...und nun die
Leserbriefe dazu...
Hier die gekürzten Zitate, rot ergänzt um wahre Aussagen, weil in den Leserbriefen in Prinzip nichts korrekt wiedergegeben ist.
Es wäre schön, wenn Herr Dr. Vogel als Befürworter einer 3. Startbahn erklären könnte, warum er glaubt, dass der Flughafen FJS an seinen Kapazitätsgrenzen ist.
Zur Meinungsbildung ein paar Zahlen: Der Flughafen London-Heathrow hatte 2011 bei zwei Bahnen und bei täglich 24 Stunden (
London hat keinen 24h-Betrieb) Betrieb 69 Millionen Passagiere. Es wäre für die Startbahnbefürworter und -gegner doch mal interessant zu erfahren, warum Heathrow bei diesem Aufkommen keine 3. Bahn benötigt (
Planung laufen schon seit Jahren für dritte Runway, evtl. auch Neubau an der Themse). Was machen die Engländer falsch, Herr Dr. Vogel? Meines Wissens unterscheiden sich die beiden Flughäfen nur durch das Management und den Aufsichtsrat (
hier muss wie schon öfter an anderer Stelle erwähnt auch die Örtlichkeit und Verkehrsart berücksichtig werden. London als Weltstadt hat einfach viel Eigenaufkommen und weniger Drehkreuzverkehr, dadurch größeres Fluggerät und viele Langstrecken. Heathrow hat kaum Inlandverkehr und Charterverkehrs, dafür gibt's die eigenen Flughäfen London City, London Gatwick und London Stansted).
Erich Meier Haag
Über 200 000 unmittelbar Betroffene
(seit wann ist Freising von der Einwohnerzahl auf die Größe von Regensburg aufgestiegen?) werden nicht gefragt. Einige Entscheider haben natürlich Verständnis für unsere „Bedenken“. Danke dafür. Aber wir haben keine Bedenken. Wir haben Lärm (auch nachts ->
obwohl in der Nacht gar nicht geflogen wird), Abgase, Dreck auf unserem Obst und Fensterbänken, Verkehr, gesundheitliche Belastungen und Wertminderung am immobilen Eigentum. Ich bin Freisinger, meine Vorfahren waren Freisinger. Meiner demokratischen Möglichkeiten beraubt, bleibt mir nur dieser Appell an die Münchner, ja an Sie, die Sie gerade diese Zeilen lesen. Stellen Sie sich bitte vor, wie es wäre, wenn in geringer Entfernung zu Ihrer Wohnung Düsenflieger
(ja dieses Szenario gab es bis 1992 tatsächlich mit ca. 10x mehr Betroffen und Flugzeugen, die fast doppelt so laut waren und z. B. Trudering näher als Freising am Airport war) abheben bzw. wenn diese unmittelbar nach dem Start über Ihren Stadtteil fliegen würden.
Hans Fläxl Freising
Wenn der uneinsichtige Bürger mal wieder etwas nicht begreifen will, wird von Politikern gerne der Begriff „Daseinsvorsorge“ als Waffe eingesetzt, z. B. wenn man eine Startbahn bauen möchte. .... In Freilassing sind zirka 15 000 Bürger von Fluglärm betroffen, im Landkreis Waldshut-Tiengen einige tausend Anwohner
(richtig, an Flughäfen gibt es immer Betroffene wegen des Fluglärms, aber unvermeidbar und ebenso an Bahnstrecken und Autobahnen usw.). Der Bau einer 3. Start- und Landebahn am Flughafen München würde nach einer Feststellung der Regierung von Oberbayern 260 000 Bürger in 10 Landkreisen
(zusammen mit den beiden vorhandenen Start- und Landebahnen und nicht zusätzlich!) mit einem Lärmteppich überziehen, die weniger Betroffenen, zum Beispiel bei wetterbedingten Änderungen der Flugrouten, sind hier noch nicht mitgerechnet.
Dr. Bärbel Rott Freising
(wie man bei den Mist einen Dr. Titel erreichen konnte ist mir schleierhaft)
Für Herrn Dr. Kerkloh wäre der Kampf um die Stimmen der Münchner leichter, wenn er diese Fragen beantworten könnte: Wie ist ein Bedarf für eine dritte Bahn bei sinkenden Bewegungszahlen zu rechtfertigen
(wer die Entwicklung der Bewegungszahlen genauer betrachtet, konnte seit Eröffnung des Airports immer wieder solche Kurven mit vorrübergehenden leichten Rückgängen beobachten)? Wo bleibt der Jobmotor, wenn bei Luftfahrtgesellschaften (z. B. Lufthansa, Air France) und auch bei der FMG deutlich Personal abgebaut oder in Billiglohnfirmen ausgelagert wird
(ohne dritte Runway wird dies der Landkreis schneller als unter allen anderen Szenarien erfahren) ? Wie sicher sind die Arbeitsplätze in der Branche wirklich, wenn fast monatlich eine Fluggesellschaft Insolvenz anmeldet
(die Anzahl der Insolvenzen von anderen Branchen ist hier wesentlich besorgniserregender als die Luftfahrtbrance)? ... Bis 2025 wird die europäische Flugzeugflotte großteils durch neue und größere Typen ersetzt werden – bei der Lufthansa altersbedingt sogar kurzfristig
(Falsch!). Warum sollte das Wachstum der Flugzeuggrößen – wie Herr Kerkloh behauptet – bereits abgeschlossen sein? Flughäfen wie Frankfurt oder Heathrow haben in 2011 Passagierzahlen von rund 60 Millionen abgewickelt – mit stündlichen Bahnkapazitäten
(zur Info, Frankfurt hat 4 Bahnen), die kleiner waren als derzeit in München mit zwei Bahnen. Warum sollten ähnliche Passagierzahlen in 2025 nicht auch in München ohne dritte Bahn möglich sein – insbesondere da absehbare technische Verbesserungen bestehende Kapazitäten deutlich erhöhen werden
(dazu ist aber eine Nichtbeachtung von allen Lärmrelevanten Starts- und Landeverfahren mit erheblichen Lärmzuwächsen incl. Nachtflügen)? Wie passt eine angebliche Überlastung des Flughafens mit einer mittleren, kapazitätsbedingten Verspätung von unter einer Minute in 2011 zusammen? Die Kosten beim neuen Flughafen Berlin haben sich zum Teil verdoppelt. Welcher Kostenpuffer ist in den 1,2 Milliarden Euro vorgesehen? Jeder Steuerzahler hat als mittelbarer Eigentümer des Flughafens bei einer 1,2-Milliarden- Investition ein Recht auf Beantwortung dieser Fragen
(weitere Verzögerungen erhöhen selbstverständlich die Kosten wie bei allen Bauvorhaben. Gilt übrigens auch für den Bau von Häusern, die sicherlich in 10 Jahren Mehrkosten als aktuell verursachen).
Dr. Josef Felber Hallbergmoos
(wie man bei den Mist einen Dr. Titel erreichen konnte ist mir schleierhaft -> wohl ein häufiges Phänomen im LKR Freising)