Bahnanschluss MUC

Entschuldigt bitte, dass ich ohne wirkliche Sachkompetemz oder technisches Wissen hier schreibe, aber mich erinnert die Diskussion hier leider an das, was ich in Deutschland insgesamt gefühlt erlebe. Gegen jede Änderung gibt es gute und stichhaltige Argumente, aber damit kommt man doch am Ende auch nicht weiter.

Zur Bauzeit der Flughafens wohnten wir in Erding, mein Schulweg von ED nach FS war durch die Baustelle schon stark behindert, aber uns wurde damals schon der Ringschluss der S-Bahn als bald verfügbare Lösung verkauft. Das Ergebnis kennt man. Auch der Transrapid sollte dann endlich für einen vernünftige Anbindung des Flughafens sorgen, das Ergebnis ist bekannt, der Projekt wurde - mit vielen guten Argumenten -zerredet. Das passiert leider mit unglaublich vielen Projekten (Brenner - Zulauf ...) und nicht nur im Bahnbereich.

Ich gestehe, ich bin der ewigen Diskussionen über die Anbindung echt müde, wir müssen einfach auch mal zu einem Ergebnis kommen. Mein MUC braucht einen vernünftigen Anschluss an das Fernbahnnetz, wir werden aus verschiedensten (ökonomischen und ökologischen) Gründen dauerhaft nicht darum herumkommen, die wichtigen Flughäfen in D und den Nachbarländern bodengebunden zu verbinden (keine Ahnung, mit welchem System), wir müssen MUC für alle gut und sicher erreichbar bekommen und eine Lösung ohne Kurzstreckenflüge erreichen (meine Überzeugung). Wir haben eine der besten und wichtigsten technischen Forschungseinrichtungen der Welt in Garching, wir haben einen der (für meinen Geschmack noch immer) besten Flughafen der Welt in der Nähe, die Verbindung dazwischen hätte auch schon mein Großvater bedienen könnten (der war Busfahrer).

Vielleicht is das der falsche Thread, aber mir fehlen hier und grundsätzlich mal Ideen, wie man die Anbindung von MUC wirklich und dauerhaft verbessern kann. Wir kommen nie weiter, wenn immer wieder nur die bestehenden und jedem bekannten Probleme beschrieben und alle Lösungsansätze kaputt geschrieben werden.

Seid mit bitte nicht böse, ich habe von Technik und Bahn absolut keinen Schimmer, aber hier scheint doch so viel Fachwissen zu sein, dass da doch auch mal wirklich positive und vielleicht auch unkonventionelle / innovative Ideen entstehen könnten. Eine Befürchtung habe ich nämlich wirklich: wenn wir in 20 Jahren noch immer auf dem Stand von heute sind, dann wird unser MUC zwischen FRA, VIE, ZRH und FCO einfach überflüssig sein und meine Region wieder das werden, was was vor MUC war, das "Armenviertel" im Speckgürtel
 
Die grundsätzlichen Ideen sind altbekannt - das Problem ist halt: wer soll es bezahlen?

Das Bahn-Konzept inklusive Schwaigerloh II als ICE-Abstellanlage finde ich auch durchaus gelungen, und ist nach dem TR-Aus für mich das viel versprechenste aller Projekte. - nur wer nimmt die 5 Mrd (plus zu erwartende Mehrkosten) in die Hand?

Die U6 war hoffentlich von niemandem ernsthaft als echte Alternative zur S-Bahnfahrt angedacht, sondern immer nur als Ergänzung. Ich sehe eine U6-Nord vor allem als Neuerschließung bisher unerschlossener Entwicklungsgebiete, an deren anderem Ende dann zufällig auch noch der Flughafen liegt. Egal, ob nun mit Stromschiene, oder Oberleitung. Einzig Bahnhasser, oder Bahn-Sparkommissare können die U-Bahn als "Alternative" schön reden, weil die U-Bahn nicht von der DB AG finanziert wird, und das Zerreden eben auch dem Bahnprojekt selbst schadet.

In meinen Augen sollte die FMG - ähnlich wie bei der Verlängerung des S-Bahntunnel - Nägel mit Köpfen machen, und in Eigenregie einen zusätzlichen, zweigleisigen 400-Meter-Bahnsteig unter dem Terminal bauen. Das erhöht dann auch den Druck, eine Bahnstrecke dorthin zu errichten. Meinetwegen mit Überleitung zum Bestand, so daß schon mal ein Zug durch fahren, und den Tunnel in Betrieb nehmen kann, damit er Bestandschutz bekommt, und nicht wieder veränderte Vorschriften zum Stolperstein einer gebauten Röhre, die offiziell doch noch kein Bahntunnel ist werden.
 
