Lufthansa außerhalb München - Allgemein

Fabian

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Und was ist mit den geplanten Münchner Langstrecken, die werden dann bewusst ausgehungert und wieder gestrichen. Hier fehlt mir wirklich jedes Verständnis auch aus wirtschaftlicher Sicht.
Die Frankfurter Zubringer werden um 27 Ziele erweitert, währenddessen man 20 Strecken in München komplett streicht, davon aber nur 2 - 3 Langstrecken.
Also wird wohl noch ziemlich viel in München über den Sommer gestrichen, was jetzt gerade in den Plänen ab Mai im Flugplan ausgewiesen wird.
Ich werde jedenfalls keine Buchungen bei Lufthansa für den Sommer tätigen (2 sind leider schon draußen und Umbuchungen sind leider nicht ausgeblieben). So wird der Kunde natürlich vorsichtig und nimmt Abstand von LH Buchungen.
Personal der FMG und Lufthansa Hub München sind wenig erfreut. Hoffe die FMG zieht wirklich einschneidende Maßnahmen hierzu, weil Lufthansa die Vereinbarungen nun für mind. 1 1/2 einseitig nicht einhält.
Man tut ja gerade so, als es in München nur Umsteiger gab, dieser Anteil war deutlich geringer als in Frankfurt. Was ist eigentlich mit den rund 30 Mio. Endzielpaxen (davon 18 Mio. im LH Konzern in MUC), die gehen einer Lufthansa wohl derzeit ziemlich am A.... vorbei. Bin echt entsetzt!

Dass dir jedes Verständnis fehlt aus wirtschaftlicher Sicht ist insofern nachvollziebar, da du nicht über den Münchner Tellerrand hinausblickst.
Lufthansa konzentriert sich momentan auf Frankfurt, um trotz massiv ausgedünntem Streckennetz ein Maximum an Flugverbindungen darszustellen. Es macht keinen Sinn aus zwei Drehkreuzen heraus eine Destination verlustbringend anzufliegen, wenn man es zumindest kostendeckend oder profitabel aus einem heraus machen kann. München war, ist und wird (wie hier im Forum schon seit 15 Jahren wiederholt klar gemacht wird) einfach Luftfahrtstandort Nummer 2 in Deutschland.
Noch dazu ist der Einsatz der 350er für Lufthansa Frankfurt/München in der jetzigen Zeit eine win/win Situation für beide Stationen. Frankfurt kann mit dem Flieger Routen profitabler darstellen, während Münchner Piloten und Flugbegleiter auch jetzt im Winter arbeiten gehen können und nicht zu Hause versauern.

Dem Personal der Lufthansa in München ist es auch lieber aus München heraus zu fliegen, allerdings sind sie gottfroh in dieser besch***enen Corona Zeit überhaupt mal arbeiten gehen zu können, und wenn es ab Frankfurt ist.
 

Netto

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Da ist sie wieder, die "ach so ungerecht Welt" von Netto. Zum wiederholten Male, die Netzwerkplaner bei Lufthansa sind beileibe nicht alles Deppen. Die werden schon wissen was sie tun und ich gehe davon aus, dass es einen guten Grund, vllt. sogar mehrere gute Gründe dafür gibt so zu planen wie man aktuell plant. Diese mögen sich Nicht Jedem außerhalb dieser "Insiderwelt" (inkl. meiner Wenigkeit) auf den ersten Blick erschließen. Die vorläufige Fokussierung auf ein "Hauptdrehkreuz" aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus könnte ein solcher Aspekt sein.

Ob das wirklich ein guter (und für die zukünftige Entwicklung gedeihlicher) Ansatz wäre? ich habe da so meine Zweifel.
Als Verfechter dieser Theorie deinerseits kein Wunder und auch extrem hochgegriffen und in der Tonart vergriffen was du zu Gulf Air schreibst, aber so kennen wir dich.
Natürlich schwimmst du auf Wolke 7 derzeit, aber das wir nicht ewig so andauern. Ich werde dich noch häufig daran erinnern in den kommenden Jahren.
Was heißt hier ungerecht, wenn ich im August nach Genua will und jetzt via FRA fliegen muss. Viele Italiener werden den Weg nach Bayern in 2021 leider nicht finden, weil entsprechende Verbindungen nicht mehr angeboten werden. Generell hat der Konzern die Kapazität stark nach Frankfurt geschoben, obwohl ex MUC mehr Originärverkehr nach Italien besteht als nach Frankfurt. Hier könnte man schon meinen, planerisch sind ein paar Stümper im Konzern unterwegs.
Klar ist das Ziel der Lufthansa, die Langstrecke in Frankfurt zu füllen mit allerhand neuer Flüge nach Frankfurt, dies birgt aber extreme Risiken.
Hier sehe ich klare Vorteile bei AF/KL mit ihren gleichberechtigten Hubs Amsterdam und Paris CDG, auch wenn dort sicherlich auch nicht alles Gold ist was glänzt.
Lufthansa muss die Lücke zu AF/KL wieder schließen, koste es was es wolle. Ein Ritt auf der Rasierklinge, daher auch die angespannte Situation mit Condor gut zu erkennen!
Hoffentlich verrennt sich die Lufthansa nicht, weil dies nützt weder Frankfurt noch München.

