon seinen Grund haben, wollte ihn nur gern konkret wissen und nicht nur dies verallgemeinernde Zeugs lesen) empfände ich in 08 Landerichtung eine versetzte Landebahnschwelle zum weiteren Schutz von Attaching als durchaus diskussionswürdig.
Genau diesen Vorschlag mit einer um z.B. 1000m versetzten zweiten Schwelle für entprechende Flugzeuggrößen hatte ich hier vor ein paar Monaten auch schonmal eingebracht, weil er auch aus meiner Sicht sinnvoll ist. So wäre ein Jet bei 3° Anflugwinkel über Attaching nicht 94m sondern 146m hoch, was ca. 55% mehr wären. In Nürnberg sind es übrigens heute aus Westen ca. 65m Höhe, also noch weit tiefer als über Attachning und nichtmal die Hälfte dessen, was man mit einer versetzten Schwelle hätte.
 
Es geistert ja auch immer noch die Nutzung der Bahnen wie folgt rum:

Ostwind

08L nur Starts
08C nur Landungen
08R Starts und Landungen
Hier hast du aber das Problem, dass soweit ich weiß dann alle Starts auf der 08L 15° oder 30° von der 08C wegzeigen müssten, falls dort mal unvorhergesehen ein Jet durchstarten muss. Das bringt wieder Einschränkungen bzw. mehr Belastung für die Ort nordöstlich des Airports. Und genau aus diesem Grund hat es sich in der Luftfahrt bestens bewährt, dass man innen startet und außen landet, dann nach außen um 30° durchstarten ist viel einfacher und schränkt die Innenbahn nicht ein.

Zudem hast du so den Nachteil, dass das Rollen bis zum Start auf der 08L sehr lange dauert, da du ja erst noch um die 08C rum musst. Beim derzeit geplanten Betriebsmodell würde ja auf der 08L nur gelandet, so dass man ja dann nach dem Ausrollen auf der Piste schon um die 08C "rum" ist und nur noch nach Süden rollen muss.
 
Hier hast du aber das Problem, dass soweit ich weiß dann alle Starts auf der 08L 15° oder 30° von der 08C wegzeigen müssten, falls dort mal unvorhergesehen ein Jet durchstarten muss. Das bringt wieder Einschränkungen bzw. mehr Belastung für die Ort nordöstlich des Airports. Und genau aus diesem Grund hat es sich in der Luftfahrt bestens bewährt, dass man innen startet und außen landet, dann nach außen um 30° durchstarten ist viel einfacher und schränkt die Innenbahn nicht ein.

Zudem hast du so den Nachteil, dass das Rollen bis zum Start auf der 08L sehr lange dauert, da du ja erst noch um die 08C rum musst. Beim derzeit geplanten Betriebsmodell würde ja auf der 08L nur gelandet, so dass man ja dann nach dem Ausrollen auf der Piste schon um die 08C "rum" ist und nur noch nach Süden rollen muss.

Hauptlanderichtung mit über 60 % ist aber 26-Betrieb, und genau hier sind die Vorgaben ideal eingehalten. Die Abstände sind relativ groß zwischen den Bahnen, daher sollte ein Durchstarten wegen Versetzung der 08C und 08L auch kein Problem beim Durchstarten von der 08C sein. Was du beschreibst gilt nur für genau parallele Runways und wenig Abstände wie Paris CDG.
 
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Bloß kein Bürger-Entscheid auf Landesebene!

Die Diskussion über eine Runway-Verkürzung ist ja wirklich interessant.
Man darf aber nicht vergessen, dass dies derzeit gar keine Option für die
Gegner der Bahn ist und sein wird!!!
Die Gegner der Bahn werden sich niemals auf so eine Diskussion einlassen,
schließlich hat die "Mehrheit" der Münchner ja dagegen entschieden.
Da heißt es nur, wir sind dagegen und die Bevölkerung steht hinter uns und basta!

Diese Diskussion der Runway-Verkürzung wird sicher nie irgendeine Rolle
bei Entscheidungsprozessen spielen.

Ich befürchte auch, dass ein Bürgerentscheid auf Landesebene in ganz Bayern
ganz ganz negativ für MUC wäre, schließlich schaut ganz Bayern neidisch auf München.
Bei Würzburgern und anderen Franken (da habe ich Verwandte) heißt es sowieso
schon immer, dass die Münchner alles haben, alles wollen, alles kriegen...
Die freuen sich alle, wenn sie "denen da unten" endlich eins auswischen können.
Außerdem gibt es ja FRA, was müssen sich die da dann auch noch einen großen
Flughafen leisten!

