Dritte Startbahn das endgültige Ende naht?

Das sehe ich anders. Ein Gericht hat die Interessen aller Beteiligten gegeneinander abzuwägen.
Bei einem "Vollausbau" ist es deutlich leichter das Anliegen abzuschmettern und auch Politiker gehen dann ungern den Weg mit.
Kerkloh war maßgeblich am Erfolg des Flughafens beteiligt und dafür kann man ihn durchaus bewundern.
Hier wollte er für meinen Geschmack zu viel und hat vergessen die notwendigen "Brücken" zu bauen.
Das darfst du gerne anders sehen. Es ist bestimmt für eine gewisse Menge an Menschen ein psychischer Faktor. Ob er entscheidend wäre, das weiß ich nicht. Wer grundsätzlich dagegen ist, ist auch gegen eine reine Landebahn (siehe Frankfurt).
Da mehrere Gerichtsinstanzen die Interessen aller Beteiligten bereits gegeneinander abgewogen und den Planfeststellungsbeschluß bestätigt haben, macht es keinen Sinn, die Suppe nochmal aufzuwärmen. Das Baurecht besteht und kleinere Teilprojekte aus dem Kontext wurden bereits realisiert.
 
Das sehe ich anders. Ein Gericht hat die Interessen aller Beteiligten gegeneinander abzuwägen.
Bei einem "Vollausbau" ist es deutlich leichter das Anliegen abzuschmettern und auch Politiker gehen dann ungern den Weg mit.
Kerkloh war maßgeblich am Erfolg des Flughafens beteiligt und dafür kann man ihn durchaus bewundern.
Hier wollte er für meinen Geschmack zu viel und hat vergessen die notwendigen "Brücken" zu bauen.
Das Gericht hat bereits abgewägt und grünes Licht für die 4000m Variante gegeben. Es ist einzig und alleine ein Versagen der Politik.
Nicht das erste Versagen, nicht das letzte und ganz sicher nicht das einzige. Infrastruktur scheint nicht sexy zu sein. Seltsam das die Prozente dennoch nicht in die gewünschte Richtung gehen. Aber des is a andre G'schicht

Saigor
 
Auf airliners wird die bekanntermassen verfahrene Situation jetzt auch nochmal schön zusammengefasst:
Was wurde denn hier "schön zusammengefasst"? Krause hat sich bisher noch nicht zum Flughafen geäußert. Das ist auch unerheblich, da Söder (CSU) den Bau sowieso ausgeschlossen hat. Bei rund 20% weniger Flugbewegungen im Vergleich zu 2019 und voraussichtlich sinkenden Zahlen im Jahr 2026 werden Söder und Krause ohnehin nicht mehr im Amt sein, bis das Thema einer dritten Startbahn wieder realistisch wird.
 
So langsam dämmerts so manchem:

In Bezug auf den scheidenden Münchner Oberbürgermeister sagt Söder: "Ich habe mit Dieter Reiter auch nicht immer nur Honeymoon gehabt. Das gab es auch unterschiedliche Meinungen." IAA, Flughafen oder Olympia seien zentrale Themen für ganz Bayern, bei denen er auf einen vernünftigen Kurs hoffe, so Söder.
 
Wir sollten die Diskussion 2035 wieder aufgreifen. Ich halte eine 3. Bahn nicht auf ewig für ausgeschlossen, aber erst braucht es die Kapazitäten am Terminal und eine tatsächliche Auslastung. Und bis dahin wird sich vermutlich auch beim politischen Personal und bei den Mehrheiten einiges verändern.
 
aber erst braucht es die Kapazitäten am Terminal
Wenn sie denn kommen.....


Ganz durch ist der „Megadeal“ indes noch nicht, denn auch der Münchner Stadtrat muss zustimmen. Für den frisch gewählten Oberbürgermeister Dominik Krause von den Grünen hat Söder (ohne Krause beim Namen zu nennen) gleich einen Rat: Er hoffe „doch sehr, dass die Landeshauptstadt da mitmacht“.