Die Lufthansa hat sich wie man hört ja nun neben Fraport auch mit der FMG verscherzt, ob hier noch was zu retten ist?
Wenn der Partner 1 seine Kapazitäten über mehr als 1 1/2 Jahre mehr als halbiert, sind natürlich die Begeisterungstürme groß.
Das Kräfteverhältnis liegt bei geschätzt 30% in der Hochsaison für MUC zu 70% in der Hochsaison für FRA.
Vereinfacht gesagt sind in München 2/3 und in Frankfurt 1/3 Überhang des Personals beim jeweiligen Flughafenbetreiber. Somit ist mit einer doppelt so hohen Kündigungsrate in München zu rechnen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Netto

Mitglied
Dass dir jedes Verständnis fehlt aus wirtschaftlicher Sicht ist insofern nachvollziebar, da du nicht über den Münchner Tellerrand hinausblickst.
Lufthansa konzentriert sich momentan auf Frankfurt, um trotz massiv ausgedünntem Streckennetz ein Maximum an Flugverbindungen darszustellen. Es macht keinen Sinn aus zwei Drehkreuzen heraus eine Destination verlustbringend anzufliegen, wenn man es zumindest kostendeckend oder profitabel aus einem heraus machen kann. München war, ist und wird (wie hier im Forum schon seit 15 Jahren wiederholt klar gemacht wird) einfach Luftfahrtstandort Nummer 2 in Deutschland.
Noch dazu ist der Einsatz der 350er für Lufthansa Frankfurt/München in der jetzigen Zeit eine win/win Situation für beide Stationen. Frankfurt kann mit dem Flieger Routen profitabler darstellen, während Münchner Piloten und Flugbegleiter auch jetzt im Winter arbeiten gehen können und nicht zu Hause versauern.

Dem Personal der Lufthansa in München ist es auch lieber aus München heraus zu fliegen, allerdings sind sie gottfroh in dieser besch***enen Corona Zeit überhaupt mal arbeiten gehen zu können, und wenn es ab Frankfurt ist.
Du vergisst wie so viele Personen leider die andere Seite der Medaille, dass es hier nicht nur um die Lufthansamitarbeiter in der Kabine geht. Daher ist eine win/win Situation eine echter Abklatsch, was die Lufthansa so vorgibt zu dieser Situation. Frag mal beim Personal nach, dann sehen die die wenigsten als win/win.
Mir geht wirklich die Hutschnur hoch, wenn ich das lese was absolut an der Realität vorbei geht. Ist nicht persönlich gemeint, aber ich kenne schon einige die am Airport arbeitslos geworden sind etliche die unmittelbar davor stehen.
Lufthansa Hub München war neben Zürich der Airport, wo Lufthansa richtig gut verdient hat.
 

Fabian

Mitglied
Du vergisst wie so viele Personen leider die andere Seite der Medaille, dass es hier nicht nur um die Lufthansamitarbeiter in der Kabine geht. Daher ist eine win/win Situation eine echter Abklatsch, was die Lufthansa so vorgibt zu dieser Situation. Frag mal beim Personal nach, dann sehen die die wenigsten als win/win.
Mir geht wirklich die Hutschnur hoch, wenn ich das lese was absolut an der Realität vorbei geht. Ist nicht persönlich gemeint, aber ich kenne schon einige die am Airport arbeitslos geworden sind etliche die unmittelbar davor stehen.
Lufthansa Hub München war neben Zürich der Airport, wo Lufthansa richtig gut verdient hat.

Bei deinen Aussagen könnte man manchmal meinen, du bist ein Senator Ende 40.
Ich kennen genug Lufthanseaten und weiß durchaus, wie sie über die aktuelle Situation denken.

