Dritte Startbahn das endgültige Ende naht?

Sollte alles im Gesellschaftsvertrag geregelt sein. Stichwort Stimmrechte und Zustimmungsquoten für bestimmte Sachverhalte (Beispiele sind Einstimmigkeit oder Quoten von z.B. 75% oder 66 2/3 %). Wäre für mich sehr seltsam wenn für eine Zustimmung zu einem Beschluss dann eine andere Quote für die Aufhebung notwendig wäre.
 
Wäre für mich sehr seltsam wenn für eine Zustimmung zu einem Beschluss dann eine andere Quote für die Aufhebung notwendig wäre.
Sehe ich auch so. Vermutlich - da wir den Gesellschaftervertrag nicht kennen - wird die Zustimmung aller Gesellschafter notwendig sein, insbesondere, weil mit der Umsetzung ja schon begonnen wurde, wie das Gericht nunmehr festgestellt hat.
Vielleicht hat man so einen Fall aber auch nicht bedacht und deswegen nicht in den Vertrag aufgenommen. So nach dem Motto, wenn alle sich einig sind, wird ja auch gebaut werden. Konnte ja keiner ahnen, dass da so ein endloses Drama daraus werden würde.

Was für eine Situation: Die Gesellschafer sagen, wir wollen eine Startbahn bauen, bekunden aber öffentlich, wir bauen sie eigentlich gar nicht. Und vor Gericht heißt es dann, aber wir haben doch schon mit dem Bau begonnen. :rolleyes: So geht Infrastruktur in Deutschland.
 
Sehe ich auch so. Vermutlich - da wir den Gesellschaftervertrag nicht kennen - wird die Zustimmung aller Gesellschafter notwendig sein, insbesondere, weil mit der Umsetzung ja schon begonnen wurde, wie das Gericht nunmehr festgestellt hat.
Vielleicht hat man so einen Fall aber auch nicht bedacht und deswegen nicht in den Vertrag aufgenommen. So nach dem Motto, wenn alle sich einig sind, wird ja auch gebaut werden. Konnte ja keiner ahnen, dass da so ein endloses Drama daraus werden würde.

Was für eine Situation: Die Gesellschafer sagen, wir wollen eine Startbahn bauen, bekunden aber öffentlich, wir bauen sie eigentlich gar nicht. Und vor Gericht heißt es dann, aber wir haben doch schon mit dem Bau begonnen. :rolleyes: So geht Infrastruktur in Deutschland.
Oder es kommen seltene Tiere ins Spiel und nichts geht mehr. Ich sehe leider an keiner Stelle, wo die Bürokratie abnimmt!
 
Sehe ich auch so. Vermutlich - da wir den Gesellschaftervertrag nicht kennen - wird die Zustimmung aller Gesellschafter notwendig sein, insbesondere, weil mit der Umsetzung ja schon begonnen wurde, wie das Gericht nunmehr festgestellt hat.
Der Gesellschaftervertrag ist im Handelsregister öffentlich einsehbar. Verlinken funktioniert leider nicht, also bei Interesse bitte selber suchen.
 
Der "Luftfahrtexperte" Magerl klammert sich an die letzen Strohhalme:


Bisschen absurd sind seine "Argumente" natürlich schon. Aber es zeigt wohl, dass inzwischen selbst ihm die Hoffnung ausgeht, die 3. Startbahn wirklich verhindern zu können.
Insbesondere die lächerliche Argumentation bzgl. Frankfurt. Was er nicht erwähnt obwohl er es sicher weiß, dass in München im April die T1 Erweiterung eröffnet wird und Lufthansa und FMG ja gerade wieder Interesse an dem Bau des "T-Stiels" bekundet haben. Auch wenn er es noch so hofft, weniger Passagiere und Flugbewegungen werden es halt damit vermutlich nicht werden. Somit werden die "objektiven" Umstände, aus der sich eine Aufgabe des planfestgestellten Baus ergeben könnte, eher nicht eintreten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Am ehesten ist zu erwarten, dass München dank erfolgreicher Wirtschaftskraftvernichtung finanziell so in Schieflage gerät, dass es einem Verkauf der Flughafenanteile zustimmen muß, um sich über Wasser zu halten.
Die Münchner Grünen können sich dann vom Flughafen München distanzieren und daraus ein Thema Flughafen Bayern München machen. ;)
P.S. niemand fliegt m.W. mehr als die Grünen.
 
