Operative Unregelmäßigkeiten 2026

Aktuell 2 Diversions von VIE am Platz.
VIE ist closed wg. Heavy Snow.
Lt. Eurocontrol ist VIE bis 1200UTC zu.

EY153 A6-ETJ B77W AUH-VIE
BR061 B17802 B781 BKK-VIE
 
Heute sind mehrere LH-Flüge an die US-Ostküste annulliert, was wohl wetterbedingt ist. Außerdem noch der nach RUH.
 
Es waren sechs Flieger, die keine Position am Terminal mehr bekommen haben: LH768 nach Singapore, LH1646 nach Gdansk, LH2446 nach Kopenhagen, EN8016 nach Graz, EN8206 nach Venedig und G9241 nach Sharjah. Die restlichen knapp zehn Flieger, die bereits offblock waren, konnten wieder an Gates andocken. Es gab halt auch einige Flüge, die schon gar nicht offblock gegangen sind, plus die incoming Flüge im Nightstop. Alle Flieger sind zwischen 22 und 24 Uhr offblock gegangen. Wobei man sich hier fragen darf, wieso die DFS überhaupt eine Start Up Clearance gibt, wenn knapp 20 Flieger schon in der Schlange zum Deicing warten, und die Extension bis 1 Uhr geht. Onblock waren die Flieger erst zwischen 1 und 2 Uhr, bis dahin haben sie sich durch den Schnee gekämpft.

Die Südbahn war ab 23 Uhr für Snow Removal geschlossen, die Nordbahn wurde dann um 0:40 Uhr auch geschlossen, nachdem die Friction auf der Bahn nicht mehr ausreichend war durch nassen Schnee.

die Schneeräumer haben den Schnee nicht mal komplett von der Bahn bekommen, weshalb dieser schon auf der Bahn direkt abgeholt werden musste, wobei die Schneefräsen auch zu kämpfen hatten.

Die Kollegen bei EFM, Winterdienst und AeroGround haben fast durch die Bank weg auf ihre Pausen verzichtet bzw während der Fahrt gegessen, dazu die maximale Dienstzeit ausgereizt und teils überschritten. Irgendwann ist aber nunmal Schluss. So kam es, dass ab 1 Uhr nur noch ein Busfahrer da war, und auch die Treppen erst gegen 2 Uhr am letzten Remote-Flieger angestellt werden konnten. Der Busfahrer hat zu erst die Gäste der beiden Air Dolomitis abgeholt, bevor eine Pause eingelegt hat. Ab 4 Uhr war dann der Frühdienst da und hat die restlichen Paxe 'befreit'.

Ja, man hätte vorab schon Personal für die Nacht einberufen können. Aber ist wohl fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es man es mit der bestehenden Personaldecke bis 1 Uhr schafft. Und hätte man die Bahn nicht schließen müssen, wäre es wohl gegangen, zumal eine weitere Extension bis 1:30 Uhr bereits im Raum stand.
 
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Ja, man hätte vorab schon Personal für die Nacht einberufen können. Aber ist wohl fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es man es mit der bestehenden Personaldecke bis 1 Uhr schafft.
Lustig, den Bericht Bullshit zu nennen, wenn doch während deiner Erklärung dieses Schuldeingeständnis kommt.

Sorry, aber das geht einfach nicht. Nichts an dieser Lage war so völlig unbeherrschbar, als dass es irgendwie akzeptabel wäre, Paxe über Nacht in nem Flieger einzusperren. Wir kommen da langsam in einen Bereich, in dem ich zumindest ein gewisses Verständnis hätte für Paxe, die versuchen, eine Rutsche zu schießen.

Ich kann nachvollziehen, wie man in so eine Lage laufen konnte. Aber das ist wirklich einfach hundsmiserabel gelöst. Im Zweifelsfall muss es halt Alarmketten geben, an deren Ende die Betriebsleiter höchstpersönlich Vorfeldgeräte bewegen.
 
Im Forum von airliners.de heißt es, „(…) Leider waren (zum Zeitpunkt des Zurückbeorderns der Flieger auf Position) recht zügig alle Gatepositionen belegt, und der Satellit des T2 hatte bereits geschlossen inklusive Einstellung des PTS Zuges“. (…)

Meine Frage hierzu: Wieso sperrt man den Satelliten - zumal in Kenntnis einer derart prekären Wetterlage - zu? Ist das in MUC einfach ein Standardverfahren (letzter Flieger ist OFB und „die Lichter gehen bis zum Morgen aus?“)? Hat das was mit dem zeitlich begrenzten Pendelzugbetrieb zu tun? Ich will‘s nur mal verstehen.

