Bahnanschluss MUC

Auch wenn der möglicherweise von manchem Stau auf der Schiene geprägt sein mag.
Das wäre halt das Schöne an dem Transrapid gewesen: Völlig unabhängig vom Bahnchaos auf der völlig eigenen Trasse. Keine S-Bahn oder Güterverkehr im Weg, mit maximalem Tempo vom Flughafen zum Hauptbahnhof.

 
Wieso sollte man einen Fehler nicht bennen dürfen?
Den Fehler darf man gerne benennen, ihn aber nicht dem Flughafen anlasten, als ob dieser schuld daran wäre.
Der Flughafen wurde ja mit Absicht und wohlweislich weit weg neu gebaut. Aber unter dem Gesichtspunkt einer guten Bahnanbindung ist der Standort ein Fehler. Und da die Einfahrtsrichtung für den wesentlichen Bahnverkehr für den Kopfbahnhof in München der Westen ist, war das auch von Anfang an absehbar.
Noch einmal; Es ist nicht Aufgabe des Flughafens, sich möglichst dort hin zu platzieren, wo die Bahn eh schon ist, nur damit die Bahn auf ihren bestehenden - und damit meist auch schon gut ausgelasteten - Strecken mehr Fahrgäste gewinnt, und glücklich wird.
Und auch die Entscheidungen damals und seitdem sprechen für sich: 1992 gab es eine S-Bahn Linie als einzige Schienenanbindung. Der Bahnhof unter dem Flughafen hat 2 Gleise und einen kurzen Bahnsteig, einen Fernbahnhof hat man gar nicht erst gebaut. Die Idee, dass man den Flughafen auch mit der Bahn gut erreichen können sollte hat man einfach nicht ausreichend berücksichtigt und verfolgt, so abseits wie der Flughafen liegt.
Das war und ist aber vor allem den Bahn-Lobbyisten anzulasten, die keine andere Anbindung an das Schienennetz auch nur halbwegs diskutieren wollten. Das zweite Problem war, daß die Kosten für MUC II ja eh schon gehörig aus dem Ruder liefen, weshalb man die Bahn-Anbindung aus den Flughafen-Erschließungskosten heraus nahm, um nicht das ganze Projekt insgesamt als "zu teuer" verwerfen zu müssen.
Leider hat man es auch versäumt, die Gelegenheiten zu nutzen, die sich in den letzten 30 Jahren ergeben hatten, um das zu ändern, im Grunde immer aus dem gleichen Grund: Der Flughafen liegt so ungünstig für jeglichen Schienenverkehr, dass sich einfach für Verkehre, die nach München wollen, nicht wirklich rentiert den Umweg über den Flughafen zu nehmen. Chancen hätte es ja gegeben, um die Anbingung zu verbessern. Da hätte man dann das von dir geforderte, "Die Bahn soll da fahren, wo die Leute hin wollen" ja umsetzen können. Hat man aber gelassen. (Im Übrigen ist das ja genau ein Grund, warum die Bahn gar nicht über den Flughafen fahren will, denn die meisten Fahrgäste wollen zum HBF München und deren Fahrzeiten will man nicht künstlich und unnötig verlängern.)
Ja - auch. Natürlich haben die Bahn-Vertrreter vor allem an sich selbst gedacht, und den Flughafen selbst nicht als Ziel von Bahn-Fernreisenden anerkennen wollen, darum durfte der Flughafen-Bahnhof - wenn überhaupt - nur eine kleine Nebenrolle als Zwischenhalt unterwegs, den man eher zufällig gerade mit nimmt, spielen. Richtung Landshut ist halt nicht viel mit Fernverkehr, also ist es uninteressant. Man darf ja auch nicht vergessen, daß die offizielle Planung für MUC eigentlich immer nur für den "lokalen Bedarf" ausgeschrieben, und in der Planungsphase nie als zweites Drehkreuz neben Frankfurt kommuniziert wurde. Ich frage mich nur ein wenig, warum man zu dieser Zeit noch mit 4 Bahnen für diesen "Lokalflughafen" plante. Und die sollten froh sein, daß sie nicht mehr wie in Riem mit dem Bus fahren mussten, sondern sogar eine S-Bahn bekamen.

