Ich frage mich auch, ob die dritte Bahn überhaupt noch im Interesse von Lufthansa ist.
Perspektivisch sollte sie für die Lufthansa auf jeden Fall interessant sein. Irgendwann wird man auch (wieder) über Frequenzerhöhungen wachsen wollen.
Und wenn LH keinen Bedarf für die dritte Startbahn hat, wer denn überhaupt sonst?
Wenn die Lufthansa sich also hinstellt und öffentlich verkündet, dass sie entweder in München oder Frankfurt wachsen wird, dann ist das für mich eine Schicksalsentscheidung für die dritte Bahn. Wenn der T-Stiel kommt, dann kann man auch davon ausgehen, dass die Flugbewegungen weiter steigen.
Wenn der T-Stiel nicht kommt, dann wird irgendwann auch ein Gericht sagen, dass es für die dritte Startbahn wohl keinen Bedarf gibt und die Planfeststellung aufheben.
In ihrem eigenen langfristigen Interesse sollte die Lufthansa daher ohne Zweifel den T-Stiel in München anvisieren.
Ein „entweder oder“, wie Lufthansa hier zeichnet, sehe ich aber ehrlich gesagt nicht. Fraport wird T2 nicht abreißen, nur weil LH in MUC ausbaut.
Es sind ja zwei verschiedene Unternehmen. Wenn die Lufthansa sich gegen Frankfurt entscheidet, dann wird Fraport sich überlegen, was man mit dem T2 eben ohne direkte Involvierung der Lufthansa macht. Es liegt dann eben an Fraport alleine, was man aus dem T2 macht und welchen Airlines man was anbieten will.
Vielleicht wäre es dann auch an der Zeit, dass der bayerische Ministerpräsident aufhört (Zitat Habeck) "Wurstfresserei" auf Instagram zu posten, sondern mal zum Telefonhörer greift und mit Carsten Spohr einmal über das Für und Wider des Ausbaus am Flughafen München redet.