Bahnanschluss MUC

Das finde ich jetzt interessant, das "Jeder-Meter-zählt" in unserem Forum geposted wird. Ich habe diese Initiative zusammen mit einem heimischen OEM ins Leben gerufen.

Es wird ein hartest Stück Arbeit bleiben, den Vertretern des BMV in Berlin so oft wie möglich dieses Thema ins Gedächtnis zu rufen.
Aktuell sehen BMV, DB InfraGO und das EBA tatenlos zu, wie z.B. der Güterverkehr zum Brennerbasistunnel ( das betriebliche Eingangstor wird Mü- Trudering bzw. München -Nord werden) in Knoten München mit Dispogleisen gemanaged werden soll. Es müssten dafür neue Dispo- und Abstellgleise gebaut werden.

Weitere Infos gerne per PM.
VG Theo
 
Es geht gerade darum auf ein Jahrzehnte altes Problem aufmerksam zu machen, nicht darum wer es „erfunden“ hat.

Daher ist es besonders wichtig dieses relevante Thema, welches im Umkehrschluss auch den Nah- und Fernverkehr betrifft, der breiten Masse bekannt zu machen.

Für die Außenstehenden: Die Welt besteht nicht nur aus weißen Zügen mit roten Streifen. Die Eisenbahn funktioniert nur als Ganzes, denn sie ist bunt.

Edit: Leider hat sich jeder Bereich unabhängig und nur in seiner Blase weiterentwickelt. Daher wird Eisenbahn komplizierter. Edit out.

Nehmen wir das Beispiel auf der S1 im Abschnitt Feldmoching - Oberschleißheim: Unmittelbar am Bahnhof Oberschleißheim grenzt der Bahnhof Schleißheim an. In diesem Bahnhof sind heute nur noch die beiden Streckengleise aktiv. Zwei separate Bahnhofsgleise liegen abgeschnitten der beiden Streckengleise ungenutzt herum. Diese wieder für den Betrieb herzustellen wird leider nahezu unmöglich sein, da diese Grundstücke zwischenzeitlich verkauft wurden.
 
Viel schräger finde ich in der Meldung den Satz: "Der neue S-Bahnhof Schwaigerloh am Flughafen München steht kurz vor der Fertigstellung". ;)
Ja, die war mal für Ende 2025 geplant... ich bin vor gut 2 Wochen mal wieder via ED5 über die Brücke gefahren. :oops:
Die Unterführung als Zugang zum Bahnsteig scheint langsam fertig zu werden, mit dem Bahnsteig selbst wurde noch nicht wirklich begonnen.
Viergleisige Wendeanlage / Abstellmöglichkeit und dafür notwendiger Gleisbau mit Oberleitung und Technik in ferner Zukunft. :rolleyes:
Ich meine von einer baulichen Fertigstellung Ende 2028 gelesen zu haben.
Inbetriebnahme vermutlich aber erst, wenn das neue Stellwerk im Westen des Flughafens (und vermutlich auch das Überwerfungsbauwerk S8 / S1 & ÜFEX) in Betrieb gehen.
Hat jemand eine Idee, wann das so weit sein könnte? *AchselZuck*
 
Viel schräger finde ich in der Meldung den Satz: "Der neue S-Bahnhof Schwaigerloh am Flughafen München steht kurz vor der Fertigstellung". ;)
Ja, die war mal für Ende 2025 geplant... ich bin vor gut 2 Wochen mal wieder via ED5 über die Brücke gefahren. :oops:
Die Unterführung als Zugang zum Bahnsteig scheint langsam fertig zu werden, mit dem Bahnsteig selbst wurde noch nicht wirklich begonnen.
Viergleisige Wendeanlage / Abstellmöglichkeit und dafür notwendiger Gleisbau mit Oberleitung und Technik in ferner Zukunft. :rolleyes:
Ich meine von einer baulichen Fertigstellung Ende 2028 gelesen zu haben.
Inbetriebnahme vermutlich aber erst, wenn das neue Stellwerk im Westen des Flughafens (und vermutlich auch das Überwerfungsbauwerk S8 / S1 & ÜFEX) in Betrieb gehen.
Hat jemand eine Idee, wann das so weit sein könnte? *AchselZuck*
Das neue Stellwerk soll laut aktuellen Planungen im Dezember in Betrieb gehen. Danach kann dann mit den Bauarbeiten für das Überwerfungsbauwerk begonnen werden. Die Süddeutsche behandelt das Thema heute auch: Ein neuer Bahnhof, von dem kein Zug abfährt.
Dort wird der Bahnsprecher zitiert, dass der Bahnhof Schwaigerloh Mitte 2026 fertiggestellt sein soll. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die Wendeanlage Teil dieses Bauabschnitts ist.
 