Die Weitsicht, einen modernen Drehkreuz-Flughafen auf dem Reißbrett auch mit dem nötigen Zubehör wie eben der entsprechenden Bahn-Anbindung auszustatten hat halt gefehlt. Aber bekanntlich hatte Frankfurt auch viele, viele Jahre keine solche Anbindung, und es ist letzten Endes nur Zufall, daß allein schon durch die zentrale Lage der Stadt Frankfurt in Deutschland es relativ einfach war, neue Bahnstrecken so zu planen, daß diese auch dort vorbei kommen.
Es ist im Grunde mit der Bahn die gleiche Situation und deswegen egal, ob Flughafen oder Bahn. Wenn man schon baut, dann müsste man halt so bauen, dass es Sinn macht und zukunftsfähig ist. Für den Flughafen hätte es Sinn gemacht, ihn zwischen A8 und A9 und die entsprechenden Bahnzuläufe nach München zu bauen, nicht abseits davon. Da wäre der Schlenker über den Flughafen, den man heute mit der Idee einer Neubaustrecke von Ingolstadt nach München möglicherweise zu beheben versucht sehr viel einfacher gewesen.
Wirklich zwischen A8 und A9, sagen wir so um Petershausen herum war nie auch nur ansatzweise in der Diskussion. Ich weiß auch nicht, wie es dort topographisch aussieht. Halbwegs flach sollte so ein Airport halt auch liegen, wenns Recht ist. Sulzemoos wäre mitten in der Spargel-Region gewesen, das wäre nicht gut angekommen. Auch hat es dort einfach mehr Anwohner, als im Moos.

In meinen Augen war der Hauptfehler vor allem, den Flughafenbahnhof nicht von Anfang an mit 4 Gleisen, und 2 Bahnsteigen auszustatten. Meientwegen notfalls zur Einweihung auch erst nur 2 Gleise, und 2 leere Gleiströge, wie in HH-Hbf bei der U-Bahn. Aber eben auf jeden Fall den zweiten Bahnsteig mit bauen.
Oder man hätte wenigstens beim Bau der SFS nach Ingolstadt den Schlenker zum Flughafen gleich bauen sollen und auslegen auf eine Geschwindigkeit, dass man den dadurch entstehenden Zeitverlust wieder einfährt. Oder man hätte den Transrapid bauen können. Oder gleich München21, dass man auch vom Osten zum HBF München einfahren kann.
hm-hm. In meinen Augen sollte eine SFS nicht durch Umwege künstlich ausgebremst werden, das führt den Zweck einer SFS ad absurdum. Auch Leipzig ist auf dem Weg von München nach Berlin ein unnötiger, und zeitraubender Umweg. Bahn-mäßig hätte man eher von Anfang an auf eine von dieser SFS abzweigende, eigene SFS via flughafen Richtung Salzburg, oder auch gleich Linz ansetzen sollen - aber da wäre der Aufschrei in München wieder groß gewesen, ggfs. die Stadt München auf gewissen Fernverkehrs-Relationen auszulassen.
Ich sage ja nicht, dass der falsche Standort des Flughafens der einzige Fehler ist, der gemacht worden ist. Die Entscheidung, München 21 nicht zu bauen halte ich ebenso ebenfalls für einen Riesenfehler, wie auch die Aufgabe des Transrapids. Dadurch hat man leider viele Möglichkeiten vergeben und auch sonst nicht viel gemacht bisher, um diesen Geburtsfehler des Flughafens zu beheben. Nicht einmal die versprochene Express-S-Bahn gibt es heute.
Ich halte den Standort des Flughafen nach wie vor für gut - nur fehlt eben die ausreichende Bahn-Anbindung. Nach Westen hin, Richtung Augsburg ist mir das alles schon viel zu dicht besiedelt, um dort halbwegs störungsfrei einen Flughafen vom Kaliber MUC hinzubauen. Und Süden/Hofolding hatten wir ja schon, daß dort ungünstig ist.

