Operative Unregelmäßigkeiten 2026

Ich denke man sollte - wie in der Luftfahrt üblich - auf Probleme reagieren, indem man unaufgeregt und sachlich analysiert, was zu Problemen geführt hat und dann über diesen Weg überlegen, ob und was man in der Zukunft anders machen kann. Bei den verantwortlichen Stellen macht man das wahrscheinlich auch schon.

Dass der Satellit zu war, ist sicher unglücklich aber das ist halt der Nachteil dieser in sich geschlossenen Einheit, die man sicher auch nicht "einfach so" mit ein paar Mitarbeitern wieder öffnen kann.
Da der Flughafen keinen 24-Stunden Betrieb hat, habe ich auch vollstes Verständnis dafür, wenn Nachtbesetzungen geringer ausfallen. Wozu da volle Schichten planen, wenn normalerweise um 23 Uhr der letzte Flieger rausgeht?
Zwei Sachen würden mich aber interessieren, die ich mich frage: Ein Umschleppen des Fliegers war nicht möglich? Also einen leeren Flieger von einer Terminalposition weg und den vollen Fliger ran? Denn nachts wird ja nach meinem Verständnis oft sowie so geschleppt, zur und von der Technik, sodass Gerät und Personal dort vorhanden gewesen sein müsste?
Und wenn nachts ein Emergency reinkommt, dann muss ja ein gelandetes Flugzeug auch ggfls. irgendwohin geschleppt werden und Passagiere müssen aussteigen können etc.
Also ich vermute mal, dass es durchaus Rufbereitschaften für solche Fälle gibt. Vielleicht hat man in diesem Fall einfach gedacht, dass in 2 Stunden die Frühschicht sowieso kommt, es kein Emergency ist und daher entschieden, dass die Passagiere an Bord bleiben sollen?
 
Das ist aber auch die typisch deutsche Vollkaskomentalität.
Es gibt halt nun mal Situationen, die man evtl. vorhersehen kann, aber es trotzdem eskaliert aufgrund von allen möglichen Gründen.

Das war doof für die Paxe und ja, könnte auch ein bisschen verstehen wenn jemand durchgedreht wäre und ne Rutsche schießt, Aber so what, ein Weltuntergang ist es jetzt nicht. Maximal war es unangenehm, so wie es gelaufen ist.
Bei allem Respekt, aber das ganze mit dem Begriff "unangenehm" abzutun ist schon sehr gefällig.
Die Erwartungshaltung an einem Hub darf durchaus sein, dass man so eine Situation besser bzw. flexibel lösen kann.
Irgendjemand in der Entscheidungskette hat einfach nicht die entsprechenden Maßnahmen ergriffen.
Was mich darüber hinaus wundert, warum man bei den gestreckten Abflugslots mit Sondergenehmigung dann nicht SIN als Langstrecke "priorisiert" hat.
 
Was auch verwunderlich ist, dass nach dem ganzen medialen shitstorm noch keinerlei Reaktion der GF vorliegt, weder vom neuen COO noch vom CEO selbst. Aber vielleicht müssen die den case auch intern erst noch aufarbeiten… Dennoch, es erinnert an das „Abtauchen“ von Lammers nach dem Fiasko an der SiKo beim Oktoberfest 2024.
 
Und weshalb lässt man dann nicht dort einen der „zurückbeorderten“ Flieger hinrollen, statt ihn auf Außenposition abzustellen?
Waren vielleicht auch schon alle Fingerpositionen besetzt. Was mich an der Sache aber dennoch wundert, es war ja bekannt, dass Schnee kommt. Es gibt auch entsprechende Calls, in denen über die Operations gesprochen wird. Warum hier dennoch nicht oder falsch reagiert wurde entzieht sich meiner Kenntnis, peinlich finde ich es dennoch, denn die Erwartungshaltung ist sicher eine andere und damit meine ich nicht nur die der Fluggäste an Bord, sondern auch die des Airports.
 
Im Forum von airliners.de heißt es, „(…) Leider waren (zum Zeitpunkt des Zurückbeorderns der Flieger auf Position) recht zügig alle Gatepositionen belegt, und der Satellit des T2 hatte bereits geschlossen inklusive Einstellung des PTS Zuges“. (…)

Meine Frage hierzu: Wieso sperrt man den Satelliten - zumal in Kenntnis einer derart prekären Wetterlage - zu? Ist das in MUC einfach ein Standardverfahren (letzter Flieger ist OFB und „die Lichter gehen bis zum Morgen aus?“)? Hat das was mit dem zeitlich begrenzten Pendelzugbetrieb zu tun? Ich will‘s nur mal verstehen.

Wäre der Satellit noch zur Gate-Parkierung verfügbar gewesen, hätte man die Paxe der mit einer Außenposition bedachten Flieger ja zumindest aussteigen und ins Gebäude lassen können. Auch nicht so toll, klar, aber allemal besser als Stunden in einem idR doch recht engen Kabinengestühl zu verbringen…

Bei allem Respekt, aber das ganze mit dem Begriff "unangenehm" abzutun ist schon sehr gefällig.
Die Erwartungshaltung an einem Hub darf durchaus sein, dass man so eine Situation besser bzw. flexibel lösen kann.
Irgendjemand in der Entscheidungskette hat einfach nicht die entsprechenden Maßnahmen ergriffen.
Was mich darüber hinaus wundert, warum man bei den gestreckten Abflugslots mit Sondergenehmigung dann nicht SIN als Langstrecke "priorisiert" hat.
Der A380-Flug nach BKK ist ja noch rausgekommen,
aber der PVG-Flug scheint auch hängengeblieben zu sein, die planmäßig früheren Routen nach RUH, PEK und CPT haben es wohl auch mit teils mehrstündiger Verspätung geschafft. Am T1 hat es ja Air Arabia nicht geschafft, während Etihad und Emirates wohl noch starten könnten.
 