Am ehesten ist zu erwarten, dass München dank erfolgreicher Wirtschaftskraftvernichtung finanziell so in Schieflage gerät, dass es einem Verkauf der Flughafenanteile zustimmen muß, um sich über Wasser zu halten.
Die Münchner Grünen können sich dann vom Flughafen München distanzieren und daraus ein Thema Flughafen Bayern München machen. ;)
P.S. niemand fliegt m.W. mehr als die Grünen.
Ganz ehrlich, von der Dritten haben wir uns doch schon vor Jahren verabschiedet. Die wird nicht kommen, den der politische Willen diese durchzusetzen hat niemand! Die CSU/Söder braucht die Freien Wähler die nicht mitspielen und der grüne OB ist da nur noch ne weitere kleine Randnotiz.
 
Am ehesten ist zu erwarten, dass München dank erfolgreicher Wirtschaftskraftvernichtung finanziell so in Schieflage gerät, dass es einem Verkauf der Flughafenanteile zustimmen muß, um sich über Wasser zu halten.
Manchmal würde ich mir wünschen, die Grünen hätten auch nur die Hälfte der Radikalität und Macht, die ihnen gerne von Konservativen zugesprochen wird.

Also im Ernst - man kann sicherlich gut und gerne über die Grünen streiten, und es gibt eine Menge valide Kritikpunkte an dieser Partei. Aber diese völlige Panik, mit der viele Leute auf die Grünen blicken, diese überbordende Angst vor einem wirtschaftlichem Niedergang, ist schon echt lustig anzuschauen.

In dem Kontext frag ich mich auch, was ihr eigentlich die letzten sechs Jahre gemacht habt. Ja, der OB wird grün und das ist neu. (Und kommunalpolitisch wirklich eine richtungsweisende Zäsur in München.) Aber dass die Partei auch schon die letzten sechs Jahre regiert hat und die stärkste Fraktion im Stadtrat war, habt ihr schon mitbekommen? Nach manchen Erzählungen hier müsste der Flughafen ja demnach schon in ein renaturiertes deindustrialisiertes Tierparadies verwandelt worden sein. Komischerweise wird aber immer noch kräftig geflogen.
 
Ja, der OB wird grün und das ist neu. (Und kommunalpolitisch wirklich eine richtungsweisende Zäsur in München.) Aber dass die Partei auch schon die letzten sechs Jahre regiert hat und die stärkste Fraktion im Stadtrat war, habt ihr schon mitbekommen?
Es ist schon eine konkrete Veränderung:


C34. Flughafen München GmbH (FMG)
Vertretung in der Gesellschafterversammlung:gemäß Bayer. Gemeindeordnung:
Oberbürgermeister
Vertretung im Aufsichtsrat:
gemäß § 7 FMG-Satzung: Die LHM benennt 2 Mitglieder für den Aufsichtsrat. Entsprechend der bisherigen Praxis sind dies auch zukünftig:
Oberbürgermeister
Referent für Arbeit und Wirtschaft
Gem. § 7 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrags werden die Vertreter der LHM auf Vorschlag der LHM von der Gesellschafterversammlung gewählt bzw. abberufen.

Also OB Krause sitzt zukünftig persönlich in der Gesellschafterversammlung der FMG sowie im Aufsichtsrat. Das Wirtschaftsreferat hält im Moment die SPD, es wird sich zeigen, ob es so bleibt, oder ob die Grünen auch danach greifen als stärkste Partei. Dann ist Zugriff und Einfluss auf die FMG schon sehr direkt.
Impulse für die FMG mit dem Ziel Wachstum und Ausbau dürften bei dieser Konstellation nicht zu erwarten sein.
 
Manchmal würde ich mir wünschen, die Grünen hätten auch nur die Hälfte der Radikalität und Macht, die ihnen gerne von Konservativen zugesprochen wird.

Also im Ernst - man kann sicherlich gut und gerne über die Grünen streiten, und es gibt eine Menge valide Kritikpunkte an dieser Partei. Aber diese völlige Panik, mit der viele Leute auf die Grünen blicken, diese überbordende Angst vor einem wirtschaftlichem Niedergang, ist schon echt lustig anzuschauen.