München 21 war in meinen Augen ziemlich unausgegoren, und wurde ja schon sehr frühzeitig nach ganz, ganz weit hinten verschoben - ist aber offiziell bis heute nicht völlig aufgegeben . Es werden sogar zwei Korridore unter der Innenstadt freigehalten, um die Möglichkeit für einen solchen West-Ost-Tunnel für den Regional- und Fernverkehr im Jahr unserer Urururenkel offen zu halten. Die Idee hat natürlich etwas, bringt aber eben auch Nach- und nicht nur Vorteile. Vor allem den Zwischenhalt an Sendlinger Tor halte ich für überflüssig - das hat keinen verkehrlichen, sondern nur einen politischen Nutzen. Die Feinanbindung im Zentrum sollte man weiter der U-Bahn überlassen. Gleiches gilt übrigens für den Regionalbahnhof Berlin-Potsdamer Platz, dessen einzige Exiszenzberechtigung in der immer noch fehlenden S-Bahn Linie 21 besteht.

Bleibt der TR. Ich war anfangs kein großer Freund davon - der TR war immer als Fernverkehrszug konzipiert, und nicht als XXL-Zubringer oder Peoplemover. Und gerade Shanghai zeigt in meinen Augen, daß der TR auch nur bedingt als solcher geeignet ist. Für die Chinesen ist es vor allem ein teures Spielzeug zum ausprbieren gewesen. Man baute bewusst nur eine kurze "Erprobngsstrecke unter Realbedingunen", inzwischen hat es eine U-Bahn sowie eine "klassische" HGV-Strecke aber die Aufgaben des TR praktisch vollständig übernommen. Ich erwarte ehrlich gesagt, daß der Maglev Shanghai über kurz oder lang wieder eingestellt wird.

In München war der TR allein schon durch die (ursprüngliche) Wahl der Stationslagen von A bis Z als Showcase und reiner Zubringer angesehen, Streckenverlängerugnen praktisch von vorn herein ausgeschlossen. Das wird der Technologie als solcher einfach nicht gerecht. Aber: Wenn man sich das ganze Herumgemurkse, was danach kam, ansieht, wäre der TR letzten Endes doch keine so schlechte Wahl gewesen.

Mein Traum wäre dabei, mit dem TR dann auch einen "echten FLug auf Höhe Null" zu realisieren: Mit Ankunft/Abfahrt im Sicherheitsbereich, Bordkarte, Check-In, Gepäckscan und - Tranport etc, pp. ZMU als vollwertige Airline-Destination also. Dazu müsste natürlich auch ZMU dann die entsprechenden Einrichtugen aufweisen. Aber was solls, Fuzzy-Träume eben.
 
Das zweite Problem war, daß die Kosten für MUC II ja eh schon gehörig aus dem Ruder liefen, weshalb man die Bahn-Anbindung aus den Flughafen-Erschließungskosten heraus nahm, um nicht das ganze Projekt insgesamt als "zu teuer" verwerfen zu müssen.
Nicht umsonst mussten sich die Ismaninger ihren Tunnel regelrecht erkämpfen. Unterföhring hat ihn m.W. dann selbst gezahlt.
 
Den Fehler darf man gerne benennen, ihn aber nicht dem Flughafen anlasten, als ob dieser schuld daran wäre.

Noch einmal; Es ist nicht Aufgabe des Flughafens, sich möglichst dort hin zu platzieren, wo die Bahn eh schon ist, nur damit die Bahn auf ihren bestehenden - und damit meist auch schon gut ausgelasteten - Strecken mehr Fahrgäste gewinnt, und glücklich wird.

Das war und ist aber vor allem den Bahn-Lobbyisten anzulasten, die keine andere Anbindung an das Schienennetz auch nur halbwegs diskutieren wollten. Das zweite Problem war, daß die Kosten für MUC II ja eh schon gehörig aus dem Ruder liefen, weshalb man die Bahn-Anbindung aus den Flughafen-Erschließungskosten heraus nahm, um nicht das ganze Projekt insgesamt als "zu teuer" verwerfen zu müssen.

