Sonstiges rund um MUC

Mal wieder ein Blip zu Gesundheitsfragen: vier Fälle sog. Flughafen-Malaria am Fraport*:
Eine sogenannte Flughafenmalaria ist laut RKI ein seltenes Ereignis in Deutschland. Für die Betroffenen könne das eine späte Diagnose bedeuten, weil Malaria häufig mit Reisenden in Verbindung gebracht werde. Eine späte Diagnose erhöhe allerdings auch das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Das RKI appellierte daher an die Ärzteschaft, besonders im Sommer auch eine seltene Flughafenmalaria als Diagnose in Betracht zu ziehen, sofern die Patientinnen und Patienten an Flughäfen mit interkontinentalen Verbindungen oder in deren Umgebung arbeiten.
Gute Besserung, Leute!


*Warum poste ich das hier? Damit Ihr alle guat auf Euch & Eure Collegas 8et.
 
Schutz durch Wissen, Aufmerksamkeit, Ansprechen und Medizin:

Die gefährliche Abweichung ist ja an dieser Stelle, daß die eingeübte Gleichung Du/ich war(st) nicht in den Tropen, also kann es keine Malaria sein unwahr wird, wenn so ein Insekt einen Flug überlebt, und sich hier noch eine Blutmahlzeit gönnt.

Wichtig erscheint mir hier deshalb das Mitdenken und Fürmöglichhalten — zB auch durch Betriebsärzte. Und für Kolleginnen und Kollegen, derzeit bei einer allfälligen kleinen Temperatur und vor allem rhythmisch auftretendem Fieber kurz zurückzudenken, ob man eventuell einen Tropenrückkehrer gearbeitet hat und bei…
… zum Doc zu gehen oder arbeitsam-übertapfere Kollegen zu selbigem zu schicken. Bei rechtzeitiger Diagnostik und Therapie bestehen gute Chancen auf vollständige Ausheilung.

Die gute Nachricht bleibt: Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.
 
Hallo zusammen, ich habe keinen wirklich passenden Thread gefunden, daher hier:

Wir fliegen Montag erstmalig mit Condor. Ich bin jemand, der grundsätzlich keine Ewigkeit am Airport abhängen will, ganz besonders nicht mit der ganzen Family..... Die große Unbekannte ist halt der Zeitbedarf fürs Gepäck...

Glücklicherweise kann man bei Condor ja sein Gepäck selber einchecken, sowohl im Zentralbereich als auch im Bereich D. Wie ist eure Erfahrung, in welchem Bereich geht das ganze am zügigsten und einfachsten? Gleich in Z, oder doch zu D marschieren? Und mit welcher Wartezeit muss man da in etwa rechnen? Unser Flug geht 1250, ein weiterer Condorflug 30 Min zuvor, aber das Self-Check in ist ja auch für andere Gesellschaften dort möglich

Danke für eure Einschätzung
 
Hallo zusammen, ich habe keinen wirklich passenden Thread gefunden, daher hier:

Wir fliegen Montag erstmalig mit Condor. Ich bin jemand, der grundsätzlich keine Ewigkeit am Airport abhängen will, ganz besonders nicht mit der ganzen Family..... Die große Unbekannte ist halt der Zeitbedarf fürs Gepäck...

Glücklicherweise kann man bei Condor ja sein Gepäck selber einchecken, sowohl im Zentralbereich als auch im Bereich D. Wie ist eure Erfahrung, in welchem Bereich geht das ganze am zügigsten und einfachsten? Gleich in Z, oder doch zu D marschieren? Und mit welcher Wartezeit muss man da in etwa rechnen? Unser Flug geht 1250, ein weiterer Condorflug 30 Min zuvor, aber das Self-Check in ist ja auch für andere Gesellschaften dort möglich

Danke für eure Einschätzung

Wir sind erst im Juni mit Condor geflogen. Im Morgenpeak mit sieben Condor-Abflügen. Selbst da mussten wir am normalen Gepäckschalter nur knapp fünfzehn Minuten in der Warteschlange stehen. Security Check kannst mit kleineren Kindern auch auf die Überholspur, die normale Queue hat auch etwa fünfzehn Minuten gedauert. Wir waren für unseren 5:50 Uhr Abflug um 4 Uhr am Parkhaus, und hatten nach dem Security Check noch gut Zeit für Toilettengänge und Hinsetzen, ehe das Boarding los ging. Würde mir da um 12 Uhr also recht wenig Gedanken machen, dass es da länger dauert.

Beim Rückflug ex Mallorca standen wir fast eine Stunde am Checkin der Condor und Marabu an, waren aber auch nur sechs Schalter offen (in MUC waren alle Schalter offen, müssten so zwanzig Stück gewesen sein).
 
Warum haben wir in MUC eigentlich diese Zahlen (35, 39, 43) an den Positionslinien und nicht die Flugzeugtypen wie überall sonst?
 
Warum haben wir in MUC eigentlich diese Zahlen (35, 39, 43) an den Positionslinien und nicht die Flugzeugtypen wie überall sonst?

