LH Flotteninfos

Aufgrund der Strafzölle dürften die LH-Dreamliner wohl jetzt noch deutlich länger jenseits des Atlantiks verweilen.
Und weshalb? Lufthansa braucht diese Maschinen dringend und wird wohl oder übel in den sauren Apfel beißen müssen, sollte sich die EU irgendwann zu Gegenmaßnahmen in diesem Bereich „gezwungen“ sehen.
 
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Und weshalb? Lufthansa braucht diese Maschinen dringend und wird wohl oder übel in den sauren Apfel beißen müssen, sollte sich die EU irgendwann zu Gegenmaßnahmen in diesem Bereich „gezwungen“ sehen.
Die Flugzeuge dürften demnächst in der Größenordnung 20% + X teurer werden. Bei 15 Maschinen nichts für die Portokasse.
Ich persönlich glaube nicht das Boeing den Wettlauf bzgl. Zertifizierung und Gegenzölle gewinnt.
 
Die Flugzeuge dürften demnächst in der Größenordnung 20% + X teurer werden. Bei 15 Maschinen nichts für die Portokasse.
Ich persönlich glaube nicht das Boeing den Wettlauf bzgl. Zertifizierung und Gegenzölle gewinnt.

Die EU wird nur Gegenzölle auf Produkte verhängen, für die wir Alternativen haben. Die Strafzölle der USA (& die EU Gegenzölle) auf Stahl und Aluminium treiben die Kosten der Hersteller grundsätzlich hoch. Sowohl A als auch B verwenden Lieferanten aus den USA under EU, beide Regionen sind bei beiden Wertmässig 50/50 vertreten. Somit werden werden die Herstellkosten von Flugzeugen von A&B ungefähr gleich teuerer werden. Die Hersteller können solche Kostensteigerungen nur teilweise weitergeben.
 
Warum sollten die teurer werden? Hat die EU Zölle auf Flugzeuge aus den USA angekündigt?
Das ist ein (offener) Teil der Rechnung.
Boeing bezieht für die 787 etliche Teile aus Kanada (+25%), China (+34%), Japan (+24%) GB (+10%) und der EU (+20%)
die entsprechenden Preissteigerungen ausgesetzt sind.
Für die fertigen Dreamliner (ohne konkrete Gegenzölle) im Moment natürlich weniger relevant,
für alle künftig gefertigten durchaus. Da hat LH m.W.n noch genügend im Orderbuch.
So lange die fertigen Dreamliner bei Boeing "festsitzen", besteht die Gefahr (persönliche Ansichtssache), dass man auch
mit diesen Flugzeugen noch in eine mögliche Zollspirale rutscht.
 
Der Preis für bestellte Waren dürfte ja fix sein, auch wenn die Auslieferung ggfs erst in ein paar Jahren erfolgen wird. Und das sollte sowohl für Bauteile, die Boeing importiert, um seine Flugzeuge fertigen zu können gelten, als auch für die Arilines, die so und so viele Flugzeuge zu diesem und jenen Preis geordert haben.
 
Der Preis für bestellte Waren dürfte ja fix sein, auch wenn die Auslieferung ggfs erst in ein paar Jahren erfolgen wird. Und das sollte sowohl für Bauteile, die Boeing importiert, um seine Flugzeuge fertigen zu können gelten, als auch für die Arilines, die so und so viele Flugzeuge zu diesem und jenen Preis geordert haben.
Genau dies ist ja das Problem: Boeing importiert Teile und muss hierfür als Importeur die neuen Zölle an Onkel Donald zahlen. Und jetzt kommt es auf den Vertrag zwischen der Lufthansa und Boeing an, ob diese Zölle weitergeben werden können?
 