Ja - auch. Natürlich haben die Bahn-Vertrreter vor allem an sich selbst gedacht, und den Flughafen selbst nicht als Ziel von Bahn-Fernreisenden anerkennen wollen, darum durfte der Flughafen-Bahnhof - wenn überhaupt - nur eine kleine Nebenrolle als Zwischenhalt unterwegs, den man eher zufällig gerade mit nimmt, spielen. Richtung Landshut ist halt nicht viel mit Fernverkehr, also ist es uninteressant. Man darf ja auch nicht vergessen, daß die offizielle Planung für MUC eigentlich immer nur für den "lokalen Bedarf" ausgeschrieben, und in der Planungsphase nie als zweites Drehkreuz neben Frankfurt kommuniziert wurde. Ich frage mich nur ein wenig, warum man zu dieser Zeit noch mit 4 Bahnen für diesen "Lokalflughafen" plante. Und die sollten froh sein, daß sie nicht mehr wie in Riem mit dem Bus fahren mussten, sondern sogar eine S-Bahn bekamen.

Die Weitsicht, einen modernen Drehkreuz-Flughafen auf dem Reißbrett auch mit dem nötigen Zubehör wie eben der entsprechenden Bahn-Anbindung auszustatten hat halt gefehlt. Aber bekanntlich hatte Frankfurt auch viele, viele Jahre keine solche Anbindung, und es ist letzten Endes nur Zufall, daß allein schon durch die zentrale Lage der Stadt Frankfurt in Deutschland es relativ einfach war, neue Bahnstrecken so zu planen, daß diese auch dort vorbei kommen.

Wirklich zwischen A8 und A9, sagen wir so um Petershausen herum war nie auch nur ansatzweise in der Diskussion. Ich weiß auch nicht, wie es dort topographisch aussieht. Halbwegs flach sollte so ein Airport halt auch liegen, wenns Recht ist. Sulzemoos wäre mitten in der Spargel-Region gewesen, das wäre nicht gut angekommen. Auch hat es dort einfach mehr Anwohner, als im Moos.

In meinen Augen war der Hauptfehler vor allem, den Flughafenbahnhof nicht von Anfang an mit 4 Gleisen, und 2 Bahnsteigen auszustatten. Meientwegen notfalls zur Einweihung auch erst nur 2 Gleise, und 2 leere Gleiströge, wie in HH-Hbf bei der U-Bahn. Aber eben auf jeden Fall den zweiten Bahnsteig mit bauen.

hm-hm. In meinen Augen sollte eine SFS nicht durch Umwege künstlich ausgebremst werden, das führt den Zweck einer SFS ad absurdum. Auch Leipzig ist auf dem Weg von München nach Berlin ein unnötiger, und zeitraubender Umweg. Bahn-mäßig hätte man eher von Anfang an auf eine von dieser SFS abzweigende, eigene SFS via flughafen Richtung Salzburg, oder auch gleich Linz ansetzen sollen - aber da wäre der Aufschrei in München wieder groß gewesen, ggfs. die Stadt München auf gewissen Fernverkehrs-Relationen auszulassen.

Ich halte den Standort des Flughafen nach wie vor für gut - nur fehlt eben die ausreichende Bahn-Anbindung. Nach Westen hin, Richtung Augsburg ist mir das alles schon viel zu dicht besiedelt, um dort halbwegs störungsfrei einen Flughafen vom Kaliber MUC hinzubauen. Und Süden/Hofolding hatten wir ja schon, daß dort ungünstig ist.

München 21 war in meinen Augen ziemlich unausgegoren, und wurde ja schon sehr frühzeitig nach ganz, ganz weit hinten verschoben - ist aber offiziell bis heute nicht völlig aufgegeben . Es werden sogar zwei Korridore unter der Innenstadt freigehalten, um die Möglichkeit für einen solchen West-Ost-Tunnel für den Regional- und Fernverkehr im Jahr unserer Urururenkel offen zu halten. Die Idee hat natürlich etwas, bringt aber eben auch Nach- und nicht nur Vorteile. Vor allem den Zwischenhalt an Sendlinger Tor halte ich für überflüssig - das hat keinen verkehrlichen, sondern nur einen politischen Nutzen. Die Feinanbindung im Zentrum sollte man weiter der U-Bahn überlassen. Gleiches gilt übrigens für den Regionalbahnhof Berlin-Potsdamer Platz, dessen einzige Exiszenzberechtigung in der immer noch fehlenden S-Bahn Linie 21 besteht.