Die aufgepinselten Flugzeugtypen sind nicht mehr zeitgemäß. Kein Flughafen hat mehr Platz zu vergeuden und ist bestrebt seine Abstellpositionen möglichst flexibel nutzen zu können, siehe Multiple Aircraft Stands. Für den Parkvorgang werden zudem digitale Parkleitsysteme (A-VDGS) genutzt. Kommt einmal ein neuer Flugzeugtyp dazu, dann gibt's ein Softwareupdate und der Malermeister muss nicht mehr die Schablone aus dem Keller holen. Alle möglichen Flugzeugtypen aufzupinseln würde zudem ein sehr unübersichtliches Bild ergeben.
Sollte das Andocksystem einmal nicht funktionieren und das Flugzeug muss klassisch eingesunken werden, dann nutzt der Marshaller eine Tabelle, aus der er je nach Abstellposition für jeden Flugzeugtyp den entsprechenden nummerierten Haltepunkt für das Bugrad herauslesen kann.
 
Hab gerade mitbekommen, dass der Airport Hosper Ende des Jahres zumacht und da stellt sich mir wieder eine Frage, die ich mir eigentlich schon seit Jahren stelle.

Wie kann es sein, dass wir an einem Flughafen mit über 30k Mitarbeitern keinen einzigen vernünftigen Betriebskindergarten haben?

Anscheinend sind beim Hosper einfach zu wenig Kinder. Aber das wundert mich irgendwie auch nicht. Was hatte der denn groß für einen Vorteil gegenüber einem Kindergarten bei einem zuhause? Kostet genauso Geld, die Öffnungszeiten sind genauso beschissen und dann hast du trotzdem Sommerferien, Weihnachtsferien und sonstige Schließzeiten. Dann kann ich mein Kind auch gleich daheim in den Kindergarten schicken.

Warum macht man sowas am Flughafen nicht einfach richtig? Also einen Kindergarten für alle Mitarbeiter am Flughafen, egal bei welcher Firma man arbeitet. Öffnungszeiten z.B. 6 bis 20 Uhr und vor allem das ganze Jahr offen, ohne irgendwelche Ferien. Gerade hier arbeiten doch ohne Ende Leute im Schichtdienst, teilweise zu Uhrzeiten, wo normale Kindergärten komplett nutzlos sind.

Und am besten wäre das für die Mitarbeiter sogar kostenlos. Die Kosten könnten sich die ganzen Firmen am Flughafen teilen. Natürlich müsste dann jede Firma einen gewissen Beitrag zahlen, aber bei der Masse an Unternehmen und über 30k Mitarbeitern kann das doch pro Firma nicht die Welt sein.

Und gleichzeitig wäre das ein richtig starkes Argument, um Leute zu bekommen und auch zu halten.

Ich verstehe einfach nicht, warum sowas an einem internationalen Hub wie MUC nicht möglich sein soll. Gerade hier würde so ein Betriebskindergarten doch viel mehr Sinn machen als fast überall sonst.

Oder übersehe ich da irgendwas?
 
Oder übersehe ich da irgendwas?
Ja: Warum sollten einzelne Akteure in einem individualistisch-profitorientiertem System sich an kollektivistischen Maßnahmen beteiligen, bei denen sie sich nicht mal über andere bevorteilen können?

Was hab ich denn als Firma gewonnen, wenn ich mich daran beteilige, alle anderen Firmen am Flughafen aber auch gezwungen sind? Differenzierungspotenzial null, Kosten existent. Und sobald es opt-out ist, werden sich einzelne Firmen wieder nicht dran beteiligen und können so in Ausschreibungen und RFPs wieder mit einer niedrigeren Kostenbasis punkten.

Am Ende setzt unsere politische Ökonomie keine Anreize, privatwirtschaftlich irgendwelche Philanthropie zu verfolgen. Ich hätte es auch gerne anders, aber wer auf freiwillige soziale Maßnahmen in einem kapitalistischen Umfeld wartet, wartet auch auf einen evangelischen Papst.
 
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Ja: Warum sollten einzelne Akteure in einem individualistisch-profitorientiertem System sich an kollektivistischen Maßnahmen beteiligen, bei denen sie sich nicht mal über andere bevorteilen können?

Was hab ich denn als Firma gewonnen, wenn ich mich daran beteilige, alle anderen Firmen am Flughafen aber auch gezwungen sind? Differenzierungspotenzial null, Kosten existent. Und sobald es opt-out ist, werden sich einzelne Firmen wieder nicht dran beteiligen und können so in Ausschreibungen und RFPs wieder mit einer niedrigeren Kostenbasis punkten.

Am Ende setzt unsere politische Ökonomie keine Anreize, privatwirtschaftlich irgendwelche Philanthropie zu verfolgen. Ich hätte es auch gerne anders, aber wer auf freiwillige soziale Maßnahmen in einem kapitalistischen Umfeld wartet, wartet auch auf einen evangelischen Papst.
Sich zusammentun im profitorientierem System Flughafen? Anreize und Benefits für Mitarbeiter? Mitarbeiter werben mit solchen Anreizen? Weil diese knapp sind? Ganz einfach was tun für Mitarbeiter, die was zurückgeben? Nämlich Ihre Arbeitsleistung wenn es solche Möglichkeiten gibt? Und es nicht wirklich die Welt kostet und es bestimmt etwas Förderung gibt?
,,Philanthrophie zu verfolgen", also recht einfache und zusammen eher günstige Massnahmen, das könnte auch dazu dienen, wertvolle Mitarbeiter zu gewinnen, oder zu halten....auch das ist Kapitalismus...die besten Arbeiter für mich...das könnte schon helfen nicht immer am Anschlag zu sein im Sommer...und einen evangelischen Papst will keiner, ausser er ist aus Bayern...also nein
 
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