GPS-Tracking im Flug

bairni

Mitglied
grüß euch!

ich würde euch gerne fragen ob eure gps-tracker auch die höhe tracken? oder anders gesagt welche tracken nicht den verlauf auf dem grund sondern mit der tatsächlichen höhe?

mit welchen gps-trackern kann ich 3D wege wie diesen aufzeichnen?



würd mich über eine antwort freuen :help:

mfg
bairni
 

Transrapid

Mitglied
Mittels GPS kann man zwar grundsätzlich auch die Höhe errechnen, allerdings ist das nur bis zu einer Höhe von ca. 4km - 6km (grobe Werte) praktkabel. In größerer Höhe (Reiseflughöhe) ist die vom GPS errechnete Höhe i.d.R. unbrauchbar und um einige Kilometer zu niedrig.
 

thunderstorm

Mitglied
Servus,

Ich bin gerade aus Lissabon zurückgekommen und wollte mir den Flugverlauf ansehen. Interessanterweise kann ich die Logdatei in "GPS-Track-Analyse.NET" ansehen und auswerten, aber Google Earth zeigt keinen Track an. Das heißt die Daten sind vorhanden, aber eben nicht sichtbar. Bisher hat das immer ohne Probleme funktioniert. Hat vielleicht irgendjemand sachdienliche Hinweise? Die Logdatei kann ich leider nicht anhängen, da sie auch als zip zu groß ist :(

Vielen Dank
Michael
 

Transrapid

Mitglied
Ab einer bestimmten Betrachtungshöhe zeigt google earth den Track nicht mehr an, erst durch hineinzoomen wird der Track dann sichtbar.
 

thunderstorm

Mitglied
Danke @Transrapid. Leider ist es das auch nicht. Selbst wenn ich voll reinzoome, ist nichts zu sehen. Nicht einmal eine Pinselbreite von 100 bewirkt etwas.

Grüße
Michael
 

Luggi

Mitglied
Ich möchte das Thema nochmal aufwühlen, weil ich gestern einen sehr interessanten Flug geloggt habe.

Der Flug (FR 1626) ging mit Ryanair von Nyköping nach Berlin-Schönefeld.
Weil aufgrund von Turbulenzen und starkem Schneefall der Flughafen Schönefeld gesperrt wurde, wurden wir nach Tegel umgeleitet. (Wie man im Log erkennen kann befanden wir uns schon im Landeanflug auf Schönefeld)
Nach einigen Stunden warten (und viel Tärä mit einer Pasagierin, dem Notarzt, der Polizei und der Feuerwehr) flogen wir dann von Berlin-Tegel nach Berlin-Schönefeld zurück.

Im ersten Bild erkennt man sehr schön wie der Seitenwind beim Start zugeschlagen hat. Wir drifteten ca 130m nach Norden ab.

GPS-Logs als KMZ:
http://www.high-iso.de/files/stuff/gps/20100202.kmz
 

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takeoff

Mitglied
Ich möchte das Thema nochmal aufwühlen, weil ich gestern einen sehr interessanten Flug geloggt habe.

Der Flug (FR 1626) ging mit Ryanair von Nyköping nach Berlin-Schönefeld.
Weil aufgrund von Turbulenzen und starkem Schneefall der Flughafen Schönefeld gesperrt wurde, wurden wir nach Tegel umgeleitet. (Wie man im Log erkennen kann befanden wir uns schon im Landeanflug auf Schönefeld)
Nach einigen Stunden warten (und viel Tärä mit einer Pasagierin, dem Notarzt, der Polizei und der Feuerwehr) flogen wir dann von Berlin-Tegel nach Berlin-Schönefeld zurück.

Im ersten Bild erkennt man sehr schön wie der Seitenwind beim Start zugeschlagen hat. Wir drifteten ca 130m nach Norden ab.