Bleibt der TR. Ich war anfangs kein großer Freund davon - der TR war immer als Fernverkehrszug konzipiert, und nicht als XXL-Zubringer oder Peoplemover. Und gerade Shanghai zeigt in meinen Augen, daß der TR auch nur bedingt als solcher geeignet ist. Für die Chinesen ist es vor allem ein teures Spielzeug zum ausprbieren gewesen. Man baute bewusst nur eine kurze "Erprobngsstrecke unter Realbedingunen", inzwischen hat es eine U-Bahn sowie eine "klassische" HGV-Strecke aber die Aufgaben des TR praktisch vollständig übernommen. Ich erwarte ehrlich gesagt, daß der Maglev Shanghai über kurz oder lang wieder eingestellt wird.

In München war der TR allein schon durch die (ursprüngliche) Wahl der Stationslagen von A bis Z als Showcase und reiner Zubringer angesehen, Streckenverlängerugnen praktisch von vorn herein ausgeschlossen. Das wird der Technologie als solcher einfach nicht gerecht. Aber: Wenn man sich das ganze Herumgemurkse, was danach kam, ansieht, wäre der TR letzten Endes doch keine so schlechte Wahl gewesen.

Mein Traum wäre dabei, mit dem TR dann auch einen "echten FLug auf Höhe Null" zu realisieren: Mit Ankunft/Abfahrt im Sicherheitsbereich, Bordkarte, Check-In, Gepäckscan und - Tranport etc, pp. ZMU als vollwertige Airline-Destination also. Dazu müsste natürlich auch ZMU dann die entsprechenden Einrichtugen aufweisen. Aber was solls, Fuzzy-Träume eben.
Aber FRA hatte doch schon vor dem Bau des jetzigen oberirdischen Fernbahnhofs, der sich auch auf der anderen Seite der Autobahn A3 befindet, einen unterirdischen Fernbahnhof, wie ich mal gelesen habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber FRA hatte doch schon vor dem Bau des jetzigen oberirdischen Fernbahnhofs, der sich auch auf der anderen Seite der Autobahn A3 befindet, einen unterirdischen Fernbahnhof, wie ich mal gelesen habe.
Den einen und einzigen Flughafenbahnhof unter dem Terminal, der seit 1985 stündlich (zuvor einzelne Züge) von der IC-Linie 2, Dortmund–Köln–FFlug–Ffm–N–M, angedient wurde. Durch Linienwechsler wurden auch Bahnhöfe jenseits dieser Linie erreicht.
 
Den einen und einzigen Flughafenbahnhof unter dem Terminal, der seit 1985 stündlich (zuvor einzelne Züge) von der IC-Linie 2, Dortmund–Köln–FFlug–Ffm–N–M, angedient wurde. Durch Linienwechsler wurden auch Bahnhöfe jenseits dieser Linie erreicht.
Es gab ja zeitweise auch die Lufthansa-Zubringerzuege aus Stuttgart, welche entweder durch elektrische Schnelltriebwagen (BR403?) oder aus Loks der BR 103 bzw. 111 und IC-Grossraumwagen bestehenden Züge bedient wurden
 
Es gab ja zeitweise auch die Lufthansa-Zubringerzuege aus Stuttgart, welche entweder durch elektrische Schnelltriebwagen (BR403?) oder aus Loks der BR 103 bzw. 111 und IC-Grossraumwagen bestehenden Züge bedient wurden
Die 403 ("Donald Duck") waren von 1982 bis 93 als Lufthansa Airport Express mit vier täglichen Zugpaaren zwischen DUS (Terminal) und FRA (Terminal) unterwegs, Zwischenhalte in D, K und vor allem Bonn (Fahrzeit 1:40 bis FRA) — also ausschließlich auf der Rheinschiene. Mit den IC-Umbauten wurde 1990 für drei Jahre ein analoges Angebot für Stuttgart geschaffen.
 
Nicht umsonst mussten sich die Ismaninger ihren Tunnel regelrecht erkämpfen. Unterföhring hat ihn m.W. dann selbst gezahlt.
Auch die Gemeinde Ismaning beteiligte sich an den Kostren ihres Tunnels, damit er länger gebaut wurde, als von der Bahn geplant. Der Hohn war die Sache mit der B471 - die sollte nach dem Wunsch der Gemeinde auch noch im Tunnel unterquert werden, was mit der Begründung, daß dort eine Verladestation gebaut werde, abgelehnt wurde. Die Strecke wurde also früher wieder nach oben geholt - aber die Verlasestation nie realisiert.

