Ausbau MUC: 3. Bahn - der neue Thread (ab 12/2013)

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Nicht offen für weitere Antworten.
Man sollte nicht übersehen, dass mit Umwandlung in eine AG ja nicht nur die Stadt ihren Einfluß auf die FMG weitgehend verliert, sondern ebenso auch Land und Bund. ...

Warum das denn???
Die Besitzanteile würden bei einem Börsengang lediglich in Form von Aktien auf die jetzigen Eigentümer Stadt, Land und Bund aufgeteilt werden. Diese könnten wiederum Anteile am Kapitalmarkt veräußern, dann gäbe es Flughafenanteile zudem in Händen von institutionellen, privaten oder sonstigen Anlegern.
Auch bei der Fraport hielten lange Zeit noch Stadt Frankfurt, Land Hessen und der Bund die meisten Anteile und hatten damit das größte Stimmrecht. Lediglich 29% der Aktien befanden sich im Streubesitz.
2005 hat dann der Bund seine Anteile veräußert, womit die LH bei der Fraport einsteigen konnte und sich auch der Anteil im Streubesitz ein wenig erhöht hat.
Aber bis heute halten Stadt und Land eine Mehrheit von über 50% der Anteile!
 
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Was nicht zwingend negativ sein muss!
... aber auch nicht zwingend positiv.
Die LH wird den Kostendruck, dem sie zunehmend ausgeliefert ist, nicht nur an die eigene Belegschaft weitergeben, sondern auch an die Flughäfen. Und da ist eine AG halt wesentlich freier in Ihren "Maßnahmen der Gegenfinanzierung". Auch in der GmbH war in den letzten Jahren eine Verlagerung von Arbeitsplätzen vom Konzern auf die Töchter und von da auf Drittfirmen zu bemerken (natürlich rein organisatorisch begründet). Dabei ist (nicht jeder, aber mancher) Tarifvertrag auf der Strecke geblieben. Eine AG ist da noch viel freier und die Politiker können sagen: "ja mei, da dürfen wir leider gar nicht mitsprechen, das ist halt so in der freien Wirtschaft".
 
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Naja, mit einer aus meiner Sicht und unabhängig von der 3. Bahn schon mehr als überfälligen Umwandlung in eine AG erspart man der Stadt München nebenbei auch das Rauswurfverfahren als sog. lästiger Gesellschafter, der bei der 3. Bahn bewusst gegen die Interessen der Gesellschaft handelt und sich damit geschäftsschädigend verhält.

Mit ihrem Anteil von 23% hätte die Stadt München dann auch nichtmal eine Sperrminorität, kann also keine Beschlüsse verhindern, die eine 75%ige Zustimmung erfordern.
 
Weil die Einflußmöglichkeiten der Gesellschafter bei einer AG per Gesetz sehr viel beschränkter sind als bei einer GmbH.
Wenn Bund und Freistaat ihre Anteile wie bisher halten, dann haben sie 51%+26%=77%. Damit hätten sie auch weiterhin das klare Sagen (> 75%), auch weil damit kein anderer eine Sperrminorität hätte. Was soll sich da also real groß ändern?
 
... aber auch nicht zwingend positiv.
Die LH wird den Kostendruck, dem sie zunehmend ausgeliefert ist, nicht nur an die eigene Belegschaft weitergeben, sondern auch an die Flughäfen. Und da ist eine AG halt wesentlich freier in Ihren "Maßnahmen der Gegenfinanzierung". Auch in der GmbH war in den letzten Jahren eine Verlagerung von Arbeitsplätzen vom Konzern auf die Töchter und von da auf Drittfirmen zu bemerken (natürlich rein organisatorisch begründet). Dabei ist (nicht jeder, aber mancher) Tarifvertrag auf der Strecke geblieben. Eine AG ist da noch viel freier und die Politiker können sagen: "ja mei, da dürfen wir leider gar nicht mitsprechen, das ist halt so in der freien Wirtschaft".
Meinst du etwa, dass die FMG heute nicht genau so Kostendruck in mehrere Beziehnung hat? Und? Ist sie etwa in der Krise? Macht sie Verluste? Musste sie massenweise Personal abbauen? Das Gegenteil ist der Fall! Die FMG steht trotz des Kostendrucks finanziell nachhaltig hervorragend da, hat die Mitarbeiterzahl weiter aufgestockt und der Airport gehört zu den beliebesten der Welt. Alles läuft also prächtig, so dass dein absichtlicher Dauerpessimismus wenig glaubwürdig wirkt.
 
Naja, mit einer aus meiner Sicht und unabhängig von der 3. Bahn schon mehr als überfälligen Umwandlung in eine AG erspart man der Stadt München nebenbei auch das Rauswurfverfahren als sog. lästiger Gesellschafter, der bei der 3. Bahn bewusst gegen die Interessen der Gesellschaft handelt und sich damit geschäftsschädigend verhält.
Man sollte gleich ganz München aus Bayern hinauswerfen, dieses geschäftsschädigende Rotgesocks.

Stürm du voran.
 