Denn der Zusammenhang mit der dritten Startbahn ist natürlich auch den Startbahngegnern klar:

Die Startbahn-Gegner des Bündnisses „Aufgemuckt“ reagierten auf die Ankündigung mit scharfer Kritik. „Die Lufthansa setzt damit weiter auf Größenwahn und möchte damit den Druck auf die Realisierung der 3. Startbahn weiter erhöhen. Dies lehnen wir entschieden ab.“ erklärte Christian Magerl, Sprecher von „Aufgemuckt“. Das Datum 2035 decke sich mit der Aussage im Feststellungsbescheid der Regierung von Oberbayern von 2024 in dem klar erklärt werde: „Die Realisierung der 3. Start- und Landebahn ist in der Mittel- und Langfristplanung der FMG mit einer Inbetriebnahme für das Jahr 2035 vorgesehen.“
 
Die Katze ist aus dem Sack - Intraplan Prognose für Flugbewegungen im Jahr 2033

Trotz der geringeren Anzahl an Flugbewegungen in dieser Prognose, halte ich den Bau weiterhin für sinnvoll.

Warum?


Das Ziel einer dritten SLB ist m.E. nicht (wie von den Grünen gerne suggeriert wird) ausschließlich die Erhöhung der maximalen Anzahl an Flugbewegungen.
Genauso wichtig sind:
- mehr Bahnkapazität während der Peaks im Hub & Spoke System für die Umsteiger (ein 2/3 Anteil in München sind Umsteiger),
- Redundanz bei Störungen, egal ob wegen Reparaturen/Sanierung bei einer der Bahnen, ob wegen Unfällen, ob wegen Schneeräumung jeweils einer Bahn im Winter, oder ob wegen sonstigen technischen Störungen oder gar wegen Unwettern,
- Schnelleres Abarbeiten von Staus (weniger Flugstreichungen/Flugverspätungen) bei/nach Störungen durch diese, bei Bedarf zusätzlich verfügbare Bahnkapazität.
=> Insgesamt also die Themen Betriebsstabilität & Zuverlässigkeit, die ein Premium-Hub, wie MUC einer sein will, unbedingt adressieren muß.
=> ausserhalb der Peaks, speziell in Randzeiten sollte und wird die dritte Bahn ohnehin nicht betrieben werden.
Ich betrachte eine dritte Bahn ähnlich wie eine Standspur auf der Autobahn, die bei Bedarf über das Verkehrsleitsystem z.B. im Berufsverkehr und bei Reisewellen für den Verkehr freigegeben werden kann.

 
Zuletzt bearbeitet:
Die Katze ist aus dem Sack - Intraplan Prognose für Flugbewegungen im Jahr 2033

Trotz der geringeren Anzahl an Flugbewegungen in dieser Prognose, halte ich den Bau weiterhin für sinnvoll.

Warum?

Das Ziel einer dritten SLB ist nicht (wie von den Grünen suggeriert) ausschließlich die Erhöhung der maximalen Anzahl an Flugbewegungen.
Genauso wichtig sind:
- mehr Bahnkapazität während der Peaks im Hub & Spoke System für Umsteiger (2/3 Anteil in München),
- Redundanz bei Störungen, egal ob wegen Reparaturen/Sanierung bei einer der Bahnen, ob wegen Unfällen, wegen Schneeräumung jeweils einer Bahn im Winter, oder sonstigen technischen Störungen,
- Abarbeiten von Staus (weniger Streichungen/Verspätunge) bei/nach Störungen durch diese zusätzliche Bahnkapazität.
=> Insgesamt also die Themen Betriebsstabilität & Zuverlässigkeit, die ein Premium-Hub, wie MUC einer sein will, unbedingt adressieren muß.

Klar, dass die Merkur Berichterstattung so ausfällt, wie lesbar.
Ansonsten braucht es keine Prognosen mehr für die Genehmigung des Vorhabens. Diese liegt nämlich vor.
Die FMG wird eigene Modelle haben und selbst beurteilen können, wann ein Bau betriebswirtschaftlich Sinn macht.

Und was die Politik wieder treibt entbehrt eh jeder Logik - Populismus eben. Und zwar von allen Parteien bei dem Vorhaben!
 