Dass etwa die Nürnberger mit ihrem eigenen Flughafen gegen den Ausbau von MUC sind,
erklärt sich auch von selbst.

Dieser Neid ist in vielen Teilen spürbar, auch in den ländlichen CSU-nahen Teilen.

Alle die neidisch sind, die Grünen, alle anderen Dagegen-Typen, Freie Wähler,
alle Chaoten, jetzt mit Ude auch geschlossen die SPD werden gegen den Ausbau sein.
Und die gehen alle wählen! Und den meisten anderen ist es sowieso egal, weil sie von Blindheit
geschlagen sind. Fazit: Ein Bürgerentscheid auf Landesebene wäre in meinen Augen für
den weiteren Ausbau verheerend. Es würde sich alles wiederholen und vertiefen.

Solange Ude oder die SPD in München dran sind, werden die als Mitgesellschafter
den Ausbau verhindern. Die CSU wird sich jetzt auch nicht die Finger verbrennen
wollen und den "Bürgerwillen" missachten. Deshalb glaube ich, dass erst nach der
jetzigen Stadtregierung und der anschließenden Legislaturperiode vernünftig etwas geht.
Meine Prognose: Erst in 4 bis 5 Jahren wird sich wieder was bewegen lassen,
wenn der Wähler dann die jetzige Abstimmung wieder so weit vergessen hat.
Dann ist die jetzige Abstimmung weit genug weg.

Wie hoffe ich, dass meine Prognose falsch ist, und sich doch schon vorher was tut!
Deshalb:
Die positiven Entwicklungen müssen der Bevölkerung ständig!!! vermittelt werden:
z.B. der A320neo ist um 5 dB leiser als sein Vorgängermodell, was mehr als 50 %
Lärmreduktion bedeutet, die neue Boeing 747.....Das muss man der Bevölkerung mitteilen,
regelmäßig, ständig, denn nach kurzer Zeit ist alles wieder vergessen!:yawn:
 
Bis jetzt läuft das doch ganz prima, warum baut man denn nicht die dritte Bahn, und lässt die nur von Flugzeugen bis z.B. B757 befliegen, wäre doch für die Anwohner wesentlich besser, vor allem könnte man die Flieger noch enger staffeln, weil auf den beiden Hauptbahnen dann keine langsamen Props zwischen kommen!
Und die Anwohner, wie gesagt, würde das sicherlich auch freuen, denn die kleinen brauchen ja meist nicht mehr als 2000m und sind dementsprechend schon relativ hoch, wenn sie über den Zaun fliegen, und die Landebahnschwelle um einen Kilometer zu verschieben wäre immer noch möglich, und wenn man irgendwann trotzdem Heavys dort starten lassen wollte, würde das nur neue Markierungen fordern, die Bahn bliebe unverändert!
 
Ich befürchte auch, dass ein Bürgerentscheid auf Landesebene in ganz Bayern
ganz ganz negativ für MUC wäre, schließlich schaut ganz Bayern neidisch auf München.
Bei Würzburgern und anderen Franken (da habe ich Verwandte) heißt es sowieso
schon immer, dass die Münchner alles haben, alles wollen, alles kriegen...
Die freuen sich alle, wenn sie "denen da unten" endlich eins auswischen können.
Außerdem gibt es ja FRA, was müssen sich die da dann auch noch einen großen
Flughafen leisten!
Dann lassen wir doch nur die F- und C-Paxe, HON's und SEN's abstimmen, denn die wollen einen komfortable ausgebauten MUC, als Premiumhub, weil FRA ja ne katastrophe ist und MUC durch die vielen Paxe zu klein geworden ist, würden die sicherlich zu 95% für den Ausbau stimmen!
 
Hauptlanderichtung mit über 60 % ist aber 26-Betrieb, und genau hier sind die Vorgaben ideal eingehalten.
In Richtung 26 gebe ich dir ja auch Recht und ich persönlich kann auch nicht verstehen, warum man im offiziellen Betriebsmodell auch teilweise über Attaching starten möchte. Höchstens für kleine Maschinen, die noch vor Attaching gleich nach Norden abdrehen können, wäre das ok.