GPS-Logs als KMZ:
http://www.high-iso.de/files/stuff/gps/20100202.kmz

Wenn der Flug SXF zum Ziel hatte, wieso hat FR dann die Maschine nicht ohne Paxe von TXL nach SXF überführt? Sind ja jetzt nicht so weit auseinander und TXL hat zweifelsohne die bessere Anbindung an das Stadtzentrum.

grüße

takeoff
 

Luggi

Mitglied
Wenn der Flug SXF zum Ziel hatte, wieso hat FR dann die Maschine nicht ohne Paxe von TXL nach SXF überführt? Sind ja jetzt nicht so weit auseinander und TXL hat zweifelsohne die bessere Anbindung an das Stadtzentrum.

grüße

takeoff

Doch es waren noch 19 Pasagiere an Board + Crew ;) Das sind ca nur 10% der Gesamtpasagierzahl.
Der Rest hatte auf gut Deutsch gesagt einfach keinen Bock mehr im Flugzeug zu bleiben.
Warum kann ich dir nicht sagen, da Fragmal bei FR nach.
Aber ich hätte mich tierisch aufgeregt wenn FR ohne pasagiere nach SXF geflogen wäre! Ich wohne ja da unten.

LG
 
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ETSF

Guest
Erwartest du dir wirklich eine Antwort - nach diesem Auftritt?

In diesem Forum herrscht Höflichkeit - und die beginnt mit einer Vorstellund deiner selbst.

1. Lesen
2. Lesen

3. Selbstständig handeln?

Sorry - musste mal sein.... :eyeb:
 
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islandius

Mitglied
(leider) erfolgloses GPS Tracking im Flug

Hallo,

ich grabe diesen alten Thread aus, da ich just dieses einmal selbst versuchen wollte: genauer wissen welche Route der Flieger nahm. Trotzdem gelingt es mir nicht, sondern immer kurz nach Start (ziemlich exakt zum Zeitpunkt des Abhebens) wird das Signal "verloren" und erst kurz vor Landung "wiedergefunden".

Hier mal ein Bild aus Google Earth in PMI. Ankommend mit A319, abfliegend mit A320.
PMI_GPS.jpg

Mögliche identifizierte Probleme, welche ich tendenziell ausschließen würde sind:
- Bedienfehler,
- Flugzeugtyp (wurde in A319, A320, B737 mit jeweils gleichem Ergebnis probiert),
- Airline (bin mit AZ und AB geflogen),
- GPS Gerät (normalerweise Wintec 202 verwendet, aber auch ein Android-Telefon (im Flugmodus) kommt zu selbigem Ergebnis).
- derzeit ist der Sonnenwind etwas stärker, allerdings meine ich, dass dann das Ergebnis stärker streuen sollte.

Kurzum: ich bin etwas ratlos, warum das bei vielen reibungslos funktioniert und ich daran scheitere... Weiß hierzu jemand was genaueres?

Danke vielmals.

islandius
 

Luggi

Mitglied
Hallo,
ich hatte GENAU DAS SELBE Problem. Sobald der Flieger abgehoben ist... Signal weg.

Zur damaligen Zeit hatte ich den Polaris 5in1. Jetzt habe ich den i-Blue 747 A+ von transystem Inc. und ich muss sagen, dieser GPS Empfänger hat keine Probleme.

Ich kann mir vorstellen, dass der interne Algorithmus mit der schnellen Höhenänderung nicht zurecht kommt. Aber erklären kann ich mir das Phänomen auch nicht.

LG Andreas
 

islandius

Mitglied
Hallo,

Danke für deine Beobachtung und das Alternativgerät. Ich würde ja vermuten, dass die darin verwendete Technik vergleichbar ist... gemeinhin wird ja oft U-BLOX geworben...

interne Algorithmus mit der schnellen Höhenänderung nicht zurecht kommt
Angenommen die schnelle Höhenveränderung bekommt dem Lokalisations-Algorithmus nicht, weshalb schafft er dies dann im Reiseflug nicht wieder?
Meine These ist, dass bestimmte GPS Geräte "geschwindigkeitssensitiv" sind. Wenn die Lokalisationsberechnung eine große Änderung zwischen zwei Standorten ermittelt (sinngemäß "wenn v>250 km/h, dann Rechenfehler") wird der neu gerechnete Punkt automatisch für ungültig erklärt. Das könnte dann auch die Beobachtung beim Landen erklären. Ist jemandem hierzu was bekannt?

Ich werde dies mal auf der NBS München-Nürnberg ausprobieren.

Danke

PS: Natürlich rechnet das Gerät nicht Geschwindigkeit, sondern nur die Distanz zwischen zwei nacheinander erfassten Punkten.
 