Wäre der Satellit noch zur Gate-Parkierung verfügbar gewesen, hätte man die Paxe der mit einer Außenposition bedachten Flieger ja zumindest aussteigen und ins Gebäude lassen können. Auch nicht so toll, klar, aber allemal besser als Stunden in einem idR doch recht engen Kabinengestühl zu verbringen…
 
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Glücklich gelaufen ist das nicht.
Dass die Räumdienste bei den Schneemengen nicht mehr hinterherkommen ist verständlich. Das war in Kommunen, auf Landstrassen und auf Autobahnen nicht anders.
Nur schafft es nicht jeder, der im Auto übernachtet, bis in die Zeitung.

Dass man es aber nicht geschafft hat, die Fluggäste wieder zurück ins Terminal zu verfrachten, ist schon traurig.

Dort hätte es zwar ebenfalls keinen Service mehr gegeben, und die Wartebänke sind nicht bequemer als ein Sitz im Flugzeug.
Aber die Passagiere wären nicht so eingepfercht gewesen.

Das wird international den Weg in die Medien finden. Nicht nur hier lokal:

https://www.merkur.de/lokales/erdin...nacht-in-flugzeugen-eingesperrt-94181624.html










 
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Ich kann nachvollziehen, wie man in so eine Lage laufen konnte. Aber das ist wirklich einfach hundsmiserabel gelöst. Im Zweifelsfall muss es halt Alarmketten geben, an deren Ende die Betriebsleiter höchstpersönlich Vorfeldgeräte bewegen.
Letztendlich kommt es da auch auf das interne Betriebsklima an. Und das Verantwortungsbewusstsein der Führungskräfte.
Mit etwas Willen wären sicher Möglichkeiten da gewesen, ohne das ich wirklich Ahnung von Abläufen und Verantwortungen in MUC hätte. Aber ich habe schon genug Geschichten aus anderen Ecken gehört, bei denen eine Lösung gefunden wurde, selten die Goldrand Variante (wie auch), aber immer eine Lösung. Als damals Überlingen passiert ist, haben sie in Karlsruhe die Frühschicht versucht eher reinzuholen, nicht alle erfolgreich, aber zumindest genug um zu covern.

Wäre vielleicht auch hier gegangen, je nach Verhältnis zu den Mitarbeitern. Aber es muss jemand da sein der versucht etwas zu machen und ggf auch noch nötige Anreize zu machen (Geld zieht immer, ggf zusätzlicher freier Tag).
Und das scheint gefehlt zu haben.

Saigor
 
Es waren sechs Flieger, die keine Position am Terminal mehr bekommen haben: LH768 nach Singapore, LH1646 nach Gdansk, LH2446 nach Kopenhagen, EN8016 nach Graz, EN8206 nach Venedig und G9241 nach Sharjah. Die restlichen knapp zehn Flieger, die bereits offblock waren, konnten wieder an Gates andocken. Es gab halt auch einige Flüge, die schon gar nicht offblock gegangen sind, plus die incoming Flüge im Nightstop. Alle Flieger sind zwischen 22 und 24 Uhr offblock gegangen. Wobei man sich hier fragen darf, wieso die DFS überhaupt eine Start Up Clearance gibt, wenn knapp 20 Flieger schon in der Schlange zum Deicing warten, und die Extension bis 1 Uhr geht. Onblock waren die Flieger erst zwischen 1 und 2 Uhr, bis dahin haben sie sich durch den Schnee gekämpft.

Die Südbahn war ab 23 Uhr für Snow Removal geschlossen, die Nordbahn wurde dann um 0:40 Uhr auch geschlossen, nachdem die Friction auf der Bahn nicht mehr ausreichend war durch nassen Schnee.

die Schneeräumer haben den Schnee nicht mal komplett von der Bahn bekommen, weshalb dieser schon auf der Bahn direkt abgeholt werden musste, wobei die Schneefräsen auch zu kämpfen hatten.

Die Kollegen bei EFM, Winterdienst und AeroGround haben fast durch die Bank weg auf ihre Pausen verzichtet bzw während der Fahrt gegessen, dazu die maximale Dienstzeit ausgereizt und teils überschritten. Irgendwann ist aber nunmal Schluss. So kam es, dass ab 1 Uhr nur noch ein Busfahrer da war, und auch die Treppen erst gegen 2 Uhr am letzten Remote-Flieger angestellt werden konnten. Der Busfahrer hat zu erst die Gäste der beiden Air Dolomitis abgeholt, bevor eine Pause eingelegt hat. Ab 4 Uhr war dann der Frühdienst da und hat die restlichen Paxe 'befreit'.

Ja, man hätte vorab schon Personal für die Nacht einberufen können. Aber ist wohl fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es man es mit der bestehenden Personaldecke bis 1 Uhr schafft. Und hätte man die Bahn nicht schließen müssen, wäre es wohl gegangen, zumal eine weitere Extension bis 1:30 Uhr bereits im Raum stand.
Sollte man sich vielleicht überlegen, wie in der Technik, eine Rufbereitschaft einführen.
 