Die Abstände sind relativ groß zwischen den Bahnen, daher sollte ein Durchstarten wegen Versetzung der 08C und 08L auch kein Problem beim Durchstarten von der 08C sein. Was du beschreibst gilt nur für genau parallele Runways und wenig Abstände wie Paris CDG.
Hm, ich dachte, dass das auch für Bahnkonfigurationen wie dann in MUC gilt, aber wenn es anders ist, dann um so besser. Trotzdem ist das Modell mit außen starten in Richtung 08 wie gesagt mit langen bis sehr langen Rollwegen verbunden, vor allem für Flugzeuge vom Terminal 1 weg und weil ich erst noch um die bestehende Nordbahn rum muss bzw. diese Kapazitätsmindernd genau mittig kreuzen muss. Das passt leider nicht zusammen.
 
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Dann lassen wir doch nur die F- und C-Paxe, HON's und SEN's abstimmen, denn die wollen einen komfortable ausgebauten MUC, als Premiumhub, weil FRA ja ne katastrophe ist und MUC durch die vielen Paxe zu klein geworden ist, würden die sicherlich zu 95% für den Ausbau stimmen!

Da wäre ich auch dafür! Gebe dir vollkommen Recht!:yes:

Übrigens: ich habe natürlich die Ironie verstanden!
 
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In Richtung 26 gebe ich dir ja auch Recht und ich persönlich kann auch nicht verstehen, warum man im offiziellen Betriebsmodell auch teilweise über Attaching starten möchte. Höchstens für kleine Maschinen, die noch vor Attaching gleich nach Norden abdrehen können, wäre das ok.


Hm, ich dachte, dass das auch für Bahnkonfigurationen wie dann in MUC gilt, aber wenn es anders ist, dann um so besser. Trotzdem ist das Modell mit außen starten in Richtung 08 wie gesagt mit langen bis sehr langen Rollwegen verbunden, vor allem für Flugzeuge vom Terminal 1 weg und weil ich erst noch um die bestehende Nordbahn rum muss bzw. diese Kapazitätsmindernd genau mittig kreuzen muss. Das passt leider nicht zusammen.

Durch die dritte Runway werden die Rollzeiten in jeder erdenklichen Lage etwas länger, dies muss bei den Flugzeiten durch Erhöhung von 5 Minuten eingeplant werden. Hauptverkehr wird aber zukünftig im T2 abgewickelt, so 80 % nach Terminalerweiterung. Vom T1 werden zukünftig mehr Starts über die bestehende Südbahn abgewickelt, dann liegt man von den Rollzeiten noch vor Frankfurt und Amsterdam.

Mittlere und kleinere Flugzeuge werden zukünftig um die Rollstrecke zu verkürzen tlw. schon mittig auf die neue Runway rollen. Deshalb benötigt man auch die vollen 4.000 Meter, weil sonst weniger als 2.000 Meter Startbahn zur Verfügung stehen. Für mich ist das System alles ziemlich durchdacht, und deshalb diese Bahnlage auch von allen die günstige Variante im Betriebsablauf ausgewählt. Deshalb auch kein Kompromiss auf eine kürzere Runway.
 
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Durch die dritte Runway werden die Rollzeiten in jeder erdenklichen Lage etwas länger, dies muss bei den Flugzeiten durch Erhöhung von 5 Minuten eingeplant werden. Hauptverkehr wird aber zukünftig im T2 abgewickelt, so 80 % nach Terminalerweiterung. Vom T1 werden zukünftig mehr Starts über die bestehende Südbahn abgewickelt, dann liegt man von den Rollzeiten noch vor Frankfurt und Amsterdam.
Klar hat man von der 3. Bahn längere Rollzeiten, denn sie liegt ja auch weiter draußen. Die Frage ist eben nur, ab wann sie durch bestimmte Betriebsmodelle zu lang werden. Denn wenn eine Maschine z.B. von Ramp 2 zum Start aurf die 08L rollen müsste, dann hätte sie dafür 2 Möglichkeiten. Entweder man kreuzt über A7 und Y1 die 08C/26C, was jedoch deren Kapazität einschränkt oder man nimmt den ganz langen Weg einmal rum über N, A19, Y3, P10 und K, was jedoch extrem lange dauert.