Unterföhring konnte es sich leisten, und hat darum nie groß verhandelt, sondern einfach bestellt. Die Bahn zahlte 16,8 Mio € für den zweigleisigen Ausbau, und die Gemeinde legte 64,8 Mio für die Tunnelvariante auf den Tisch.
 
Aber FRA hatte doch schon vor dem Bau des jetzigen oberirdischen Fernbahnhofs, der sich auch auf der anderen Seite der Autobahn A3 befindet, einen unterirdischen Fernbahnhof, wie ich mal gelesen habe.
Der Bahnhof sollte sogar eine direkte Verbindung zum Luftfrachtzentrum bekommen, das war baulich vorbereitet, wurde aber nie realsiert. Eingeweiht wurde der 1972 als Regionalbahnhof - weder gab es in Frankfurt überhaupt eine S-Bahn, noch eine Zubringerstrecke für den IC. Das kam dann alles erst nach und nach. Aber dieser "Reginalbahnhof" hatte eben auch von Anfang an einen Bahnsteig mit 210 Meter, und einen zweiten mit 400 Meter Länge, obwohl es noch zehn Jahre dauern sollte, bis der "Lufthansa Airport Express" aus der Taufe gehoben wurde, und noch einmal 3 Jahre länger, bis der erste IC dort hielt.

Und hier liegt der "Geburtsfehler" des MUC II: Man hätte von Anfang an auch den zweiten Bahnsteig mit 400 Meter Länge bauen sollen, ja bauen müssen. Die Zulaufstrecken kommen dann später schon mehr oder minder von selbst.
 
Wenn ich lese, dass eines der Argumente ist, die Infrastruktur auf dem Nordring sei extrem limitiert, frage ich mich, wie groß der Informationsgehalt des ganzen Posts ist. Denn die Linie soll nicht über den Nordring geführt werden, sondern Pasing -> Südring -> Ost.
Der Abschnitt Daglfing-Johenneskirchen ist Teil des Nordring. Und dort hat es gerade derzeit sehr viel Verkehr, weil die Strecke auch als Baustellen-Umleitung verwendet wird. Wenn man schon gschert daher meckern will, und Informationen anzweifeln, dann sollte man sich vorher schon kundig machen.
Und sonst muss man das immer im Kontext dessen lesen, dass die DSO schon ein Haufen wirklich erklärter Griesgrame ist, die erstmal alles zerreden. Ich will gar nicht leugnen, dass es gar keine möglichen Probleme gibt. Aber die Infrastruktur steht, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Auch wenn der möglicherweise von manchem Stau auf der Schiene geprägt sein mag. (Was übrigens auch erklärt, warum dort besonders die arbeitenden Eisenbahner am liebsten weniger Verkehr mit möglichst wenig Fahrgästen hätten; es macht ihren Alltag einfacher.)
Da in Erding steht doch schon längst die Infrastruktur, sprich dritte Startbahn, also braucht man nicht noch eine in MIUC zu bauen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, auch wenn....?
Genauso, wie nicht jedes beliebige Flugzeug auf jeder beliebigen Startbahn starten kann/darf, kann/darf jeder beliebige Zug über jedes beliebige Gleis rollen. Manche Hindernisse kann man - bei entsprechendem Willen - vom Schreibtisch aus ausräumen, für andere aber müssen Bagger rollen, die nicht allein durch Willensentscheidung zum Rollen gebracht werden können. Das gilt hüben wie drüben.
 
Wenn man schon gschert daher meckern will, und Informationen anzweifeln, dann sollte man sich vorher schon kundig machen.
Point taken.

Genauso, wie nicht jedes beliebige Flugzeug auf jeder beliebigen Startbahn starten kann/darf, kann/darf jeder beliebige Zug über jedes beliebige Gleis rollen. Manche Hindernisse kann man - bei entsprechendem Willen - vom Schreibtisch aus ausräumen, für andere aber müssen Bagger rollen, die nicht allein durch Willensentscheidung zum Rollen gebracht werden können.
Dann lass doch mal konkret werden: Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte dafür, dass die Tunnel in Unterföhring und Ismaning vom Lichtraumprofil, Rettungsanlagen oder anderen infrastrukturellen Gegebenheiten her keine Baureihe 408 aufnehmen können sollten?