Lufthansa hat in der Vergangenheit natürlich gutes Geld in München verdient, da hast du vollkommen Recht. Nichtsdestotrotz befinden wir uns in einer Pandemie, in der Lufthansa einen Bruchteil an Passagieren befördert wie sonst. In der Situation, in der sich LH befindet, ist es wirtschaftlich durchaus klug, ein Hub zu fokussieren. Lufthansa stellt nicht aus Spaß Strecken ein und reduziert ihr Flugprogramm... Die aktuelle Nachfrage und die Reisebeschränkungen zwingen sie nunmal Flugprogramm zu streichen und "das Beste" daraus zu machen
 

Nils438

Mitglied
Lufthansa Hub München war neben Zürich der Airport, wo Lufthansa richtig gut verdient hat.

Das richtig, gilt aber natürlich allgemein für LH in der Zeit. Wenn ich eins seit Jahren gleichbleibend höre (früher teils intern, heute mal privat mit involvierten) ist es, dass die Langstrecken ex FRA (incl. cargo) profitabler sind als in MUC. Durch A350 und Anteile am shopping im T2 hat sich das natürlich etwas verschoben, aber wohl nicht grundsätzlich.

Ich schätze Ihre informativen Beiträge aber sie sind doch manchmal etwas lokalpatriotisch eingefärbt ;)
 

Netto

Mitglied
Bei deinen Aussagen könnte man manchmal meinen, du bist ein Senator Ende 40.
Ich kennen genug Lufthanseaten und weiß durchaus, wie sie über die aktuelle Situation denken.

Lufthansa hat in der Vergangenheit natürlich gutes Geld in München verdient, da hast du vollkommen Recht. Nichtsdestotrotz befinden wir uns in einer Pandemie, in der Lufthansa einen Bruchteil an Passagieren befördert wie sonst. In der Situation, in der sich LH befindet, ist es wirtschaftlich durchaus klug, ein Hub zu fokussieren. Lufthansa stellt nicht aus Spaß Strecken ein und reduziert ihr Flugprogramm... Die aktuelle Nachfrage und die Reisebeschränkungen zwingen sie nunmal Flugprogramm zu streichen und "das Beste" daraus zu machen
Ehrlich, ich hätte alle Langstrecken ab München von der Lufthansa eingestellt, meine dies auch schon mal hier geschrieben. USA hätte man alleine der United überlassen sollen.
In Prinzip trägt doch nur Cargo aktuell das Geschäft und einige Umsteigerverbindungen wie in Frankfurt mit Paxen aus Afrika und Indien in erster Linie. Es gibt Langstreckenflüge in Frankfurt mit 0 Aussteiger in Frankfurt, also nur noch Umsteiger. Davon von wirtschaftlichen Verbindungen zu sprechen ist fast schon eine Frechheit.
Die bleibenden Schäden müssen sich erst zeigen, weil durch die Einschnitte selbst im best case so schnell kein Geld mehr in München verdient wird. Die Einnahmequelle hat sich die Lufthansa für die nächsten Jahre verbaut. Die Konkurrenzsituation in Frankfurt auf Langstrecke ist ungleich höher als in München.
 

Netto

Mitglied
Das richtig, gilt aber natürlich allgemein für LH in der Zeit. Wenn ich eins seit Jahren gleichbleibend höre (früher teils intern, heute mal privat mit involvierten) ist es, dass die Langstrecken ex FRA (incl. cargo) profitabler sind als in MUC. Durch A350 und Anteile am shopping im T2 hat sich das natürlich etwas verschoben, aber wohl nicht grundsätzlich.

Ich schätze Ihre informativen Beiträge aber sie sind doch manchmal etwas lokalpatriotisch eingefärbt ;)
Warum dann die Strategie vor der Pandemie mit Einsatz von A380, A346 und A359 in der Stärke von rund 30 Einheiten in München gewesen ist, verstehe ich dann nicht. Klar gab es den Disput mir Fraport, aber wenn die Langstrecke in München nicht gelaufen wäre, dann hätte man doch niemals und kontinuierlich das Angebot ausgebaut. Das wäre ja ein wirtschaftliches Desaster gewesen für die Lufthansa. Aber in der Bilanz bis 2019 sehe ich eher MrD-Gewinne und in der Konzentration auf Frankfurt MrD-Verluste. :cool:
 

Fabian

Mitglied
Was heißt hier ungerecht, wenn ich im August nach Genua will und jetzt via FRA fliegen muss. Viele Italiener werden den Weg nach Bayern in 2021 leider nicht finden, (...) Hier könnte man schon meinen, planerisch sind ein paar Stümper im Konzern unterwegs.
Bei allem Verständnis, mit welcher Rechtfertigung äußerst du eine solche Aussage der Arroganz???
Weil München benachteiligt ist? Falls du es nicht verstanden hast, Lufthansa hat momentan andere Probleme. Wenn die Nachfrage einen Flug von Genua nach München rechtfertigen würde, würde die Lufthansa es tun. Offensichtlich scheint aktuell die Nachfrage aktuell dies aber nicht zu rechtfertigen...


