Kassel-Calden - die Provinzposse geht weiter.

#22
Tolles Ergebnis! Wenn ich mich recht entsinne, ging man in der Machbarkeitsstudie davon aus, dass der "Flughafen" ein Einzugsbebiet von 1,6 Mio Menschen hat, und statistisch gesehen, fliegt davon jeder 1,6 Mal im Jahr. Also ein totsicheres Aufkommen von 2.560.000 Passagieren im Jahr. Hat eigentlich Bilfinger&Berger mitgebaut?
Grüße nach MUC,
diddi
 

munich

Schneekönig
#23
Tolles Ergebnis! Wenn ich mich recht entsinne, ging man in der Machbarkeitsstudie davon aus, dass der "Flughafen" ein Einzugsbebiet von 1,6 Mio Menschen hat, und statistisch gesehen, fliegt davon jeder 1,6 Mal im Jahr. Also ein totsicheres Aufkommen von 2.560.000 Passagieren im Jahr. Hat eigentlich Bilfinger&Berger mitgebaut?
Grüße nach MUC,
diddi
Wenn man sich auf der Webseite das propagierte Einzugsgebiet anschaut, dann gehört im mittlerem Bereich sogar Frankfurt dazu. An München ging der Kelch gerade nochmal vorüber. Also FRA-ler, zieht Euch warm an ;D;D;D
Einzugsgebiet

Ausgezeichnete Verbindung
Die Region Kassel überzeugt: Ausgezeichnete Lage, drei Universitäten, eine stabile Kaufkraftentwicklung, stetiges Wirtschaftswachstum – und 72 Millionen potenzielle Passagiere, die den Flughafen innerhalb von 180 Minuten erreichen können. International agierende Konzerne und dynamische Mittelständler schätzen den Flughafen Kassel als unverzichtbaren Standortfaktor. Er eröffnet Räume für gute Geschäftsideen – insbesondere im Gewerbepark am Flughafen. Dort stehen schon jetzt attraktive Areale zur Verfügung, weitere werden ab 2013 folgen.


Der zentralste Flughafen Deutschlands

Anreisezeit 60 Minuten:
ca. 2 Mio. potentielle Passagiere

Anreisezeit 90 Minuten:
ca. 13 Mio. potentielle Passagiere

Anreisezeit 180 Minuten:
ca. 72 Mio. potentielle Passagiere

Ja geht's noch? :dead::no::shut:
 
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#26
Hi,
ich wage gar nicht dran zu denken, was bei der Rechenweise bei 180 Minuten für ein Aufkommen in Essen-Mülheim wäre. Müsste LHR um ein paar Millionen übertreffen...



Frohe Ostern,
diddi
 

Airdinger

Global Moderator
Mitarbeiter
#27
Kassel-Calden setzt auf knappe Kapazitäten an Großflughäfen

Alles nicht so schlimm ... man hat für Kassel-Calden ja noch ein alternatives Geschäftsmodell in der Schublade:

Kassel-Calden setzt auf knappe Kapazitäten an Großflughäfen - schon am 25.03.2013 bei aero.de

Mir persönlich wäre es ja peinlich sowas überhaupt zu veröffentlichen... :shut:

Da bleiben dann vorerst doch wieder "nur" die allgemeine Luftfahrt, der Werksflugverkehr und die Geschäftsfliegerei. Aber zumindest da scheint Kassel schon jetzt mit mehr als 27.000 Bewegungen pro Jahr und mit dort ansässigen Unternehmen wie Piper, Eurocopter, Helitec, Jet-Aviation & Co. besser im Rennen zu liegen als so mancher Regionalflughafen, wo auch echter Charter- und Linienverkehr abgewickelt wird. :think:
 

munich

Schneekönig
#28
Alles nicht so schlimm ... man hat für Kassel-Calden ja noch ein alternatives Geschäftsmodell in der Schublade:

Kassel-Calden setzt auf knappe Kapazitäten an Großflughäfen - schon am 25.03.2013 bei aero.de

Mir persönlich wäre es ja peinlich sowas überhaupt zu veröffentlichen... :shut:

Da bleiben dann vorerst doch wieder "nur" die allgemeine Luftfahrt, der Werksflugverkehr und die Geschäftsfliegerei. Aber zumindest da scheint Kassel schon jetzt mit mehr als 27.000 Bewegungen pro Jahr und mit dort ansässigen Unternehmen wie Piper, Eurocopter, Helitec, Jet-Aviation & Co. besser im Rennen zu liegen als so mancher Regionalflughafen, wo auch echter Charter- und Linienverkehr abgewickelt wird. :think:
Wie REcht Du hast, @Airdinger!

Auch was die allg. Luftfahrt angeht magst Du Recht haben. Allerdings wäre das auch ohne den teueren Ausbau so gewesen. Ein paar kleinere Modifikationen mit relativ geringem Aufwand hätte es auch getan.

Um den Wahnwitz von Kassel zu verdeutlichen: Von Kassel-Wilhelmshöhe ist man mit der Bahn stündlich ohne Umsteigen innerhalb von 1:48 bzw. 1:54 in FRA.