Ich fühl hier ehrlich gesagt mein Argument ein bisschen verdreht. Es ging in der obigen Debatte nie darum, dass es baulich nicht möglich wäre, einen ICE3 NEO zum Flughafen zu bekommen. Sondern der Punkt war, dass das wertvolle Gleiskapazitäten vom Nordring wegnehmen würde, die der SGV gut gebrauchen könnte. Das hab ich halt entgegnet damit, dass ich nicht das große Problem sehe, wenn man zwei Trassen alle zwei Stunden dem SGV wegnimmt und dem SPFV zuteilt.

Ich hab absolut kein Problem damit, meine Behauptungen entkräftet zu bekommen. (Ehrlich gesagt poste ich manchmal gerne manche Thesen in der Hoffnung, dass sie wiederlegt werden.) Aber es wär schon schön, wenn wir sauber nach den Regeln ordentlicher Debatten diskutieren und Argumente austauschen würden.
 
Point taken.


Dann lass doch mal konkret werden: Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte dafür, dass die Tunnel in Unterföhring und Ismaning vom Lichtraumprofil, Rettungsanlagen oder anderen infrastrukturellen Gegebenheiten her keine Baureihe 408 aufnehmen können sollten?
Vor allem einmal die, daß die Strecke nördlich von Johenneskirchen keine Zulassung für Fernverkehrszüge hat. Das Lichtraumprofil dürfte passen, man hat ja auch dafür gesorgt, daß die Dieselzüge durch die Tunnel passen (nur inzwischen im Regelverkehr nicht mehr dürfen).

Das ist jetzt erst einmel einfach ein regulatorisches Problem. Das zweite ist, daß es derzeit nicht zulässig ist, mit irgend einer der ICE-Baureihen einen Fahrgastwechsel an einem 96cm-Bahnsteig durchzuführen. Die ICE-3neo haben aber im Prinzip eine ganz gute Chance, hierfür eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Auch sonst sehe ich da kein grundlegendes Problem - ein ICE kann auch nicht mehr Fahrgäste fassen, als ein S-Bahn Langzug, also sollten die Rettungswege ausreichend dimensioniert sein. Mit den Achslasten bin ich gerade überfragt, ob eine 408 mehr Gewicht pro Rad auf die Schiene drückt, als ein ET 423. Ein ET423-Langzug wiegt 360to, der Velaro bringt gute 100 tonnen mehr auf die Wage. Ich weiß aber nicht, wie es um das Gewicht der Kesselzübe bestellt war/ist.

Wenn die TAB mitreden darf, wird das die nächsten 10 Jahre nichts. Die hat ein Riesenhickhack um jede Brücke, jede Kreuzung, und jede Kurve gemacht, sowohl bei der Tram, als auch bei der U-Bahn, als die jeweils neuen Züge eingeführt wurden. Seit 150 Jahren fahren Tram süber die Ludwisbrücke, aber wenn es kein P-Wagen ist, sondern ein Avenio, könnte die Brücke davon einstürzen - das will erst einmal genau geprüft sein...! Und jetzt willst du mit 408 auf einer Strecke, die nur für 420/423 vorgesehen war fahren? Ja, das müssen wir uns erst einmal genau ansehen....

Für die Anhebung der Streckengeschwindigkeit werden aber eh Arbeiten am Unterbau nötig werden - und das zeigt ja auch, daß es im Detail nicht so einfach ist: Die Infrastuktur ist ja da, die Strecke ist gerade, aber trotzdem darf nicht mit Vollgas durchgebrettert werden, sondern muss ein Tempolimit streng eingehalten sein. Schneller fahren geht/darf nur, nach dem Umbau. Ergo kann es eben auch gut sein, daß mit 408 über das gleiche Gleis fahren nur nach einer gewissen Anpassung möglich bw. zulässig ist. Mit Ausnahmeerlaubnis kann man mal manches machen, zB eben eine einmalige Stippvisite einer Concorde in Riem, eines A380 in Bremen - oder eines ICE am Flughafen München. Aber für den Regelverkehr gelten eben andere Spielregeln.

