Operative Unregelmäßigkeiten 2026

Fehlende Sicherheitskontrollen ist menschliches Versagen. Starker Schneefall ist höhere Gewalt.
Sicher richtig, aber dafür kann man vorab planen (z.B. mit späteren Dienstbeginnen) und ob das jetzt unter dem Strich so viel mehr kostet (ist ja nicht jeden Tag Schneechaos) sei mal dahingestellt. Aber scheinbar gibt es da nicht bei jedem Ground Handler die entsprechende Flexibilität.
 
Und genau die sind auch immer eingeplant.
So sollte es sein. Und das Ergebnis einer solchen Planung sollte dann sein, dass das geplante Personal auch dementsprechend vor Ort verfügbar ist.

Ob die auch wirklich vor Ort waren aber es nicht zum Flieger geschafft haben oder garnicht erst zum Flughafen kamen wissen wir nicht.
Aber ein Arbeitnehmer, der absehen kann, dass er es nicht zum Dienst schafft, muss sich ja entschuldigen, sodass der Arbeitgeber entsprechend darauf reagieren kann. Und genau um diese Punkte geht es ja: Wieviel ist geplant, was war tatsächlich anwesend, wie hat der Arbeitgeber ggfls. reagiert und möglicherweise fehlendem Personal gegengesteuert zusammen mit der Frage, ob diese Planung grundsätzlich ausreichend ist. Auch speziell für den Fall wenn ggfls. ein vollbesetzer A380 in der Nacht in München notlanden könnte, weil ich denke, dass dies immer sichergestellt sein müsste. Mit dem Wetter hat das erst einmal nichts zu tun und nur das ist mein Punkt.

Und selbst wenn 2-3 Fahrer da waren, wissen wir nicht wie die Zustände zu dem Zeitpunkt am Vorfeld waren. Ein einzelner Loader kann schon mit seinem Mulag auf Position fahren und die Treppe ran stellen, aber ob ein Busfahrer es riskieren will mit 50 Menschenleben über verschneite Betriebsstraßen zu cruisen ist eine andere Frage.
Diesen Eindruck erzeugt die veröffentlichte Stellungnahme aber nicht gerade:
Aufgrund der nächtlichen Uhrzeit und Defiziten bei der Kommunikation war der Busverkehr stark eingeschränkt.
 
Jetzt langts langsam!

Busfahrer wären sicherlich verfügbar gewesen. Zur Not würde halt mehrmals gefahren werden.
Weil die Leute auch immer das glauben was irgendwelche Zeitungen schreiben!
Wenn dem tatsächlich so wäre, verwundert es doch, dass die gesamte Geschäftsführung des Flughafens seit nunmehr fünf (!!) Tagen komplett auf Tauchstation gegangen sind. Außer einer in kryptischen Worthülsen verpackten Pressemitteilung kam da bislang absolut rein gar nichts. Als verantwortlicher Manager (COO oder CEO) hätte ich schon längst eine faktenbasierte Gegendarstellung verfasst und diese veröffentlicht, allein schon um den „fiesen Schreiberlingen“ den Wind aus den Segeln zu nehmen und weiteren Imageschaden von meinem Unternehmen abzuwenden. Nach den operativen Unzulänglichkeiten, folgt jetzt also der kommunikative Super-Gau…
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn der Flughafen 24/7/365 für solche Fälle Personal einplant, dann vervielfachen sich die Ticketpreise. Kann man machen, ob das den Passagieren aber lieber ist, bezweifle ich.
Nein, aber Bereitschaften einplanen. Muss man vergüten, aber wenn man sieht das sowas kommt, muss man diese dann eben aktvieren. Piloten und FBs sind auch auf Standby, also ist sowas schon möglich.
 
Sicher richtig, aber dafür kann man vorab planen (z.B. mit späteren Dienstbeginnen) und ob das jetzt unter dem Strich so viel mehr kostet (ist ja nicht jeden Tag Schneechaos) sei mal dahingestellt. Aber scheinbar gibt es da nicht bei jedem Ground Handler die entsprechende Flexibilität.
Späterer Dienstbeginm bedeutet dann halt weniger Kapazitäten zu Mittag/Nachmittag und somit entstehen dann bereits dort Verspätungen. Zumal es am Donnerstag ja auch ab 14 Uhr ordentlich geschneit hat.

Mehr Flexibilität = mehr Personal = mehr Kosten = höhere Ticketpreise.
 
Was stimmt denn dann?
AeroTelegraph hat wegen der (oben skizzierten) Unklarheiten erneut nachgehakt und bekommt von der Pressestelle folgende Antwort:
«Aufgrund der nächtlichen Uhrzeit und Defiziten bei der Kommunikation war der Busverkehr stark eingeschränkt.»
Heißt konkret was? Fehlten Busse, fehlten die Fahrer? Waren die Fahrstraßen nicht geräumt? Wenig Erhellendes bislang…

Also, entweder befindet man sich hinsichtlich der Ereignisse vom vergangenen Donnerstag nach fünf Tagen immer noch im „Blindflug“ (was schon traurig genug wäre), oder man versucht ganz vorsätzlich Zeit zu gewinnen, in der Hoffnung, dass sich der Shitstorm irgendwann legt (was maximal unprofessionell wäre).
 
