Zentralbereich und Terminal 1 - Umbau bzw. Neugestaltung

Ich glaube du überschätzt, wie viele Passagiere in MUC tatsächlich wegen dem weltweit bekannten Freistaats Bayern hier sind und wie viele hier nur mal schnell durch müssen um an ihr eigentliches Ziel zu kommen.
Das mag stimmen für das T2, aber sicher nicht für das T1. Von dem her kann ich deiner Argumentation nicht folgen.
 
Wenn ich das richtig lese geht es hier ja nur um Trockenbauarbeiten, sprich da werden andere Vorarbeiten, die für den Umbau notwendig sind, mit Sicherheit bereits in diesem Jahr an den Start gehen. Ein kompletter Umbau in nur drei Monaten ist unrealistisch, der ganze Umbau wird eher ein Jahr in Anspruch nehmen.
 
Wenn ich das richtig lese geht es hier ja nur um Trockenbauarbeiten, sprich da werden andere Vorarbeiten, die für den Umbau notwendig sind, mit Sicherheit bereits in diesem Jahr an den Start gehen. Ein kompletter Umbau in nur drei Monaten ist unrealistisch, der ganze Umbau wird eher ein Jahr in Anspruch nehmen.
Ja, nur Trockenbau. Aber danach muss die ganze Technik ja auch noch eingebaut werden.
 
Schon richtig, der Einbau der Technik ist mehr oder weniger der letzte Schritt. Mir persönlich ist jetzt nichts von einem Baubeginn erst in 2027 bekannt.
 
Vielleicht wurde es ja schon erwähnt, aber der Durchgang im öffentlichen Bereich des Terminal 1 zwischen A und C wurde wieder geöffnet. So kann man schon einmal die neue Ankunft B bzw. den Zugang zum Pier bewundern. Im Vergleich zu den anderen Ankunftsbereichen im T1, wo gefühlt 20 Abholer ausreichen, um den Durchgang zu verstopfen, ein enormer Fortschritt. Großzügig und offen gestaltet.
 
Noch dazu sehe ich da für den "Normalo" generell nicht wirklich was, klingt alles überteuert, sowohl was shoppen als auch essen angeht. Aber die Araber wirds freuen...
Sehe ich persönlich ähnlich....und trotzdem stehen dann immer Paxe mit Tüten voll Toblerone, Haribo etc rum. Irgendwie gehört das wohl für viele dazu, ähnlich dem Tomatensaft im Flieger:rolleyes:. Wird für mich ein ewiges Rätsel bleiben..
 
Unseren Kunden gefällt es und wir sind hochprovitabel. Man bedenke, dass wir nicht dazu da sind eine Grundversorgung mit günstigen Genussmitteln sicher zu stellen. Wir haben u.a. Stammkunden die Cremes brauchen, die nicht jeder Drogeriemarkt hat. Wir haben Whiskey die „Travel exclusive“ sind, die sonst nur noch FRA oder HAM hat. Wer das trinkt, was jeder trinkt wird natürlich im Getränkemarkt um die Ecke auch glücklich. Wer für zuhause Getränke im Angebot um die Ecke kauft, macht alles richtig und spart ein paar Euro- ist aber nicht unsere Zielgruppe.
Andererseits haben wir aber auch zweimal im Jahr japanischen Gin, der günstiger als beim Lieblinsdiscounter der Deutschen ist. Zusätzlich muss beim Preisvergleich aber auch bedacht werden, dass wir zum gleichen Preis 1l Flaschen verkaufen, wohingegen im Handel nur 0,7l Flaschen angeboten werden. Dann haben wir bei Parfums meist mehr oder alle Düfte die eine Marke anbietet. Manche exklusiven Düfte „privee“, sozusagen der AMG einer Marke wird im Handel oft auch nicht angeboten. Ich will keine Namen nennen und Werbung machen, man muss halt mal Fragen und sich umschauen. Aber auch im Handel gibt es viele Nerds bei Parfüm und Whisky und die können wir super bedienen. Außerhalb unserer Bubble fragt sich doch auch jeder, warum man 4 Stunden an der Bahn steht und immer die gleichen Flugzeuge anschaut und das eine Firstclass oder Allegris kein Mensch braucht.
Aber man darf halt nicht von sich selbst ausgehen. Leben und leben lassen.
 
Die Rechnung bei den aufgezwungenen Duty-Free-Spießroutenläufen ist doch ziemlich einfach:

Es kauft vielleicht nur jeder dreißigste Passagier deswegen etwas (oder mehr, als er geplant hatte), und den anderen 29 geht man damit auf den Sack. Aber mit dem dreißigsten macht man halt dicken Umsatz, und keiner von den 29 genervten Passagieren wird sich nur aus diesem Grund einen anderen Flughafen suchen.

Großes Gewinnmaximierungspotenzial bei gleichzeitig nahezu keinen geschäftlichen Risiken.
 
Die Rechnung bei den aufgezwungenen Duty-Free-Spießroutenläufen ist doch ziemlich einfach:

Es kauft vielleicht nur jeder dreißigste Passagier deswegen etwas (oder mehr, als er geplant hatte), und den anderen 29 geht man damit auf den Sack. Aber mit dem dreißigsten macht man halt dicken Umsatz, und keiner von den 29 genervten Passagieren wird sich nur aus diesem Grund einen anderen Flughafen suchen.