Sollte man sich vielleicht überlegen, wie in der Technik, eine Rufbereitschaft einführen.
In meinem Alter soll ich mich ja nicht mehr aufregen; aber:
1. Wie von Downwind prima geschildert, hat das verfügbare Personal das Menschenmögliche geleistet.
2. Die von den Fluggesellschaften bezahlten Entgelte (letztlich von uns über die Ticketpreise maßgeblich beeinflußt !) erlauben es nicht, in nennenswerter Anzahl Personal (als Rufbereitschaft) vorzuhalten !
3. Aus welcher Quelle weiss der/die Schreiber(ling-e), was das Führungspersonal unternommen hat ( oder auch nicht), um was zu retten ?

Vielleicht sollte man manchmal diese ganzen Posts nicht nur für Kinder sperren !
Nix für ungut, oft kommentiert Ihr ja auch ganz vernünftig, schönen Abend, - senken jetzt meinen Blutdruck wieder.
 
Wenn ich die Abläufe richtig verfolgt habe, bestand ja bis kurz vor 1 Uhr (0:40 Uhr) die Hoffnung, dass die Maschine noch raus geht.
Vermutlich rollte sie erst dann zurück zur Parkposition, wo man noch bis gegen 2 Uhr morgens auf einen Shuttle zum Terminal hoffte.

Danach begann das wirkliche "Darben" in der Maschine bis zur "Rettung" durch die Frühschicht ab 4 Uhr.

Das ist natürlich alles andere als schön.
Aber auch wenn die Zeitungen mit "die ganze Nacht eingesperrt" titeln, handelte es sich "nur" um 2 - 3 Stunden unnötige, zusätzliche Wartezeit im Flugzeug selbst.

Davor wartete man zwar auch, aber immer noch auf den erhofften Start. Zu dem Zeitpunkt wäre kaum ein Passagier freiwillig aus der Maschine raus.
Erst der dänische Familienvater Søren Thieme mit den beiden Kleinkindern, ist dann, wieder daheim, am Folgetag zur Zeitung gegangen und hat das Faß aufgemacht, das jetzt durch die Medien rollt.
Dass er genervt und gestresst war verstehe ich aber gut.

Im Nachhinein gesehen hätte sich der Flughafen was Gutes getan, wenn er den Flug frühzeitig gecancelt hätte.
Ich als Fluggast hätte aber auch den Versuch bevorzugt noch rauszukommen, da ich lieber noch am Ziel ankomme, als auf den nächsten Tag zu warten.
Gepokert und verloren.
 
In meinem Alter soll ich mich ja nicht mehr aufregen; aber:
1. Wie von Downwind prima geschildert, hat das verfügbare Personal das Menschenmögliche geleistet.
2. Die von den Fluggesellschaften bezahlten Entgelte (letztlich von uns über die Ticketpreise maßgeblich beeinflußt !) erlauben es nicht, in nennenswerter Anzahl Personal (als Rufbereitschaft) vorzuhalten !
3. Aus welcher Quelle weiss der/die Schreiber(ling-e), was das Führungspersonal unternommen hat ( oder auch nicht), um was zu retten ?

Vielleicht sollte man manchmal diese ganzen Posts nicht nur für Kinder sperren !
Nix für ungut, oft kommentiert Ihr ja auch ganz vernünftig, schönen Abend, - senken jetzt meinen Blutdruck wieder.
Nette Ausdrucksweise. Keiner hat Downwinds Aussage kritisiert, und ich kenne die Abläufe am Flughafen recht gut. Aber dass nachts nur 1 Busfahrer verfügbar ist, ist für mich schon etwas grenzwertig.
 
Der BR meldet jetzt dass 500 Passagiere in den Flugzeugen bis in die Morgenstunden ausharren mussten:

Nicht nur der BR berichtet. Die Story hat‘s mittlerweile auch in den „SPIEGEL“ geschafft:
 
Sorry, aber das geht einfach nicht. Nichts an dieser Lage war so völlig unbeherrschbar, als dass es irgendwie akzeptabel wäre, Paxe über Nacht in nem Flieger einzusperren. Wir kommen da langsam in einen Bereich, in dem ich zumindest ein gewisses Verständnis hätte für Paxe, die versuchen, eine Rutsche zu schießen.
Das ist aber auch die typisch deutsche Vollkaskomentalität.
Es gibt halt nun mal Situationen, die man evtl. vorhersehen kann, aber es trotzdem eskaliert aufgrund von allen möglichen Gründen.

Das war doof für die Paxe und ja, könnte auch ein bisschen verstehen wenn jemand durchgedreht wäre und ne Rutsche schießt, Aber so what, ein Weltuntergang ist es jetzt nicht. Maximal war es unangenehm, so wie es gelaufen ist.
 
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