Ansonsten braucht es keine Prognosen mehr für die Genehmigung des Vorhabens. Diese liegt nämlich vor.
Die FMG wird eigene Modelle haben und selbst beurteilen können, wann ein Bau betriebswirtschaftlich Sinn macht.
Du unterschätzt die Macht von Populismus und Shitstorms in Social Media - das hat leider schon viele Entscheidungsträger - speziell in der Politik - dazu gebracht, sich von früheren Meinungen zu distanzieren um keine Stimmen zu verlieren.
Siehe CSU und Freie Wähler mit der "gemeinsamen Entscheidung" vor dem Start der letzten Legislaturperiode im Bayerischen Landtag, die Startbahn nicht zu bauen. Das war nicht dem Freistaat Bayern dienlich, sondern es sollte Stimmenverluste verhindern.
Der Freistaat Bayern ist Mehrheitsgesellschafter bei der FMG. Ohne seine Zustimmung macht die FMG genau gar nichts. :oops:
 
Du unterschätzt die Macht von Populismus und Shitstorms in Social Media - das hat leider schon viele Entscheidungsträger - speziell in der Politik - dazu gebracht, sich von früheren Meinungen zu distanzieren um keine Stimmen zu verlieren.
Siehe CSU und Freie Wähler mit der "gemeinsamen Entscheidung" vor dem Start der letzten Legislaturperiode im Bayerischen Landtag, die Startbahn nicht zu bauen. Das war nicht dem Freistaat Bayern dienlich, sondern es sollte Stimmenverluste verhindern.
Der Freistaat Bayern ist Mehrheitsgesellschafter bei der FMG. Ohne seine Zustimmung macht die FMG genau gar nichts. :oops:
Habe doch nichts dergleichen behauptet...
 
Habe doch nichts dergleichen behauptet...
Nö, hast du nicht. Zumindest nicht direkt
Eventuell habe ich dein Statement vollkommen falsch interpretiert.
Ich habe deinem Statement zusammengefasst ein: "Genehmigung liegt vor, FMG kann betriebswirtschaftlich entscheiden, Politik macht eh nur Quatsch" entnommen, und darin den maßgeblichen Einfluß der Politik unterrepräsentiert gesehen.
 
Die Katze ist aus dem Sack - Intraplan Prognose für Flugbewegungen im Jahr 2033

Trotz der geringeren Anzahl an Flugbewegungen in dieser Prognose, halte ich den Bau weiterhin für sinnvoll.

Warum?


Das Ziel einer dritten SLB ist m.E. nicht (wie von den Grünen gerne suggeriert wird) ausschließlich die Erhöhung der maximalen Anzahl an Flugbewegungen.
Genauso wichtig sind:
- mehr Bahnkapazität während der Peaks im Hub & Spoke System für die Umsteiger (ein 2/3 Anteil in München sind Umsteiger),
- Redundanz bei Störungen, egal ob wegen Reparaturen/Sanierung bei einer der Bahnen, ob wegen Unfällen, ob wegen Schneeräumung jeweils einer Bahn im Winter, oder ob wegen sonstigen technischen Störungen oder gar wegen Unwettern,
- Schnelleres Abarbeiten von Staus (weniger Flugstreichungen/Flugverspätungen) bei/nach Störungen durch diese, bei Bedarf zusätzlich verfügbare Bahnkapazität.
=> Insgesamt also die Themen Betriebsstabilität & Zuverlässigkeit, die ein Premium-Hub, wie MUC einer sein will, unbedingt adressieren muß.
=> ausserhalb der Peaks, speziell in Randzeiten sollte und wird die dritte Bahn ohnehin nicht betrieben werden.
Ich betrachte eine dritte Bahn ähnlich wie eine Standspur auf der Autobahn, die bei Bedarf über das Verkehrsleitsystem z.B. im Berufsverkehr und bei Reisewellen für den Verkehr freigegeben werden kann.

Jetzt kommt erst einmal der T-Stiel:


Zumindest von der Lufthansa wird es offenbar einen Aufwuchs der Langstreckenflotte geben, was auch weiterhin die Notwendigkeit der dritten Startbahn unterstreicht. Nicht umsonst hatte Spohr gesagt, man sollte sich das offen halten und die Lufthansa liefert.
 