[IRONIE ON] Es wird Zeit, dass Starnberg einen Regionalflughafen bekommt, denn von dort braucht man länger zum Münchner Airport [/IRONIE OFF]
 
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munich

Schneekönig
#32
Nun scheint ja doch der erste Flug nach dem Ausbau durchgeführt worden zu sein...
Das dürfte noch das Billigste an der Provinzposse gewesen sein. Man beachte auch die völlig überbuchte Maschine :shut:

... und hier noch der kompblöde Flug von FRA nach KSF/EDVK und hier der Bericht der Lokalpresse :dead:

... und ein Flughafensuchhund wurde aquch schon eingesetzt
15.20 Uhr: Für kurze Zeit gab es am Nachmittag Aufregung am neuen Flughafen: An einem Check-in-Schalter hatten Beamte der Bundespolizei eine herrenlose Tasche entdeckt. Wie in solchen Fällen üblich, lief gleich die Sicherheitsmaschinerie an - auch ein Bombenspürhund wurde angefordert.
Nach Lautsprecherdurchsagen stellte sich jedoch heraus, dass die Tasche einem Kameramann gehört, der heute für ein Fernsehteam am Flughafen arbeitet. Hätte der Mann sich nicht gemeldet, wäre wohl das Einchecken für den ersten regulären Flug ab Kassel-Calden abgebrochen worden - denn im schlimmsten Fall hätte der Flughafen dann gleich am ersten Tag geräumt werden müssen.

Übrigens: ich sag nie mehr was über die Blödzeitung - oder zumindest die nächsten 24 h nicht
 
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#34
Bei dem Lufthüpfer werden irgendwie Erinnerungen an meine Flüge muc-lnz wach ;) Leider habe ich damals muc-inn versäumt (2006) :) Dennoch machen so Lufthüpfer mitunter Sinn, ersparen sie doch Transferpaxen die Anreise mit Bodenverkehrsmitteln, sie sind schon im Luftverkehrssystem, ihr Gepäck wird durchgecheckt. Früher gab es ja auch mal Flüge MHG-FRA etc. Der andere Punkt - der bei Kassel-Frankfurt weniger greift - weswegen Ultrakurzstrecken sinnvoll sind sind einfach Probleme durch nicht zeitgemäße Bodenverkehrsmittel: Mein Beispiel Linz leidet bis heute darunter dass Bodenverkehrsmittel erhebliche Umwege auf alten Trassen durch zum Teil unwegsames Gebiet machen, da ist man eben mal schnell drübergeflogen. Nur glaube ich dass die Neigung eine Ultrakurzsstrecke seitens LH einzurichten gegen 0 geht: LH war gegen Kassel-Calden, die haben kein Geld zu verschenken und die Politik ist nicht nett zu Lufthansa, warum sollte Lufthansa also nett zur Politik sein? Die Kostenbelastung des Luftverkehrs in DE ist jedenfalls viel zu hoch. Und dann kann man ja immer noch einen auf Claudia Roth machen und sich über die Untragbarkeit von Ultrakurzstrecken und Kurzstreckenfliegerei generell aufregen ;) Verbindungen zu anderen Star Alliance Drehkreuzen wie insbesondere dem einmaligen muc wären natürlich sinnvoll, aber da wird man in Köln/Frankfurt ebenso wie oben beschrieben drüber denken. Und eine Linie nach muc wird Hessen wohl kaum subventionieren...

Vielleicht überlegt sich ja die LH Konkurrenz noch was mit Kassel Calden.
Ein gemeinsames Projekt für Kassel zusammen mit (Süd)Niedersachsen wie es ja wohl mal angedacht war wäre vielleicht sinnvoller gewesen, entlang der Bahn Neubautrasse.
 
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#36
Hallo,
hier mal der Bericht über die Eröffnung des Weltflughafens (aus meinem Beitrag im Fraspotterforum):

"Mir ist grade noch was eingefallen, der Bericht über die Eröffnung des Regionalflughafens Kassel im Jahre 1970. Damals wurden im Rahmen des Regionalflughäfen- Konzeptes die Flughäfen Mönchengladbach, Essen-Mülheim, Siegerland, Saarbrücken und Kassel ausgebaut. Ich durfte sogar als damaliger DUS-Repräsentant unserer Vereinszeitung "Airborne" beim Eröffnungsflug DUS-KSL (mit General Air DO-28)Skyservant) dabeisein... Hier der atemberaubende Bericht mit rosigen Zahlen von damals. Interessant finde ich, dass Möglichkeiten bestanden, die Runway auf 2.200 x 45 Meter auszubauen....Die alte Bahn war wohl soo verkommen, dass eine neue Bahn billiger gekommen ist.




Grüße nach FRA,
diddi"

Grüße in den Süden,
diddi
 
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#37
Das Konzept vor 40 Jahren war ja nicht dumm, das Problem ist eher dass man in Deutschland nur sehr wenig daraus gemacht hat. Die Rad/Schiene Lobby hat alles daran gesetzt die Luftfahrt zu stören und macht dies noch heute. Die Erreichbarkeit Kassels mit der Bahn von München aus verbesserte sich ja erst mit den 80er Jahren, mein Vater fuhr damals in den 70ern auch häufiger nach Kassel und nach Niedersachsen und jammerte wohl jedes Mal ;) Für das was man an HGV Strecken vergraben hat, hätte man lange Flughäfen subventionieren können ;) Dafür bleibt bei den Bahnen die eigentliche Domäne, der regionale und interregionale Verkehr außen vor weil man ja unbedingt auf Flughöhe 0 fliegen will.
 
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