Personal ist immer da wenn auch sehr reduziert. Für nen Emergency ausreichend.
Verstehe. Aber ich verstehe den Vorfall, den wir hier diskutieren, so, dass - welchen Gründen auch immer - nur 1 Busfahrer da war:
So kam es, dass ab 1 Uhr nur noch ein Busfahrer da war, und auch die Treppen erst gegen 2 Uhr am letzten Remote-Flieger angestellt werden konnten. Der Busfahrer hat zu erst die Gäste der beiden Air Dolomitis abgeholt, bevor eine Pause eingelegt hat. Ab 4 Uhr war dann der Frühdienst da und hat die restlichen Paxe 'befreit'.

Das scheint mir persönlich selbst für einen Emergency sehr sparsam.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was stellst du dir denn unter Emergency überhaupt vor?
Zum Beispiel soetwas, außerplanmäßig:

Da sehe ich bei 2m39s mindestens 2 Busse.

Wie hoch wäre die Wahrscheinlichkeit im Verhältnis zu den Personalkosten?
Das ist ja gerade die Frage, wie der Flughafen in der Nachtzeit standardmäßig besetzt ist. Denn das ist ja gerade das Personal, das im hier diskutierten Fall ggfls. zur Verfügung stehen sollte auch zwischen 2 und 4 Uhr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe gerade auf Facebook einen Kommentar beim Merkur gelesen, wo jemand meinte, er war betroffen, sie waren aber nur zwei Stunden im Flieger und es jetzt nicht wirklich schlimm war. Ich vermute, die Medien bauschen das ganze Thema jetzt ordentlich auf, sprich Clickbait.
Das ist ja gerade die Frage, wie der Flughafen in der Nachtzeit standardmäßig besetzt ist. Denn das ist ja gerade das Personal, das im hier diskutierten Fall ggfls. zur Verfügung stehen sollte auch zwischen 2 und 4 Uhr.

Also nachts ist von AeroGround kaum jemand da, auch bei der EFM. Dürfte sich um eine Art Notabdeckung handeln. EFM dürften ein oder zwei Schlepperfahrer sein, AeroGround für GPUs, Treppen etc vielleicht vier oder fünf Leute. Passagierbusse bedarf es nachts ja nicht, da würde ich auch auf einen, maximal zwei Busfahrer für eventuelle Notfälle tippen.
 
Bei allem Respekt, aber das ganze mit dem Begriff "unangenehm" abzutun ist schon sehr gefällig.
Die Erwartungshaltung an einem Hub darf durchaus sein, dass man so eine Situation besser bzw. flexibel lösen kann.

Gefällig nein, aber unter den gegebenen Umständen ist es halt (nur) unangenehm für alle Beteidigten. Die Crews O/B waren bestimmt auch nicht amused über die Situation, mal davon abgesehen, dass sie den kompletten Shitstorm des ganzen Fliegers abbekommen haben.

Und ja, hätte hätte Fahrradkette.:confused:
Das ist einer der Käsescheibenmodelle, wo es einen glatten Durchsschuß gab. Hätte man vorher intervenieren können? Bestimmt! Aber in Summe war es eine Wette darauf, dass die gegebenen Flieger noch raus gekonnt hätten, was dann leider ganz arg in die Hose gegangen ist.

Ich würde vermuten, dass so was in so einer Kombi nicht mehr vorkommen wird. Da kommt dann einfach der Lerneffekt zum tragen.

Wird es in Zukunft andere Kombinationen geben, wo andere Dinge schief laufen? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Man kann schlicht nicht alles vorher sehen und egal wie der Airport oder auch eine Airline es macht, es gibt eh immer einen Shitstorm, egal obs vorne klemmt oder später dann hinten.

Niemand ist perfekt.
 
Immerhin ist der Vorfall am Flughafen damit prominent (via Facebook) in der Tagesschau gelandet.
Dann können FMG und LH gleich mal wieder betonen, dass man für guten Service mehr Terminalkapazität benötigt, auch wenn dies hier nicht geholfen hätte, und man kann seitens FMG betonen, dass die Eröffnung des Piers am T1 ein erster Schritt in die Richtung ist.

 
Was auch verwunderlich ist, dass nach dem ganzen medialen shitstorm noch keinerlei Reaktion der GF vorliegt, weder vom neuen COO noch vom CEO selbst. Aber vielleicht müssen die den case auch intern erst noch aufarbeiten… Dennoch, es erinnert an das „Abtauchen“ von Lammers nach dem Fiasko an der SiKo beim Oktoberfest 2024.
Das ist immer am peinlichsten. Aber keine Sorge, der nächste LinkedIn Jubelpost kommt bestimmt. Man hat aus dem Oktoberfest Vorfall nichts gelernt.
 
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