Klar ist das Ziel der Lufthansa, die Langstrecke in Frankfurt zu füllen mit allerhand neuer Flüge nach Frankfurt, dies birgt aber extreme Risiken.
Welche Flüge sind denn aktuell "neu"?

Ehrlich, ich hätte alle Langstrecken ab München von der Lufthansa eingestellt, meine dies auch schon mal hier geschrieben. USA hätte man alleine der United überlassen sollen.
In Prinzip trägt doch nur Cargo aktuell das Geschäft und einige Umsteigerverbindungen wie in Frankfurt mit Paxen aus Afrika und Indien in erster Linie. Es gibt Langstreckenflüge in Frankfurt mit 0 Aussteiger in Frankfurt, also nur noch Umsteiger. Davon von wirtschaftlichen Verbindungen zu sprechen ist fast schon eine Frechheit.
Die bleibenden Schäden müssen sich erst zeigen, weil durch die Einschnitte selbst im best case so schnell kein Geld mehr in München verdient wird. Die Einnahmequelle hat sich die Lufthansa für die nächsten Jahre verbaut. Die Konkurrenzsituation in Frankfurt auf Langstrecke ist ungleich höher als in München.
Da widersprichst du dir selbst. Einerseits soll Lufthansa München nicht ausbluten lassen, andererseits soll man die USA aber United überlassen?

Ich finde es schon fast eine Frechheit, welch anmaßende Kommentare du dir erlaubst, ohne konkrete Einblicke in die Planung und Regularien bei LH zu haben. Ex Indien hast du so gut wie keine IK Umsteiger aufgrund von Restriktionen Indiens. Aus diesem Grund wurde MUC-DEL im August eingestellt.

Lufthansa hat sich außerdem mit Sicherheit keine Einnahmequelle in München verbaut. Die Konkurrenzsituation in Frankfurt auf Langstrecke ist aktuell mit Sicherheit "höher" als in München, das liegt aber auch daran, weil München aktuell auch von kaum nicht SA- Mitgliedern angeflogen wird ( abgesehen von QR,EY und EK). Es wäre schlichtweg dumm, das Hauptdrehkreuz der Konkurrenz zu überlassen.

Welche Flüge sind denn aktuell "neu"?

Warum dann die Strategie vor der Pandemie mit Einsatz von A380, A346 und A359 in der Stärke von rund 30 Einheiten in München gewesen ist, verstehe ich dann nicht. Klar gab es den Disput mir Fraport, aber wenn die Langstrecke in München nicht gelaufen wäre, dann hätte man doch niemals und kontinuierlich das Angebot ausgebaut.

Ganz einfach, weil du die Vorpandemie-Situation nicht mit der jetztigen (-80% des Aufkommens) vergleichen kannst...
 

moddin

Mitglied
Bei deinen Aussagen könnte man manchmal meinen, du bist ein Senator Ende 40.
Ich kennen genug Lufthanseaten und weiß durchaus, wie sie über die aktuelle Situation denken.

Dann scheinbar nur beim Fliegenden. Denn am Boden schaut es wie von @Netto erwähnt aus. Das Groll wächst und wächst. Das einzig Gute für das Bodenpersonal ist die Tatsache, dass immer mehr Personal selber kündigt und wo anders hinwechselt.


Die Lufthansa hat sich wie man hört ja nun neben Fraport auch mit der FMG verscherzt, ob hier noch was zu retten ist?

Das höre ich zum ersten Mal und verwundert mich auch ein klein wenig. Hast du dazu eventuell mehr Details?
 