... aber auch nicht zwingend positiv.
Die LH wird den Kostendruck, dem sie zunehmend ausgeliefert ist, nicht nur an die eigene Belegschaft weitergeben, sondern auch an die Flughäfen. Und da ist eine AG halt wesentlich freier in Ihren "Maßnahmen der Gegenfinanzierung". Auch in der GmbH war in den letzten Jahren eine Verlagerung von Arbeitsplätzen vom Konzern auf die Töchter und von da auf Drittfirmen zu bemerken (natürlich rein organisatorisch begründet). Dabei ist (nicht jeder, aber mancher) Tarifvertrag auf der Strecke geblieben. Eine AG ist da noch viel freier und die Politiker können sagen: "ja mei, da dürfen wir leider gar nicht mitsprechen, das ist halt so in der freien Wirtschaft".

An der Blockade der Stadt München sieht man ja was passiert, wenn zu viele Politiker mitreden dürfen... :no:
 
Da wird garnix erwähnt, weil der Link nicht funktioniert (Fehler 404).

Wenn man sich also immer nur die ihm genehmen Rosinen rauspickt, dann sollte man zumindest korrekt verlinken können. Ich zeig dir mal, wie das geht:
http://www.mckinsey.de/sites/mck_files/files/bayern_2025.pdf

Hier wird wie gesagt auch die Startbahn erwähnt, aber eben nicht so, wie du es hier hinstellen willst. Es wird auf Seite 65 explizit darauf hingeweisen, dass es gerade für Bayern ein Dilemma ist, dass die Menschen wegen fehlender Veränderungsbereitschaft die 3. Startbahn im Bürgerentscheid abgelehnt haben und dass gerade DIESE Haltung eine Gefahr für die Zukunftsfähigkeit darstellt! Also bestätigt Mckinsey hier sogar die Nötigkeit der 3. Startbahn, wenn Bayern auch deshalb weiterhin Spitze bleiben will!

Klassisches Eigentor...
 
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Sie stützt wie gesehen deine Meinung NICHT, eben weil sie wie gesagt deiner komplett widerspricht.
Deine Intention beim Einstellen war natürlich zu suggierieren, dass Bayern ohnehin absteigen täte und die 3. Bahn also eh garnicht mehr nötig wäre (Gib's einfach zu...). Doch weil die Studie hier genau das Gegenteil sagt, war es eben ein klassisches Eigentor.
 
Seehofer will Entscheidung zu 3. Startbahn noch dieses Jahr:
http://www.br.de/nachrichten/streit-dritte-startbahn-102.html

Er will hier einen Dialog machen und schließt juristische Tricksereien aus. Doch falls die Stadt München auch weiterhin nur stur und ohne echte Argumente blockiert und sich die Fronten weiter verhärten, dann könnte es gut sein, dass sie den anderen Gesellschaftern garkeine andere Wahl lässt, als den Weg über die AG. Es liegt also nur an OB Reiter, ob er letztlich alles verliert oder sich aber der Realität öffnet, damit er die Konsequenzen seines geschäftsschädigegenden Verhaltens nicht mit aller Härte zu spüren bekommt (Ausschluss als lästiger Gesellschafter und/oder Umwandlung in AG).
 
Baurecht gilt doch 15 Jahre? Woher kommt dieser "Druck", dass unbedingt dieses Jahr entschieden werden muss (wer muss "entscheiden")? Gibt es Entwicklungen, die dieses Projekt möglicherweise gefährden?

@hangar7: "lästige" Gesellschafter wird man nicht los - raus kaufen ist die einzige Option und auch dies ist sehr langwierig und risikoreich.
 
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Zum Thema "lästiger Gesellschafter" siehe ein paar Seiten weiter zurück. Es ist ein juristischer Begriff und die anderen Gesellschafter haben nach §140 Handelsgesetzbuch das Recht, eine lästigen Gesellschafter durch Beschluss auszuschließen, wenn er sich z.B. geschäftsschädigend verhält oder entgegen der Interressen der Gesellschaft handelt - wie eben derzeit wohl die Stadt München durch ihre Blockade.
 
Baurecht gilt doch 15 Jahre? Woher kommt dieser "Druck", dass unbedingt dieses Jahr entschieden werden muss (wer muss "entscheiden")?

Vermutlich kommt dieser "Druck" daher, dass das Thema 3. Startbahn mittlerweile schon seit weit über 10 Jahre besteht und man einfach eine Entscheidung treffen möchte.
Im Falle einer positiven Entscheidung benötigt der Bau der Startbahn auch seine Zeit, daher ist es nur sinnvoll, den Prozess endlich etwas zu beschleunigen.
 
Der gilt aber imho nur für Personen-Handelsgesellschaften, nicht für GmbH oder AG, wo ja auch die Rolle des Gesellschafters eine ganz andere ist. Und zwischen "lästig" und geschäftsschädigend liegt noch eine ganze Menge. Also ich würde mich nicht an ein Ausschlussverfahren wegen geschäftsschädigendem Verhalten wagen, nur weil ein Gesellschafter eine andere Vorstellung von der Zukunft "seiner" Gesellschaft hat als die Geschäftsleitung und andere Gesellschafter.

Schade, aber ich fürchte eine einfache juristische Lösung wird kaum klappen.
 
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