In dem Kontext frag ich mich auch, was ihr eigentlich die letzten sechs Jahre gemacht habt. Ja, der OB wird grün und das ist neu. (Und kommunalpolitisch wirklich eine richtungsweisende Zäsur in München.) Aber dass die Partei auch schon die letzten sechs Jahre regiert hat und die stärkste Fraktion im Stadtrat war, habt ihr schon mitbekommen? Nach manchen Erzählungen hier müsste der Flughafen ja demnach schon in ein renaturiertes deindustrialisiertes Tierparadies verwandelt worden sein. Komischerweise wird aber immer noch kräftig geflogen.
Für manche Leute scheint das, was die Ampelregierung (und noch früher eine CDU unter Merkel) angerichtet hat, noch nicht genug gewesen zu sein! Aber die Energiewende kostet ja nur eine Kugel Eis.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nach manchen Erzählungen hier müsste der Flughafen ja demnach schon in ein renaturiertes deindustrialisiertes Tierparadies verwandelt worden sein. Komischerweise wird aber immer noch kräftig geflogen.
Es wird natürlich auch Verbesserungen geben. So ist zu hoffen, dass der Münchner Radschnellweg bald von Garching zum Flughafen verlängert wird. Das verbessert die Verbindung in die Innenstadt, kompensiert den fehlenden Fernbahnanschluß und fördert ökologisches Reisen. ;)

Aber ganz im Ernst - mir machen der Krieg in Nahost, der steigende Rohölpreis, die geringere Verfügbarkeit von Rohöl und von LNG, sowie unsere Abhängigkeit von anderen Rohstoffen aus dieser Region und aus Asien erheblich mehr Sorgen als die Wahl in München. Ersteres wird uns richtig auf die Füße fallen. Langsam erreichen die letzten Tanker, die vor Kriegsbeginn die Strasse von Hormus passiert haben, Europa. In Asien ist die Krise sogar bereits angekommen.

P.S. Apropos "was die letzten 6 Jahre gemacht". Seit die Grünen im Jahr 2020 vorne dran sind, hat sich Münchens Finanzlage von einer schwarzen Null zuvor, zu nunmehr 7,5 Mrd. Schulden entwickelt. Das mag eine reine Koinzidenz sein (2. Stammstrecke) und nichts mit den Grünen zu tun haben, es geschah einfach nur zeitgleich.
Da aber aktuelle Prognosen von einer Verdoppelung dieses Schuldenbergs in den nächsten 3 Jahren ausgehen, könnte die Beschaffung einer Milliarde durch den Verkauf der Flughafenanteile durchaus unabdingbar werden.
 
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Die dritte Startbahn war meiner Meinung nach schon "Geschichte" als Kerkloh damals "all-in" ging, dass die Bahn 4km lang sein und unabhängig für Starts und Landungen und über den gesamten Bertriebszeitraum genutzt werden sollte. Wirtschaftlich bzw. operativ sinnvoll/nachvollziehbar - politisch/rechtlich höchst riskant. Er wollte genau das oder nichts. Das Ergebnis kennen wir.
Hätte er die Bahn verkürzt und als reine Landebahn deklariert (Bsp. FRA), wäre meiner Meinung nach deutlich mehr drin gewesen. Alternativ eine zeitliche Einschränkung, etc.
Ich fand ihn damals diesbzgl. sehr arrogant und stur. Mit etwas Kompromissbereitschaft und leiseren Tönen hätten wir heute wahrscheinlich ne bessere Perspektive.
 
Politisch / rechtlich macht es eigentlich keinen Unterschied ob man eine abgespeckte Variante oder die operationelle optimale nimmt.
Es wird immer Widerstand geben, es wird immer Klagen geben. Ob es 20000 Einsprüche gibt, oder 40000 ist vor Gericht auch egal, es werden ohnehin nur drei oder vier Musterklagen behandelt.
Real gesehen fehlt nur der politische Wille für die dritte, der wäre auch bei einer reinen Landebahn oder einer kürzeren Variante nicht da.

Und da ist es egal ob Hirn oder Rückgrat fehlt

Saigor
 
Die 3. SB stockt eher wegen der Schwächung der CSU und damit verbundenen Abhängigkeit mit den FW. Selbst FSJ mit >50% Mehrheiten in den 70 & 80ger Jahren konnte Großprojekte wie MUC zügig durchbringen, da wird sein Enkel Söder mit viel viel weniger nix erreichen.
 
Die dritte Startbahn war meiner Meinung nach schon "Geschichte" als Kerkloh damals "all-in" ging, dass die Bahn 4km lang sein und unabhängig für Starts und Landungen und über den gesamten Bertriebszeitraum genutzt werden sollte. Wirtschaftlich bzw. operativ sinnvoll/nachvollziehbar - politisch/rechtlich höchst riskant.
Man mag manche Einstellungen von Kerkloh z.B zu Personalkosten nicht mögen, aber er hat den Flughafen gelebt und nach vorne gebracht. Lammers ist dagegen ein langweiliger, ideenloser Verwalter. Eigentlich passend zu Reiter. Und Krause ist in diesem Punkt auch nicht besser.
 
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