Großes Gewinnmaximierungspotenzial bei gleichzeitig nahezu keinen geschäftlichen Risiken.
Ich frage mich wirklich wo Du diese Zahlen herhast. Bis jetzt klingen Deine Beiträge recht fundiert. Aber bei 29 liegst Du gehörig falsch. Vielleicht muss ich meine Einschätzung revidieren.

Ohne die genauen Zahlen 2025 zu nennen, um Geheimnisverrat zu vermeiden, ein paar Zahlen aus dem Internet von 2016 mithilfe von KI:
Paxe 42,3 Mio

Umsatz eurotrade 212 Mio €


Durchschnittsumsatz pro Passagier 25€



Das ändert sich nicht großartig. Belegen auch andere Quellen. Auch den Vergleich Paxe in FRA hatte ich auf dem Tisch. Und ich hatte mal eine ganz gute öffentliche Studie über das Kaufverhalten von Passagieren am Flughafen München. Leider finde ich sie gerade nicht.

Heißt jeder fünfte Passagier kauft bei uns ein.

Gefühl und Fakten klaffen halt oft weit auseinander.
 
Ich frage mich wirklich wo Du diese Zahlen herhast. Bis jetzt klingen Deine Beiträge recht fundiert. Aber bei 29 liegst Du gehörig falsch. Vielleicht muss ich meine Einschätzung revidieren.
Die Zahl war offensichtlich aus der Luft gegriffen. (Kleines Wort "vielleicht".) Es geht darum, das Prinzip hinter der Überlegung sichtbar zu machen.

Heißt jeder fünfte Passagier kauft bei uns ein.
Jeder fünfte Passagier kauft bei euch ein, richtig. Die entscheidende Frage ist aber: Wie viele kaufen allein wegen des Spießroutenlaufs ein oder kaufen allein deswegen mehr ein?

Darum ging es doch in der Debatte, und darum ging es auch in meinem Beitrag. Die Leute sind ja nicht grundsätzlich gegen das Konzept Duty Free, sondern gegen den Umstand, auch als Nichtkäufer einen halben Hürdenlauf durch eine Einkaufsmeile mit angeschlossenem Flugbetrieb zu bewältigen.

Ich verstehe auch ehrlich nicht, warum du mich dafür anfährst, nachdem ich ja sogar noch versucht habe, der Logik dahinter sehr wohlwollend gegenüber zu stehen.
 
Die Zahl war offensichtlich aus der Luft gegriffen. (Kleines Wort "vielleicht".) Es geht darum, das Prinzip hinter der Überlegung sichtbar zu machen.


Jeder fünfte Passagier kauft bei euch ein, richtig. Die entscheidende Frage ist aber: Wie viele kaufen allein wegen des Spießroutenlaufs ein oder kaufen allein deswegen mehr ein?

Darum ging es doch in der Debatte, und darum ging es auch in meinem Beitrag. Die Leute sind ja nicht grundsätzlich gegen das Konzept Duty Free, sondern gegen den Umstand, auch als Nichtkäufer einen halben Hürdenlauf durch eine Einkaufsmeile mit angeschlossenem Flugbetrieb zu bewältigen.

Ich verstehe auch ehrlich nicht, warum du mich dafür anfährst, nachdem ich ja sogar noch versucht habe, der Logik dahinter sehr wohlwollend gegenüber zu stehen.

Bis jetzt haben wir noch kein „walk through“ Konzept am Flughafen München. Insofern haben wir bisher noch keine Passagiere mit unserem Geschäft „genervt“ oder sie über „Spießruten“ laufen lassen. Andere Flughäfen und unser Lieferant haben ihre Erfahrungen gemacht und danach richten wir uns. Sonst würden wir nicht das erste Mal auf diesen Zug aufspringen. Soweit ich heute gesehen habe, läuft der Passagier nicht gegen ein Ragal nach dem nächsten. Das ist woanders schlechter gelöst.
Also bisher sind unsere Kunden freiwillig gekommen und haben auch ungezwungen gekauft. Daher ist die Frage gar nicht zu beantworten, wieviele wir durch dieses Konzept genötigt haben etwas zu kaufen.
Wie jeder Supermarkt machen wir ein Angebot, auf begrenzter Fläche, die wir so gut wie möglich auszunutzen versuchen.
Warum muss man durch den ganzen Supermarkt laufen, wenn man nur eine Flasche zu trinken kaufen will, das kann man auch kritisieren, aber man ist sich halt selbst der nächste und man sollte gewinnorientiert denken, wenn man ein Geschäft eröffnet. Lassen wir’s auf den Versuch ankommen, falls Beschwerden kommen wird der Flughafen sicher auf uns zukommen.
Falls mein Ton zu persönlich war, tut es mir Leid, aber die Frage, was wir bisher mit dem nervigen Konzept erreicht haben, das noch nicht existiert und das nur jeder 30er bei uns einkauft, bedeutet das wir einen verdammt schlechten Job machen würden dafür das wir uns von 4:30 Uhr bis 22:15 Uhr immer lächelnd die Füße platt stehen, um das Beste für den anspruchsvollen Kunden und den Flughafen herauszuholen.
 
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