Am meisten Sorge bereitet mit die Stromabnahme: Eine S-Bahn zieht maximal 2,3 MW, ein ICE bis zu 8 MW aus der Leitung. Und da die Strecke nie für FV vorgesehen war, könnte es sein, daß diese nicht für eine derartige Stromabnahme ausgelegt ist. Das ließe sich auch beheben - aber es bedarf dazu etwas mehr, als nur den Willen dazu.
Ich fühl hier ehrlich gesagt mein Argument ein bisschen verdreht. Es ging in der obigen Debatte nie darum, dass es baulich nicht möglich wäre, einen ICE3 NEO zum Flughafen zu bekommen. Sondern der Punkt war, dass das wertvolle Gleiskapazitäten vom Nordring wegnehmen würde, die der SGV gut gebrauchen könnte. Das hab ich halt entgegnet damit, dass ich nicht das große Problem sehe, wenn man zwei Trassen alle zwei Stunden dem SGV wegnimmt und dem SPFV zuteilt.
Wenn der SGV aber eh schon zu wenige Trassen hat, ist es schwer, ihm diese "nur eine Trasse pro Stunde" wegzunehmen. Wie gesagt: Da ging es vorher schon eng zu, und nun, mit dem Umleiter-Verkehr ist es noch enger. Daß die Buslinien 183, 188 und 189 ihren Fahrplan in die Tonne werfen können, weil sie mehr an der Schranke in Daglfing stehen, als im Lilineverkehr fahren, ist natürlich nur ein Problem der MVG, und betrifft weder die DB AG, noch den Flughafen.
Ich hab absolut kein Problem damit, meine Behauptungen entkräftet zu bekommen. (Ehrlich gesagt poste ich manchmal gerne manche Thesen in der Hoffnung, dass sie wiederlegt werden.) Aber es wär schon schön, wenn wir sauber nach den Regeln ordentlicher Debatten diskutieren und Argumente austauschen würden.
Kann man gerne machen. Nur sollten Thesen auch als Thesen erkennbar sein, und nicht als "alternative Fakten" in den Raum gestellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrlich gesagt poste ich manchmal gerne manche Thesen in der Hoffnung, dass sie wiederlegt werden.) Aber es wär schon schön, wenn wir sauber nach den Regeln ordentlicher Debatten diskutieren und Argumente austauschen würden.
Irgendwelche Phantasien ungekennzeichnet posten und sie dann von anderen Usern richtigstellen lassen.
Sorry, aber was hat das mit anständiger Diskussionskultur zu tun?
 
Auch die Gemeinde Ismaning beteiligte sich a den Kostren ihres Tunnels, damit er länger gebaut wurde, als von der Bahn geplant. Der Hohn war die Sache mit der B471 - die sollte nach dem Wunsch der Gemeinde auch noch im Tunnel unterquert werden, was mit der Begründung, daß dort eine Verladestation gebaut werde, abgelehnt wurde. Die Strecke wurde also früher wieder nach oben geholt - aber die Verladestation nie realisiert.
Richtig, aber ursprünglich wollte die Bahn gar keinen Tunnel bauen.
 
Richtig, aber ursprünglich wollte die Bahn gar keinen Tunnel bauen.
Wäre ja auch billiger gewesen, zumal ja eben auch die Kerosin-Transporte von Anfang an geplant waren - und man schon in den 1980ern ungern Gefahrgut durch einen Personentunnel lenken wollte. Die oberirdische Führung war auch schon planfestgestellt, aber diese war nicht mehr gültig, es brauchte ein neues Verfahren. Ich denke, es war eine gute Entscheidung.
 
Richtig, aber ursprünglich wollte die Bahn gar keinen Tunnel bauen.
Das ist ja das gleiche Problem beim geplanten Ausbau der Strecke zwischen Zamdorf/Daglfing und Johanneskirchen. Die Bahn will maximal einen Trog bauen, die Anwohner wollen einen Tunnel. Letzterer ist offensichtlich die sinnvollste Lösung - aber es geht um die Frage, wer die Mehrkosten zahlt: Bahn, Bund, Freistaat, Stadt? Ich bin gespannt, wie die neue Münchner Stadtführung damit umgehen wird. Sie hat sich ja Sparen auf die Fahnen geschrieben.
 
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