Das neue Stellwerk soll laut aktuellen Planungen im Dezember in Betrieb gehen. Danach kann dann mit den Bauarbeiten für das Überwerfungsbauwerk begonnen werden. Die Süddeutsche behandelt das Thema heute auch: Ein neuer Bahnhof, von dem kein Zug abfährt.
Dort wird der Bahnsprecher zitiert, dass der Bahnhof Schwaigerloh Mitte 2026 fertiggestellt sein soll. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die Wendeanlage Teil dieses Bauabschnitts ist.
Das Bild im SZ-Artikel zeigt genau das, was ich auch gesehen habe:
Das seit Frühsommer 2025 lagernde Baumaterial für den Bahnsteig an einer Stelle, an der mal zukünftig die Gleise zum Flughafen verlaufen sollen. So viel zum Thema Mitte 2026. Da schreibt einer vom anderen ab, ohne zu recherchieren.

P.S. Ja, die Abstell- und Wendeanlage gehört, wie das Überwerfungsbauwerk zum Betriebskonzept des Haltepunktes Schwaigerloh, und soll dazu dienen endlich S1, S8, und Ü-FEX blockadefrei zu entkoppeln, statt am Bahnsteig zu wenden oder am Tunnelende zu parken.
P.P.S. Wären die Planfeststellung für den vierspurigen Ausbau der FTO und den Bau der ED99 (Erdinger Nordumgehung) in trockenen Tüchern, so könnte sogar der komplette planfestgestellte Abschnitt bis zur Stadtgrenze Erding gebaut werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese wieder für den Betrieb herzustellen wird leider nahezu unmöglich sein, da diese Grundstücke zwischenzeitlich verkauft wurden.
Sagen wir es so: Wir machen es uns selbst unmöglich. Natürlich könnte man die Dinge auch anders regeln. In manchen Fällen sollten Enteignungen gegen faire Entschädigung vielleicht einfacher möglich sein. Denn uns geht Zeit und Geld aus, um alles bis ins kleinste auzudiskutieren, und wir verlieren den Anschluss.

Der Höhepunkt ist dann sicherlich so ein Ergebnis, wie oben schon genannt, hier ein anderer Link:


Nur in Deutschland......

Weil der Flughafen schneller baut, als Bahn und die öffentliche Hand planen kann, ist der Tunnel, der seit 2002 dort liegt, inzwischen veraltet und darf nicht mehr genutzt werden? Wie gesagt, man kann es sich auch selbst unmöglich machen, dass man voran kommt. Deutschland scheint da mittlerweile weltweit der Experte darin zu sein.
 
In 20 Jahren ändern sich Vorschriften, gerade beim Brandschutz tut sich viel. Wie hätte denn der Bahnhof angebunden werden sollen, über die S8?
 
Dieses Land säuft in seinem überbordendem Bürokratismus noch ab. Technokraten und Bürokraten erfinden ständig neue "Standards". Wie viele Unglücke gab es seit Fertigstellung in vergleichbaren Tunnelbauwerken, um die Notwendigkeit von etwas breiteren Notausgängen und etwas größeren Tunneldurchmesser zu rechtfertigen. Und in 20 Jahren friemelt dann die nächste Generation von diesen Bürokraten die nächsten Verordnungen zusammen. Gleichzeitig werden Bauzeiten durch noch mehr Bürokratismus und Klagewut von irgendwelchen Interessengrüppchen immer länger und länger.
 
Hmm, sehe ich bei Brandschutz und Tunnelsicherheit etwas anders. Auch in anderen Ländern wie Österreich werden Tunnel ständig nachgerüstet mit Technik. Man hat ja erst im Januar gesehen, was Schlamperei beim Brandschutz verursachen kann. Man wird schon eine Lösung finden.

Es gibt sicherlich viele Punkte wo die Bürokratie hinderlich ist, aber bei Sicherheit kann es gerne so sicher wie nur irgend möglich sein. Meine Meinung.
 