Mittlere und kleinere Flugzeuge werden zukünftig um die Rollstrecke zu verkürzen tlw. schon mittig auf die neue Runway rollen. Deshalb benötigt man auch die vollen 4.000 Meter, weil sonst weniger als 2.000 Meter Startbahn zur Verfügung stehen.
Naja, aber ob ich in Richtung 08 dann auf der 08L über P5 oder P7 einen Intersection Takeoff mache, verkürzt die Rollstrecke dann auch nicht mehr nenneswert.

Für mich ist das System alles ziemlich durchdacht, und deshalb diese Bahnlage auch von allen die günstige Variante im Betriebsablauf ausgewählt. Deshalb auch kein Kompromiss auf eine kürzere Runway.
Ich verstehe ja deinen Gedankengang und finde ihn einerseits völlig in Ordnung. Doch andererseits sehe ich eben das Problem der dann viel längeren Rollzeiten, wenn ich im die bestehende Nordbahn erstmal komplett rum muss oder sie unschön in der Mitte weit weg vom aktiven Ende kreuzen muss.

Zudem steht in den Planfeststellungsunterlagen in Betriebsrichtung folgende Verteilung der gesamten Starts/Landungen drin:
26L: 30% Starts / 52% Landungen
26C: 61% Starts / 3% Landungen
26R: 9% Starts / 45% Landungen

Es würden also insgesamt so nur 9% aller Starts überhaupt über Attaching erfolgen, wobei bei diesem Modell schon die Vollbelastung mit 120 Movements als Grundlage vorgegeben ist. Jedoch werden diese ja nicht gleich nach dem Bau der 3. Bahn erreicht, so dass man in der Anfangszeit sicher komplett auf Starts über Attaching verzichten kann. Und danach wäre es zu überlegen, ob man nicht mehr Landungen von der 26L zur 26R verschiebt, so dass auf der 26L mehr gestartet werden kann und man somit den Starteranteil von 9% auf der 26R dann entschiedenen nach unten drücken kann. Das wäre für mich die prktikablere Lösung.
 
Ob die Flüge München - Honolulu oder München - Santiago dann noch nonstop gehen dürfen bei 3.500 Metern? Auch wenn dies nur Einzelflüge sind. Selbst Dubai auf Meereshöhe baut nur Bahnen dieser Länge.

Ein ziemlich verunglückter Vergleich. Als Experte solltest Du noch einmal den Einfluss von Temperaturen auf die Startstrecke untersuchen.
 
Ein ziemlich verunglückter Vergleich. Als Experte solltest Du noch einmal den Einfluss von Temperaturen auf die Startstrecke untersuchen.
Und du solltest nochmal den Einfluss der Platzhöhe auf die Startstrecke untersuchen und dass es in München wesentlich öfter regnet als in Dubai, man also auch öfter eine nasse Bahn hat. Für eine längere Bahn sprechen also ja nach Lage eines Flughafens verschiedene Dinge. So gesehen ist der Hinweis von Experte schon korrekt, denn er schreibt ja ebenso:

"4.000 Meter bedeuten derzeit für alle gängigen Typen keinerlei Einschränkung, bei 3.500 Meter und Münchner Höhelage kommt man schon an Grenzen, auch wenn nicht permanent."
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann lassen wir doch nur die F- und C-Paxe, HON's und SEN's abstimmen, denn die wollen einen komfortable ausgebauten MUC, als Premiumhub, weil FRA ja ne katastrophe ist und MUC durch die vielen Paxe zu klein geworden ist, würden die sicherlich zu 95% für den Ausbau stimmen!

Ich bin SEN und mir ist der Ausbau in MUC reichlich egal. MUC ist spätestens im Oktober katastrophaler als FRA. Die ewige Busfahrerei wegen viel zu weniger Gates ist schon heute weit jenseits von Premium, dazu kommen laufend Verspätungen die mittlerweile schlimmer sind als die in FRA. Ebenso halte ich den Abflug in die USA und den Wechsel von Non EU Flügen in die EU Flüge für genau so so lästig wie den Marsch von C nach A (vgl. H48 nach G1) oder vice versa. Ich wähle meine Flüge nach Abflugzeiten und der Erreichbarkeit. Weder bevorzuge ich MUC noch vernachlässige ich es. Wird MUC noch schlechter fliege ich halt über einen anderen Airport. Mir ist es letztlich egal ob ich in FRA, MUC, ZRH, DXB, IST, LHR oder AMS umsteige.
 