Jetstream

Mitglied
auch extrem hochgegriffen und in der Tonart vergriffen was du zu Gulf Air schreibst, aber so kennen wir dich.
Was bitte ist daran „hochgegriffen“ bzw. in der Tonart „vergriffen“? Ich habe lediglich die gegenwärtige Situation dargestellt, nach der die Rotation BAH-FRA vv. frequenzmäßig ausgedünnt wurde und darüberhinaus nur noch in Verbindung mit einem Weiterflug nach CDG bedient wird. Wenn also schon die FRA-Strecke per se nicht genug Marktvolumen hergibt, warum sollte dann GF (zumindest in absehbarer Zeit) zusätzlich MUC anfliegen?
Natürlich schwimmst du auf Wolke 7 derzeit, aber das wir nicht ewig so andauern. Ich werde dich noch häufig daran erinnern in den kommenden Jahren.
Was für’n Schmarrn, kann ich dazu nur sagen! Das hat rein gar nichts mit Wolke 7 zu tun. Glaub mir, die Situation in FRA ist schon heute dramatisch genug und betrifft mittlerweile sehr konkret auch hier Tausende von Lufthanseaten, Angestellte des Flughafenbetreibers (vor allem im Ground-Handling), Gewerbetreibende, usw. usw. Allein bei Fraport werden bis Ende diesen Monats rd. 4000 Stellen abgebaut sein, nur mal so am Rande. Ich verkenne von daher also mitnichten die Dramatik der Entwicklungen, die der Einbruch der Verkehrszahlen allenthalben mit sich gebracht hat, egal ob in FRA in MUC, DUS, HAM oder allen anderen Airports der Republik. Insofern bin ich aber auch realistisch genug zu erkennen, dass die „fetten Jahre“ - auch in FRA - für‘s Erste vorbei sind. Dabei verfalle ich nicht in Euphorie oder Schadenfreude (wie Du mir ja gerne nachsagst) über die augenblickliche „Delle“ in MUC, sondern versuche lediglich die Situation zu bewerten, so wie sie ist und nicht so, wie Jemand sie gerne hätte.
 

MichaelJ17

Mitglied
FRA ist da sicherlich nicht minder abhängig von LH, nur mal so am Rande . Machen wir uns nichts vor, genauso verhält es sich aber auch in CDG (AF), LHR (BA), MAD (IB) usw. usw.
Ja aber FRA kann es sich eher leisten sie sind ja Nr. 1 Hub für LH. Für CDG, LHR, MAD oder AMS gibts auch nicht wirklich eine Konkurrenz wie MUC für FRA ist.
 

Nils438

Mitglied
So oder so sollte die FMG gemerkt haben das sie zu stark von der LH abhängig sind und das sollte man schnellstmöglich ändern.

Als Fraport Ryanair geworben hat um etwas zu Diversifizieren war das der Ausgangspunkt des Streits zwischen LH und Fraport. Glaube der FMG wurde da auch zu verstehen gegeben, dass sie belohnt werden sofern sie eben nicht zu viel Konkurrenz anwerben.

In LHR,AMS,CDG ist meines Wissens der Marktanteil des home carrier gutes Stückchen kleiner als LH in FRA und MUC.
 

MichaelJ17

Mitglied
Als Fraport Ryanair geworben hat um etwas zu Diversifizieren war das der Ausgangspunkt des Streits zwischen LH und Fraport. Glaube der FMG wurde da auch zu verstehen gegeben, dass sie belohnt werden sofern sie eben nicht zu viel Konkurrenz anwerben.

In LHR,AMS,CDG ist meines Wissens der Marktanteil des home carrier gutes Stückchen kleiner als LH in FRA und MUC.
Ja und was hat sich geändert? FRA ist immer noch die Nr. 1 bei LH. In der Pandemie mehr den je. Fraport hat absolut recht damit und die FMG sollte das selbe machen wenn sie bei der nächsten Krise nicht wieder so am Sand sein wollen. Dann sind LHR, AMS und CDG offensichtlich klüger als FRA und MUC. Kein Airport darf sich so stark von einer Airline abhängig machen lassen. Wenn eine Airline einen Flughafen für sich haben will sollen sie einen eigenen bauen.
 

Jetstream

Mitglied
Was hört man den da so?
„Klappern“ gehört zum Geschäft. Ich glaube, das Verhältnis zwischen dem aktuellen TOP-Management beider Häuser war insbes. seit der Inthronisierung von CS nie von interpersonellem Verständnis geprägt. Früher hat man solche „Differenzen“ auf dem Golfplatz diskutiert, anschließend beim Gläschen Wein einen Konsens gefunden und ... gut war‘s. Heute trägt man sowas (zur Machtdemonstration?) gerne öffentlichkeitswirksam nach draußen, wohlwissend, dass eigentlich der Eine ohne den Anderen nicht kann bzw. man auch irgendwie voneinander abhängig ist. So ist das halt.
 