Entschuldigt bitte, dass ich ohne wirkliche Sachkompetemz oder technisches Wissen hier schreibe, aber mich erinnert die Diskussion hier leider an das, was ich in Deutschland insgesamt gefühlt erlebe. Gegen jede Änderung gibt es gute und stichhaltige Argumente, aber damit kommt man doch am Ende auch nicht weiter.

Zur Bauzeit der Flughafens wohnten wir in Erding, mein Schulweg von ED nach FS war durch die Baustelle schon stark behindert, aber uns wurde damals schon der Ringschluss der S-Bahn als bald verfügbare Lösung verkauft. Das Ergebnis kennt man. Auch der Transrapid sollte dann endlich für einen vernünftige Anbindung des Flughafens sorgen, das Ergebnis ist bekannt, der Projekt wurde - mit vielen guten Argumenten -zerredet. Das passiert leider mit unglaublich vielen Projekten (Brenner - Zulauf ...) und nicht nur im Bahnbereich.

Ich gestehe, ich bin der ewigen Diskussionen über die Anbindung echt müde, wir müssen einfach auch mal zu einem Ergebnis kommen. Mein MUC braucht einen vernünftigen Anschluss an das Fernbahnnetz, wir werden aus verschiedensten (ökonomischen und ökologischen) Gründen dauerhaft nicht darum herumkommen, die wichtigen Flughäfen in D und den Nachbarländern bodengebunden zu verbinden (keine Ahnung, mit welchem System), wir müssen MUC für alle gut und sicher erreichbar bekommen und eine Lösung ohne Kurzstreckenflüge erreichen (meine Überzeugung). Wir haben eine der besten und wichtigsten technischen Forschungseinrichtungen der Welt in Garching, wir haben einen der (für meinen Geschmack noch immer) besten Flughafen der Welt in der Nähe, die Verbindung dazwischen hätte auch schon mein Großvater bedienen könnten (der war Busfahrer).

Vielleicht is das der falsche Thread, aber mir fehlen hier und grundsätzlich mal Ideen, wie man die Anbindung von MUC wirklich und dauerhaft verbessern kann. Wir kommen nie weiter, wenn immer wieder nur die bestehenden und jedem bekannten Probleme beschrieben und alle Lösungsansätze kaputt geschrieben werden.

Seid mit bitte nicht böse, ich habe von Technik und Bahn absolut keinen Schimmer, aber hier scheint doch so viel Fachwissen zu sein, dass da doch auch mal wirklich positive und vielleicht auch unkonventionelle / innovative Ideen entstehen könnten. Eine Befürchtung habe ich nämlich wirklich: wenn wir in 20 Jahren noch immer auf dem Stand von heute sind, dann wird unser MUC zwischen FRA, VIE, ZRH und FCO einfach überflüssig sein und meine Region wieder das werden, was was vor MUC war, das "Armenviertel" im Speckgürtel
Alles richtig. Aber genau die Verlängerung der U6 bringt dich eben am allerwenigsten in Richtung wettbewerbsfähigem Fernbahnanschluss. Und das für einen extremen finaziellen Aufwand, der an folgenden zwei Projekten deutlich sinnvoller eingebracht werden kann:

Ein Ausbau der S-Bahn inkl. Expresszügen und mittelfristig einen Fernbahnhof mit Spange zur NBS München-Ingolstadt und auch für die ICEs aus Mühldorf. Das wäre m.M.n. die einzige realistische Lösung. Aber auch das wird Unsummen kosten.
 
In meinen Augen sollte die FMG - ähnlich wie bei der Verlängerung des S-Bahntunnel - Nägel mit Köpfen machen, und in Eigenregie einen zusätzlichen, zweigleisigen 400-Meter-Bahnsteig unter dem Terminal bauen. Das erhöht dann auch den Druck, eine Bahnstrecke dorthin zu errichten. Meinetwegen mit Überleitung zum Bestand, so daß schon mal ein Zug durch fahren, und den Tunnel in Betrieb nehmen kann, damit er Bestandschutz bekommt, und nicht wieder veränderte Vorschriften zum Stolperstein einer gebauten Röhre, die offiziell doch noch kein Bahntunnel ist werden.
Grundsätzlich gebe ich Dir da recht. Aber ich fürchte , dass das an der Finanzierung scheitert.
 
Die Dritte wird es eh nicht geben. Abgesehen davon dürfte ein Bahnhof, wie von dir beschrieben, einiges mehr kosten, als eine dritte Bahn.
 