Aber genau das ist es ja, du wärst doch sicher froh, wenn es in MUC einen großem qualitativen Sprung nach vorne geben würde, durch die zusätzliche Bahn würden sich doch dann die angesprochenen Wartezeiten verringern und weitere Ausbauschritte, würden dein Umsteigen noch komfortabler machen!
http://www.muc-ausbau.de/satellit/bauvorhaben/index.jsp

Nein. Wieso sollte ich froh sein? Wenn Muc halt nicht den Sprung macht, wird es halt ZRH, VIE, BER, AMS, LHR oder FRA machen. Wie ich es eben schon sagte, ist es mir recht egal. Und wenn ich eh nach München rein muss, ist der Flughafen sowieso ein Graus.


Das Problem ist das Terminal, nicht die Bahn.

Aus der Sicht eines Passagiers ist im Moment wirklich dass Terminal das dringendere Problem. Sicher wären auch mehr Flüge wünschenswert, aber wirklich nervig ist die Terminsituation. Weil dies halt ein reales Problem ist welchem man Tag täglich begegnet. Von Terminal 1 fange ich erst lieber mal gar nicht an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe zwar auch für die Startbahn gestimmt, aber ist ja leider nichts geworden. Aber soweit ich das mitbekommen habe, ist die Abstimmung nur für wenige Jahre oder gar Monate bindend? Denke München hat nur etwas Zeit verloren. Kein Grund in Depressionen zu verfallen. :)
 
Es geht doch nur um Fluglärm. Deshalb um Immobilienpreise.....
ja, aber vor allem auch Lebensqualität.

Man stelle sich mal vor, es gebe viel weniger von diesem Fluglärm.Leider schauen die Gegner der Bahn nur allzu kurzsichtig in die Zukunft, weil sie glauben, es gäbe keinen Technikfortschritt. Doch den gibt es.
Und genau wegen der realen Lebensqualität greift das Argument "weniger Fluglärm, technischer Fortschritt mit leiseren Flugzeugen" kaum.

Denn das wirkt sich vielleicht für etwas weiter weg liegende Stellen aus, z.B. Freising. Für die direkt an und unter den Ein- und Ausflugschneissen liegende Ortschaften ist das ohne echten Belang. Natürlich, es ist besser und nicht schlechter. Aber unter dem Strich bringt es NICHTS.

Denn worin besteht die "Beeinträchtigung der Lebensqualität" hier genau (also nicht in Freising und Erding, die weitab vom eigentlichen Problem sind, zumindest aus meiner Sicht)?

-> Man kann nur noch in hermetisch abgeschlossenen Zimmern leben. Ansonsten, bei geöffneten Fenstern oder gar im Garten bei Überflügen keinen Radio hören, keinen TV verstehen, muss jedes Gespräch X-mal unterbrechen, kann nicht im Garten ausruhen oder gar dösen, leidet im Schlaf unter permanenten - unbemerkten - Blutdruckanstiegen die zu langfristigen und tödlichen Spätschäden wie permanenten Bluthochdruck, Herzschäden und vielen anderen Dingen führen.

Auch die Abgasbelastung durch Flugzeuge und den immer stärkeren Zuliefer- und Abtransportverkehr auf den immer dichteren Straßennetzen ringsum, Feinstaub durch Reifenabrieb und verbrannten Gummi bei der Landung etc. im direkten Flughafenumfeld ist ja noch zu nennen. Das alles wird durch leisere Flugzege aber gar nicht verbessert.
Was würde wohl für ein Geschrei losgehen, wenn jemand jeden Tag ein paar Autoreifen im Garten verbrennen würde? Soviel Abrieb und verbrannten Gummi dürfte es aber jeden Tag durch die Landungen haben, schaut man sich die Wolken bei der Landung an und weiß man, dass ein Reifensatz nur kurz hält.

Doch zurück zum Lärm:

Die oben erwähnten Beeinträchtigungen finden bei JEDEM Überflug statt. Ob das jetzt ein ganz lautes, altes Flugzeug oder ein moderner A380 ist - die oben beschriebene Wirkung ist die GLEICHE, nur graduell mag es geringe Unterschiede geben. Durch immer mehr Flugzeuge wird das aber mehr als ausgeglichen. Die Situation wird mitnichten also besser, sondern immer schlechter, bestenfalls etwas langsamer schlechter.