Luggi

Mitglied
Hallo,
du musst wissen wie GPS Funktioniert. Die Position wird nicht errechnet sondern "geschätzt". Der Chip "schätzt" eine Position und gibt aus wie weit diese Position an der eigentlichen Position des Empfängers entfernt ist. Danach wird eine weitere Position errechnet die näher an der richtigen Position liegt usw. Das Verfahren nennt man Iteration. Die neue Position wird mit den neu empfangenen Daten + der letzten Position iteriert. Somit bestimmt der GPS Empfänger eigentlich immer Punkte die in der unmittelbaren Umgebung liegen. (Es werden keine Geschwidnigkeiten errechnet, nur Punkte) Wenn du z.B. deine Position ermittelst und plötzlich 250km weiter weg bist, dann hat der Chip ein großes Problem die Position zu messen und benötigt länger. Es kann sein, dass er seine Daten einfach löscht und die Position von 0 an bestimmt (Kaltstart).
Aber eine Geschwindigkeit von 250km/h sind absolut kein Problem für den Empfänger.

Du musst auch wissen, ein sog. Kaltstart dauert 30 Sek. (Das hängt mit der GPS-Signallänge zusammen)
Ein Warmstart (d.h. der GPS Empfänger kennt seine ungefähre Position und kann somit einfacher iterieren) dauert nur wenige Milli-Sekunden. Unmittelbahre nähe kann schonmal 10km weiter entfernt sein ;)

Aber ich vermute die Höhe wird ein Problem sein.
Höhenänderung -> Position geht verloren -> Neuberechnung -> Kaltstart
Vermutlich sind die Chipsätze sind so ausgelegt, dass die Position möglichst auf gleicher Höhe iteriert wird. Es kommt halt immer darauf an was du machen möchtest. Die GPS-Empfänger sind fürs Wandern oder Auto fahren ausgelegt, nicht fürs fliegen. Somit kann eine sprunghafte Höhenänderung sehr anfällig sein.

Wie gesagt, ich VERMUTE dass es daran liegt. Und ich weiß auch der i-Blue 747 A+ mit MTK II Chipsatz hat keine Probleme :)

Angenommen die schnelle Höhenveränderung bekommt dem Lokalisations-Algorithmus nicht, weshalb schafft er dies dann im Reiseflug nicht wieder?

Ja, die Erde ist maximal 8000km "hoch" und ein Reiseflugzeug fliegt in 12km. Ich denke mit dieser Höhe wird der Chip einfach nicht klarkommen.

Ich habe mal im Labor mit einem GPS-Generator ein Spaceshuttle im Weltall simuliert (150 bis 300km Höhe). Dort hat der MTK II von meinem 747 A+ auch versagt und konnte keine Position ermitteln. :D :D :D (Wie gesagt, er ist halt für die Erde ausgelegt, für den Weltraum oder dem Himmel gibt es andere GPS Empfänger)

LG Andreas
 
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mic13

Mitglied
Servus zusammen!

Vielen Dank Luggi für deine Ausführungen. Wir hatten bei Tests mal das selbe Problem. Im Endeffekt stimmt es, dass es wohl an der Höhenänderung liegt. Die Erklärung mit der Iteration "auf gleicher Höhe" stimmt allerdings leider nicht so ganz. Gerechnet wird im GPS intern nämlich in ECEF Korrdinaten (earth centered earth fixed), d.h. in einem kartesischen Koordinatensystem durch den Erdmittelpunkt, die Rotationsachse und den 0-Meridian. Erst wenn in diesem xyz-Koordinatensystem eine Position errechnet wurde, wird diese in Länge/Breite/Höhe umgerechnet. Ich gehe davon aus, dass durch die erhöhte Dynamik (quasi von 2D-Beschleunigung auf 3D-Beschleunigung) die sog. Tracking-Loops im Empfänger den Lock zum Satellitensignal verlieren. Das würde erklären warum immer genau bei Start bzw. Landung die Positionslösung aussteigt. Es ist völlig richtig, dass große Geschwindigkeiten an sich für GPS kein Problem sind (funktioniert ja auch im Reiseflug), allerdings sind starke Beschleunigungen durchaus manchmal problematisch. Welche Dynamik ein Receiver schafft hängt von der Konfiguration ab.. ich denke dass Handy-Empfänger o.ä. einfach nicht für solche Dynamiken designed wurden.
 
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