Die Dritte wird es eh nicht geben. Abgesehen davon dürfte ein Bahnhof, wie von dir beschrieben, einiges mehr kosten, als eine dritte Bahn.
Da wäre ich mir nicht sicher... Weder, dass sie nie kommt, noch dass ein unterirdischer Bahnhof günstiger als das Gesamtprojekt 3. SLB wäre.

tönt die FMG nicht auch, daß sie die Dritte vollständig aus Eigenmitteln finanzieren will? So schlecht scheint es ihr nicht zu gehen.
Sie will die 3. Bahn selbst finanzieren. D.h. das Kapital am freien Markt besorgen und nicht auf Zuschüsse von den Gesellschaftern angewiesen zu sein. Die 3. Bahn bringt aber einen planbaren return on investment. Ein Fernbahnhof im Rohbau, der dann Jahre oder Jahrzehnte auf den ersten Zug wartet, allerdings erstmal nicht (und auch nicht absehbar wann genau). Der kostet nach Bauabschluss erstmal weiter massig Geld in Form von Zinsen der offenen Kredite.
 
Ich sehe eine U6-Nord vor allem als Neuerschließung bisher unerschlossener Entwicklungsgebiete, an deren anderem Ende dann zufällig auch noch der Flughafen liegt.
So könnte man es sehen. Gegebenenfalls muss man das halt einbetten in eine langfristige Vision und baulich bereits berücksichtigen, evtl. als Vorhaltebauwerk oder ähnlihces, wie man das in anderen Situationen auch macht (Pasing/Hauptbahnhof).

Hier noch einmal ein paar zusätzliche Links, mit - wie ich finde - recht interessanten Informationen:

Allein für die geplante Strecke im Münchener Westen vom Laimer Platz nach Pasing liegt die letzte Kostenberechnung bei 1,3 Milliarden Euro – für 3,8 Kilometer U-Bahn.
Frey hofft, dass die Stadt noch in diesem Jahr einen positiven Förderbescheid erhält. Entsprechende Signale habe es aus dem bayerischen Verkehrsministerium bereits gegeben, da die Kosten-Nutzen-Untersuchung das Ergebnis von 1,13 ergeben hat. Doch die Stadt hat dazu einen Kniff angewandt. Um ein solches Ergebnis zu erhalten, wurde die Strecke Willibaldstraße-Freiham untersucht. Das bedeutet zweierlei: Für den ersten Abschnitt vom Laimer Platz bis zur Willibaldstraße ist gar kein Förderantrag gestellt worden. Offenbar waren dafür die Rahmenbedingungen zu schlecht. Der Antrag bezieht dafür stattdessen eine Strecke mit ein, die zwar ein frommer Wunsch, aber deren Bau noch unabsehbar ist.

Die MVG ließ drei mögliche Trassenvarianten untersuchen: Die Strecken sind zwischen 6,8 und 7,6 Kilometer lang, heißen Neufahrn Ost, Mitte und West und kosten zwischen 150 Millionen Euro (Neufahrn West) und 260 Millionen Euro (Neufahrn Mitte).

Der südliche Landkreis Freising verzeichne in den vergangenen Jahren ein überdurchschnittliches Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstum. Das wiederum bedeute eine starke Verkehrszunahme auf der Straße und der Schiene, was wiederum zu hohen Belastungen der Verkehrsinfrastruktur führe.

Auf Grundlage aktueller Daten zu den Entwicklungen in den angrenzenden Gemeinden, an der Technischen Universität (TU) und am Flughafen führten der Landkreis Freising und der MVV unter Einbeziehung der Gemeinden Neufahrn, Eching und Hallbergmoos sowie der Stadt Garching, der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und des Landkreises München in diesem Jahr nun eine vergleichbare Verkehrswertuntersuchung durch. Sie setzt die Fahrgastnachfrage und die zu erwartenden Kosten der verschiedenen möglichen Varianten der Verlängerung ins Verhältnis.
So ergeben sich beispielsweise zwischen Garching-Forschungszentrum und Neufahrn bis zum Jahr 2035 Fahrgastströme in Höhe von bis zu 4.400 Fahrgästen pro Werktag und Richtung. Bis zu 2.000 Autofahrern zusätzlich ließen demnach ihr Auto stehen und nutzten stattdessen die U-Bahn. Im Vergleich: In der Studie aus dem Jahr 2009 wurden für diese Relation nur bis zu rund 3.500 Fahrgäste prognostiziert, rund 1.000 zusätzliche Fahrgäste hätten laut der damaligen Studie ihr Auto stehen gelassen.

Das Geld für eine neue Machbarkeitsstudie wird wohl zur Verfügung gestellt.
 