Du schreibst ja selbst:
Da sind unendlich viele Tests nötig, ein nötiger Flottenumbau dauert auch seine Jahre, die Flugzeughersteller scheuen unnötige Kosten.
Da müsste noch viel mehr passieren, aber selbst die jetzt schon verfügbaren "leisen" Flugzeuge sind doch Augenwischerei - wieviel Prozent Anteil hat der A380? Ein Flieger pro Tag. Das wird sich über viele Jahre hinaus nicht nennenswert ändern.

Und wer wirklich mal herkommt, wird nur im direkten Vergleich einen Unterschied zwischen A340 und A380 hören. Im Vergleich zum Durchschnitt der Flugzeuge ist der A380 bei Start UND bei Landung immer noch eines der besonders lauten und lästigen Flugzeuge, das ist so, man braucht sich nur mal herzustellen. Nein, nicht nebendran, in Freising sondern HIER, in Pulling. Noch viel weitergehendere Verbesserugnen brauchen jahrzehntelangen Vorlauf, bis sie entwickelt und dann auch einen nennenswerten Anteil im Alltag erreichen. Jahrzehnte, also eher 30 bis 40 Jahre und nicht 3-4!

Solche Zeiträume sind für die Menschen die HEUTE und seit 20 Jahren terrorisiert werden irrelevant!
Dies als Argument zu bringen, dass ja bald alles viel besser werden würde, ist Augenwischerei!

Deswegen bräuchte es eine echte, fühlbare Entschädigung.
Mein Vorschlag unter sosegides wäre unbürokratisch, bezahlbar, langfristig und selbstregulierend.

Sofortige Möglichkeiten sind z.B. Änderungen des Anflugwinkels, Verfahren des Gleitflugs....
Insgesamt gibt es zig Ansätze, Lärmemissionen zu reduzieren oder zu verhindern.
Die werden kommen.
Erzähl mal, von wem aus sollten die kommen?
Ich schlage schon seit Jahren vor, von der Nordbahn bei Westbetrieb nicht südlich an Pulling vorbei, sondern genau zwischen Vötting und Pulling durchzufliegen. Dies würde Pulling massiv entlasten, die aktuell nicht messbare Belastung in Vötting geringfügig erhöhen, unter dem Strich eine gewaltige Verbesserung. Passieren tut NICHTS. OBWOHL dies sogar eine deutliche Abkürzung für die Flugzeuge bedeuten, also Sprit und Zeit sparen würde!

Weitere Verbesserung wäre die Flugzeuge würden nicht irgendwo mitten auf der Bahn starten, sondern ganz ans Ende rollen und erst von da an den Startvorgang beginnen. Würde locker 1-3 km bringen, die das Flugzeug höher steigen könnte und daher Pulling entlasten. Dass da wiederum Zeit und etwas Sprit draufgehen ist klar, aber der Flughafen will doch angeblich auch seine gute Nachbarschaft pflegen, dies könnte er damit erreichen, umsonst ist nur der Tod.

Und so weiter. Über Verbesserungen wird geredet, aber passieren tut nix.
 
ja, aber vor allem auch Lebensqualität.


Und genau wegen der realen Lebensqualität greift das Argument "weniger Fluglärm, technischer Fortschritt mit leiseren Flugzeugen" kaum.

Denn das wirkt sich vielleicht für etwas weiter weg liegende Stellen aus, z.B. Freising. Für die direkt an und unter den Ein- und Ausflugschneissen liegende Ortschaften ist das ohne echten Belang. Natürlich, es ist besser und nicht schlechter. Aber unter dem Strich bringt es NICHTS.

Denn worin besteht die "Beeinträchtigung der Lebensqualität" hier genau (also nicht in Freising und Erding, die weitab vom eigentlichen Problem sind, zumindest aus meiner Sicht)?

-> Man kann nur noch in hermetisch abgeschlossenen Zimmern leben. Ansonsten, bei geöffneten Fenstern oder gar im Garten bei Überflügen keinen Radio hören, keinen TV verstehen, muss jedes Gespräch X-mal unterbrechen, kann nicht im Garten ausruhen oder gar dösen, leidet im Schlaf unter permanenten - unbemerkten - Blutdruckanstiegen die zu langfristigen und tödlichen Spätschäden wie permanenten Bluthochdruck, Herzschäden und vielen anderen Dingen führen.