Nils438

Mitglied
Ja und was hat sich geändert? FRA ist immer noch die Nr. 1 bei LH.

Das stand aber auch nie zur Debatte.

allerdings hat mich sowohl damals mit Ryanair als auch später mit dem A380 Abzug weil keine Umsatzbeteiligung in FRA gewundert, dass Fraport seine Positionen nicht geändert hat. Das Managment scheint sich der eigenen Bedeutung für LH und *Alliance schon bewusst zu sein.
 

Nils438

Mitglied
„Klappern“ gehört zum Geschäft. Ich glaube, das Verhältnis zwischen dem aktuellen TOP-Management beider Häuser war insbes. seit der Inthronisierung von CS nie von interpersonellem Verständnis geprägt. Früher hat man solche „Differenzen“ auf dem Golfplatz diskutiert, anschließend beim Gläschen Wein einen Konsens gefunden und ... gut war‘s. Heute trägt man sowas (zur Machtdemonstration?) gerne öffentlichkeitswirksam nach draußen, wohlwissend, dass eigentlich der Eine ohne den Anderen nicht kann bzw. man auch irgendwie voneinander abhängig ist. So ist das halt.

Das bezieht sich ja auf Fraport und richtig, dass Verhältnis kühlte sich mit dem (Münchner) Spohr merklich ab und seine ständige öffentliche Kritik an FRA, auch ungefragt, kam auch bei vielen Lufthanslern nicht gut an z.B. auch weil er Zustände wie die fehlende Umsatzbeteiligung kritisierte die aber halt Jahre vorher verhandelt wurden bei der Eröffnung von Flugsteig A-Plus.

Mittlerweile arbeitet man besser zusammen im Rahmen der FRA-Alliance. Für den großen Wurf hätte man halt ins neue T3 gemusst, aber das stand ja nie wirklich zur Debatte.
 

Netto

Mitglied
Schöne nächtliche Diskussionsrunde, gab es ja schon ewig nicht mehr. Respekt!
Grundsätzlich wäre von mir noch anzumerken, die aktuelle Situation jetzt (also wo praktisch gar kein Flugverkehr möglich ist) zu vergleichen mit der Phase nach der Pandemie, wo Reisen wieder möglich sein werden. Für die Phase jetzt und zurückliegenden Monate ist es ja wirklich jederzeit nachvollziehbar. Unverständlich ist eher die Vielfältigkeit der Ziele in Frankfurt, trotz Verbote die so bedient werden und nur sehr eingeschränkt mit den Markt Deutschland zu tun haben. Ob ein Inder via FRA nach Los Angeles will und kann hat nichts mit der Grundversorgung des Luftverkehrsstandortes Deutschland zu tun in der aktuellen Phase. Immerhin setzt man in Frankfurt und der Lufthansa gewisse Gefahrenpotentiale an die Belegschaft aus. Auch wenn viel dafür getan wird, dies zu minimieren.
Entscheidend sollte die Phase der Wiederaufnahme und Rückkehr zur Normalität sein, und hier ist durch Streichung von 20 - 30 Zielen nicht gerade eine Ausgewogenheit zu erkennen, was viele hier als wirtschaftlich notwendig beschreiben. Ein sehr flexibler Begriff und deren Notwendigkeit niemand nachweisen kann außer mit dem Argument, die Streckenplaner machen einen guten Job.
Gerade der Markt Italien - München ist hier erheblich gestört, obwohl keiner aber wirklich keiner zum aktuellen Zeitpunkt die Auswirkungen für den Sommer kennt. Bleibt der Markt so labil wie jetzt hat man vieles richtig gemacht, erholt sich der Markt schneller, hat man vieles verkehrt gemacht und Schäden vor Ort können nicht mehr so leicht behoben werden.
Sollte jetzt WizzAir anfragen, weil Bedarf von diversen italenischen Städten nach München besteht, dies nach 20 Jahren erstmals nicht mehr im Flugplan stehen, wie soll sich als Beispiel eine FMG positionieren?
Einfach abwarten und zusehen, wie Personal geht und gehen muss ist doch keine Alternative für ein Unternehmen der Größenordnung der FMG und deren Töchter.
Auch sind die ganzen Ladenbesitzer am Airport über derartige Strategien ziemlich schlecht zu sprechen, viele haben ja schon aufgegeben.
Die Erholungsphase in München wird durch die Handlungsweise der Lufthansa ziemlich gestreckt, genau dies ist das Hauptproblem was man nicht aus den Augen verlieren darf.
 
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