Mir kommt das ein wenig so vor, wie bei der zweiten S-Bahn Stammstrecke: Die wurde auch schon Jahrzehnte lange gefordert, da schon mit den lange gefahrenen 24 S-Bahnen pro Stunde und Richtung es immer wieder zu sich gegenseitig aufschaukelnden Verspätungen kam. Statt dessen wurde rechnersich ermittlet, daß auch 37,5 Fahrten pro Stunde durch den einen Tunnel möchlich sind, und der Takt10 eingeführt, mit 30 geplanten Fahrten pro Stunde. Erst, als man damit den praktischen Beweis hatte, daß in der Parxis das toll errechnete und simulierte theoretische Konstrukt einfach nicht machbar ist, wurde dann doch der zweite Tunnel beschlossen,mit dem dann die Zahl der Fahrten pro Gleis auch wieder unter 24 pro Stunde senken soll, was der Betriebsstabilität sicher gut tun wird.

Natürlich kann man fragen, macht die dritte Bahn Sinn, wenn wir jetzt mal explizit von keiner Steigerung der Flugbewegungen ausgehen? Und ich denke auch dann ist die Antwort "Ja".

Und andererseits: Was genau wären denn die Nachteile einer dritten Bahn, bei unterstellt gleich vielen Flugbewegungen? Eines der Hauptargumente der Gegner ist doch, mit der dritten Bahn werde der Fluglärm zunehmen. Das wäre dann ja schon einmal nicht der Fall - im Gegenteil die gleiche Menge Lärm würde sich über eine größere Fläche verteilen.

- Flächenversiegeung müsste man wohl als Nachteil hinnehmen. Okay, ist so, da kann man kaum gegen anargumentieren. Ohne Beton geht es nicht.

- Geld. Die dritte Bahn kostet Geld, welches man bei einem Nichtbau anders ausgeben könnte. Ob das dann sinnvoller wäre, hängt stark davon ab, wofür das Geld ausgegeben wird. Wie ja schon das Desaster um den TR zeigt heisst es ja nicht zwingend, daß das "gesparte" Geld dann in das entsprechende Alternativ-Projekt (meinet wegen den ICE-Bahnhof samt Zulaufstrecke als "Gegenentwurf" zur Dritten) fließen wird.

Und was kommt sonst noch an Nachteilen dazu?
 
Natürlich kann man fragen, macht die dritte Bahn Sinn, wenn wir jetzt mal explizit von keiner Steigerung der Flugbewegungen ausgehen? Und ich denke auch dann ist die Antwort "Ja".
Spannend ist auf jeden Fall schon einmal, wenn die Startbahngegner die Prognosen von Intraplan plötzlich als zuverlässig ansehen, wenn sie seit Jahrzehnten die Prognosen von Intraplan als fragwürdig und falsch kritisieren.
Aber auch prognostizierte 416.000 Flugbewegungen sind ja nicht nichts, sondern mehr als 95% der bisherigen Höchststände an Flugbewegungen. Soll man dann also in den 2030er Jahren wieder anfangen mit der Diskussion um eine zusätzliche Startbahn? Und dann nochmal 30 Jahre auf Planung, Planfeststellung und Bau verschwenden?
Nur um jetzt eine vollständig planfestgestellte und genehmigte Startbahn streichen zu können? Das macht keinerlei Sinn. Ein bisschen weise Voraussicht wäre notwendig, insbesondere wenn man einbezieht die Erweiterung vom T1, die Erweiterung des Satelliten und was vielleicht sonst noch so kommt in den nächsten Jahren, z.B. ein weiterer Anbau im T1 im Süden oder tatsächliche Verbesserungen bei der Fernbahnanbindung. Da wird es mit 95% recht schnell eng werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir kommt das ein wenig so vor, wie bei der zweiten S-Bahn Stammstrecke: Die wurde auch schon Jahrzehnte lange gefordert, da schon mit den lange gefahrenen 24 S-Bahnen pro Stunde und Richtung es immer wieder zu sich gegenseitig aufschaukelnden Verspätungen kam. Statt dessen wurde rechnersich ermittlet, daß auch 37,5 Fahrten pro Stunde durch den einen Tunnel möchlich sind, und der Takt10 eingeführt, mit 30 geplanten Fahrten pro Stunde. Erst, als man damit den praktischen Beweis hatte, daß in der Parxis das toll errechnete und simulierte theoretische Konstrukt einfach nicht machbar ist, wurde dann doch der zweite Tunnel beschlossen,mit dem dann die Zahl der Fahrten pro Gleis auch wieder unter 24 pro Stunde senken soll, was der Betriebsstabilität sicher gut tun wird.