Die Krux ist, das dieses Teilstück nie in Betrieb genommen wurde.
Natürlich ist das das Problem. Der wäre ja schon längst in Betrieb, wenn es nicht Jahrzehnte dauern würde, die S-Bahn entsprechend auszubauen. Es liegt an der völligen Unfähigkeit entsprechende Planungen zeitnah umzusetzen und auch durchzusetzen. Damit ist es ja dann auch nicht getan. Die Fähigkeit, dass man angefangen Bauprojekte im veranschlagten Zeit- und Kostenrahmen dann auch fertigstellt, das müssen wir ja auch erst wieder lernen.
Es ist ein Trauerspiel, dass wir immer noch glauben, dass wir es uns leisten können, die Dinge so lange zu diskutieren, bis sich alles geändert hat und man im Grunde wieder von vorne anfangen kann.
Aber was rede ich, der Flughafen München ist ja mit 30-jähriger Planungs- und Bauzeit selbst das fürchterlichste Beispiel für eine dann am Ende auch noch völlig verkorkste Standortenscheidung, deren Nachteile 35 Jahre nach der Eröffnung immer noch nicht beseitigt sind.
 
Hmm, sehe ich bei Brandschutz und Tunnelsicherheit etwas anders. Auch in anderen Ländern wie Österreich werden Tunnel ständig nachgerüstet mit Technik. Man hat ja erst im Januar gesehen, was Schlamperei beim Brandschutz verursachen kann. Man wird schon eine Lösung finden.
Ich weiß nicht, da leben ehrlich zwei Löwen in meiner Brust:

Weil einerseits finde ich dieses stammtischhafte Gegrantel schon auch zu platt. Ich kann diesen ewigen Abgesang nicht mehr hören. Leute entdecken, dass es Bürokratie gibt, und gehen dann komplett Crashout darüber. Bisschen peinlich.

Andererseits sehe ich hier schon auch am ganz konkreten Beispiel, warum diese Bürokratie hochgradig lächerlich wirkt. Brandschutz ist richtig und wichtig und auch ich plädiere nicht dafür, am besten schon gestern alle Sicherheitsvorschriften über Bord zu werfen. Gleichzeitig ist Sicherheit kein dichotomer Zustand, und hundertprozentige Sicherheit ist nie erreichbar.

Und ich kann da zumindest für mich sagen, dass mein subjektives Sicherheitsempfinden nicht beeinträchtigt wäre, wenn jetzt der Tunnel mit Standards von 2002 in Betrieb wäre. Dumm gesagt: Wenn man ihn damals in Betrieb genommen hätte, würden Züge heute nach den damaligen Standards da durch fahren und kein Hahn würde danach krähen.

Dass nun mal die juristischen Rahmenbedingungen so sind, wie sie sind, verstehe ich. Es ist mir auch lieber, man setzt sie konsequent um, anstatt mal fünf gerade sein zu lassen. Weil das ist ein sehr schlüpfriger Abhang, der schnell zu handfester Korruption führt. Aber hier im konkreten Fall kann ich schon auch nachvollziehen, warum das ein wenig schildbürgermäßig erscheint.

Aber was rede ich, der Flughafen München ist ja mit 30-jähriger Planungs- und Bauzeit selbst das fürchterlichste Beispiel für eine dann am Ende auch noch völlig verkorkste Standortenscheidung, deren Nachteile 35 Jahre nach der Eröffnung immer noch nicht beseitigt sind.
Die "völlig verkorkste Standortentscheidung" mit den "Nachteilen, die 35 Jahre nach der Eröffnung noch immer nicht beseitigt sind" sorgt übrigens dafür, dass wir heute einen Lufthansa-Hub in München haben.

Die Entscheidung für MUC ist gefallen, weil man hier das Terminal 2 komplett nach eigenen Wünschen designed auf die grüne Wiese stellen konnte. Bei stadtnäheren Optionen wären die Ausbaumöglichkeiten wesentlich beschränkter gewesen, und in Hamburg würde man sich jetzt vielleicht über den Interkontinentalhub Kaltenkirchen freuen.

Der wahre Kardinalfehler war, die Schnellfahrstrecke Nürnberg-Ingolstadt-München nicht über den Flughafen zu routen. Da hat man echt eine einmalige Chance verpasst.
 
Natürlich ist Bürokratieabbau beim Brandschutz nur so lange gut, wie nichts passiert. Aber dann ist das Geschrei groß. Der Tunnel hat zwar vom T2 bis zum Tunnelende 5 Notausgänge. Aber wenn die nicht reichen, dann muss man eben nachrüsten.
 
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