Auch die Abgasbelastung durch Flugzeuge und den immer stärkeren Zuliefer- und Abtransportverkehr auf den immer dichteren Straßennetzen ringsum, Feinstaub durch Reifenabrieb und verbrannten Gummi bei der Landung etc. im direkten Flughafenumfeld ist ja noch zu nennen. Das alles wird durch leisere Flugzege aber gar nicht verbessert.
Was würde wohl für ein Geschrei losgehen, wenn jemand jeden Tag ein paar Autoreifen im Garten verbrennen würde? Soviel Abrieb und verbrannten Gummi dürfte es aber jeden Tag durch die Landungen haben, schaut man sich die Wolken bei der Landung an und weiß man, dass ein Reifensatz nur kurz hält.

Doch zurück zum Lärm:

Die oben erwähnten Beeinträchtigungen finden bei JEDEM Überflug statt. Ob das jetzt ein ganz lautes, altes Flugzeug oder ein moderner A380 ist - die oben beschriebene Wirkung ist die GLEICHE, nur graduell mag es geringe Unterschiede geben. Durch immer mehr Flugzeuge wird das aber mehr als ausgeglichen. Die Situation wird mitnichten also besser, sondern immer schlechter, bestenfalls etwas langsamer schlechter.

Du schreibst ja selbst:
Da müsste noch viel mehr passieren, aber selbst die jetzt schon verfügbaren "leisen" Flugzeuge sind doch Augenwischerei - wieviel Prozent Anteil hat der A380? Ein Flieger pro Tag. Das wird sich über viele Jahre hinaus nicht nennenswert ändern.

Und wer wirklich mal herkommt, wird nur im direkten Vergleich einen Unterschied zwischen A340 und A380 hören. Im Vergleich zum Durchschnitt der Flugzeuge ist der A380 bei Start UND bei Landung immer noch eines der besonders lauten und lästigen Flugzeuge, das ist so, man braucht sich nur mal herzustellen. Nein, nicht nebendran, in Freising sondern HIER, in Pulling. Noch viel weitergehendere Verbesserugnen brauchen jahrzehntelangen Vorlauf, bis sie entwickelt und dann auch einen nennenswerten Anteil im Alltag erreichen. Jahrzehnte, also eher 30 bis 40 Jahre und nicht 3-4!

Solche Zeiträume sind für die Menschen die HEUTE und seit 20 Jahren terrorisiert werden irrelevant!
Dies als Argument zu bringen, dass ja bald alles viel besser werden würde, ist Augenwischerei!

Deswegen bräuchte es eine echte, fühlbare Entschädigung.
Mein Vorschlag unter sosegides wäre unbürokratisch, bezahlbar, langfristig und selbstregulierend.

Erzähl mal, von wem aus sollten die kommen?
Ich schlage schon seit Jahren vor, von der Nordbahn bei Westbetrieb nicht südlich an Pulling vorbei, sondern genau zwischen Vötting und Pulling durchzufliegen. Dies würde Pulling massiv entlasten, die aktuell nicht messbare Belastung in Vötting geringfügig erhöhen, unter dem Strich eine gewaltige Verbesserung. Passieren tut NICHTS. OBWOHL dies sogar eine deutliche Abkürzung für die Flugzeuge bedeuten, also Sprit und Zeit sparen würde!

Weitere Verbesserung wäre die Flugzeuge würden nicht irgendwo mitten auf der Bahn starten, sondern ganz ans Ende rollen und erst von da an den Startvorgang beginnen. Würde locker 1-3 km bringen, die das Flugzeug höher steigen könnte und daher Pulling entlasten. Dass da wiederum Zeit und etwas Sprit draufgehen ist klar, aber der Flughafen will doch angeblich auch seine gute Nachbarschaft pflegen, dies könnte er damit erreichen, umsonst ist nur der Tod.

Und so weiter. Über Verbesserungen wird geredet, aber passieren tut nix.

Ich war am Freitag und Samstag jeweils längere Zeit an den Neufahrnern Mühlseen. Belästigt von Fluglärm hat sich dort weit und breit niemand gefühlt. Dies entkräftet immer mehr deine Grundeinstellung. Am Biergarten gab's sogar Diskussion um die Erweiterung, habe hier bei den Einheimischen still zugehört. Aber interessant, wie sauer doch viele auf die wenigen Gegner in der Einflugschneisse sind. Ja sogar höchst interessant, weil die Diskussionsteilnehmer aller Alterklassen vertreten waren.
 
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