Boeing importiert Teile und muss hierfür als Importeur die neuen Zölle an Onkel Donald zahlen
Diese Teile sind mittlerweile aber geliefert und verbaut (und zwar lange vor dem 02. April). Von einer Nachbesteuerung war (offiziell zumindest) bislang nichts zu hören. Glaube kaum, dass Boeing seinen Kunden jetzt im Nachhinein Extrakosten geltend machen kann/wird. Was zukünftig noch zu produzierende Flieger betrifft, bleibt abzuwarten, wie man bei Boeing damit umzugehen gedenkt. Sei‘s wie es sei. Lufthansa wird m. E. einen Teufel tun (können), und die Übernahme der bereits fertiggestellten B789/B779 weiter als unbedingt notwendig hinauszögern. Man braucht die Flieger nunmal dringendst! Was wäre auch die Alternative? Komplett auf Airbus umsteuern (deren Produktionskosten auch absehbar steigen werden), wohl wissend, dass man noch Jahre lang mit weitestgehend ausgelutschten A340/B744 „herumgurken“ müsste? Nicht sehr realistisch…
 
Die EU wird nur Gegenzölle auf Produkte verhängen, für die wir Alternativen haben.
Das wäre bei bzw. gegen Boeing ja gegeben.

Im Übrigen: ein Zoll wird fällig, wenn eine Ware (die Boeing) die Grenze überquert. Zu verzollen ist grundsätzlichlich der Warenwert (wofür in erster Linie der tatsächlich gezahlte Preis zugrundegelegt wird, subsidiär andere Methoden) inklusive Kosten wie Frachtkosten etc., die dem Einführer entstehen.

Man braucht die Flieger nunmal dringendst!
Der Markt wird in Kürze an Überkapazitäten leiden.
 
Der Markt wird in Kürze an Überkapazitäten leiden.

Damit ist zu rechnen. Wenn der MAGA-Wahnsinn nicht gestoppt wird, bricht die Nachfrage nach USA-Flügen weiter und dauerhaft massiv ein. Und wenn der orangefarbene Clown und seine Claqueure die ganze Weltwirtschaft mit nach unten reißen, gibt es auch kaum mehr sinnvolle Möglichkeiten, die Kapazitäten umzuschichten.
 
Der Markt wird in Kürze an Überkapazitäten leiden.
Mag sein. Es ändert dennoch nichts daran, dass Lufthansa alles daran setzen wird/muss, die aktuell noch in den Flotten verbliebenen „alten Spritschleudern“ möglichst schnell auszutauschen. Ob für den (dann noch verbliebenen restlichen) US-Markt oder für andere Märkte … Allein schon aus Effizienzgründen.
 
Mag sein. Es ändert dennoch nichts daran, dass Lufthansa alles daran setzen wird/muss, die aktuell noch in den Flotten verbliebenen „alten Spritschleudern“ möglichst schnell auszutauschen. Ob für den (dann noch verbliebenen restlichen) US-Markt oder für andere Märkte … Allein schon aus Effizienzgründen.
Trotzdem wird es teuer, weil die Zölle bei Auslieferung anfallen. Entweder für Boeing oder Lufthansa, evtl. wird 50 : 50 gemacht.
 
Mag sein. Es ändert dennoch nichts daran, dass Lufthansa alles daran setzen wird/muss, die aktuell noch in den Flotten verbliebenen „alten Spritschleudern“ möglichst schnell auszutauschen. Ob für den (dann noch verbliebenen restlichen) US-Markt oder für andere Märkte … Allein schon aus Effizienzgründen.

Naja, ob man jetzt alte Spritschleudern, wie du es nennst, oder werksfrische Flieger abstellt, weil der Bedarf an Langstreckenflügen sinkt, ist doch fast egal. Da macht es doch sogar noch mehr Sinn, die alten Flieger abzustellen, und die neuen erstmal weiter in den Staaten stehen zu lassen. Gezahlt wird ja erst mit der Übernahme. Somit gibt man als Airline derzeit schlecht zu erwirtschaftendes Geld nicht (sinnlos) aus, zum anderen wird in dem Fall Boeing (wenn das mehrere Airlines mit Großaufträgen auch so handhaben) recht schnell noch tiefer in finanzielle Bedrängnis bringen, welche dank enger Verknüpfung zum Staatsorgan der USA dann auch Druck auf eben jene ausüben können, will man nicht Tausende von Mitarbeitern (inkl Zuliefererfirmen) kündigen müssen. Hier sägt die US Regierung aktuell an einem dünnen Ast, auf dem sie selber sitzt.
 
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