Zuletzt bearbeitet:
So sollte es sein. Und das Ergebnis einer solchen Planung sollte dann sein, dass das geplante Personal auch dementsprechend vor Ort verfügbar ist.


Aber ein Arbeitnehmer, der absehen kann, dass er es nicht zum Dienst schafft, muss sich ja entschuldigen, sodass der Arbeitgeber entsprechend darauf reagieren kann. Und genau um diese Punkte geht es ja: Wieviel ist geplant, was war tatsächlich anwesend, wie hat der Arbeitgeber ggfls. reagiert und möglicherweise fehlendem Personal gegengesteuert zusammen mit der Frage, ob diese Planung grundsätzlich ausreichend ist. Auch speziell für den Fall wenn ggfls. ein vollbesetzer A380 in der Nacht in München notlanden könnte, weil ich denke, dass dies immer sichergestellt sein müsste. Mit dem Wetter hat das erst einmal nichts zu tun und nur das ist mein Punkt.


Diesen Eindruck erzeugt die veröffentlichte Stellungnahme aber nicht gerade:
Selbst wenn Personal sich rechtzeitig als verhindert meldet, kann man nicht einfach anderes Personal herzaubern. Wenn man für solche worst case scenarios gewapnet sein möchte, müsste man halt dauerhaft 3-4x so viel Personal einplanen, als es an 360 Tagen im Jahr gebraucht wird. Das ist ganz einfach nicht wirtschaftlich ODER die Preise steigen enorm.

Ein Vollbesetzter A380 unter normalen Bedingungen könnte auch absolut problemlos um 3 in der Nacht abgefertigt werden. Nur eben nicht, wenn Räumdienste nicht hinterherkommen + mehrere Flieger zurück rollen + Terminalpositionen alle belegt sind + der ein oder andere es nicht in die Arbeit schafft.

Und doch, das hat sehr sehr viel mit dem Wetter zu tun. Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass 6 zurückkommende Maschinen problemlos abgefertigt werden hätten können wenn es ein warmer trockener Sommerabend gewesen wäre. Vielleicht nicht schnell und gleichzeitig, aber Einer nach dem Anderen.
 
Dann hat das aber nicht wirklich gut geklappt.
Woher weißt du das? Weißt du welche Firma, wie viel Bereitschaften geplant, aktiviert und vor Ort hatte? Ich nicht. Wir wissen schlicht und einfach nicht, wo der eine große Fehler lag oder ob es wie so oft in der Luftfahrt einfach zu einer Verkettung von mehrerer Umstände kam. Bei einem absoluten Ausnahmewetter wohlgemerkt. Natürlich kann man alles mit mehr Personal lösen. Aber wollen wir als Passagiere auch die Kosten dafür tragen?
 
Niemand von uns weiß es, aber Hauptsache in den Medien wird der Feierabend der Busfahrer als einzige große Ursache propagiert.
1. Vom Feierabend der Busfahrer als einzige große Ursache für das Chaos hat keiner gesprochen, auch die Medien nicht.
2. Die vermeintliche „Mär“ von den nicht zur Verfügung stehenden Busfahrern muss ja irgendwo herrühren. Sowas saugen sich die Medien ja nicht aus den Fingern. Vielleicht hat die Flight Crew entsprechende Äußerungen an ihre Passagiere adressiert, nach dem Motto: „Liebe Gäste, leider stehen für Ihren Rücktransport ins Abfertigungsgebäude derzeit keine personellen Kapazitäten zur Verfügung…“ Und schwupps, schon ist sie geboren, die „Legende“ von den Busfahrern, die sich einfach in den Feierabend verabschiedet haben. Möglich.
 
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Heißt konkret was? Fehlten Busse, fehlten die Fahrer? Waren die Fahrstraßen nicht geräumt? Wenig Erhellendes bislang…
Zumindest laut SZ:
Betroffen waren nach Angaben der Lufthansa neben drei Lufthansa-Flügen nach Singapur, Kopenhagen und Danzig auch zwei Air-Dolomiti-Flüge nach Graz und Venedig. Erst am frühen Morgen fuhren nach Angaben des Lufthansa-Sprechers wieder Busse, die die Passagiere abholten.

Warum keine Busse vorhanden waren, die die Passagiere zum Terminal bringen konnten, konnte der Sprecher der Lufthansa nicht sagen. Für die Organisation der Busse sei der Flughafen zuständig.
Zwar auch nicht eindeutig, aber zumindes Quelle Aussage Lufthansa und konkret geht es um Busse, nicht um sonstiges Abfertigungsgerät wie Schlepper, Treppen oder ähnliches.

Und ich hab dir geantwortet, dass zu deinem Punkt (ein voller A380) unter normalen Bedingungen auch problemlos Nachts abgefertigt werden kann.
Und mit wievielen Bussen und Busfahrern plant man das unter normalen Bedingungen um 3 Uhr nachts?
 
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