Links, die zwischen einem und sechzehn (!!) Jahren alt sind, findest du interessant? Von einem nostalgischen Gesichtspunkt aus, vielleicht. Daß die u5 West nur mit ettlichen Hilfskrücken gerade mal eben so knapp über die 1,0-Latte gequescht wurde, ist altbekannt, und unterstreich nut dessen nichtvorhandenen echten Nutzen. Da hätte die U6 mehr Sinn, und auch mehr Nutzen - trotz schlechterem NKF.
 
Links, die zwischen einem und sechzehn (!!) Jahren alt sind, findest du interessant?
Richtig, ich finde sie für den Gesamtkontext sehr interessant. Zum Beispiel für den Kostenvergleich des Ausbaus der U5 im Vergleich zur U6 Verlängerung. Oder dass die Berechnung des Kosten-Nutzen-Faktors wirklich einmal überprüft werden müsste, wenn man da schon in Vergangenheit tricksen musste, um die U5 zu bekommen.

Es ist nun leider so, dass Umsetzungen in Deutschland sehr langsam passieren, da kann es schon mal sein, dass man 30+ Jahre über ein Projekt diskutiert, bevor man anfängt, es umzusetzen. Die Rahmenbedingungen ändern sich aber auch, darum finde ich die Durchführung einer erneuten Machbarkeitsstudie schon einmal gut, um sich dann auch noch einmal anzusehen, ob z.B. geänderte Bewertungskriterien, den Verkehrswert einer solchen Verbindung verbessern würde, wie sich die Region im Vergleich zu den damaligen Annahmen bzgl. Fahrgastzahlen entwickelt hat, welche Rolle z.B. Veranstaltungen in der neuen "Munich Arena" spielen können, der LabCampus oder der gerade beschlossene Erweiterung des Satelliten und und und. Dann hätte man auch wieder aktuelle Zahlen.
 
Bei der U5 (und auch der U6) ist es ein bisschen Henne/Ei: die neuen Wohngegenden können nur erschlossen werden, wenn es auch einen anständigen ÖPNV gibt. Die FW & zum Teil die CSU will bloss keinen ÖPNV und eher ganze Viertel mit Reihenhäusen (mit Platz für 2 Autos). Die SPD & Grüne wollen dichten Stadtbau mit viel ÖPNV.
 
Was ich ja in Sachen Garching-Forschungszentrum nicht verstehe ist, dass es bis heute nicht einmal einen Expressbus zum Flughafen gibt. Ich meine, es müssten doch einige nach MUC fliegen um dort ins Forschungszentrum zu gehen, oder?
 
Carsharing vom Campus funktioniert prima. Ich habe schon öfters das Sixt bzw ehem. Drivenow Auto dort abgstellt und bin mit der U6 in die Stadt gefahren.
 
Bei der U5 (und auch der U6) ist es ein bisschen Henne/Ei: die neuen Wohngegenden können nur erschlossen werden, wenn es auch einen anständigen ÖPNV gibt. Die FW & zum Teil die CSU will bloss keinen ÖPNV und eher ganze Viertel mit Reihenhäusen (mit Platz für 2 Autos). Die SPD & Grüne wollen dichten Stadtbau mit viel ÖPNV.
Nur, daß es im Westen von München prinzipiell bereits einen anständigen ÖPNV gibt, und die U5 einfach nur ein überflüssiger, und teurer Overkill ist. Das Geld, was man dort zum Fenster raus wirft, fehlt an anderer Stelle.
 
Sorry ich meinte die U4 erweiterung im Osten (Arabellapark) zur S8 (Johanneskirchen) und dem neuen Stadtviertel dort. So könnte man vom Stachus/Odeonsplatz zur S8 in ca. 15min erreichen und dann von dort in 20 min im Flughafen sein.

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Wenn überhaupt, dann ist eine Verlängerung der U4 nach Englschalking geplant. Und das hängt wegen was? Genau, wegen der Frage S-Bahn im Tunnel oder nicht :oops:
"Der Bau und die Inbetriebnahme der etwa zwei Kilometer langen Strecke hängen von der Entwicklung des neuen Stadtquartiers im Münchner Nordosten ab. Zudem besteht eine enge Abhängigkeit zum geplanten viergleisigen Ausbau der S 8 zwischen Daglfing und Johanneskirchen."
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum der X205 nicht bei der S8 in Ismaning vorbeifährt ist mir ein Rätsel:
Ich vermute mal, weil das durchaus ein guter Umweg wäre, der locker fünf Minuten kosten würde. Ist ja immer noch ein Expressbus.

Die viel interessantere Frage für mich ist allerdings, warum er nicht in Unterföhring an der S-Bahn-Station hält. Im Gegensatz zu Ismaning fährt er dort sogar direkt vorbei, er hält nur nicht an.
 
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