Natürlich kann man fragen, macht die dritte Bahn Sinn, wenn wir jetzt mal explizit von keiner Steigerung der Flugbewegungen ausgehen? Und ich denke auch dann ist die Antwort "Ja".

Und andererseits: Was genau wären denn die Nachteile einer dritten Bahn, bei unterstellt gleich vielen Flugbewegungen? Eines der Hauptargumente der Gegner ist doch, mit der dritten Bahn werde der Fluglärm zunehmen. Das wäre dann ja schon einmal nicht der Fall - im Gegenteil die gleiche Menge Lärm würde sich über eine größere Fläche verteilen.

- Flächenversiegeung müsste man wohl als Nachteil hinnehmen. Okay, ist so, da kann man kaum gegen anargumentieren. Ohne Beton geht es nicht.

- Geld. Die dritte Bahn kostet Geld, welches man bei einem Nichtbau anders ausgeben könnte. Ob das dann sinnvoller wäre, hängt stark davon ab, wofür das Geld ausgegeben wird. Wie ja schon das Desaster um den TR zeigt heisst es ja nicht zwingend, daß das "gesparte" Geld dann in das entsprechende Alternativ-Projekt (meinet wegen den ICE-Bahnhof samt Zulaufstrecke als "Gegenentwurf" zur Dritten) fließen wird.

Und was kommt sonst noch an Nachteilen dazu?
Mit der dritten Startbahn rücken die startenden und landenden Flugzeuge näher an die Stadt Freising heran - dort wohnen viele Wähler. Und Attaching liegt direkt in der geplanten Anflugschneise. Der 'gleiche' Lärm wird also mehr dichter besiedeltes Gebiet erreichen und damit mehr Menschen betreffen als bisher.
 
Mit der dritten Startbahn rücken die startenden und landenden Flugzeuge näher an die Stadt Freising heran - dort wohnen viele Wähler. Und Attaching liegt direkt in der geplanten Anflugschneise. Der 'gleiche' Lärm wird also mehr dichter besiedeltes Gebiet erreichen und damit mehr Menschen betreffen als bisher.
Es werden mehr Menschen betroffen sein, ja. Aber eben von weniger Lärm, weil es pro Bahn nicht mehr 210.000 Bewegungen sind, sondern nur noch 140.000 (ausgehend von einem Eckwert von 420.000). Also für den einen Teil sicher eine zusätzliche Belastung, aber für einen anderen auch eine gewisse Entlastung.
 
Es werden mehr Menschen betroffen sein, ja. Aber eben von weniger Lärm, weil es pro Bahn nicht mehr 210.000 Bewegungen sind, sondern nur noch 140.000 (ausgehend von einem Eckwert von 420.000). Also für den einen Teil sicher eine zusätzliche Belastung, aber für einen anderen auch eine gewisse Entlastung.
Mit deinem eigenen Argument trüge der Norden künftig 2/3 der Lärmlast statt der Hälfte und damit 33% mehr.
 
Es werden mehr Menschen betroffen sein, ja. Aber eben von weniger Lärm, weil es pro Bahn nicht mehr 210.000 Bewegungen sind, sondern nur noch 140.000 (ausgehend von einem Eckwert von 420.000). Also für den einen Teil sicher eine zusätzliche Belastung, aber für einen anderen auch eine gewisse Entlastung.
Insgesamt stehen aber in der Summe mehr Menschen, die mehr belastet werden, gegenüber weniger Menschen, die jetzt weniger belastet werden. Im Klartext: Politisch schwer vermittelbar.

Also - versteh mich nicht falsch - es gibt schon gute Gründe für eine dritte Bahn. Aber das Lärmargument ist halt politisch schwach und verfängt auch inhaltlich nicht.
 
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