Sonstiges rund um MUC

muc-driver

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Das ganze Problem der Branche ist doch folgendes: Aktuell kann man eigentlich nichts vorhersagen, außer man hat eine Glaskugel.
Viele Länder verbieten immer noch die Einreise, viele Airlines kündigen Flüge an um sie dann wieder nach hinten zu schieben weil Reisebschränkungen verlängert werden.
Diese ganzen Einreiseverbote sind mir immer noch ein Rätsel. Inzwischen gibt es geeignete Schutzvorkehrungen sowohl an Board als auch an den Airports.
Und man kann sich sogar vor Abflug testen lassen. Aber aus mir unerklärlichen Gründen scheint das den meisten Ländern nicht zu reichen. Da wird in meinen Augen vorsätzlich die
Luftfahrt- und Tourismusbranche geschädigt und millionen Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt und alle schauen tatenlos zu. Die Staatshilfen alleine werden nicht reichen. Die EU sollte sich stärker
darum bemühen, das die Reisebeschränkungen zurückgefahren werden.
 

Netto

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Ausbaden müssen Airlines und Flughäfen und deren Personal. Hier leistet die Politik ganze Arbeit. Herr Altmaier hat gesagt, Deutschland tut alles um die Arbeitsplätze zu erhalten. Wohl ein wenig aus dem Fenster gelehnt lieber Herr Bundesminister.
Ein ganz kleines Beispiel über das Desaster in Europa:
Finnland verbietet Reisen nach Österreich. Österreich verbietet Reisen nach Georgien, Finnland erlaubt Reisen nach Georgien.
 

muc-driver

Mitglied
Ausbaden müssen Airlines und Flughäfen und deren Personal. Hier leistet die Politik ganze Arbeit. Herr Altmaier hat gesagt, Deutschland tut alles um die Arbeitsplätze zu erhalten. Wohl ein wenig aus dem Fenster gelehnt lieber Herr Bundesminister.
Ein ganz kleines Beispiel über das Desaster in Europa:
Finnland verbietet Reisen nach Österreich. Österreich verbietet Reisen nach Georgien, Finnland erlaubt Reisen nach Georgien.
Man könnte es weiter abfedern, wenn man die Kurzarbeit über 12 Monate hinaus ausweitet. Falls das nicht geschieht, wird die Bundesagentur für Arbeit nächstes Jahr im April eine Menge neuer Kunden dazubekommen. Mal sehen, was der Hr. Altmaier dann sagt.
 

Netto

Mitglied
Man könnte es weiter abfedern, wenn man die Kurzarbeit über 12 Monate hinaus ausweitet. Falls das nicht geschieht, wird die Bundesagentur für Arbeit nächstes Jahr im April eine Menge neuer Kunden dazubekommen. Mal sehen, was der Hr. Altmaier dann sagt.
Eine Verlängerung um 6 Monate, wahlpolitisch (im Herbst 2021 ist Bundestagswahl) ist durchaus denkbar. Aber würden 6 Monate Verlängerung ausreichen.
 

YVR

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Diese ganzen Einreiseverbote sind mir immer noch ein Rätsel. Inzwischen gibt es geeignete Schutzvorkehrungen sowohl an Board als auch an den Airports.
Und man kann sich sogar vor Abflug testen lassen. Aber aus mir unerklärlichen Gründen scheint das den meisten Ländern nicht zu reichen. Da wird in meinen Augen vorsätzlich die
Luftfahrt- und Tourismusbranche geschädigt und millionen Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt und alle schauen tatenlos zu. Die Staatshilfen alleine werden nicht reichen. Die EU sollte sich stärker
darum bemühen, das die Reisebeschränkungen zurückgefahren werden.
Die Schutzvorkehrungen sind ja schön und gut. Abstand halten und Maske tragen am Flughafen ist ja durchaus akzeptabel, wenn ich aber auf einem mehrstündigen Flug, u.U. noch mit Umsteigen ebenfalls ne Maske tragen muss, dann überlege ich es mir zweimal ob ich mir das antun möchte. Ich kenne nicht wenige, auch am Flughafen, die derzeit keine Flugreise antreten würden.

Auch die z.T. kostenfreien Coronatests sind da kein großes Pro-Argument, sie nehmen dem Reisenden nicht die Angst sich im Zielland womöglich anzustecken und dort festzusitzen. Gleichzeitig bestehen in sehr vielen Unternehmen immer noch absolute Verbote von Dienstreisen. Neben dem Wegfall von Reisebeschränkungen wird erst dann wieder eine größere Akzeptanz von Flugreisen vorhanden sein wenn sich das Infektionsgeschehen im Zielland bzw. weltweit auf einem niedrigen Niveau einpendelt, im Augenblick sieht es mir nicht danach aus.

Der bzw. die Staaten sind das eine, der Kunde, der Passagier das andere, erst wenn der wieder Vertrauen in unbesorgtes Reisen hat, dann wird es aufwärts gehen.
 

PlaneHunter

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Die Schutzvorkehrungen sind ja schön und gut. Abstand halten und Maske tragen am Flughafen ist ja durchaus akzeptabel, wenn ich aber auf einem mehrstündigen Flug, u.U. noch mit Umsteigen ebenfalls ne Maske tragen muss, dann überlege ich es mir zweimal ob ich mir das antun möchte. Ich kenne nicht wenige, auch am Flughafen, die derzeit keine Flugreise antreten würden.

Auch die z.T. kostenfreien Coronatests sind da kein großes Pro-Argument, sie nehmen dem Reisenden nicht die Angst sich im Zielland womöglich anzustecken und dort festzusitzen. Gleichzeitig bestehen in sehr vielen Unternehmen immer noch absolute Verbote von Dienstreisen. Neben dem Wegfall von Reisebeschränkungen wird erst dann wieder eine größere Akzeptanz von Flugreisen vorhanden sein wenn sich das Infektionsgeschehen im Zielland bzw. weltweit auf einem niedrigen Niveau einpendelt, im Augenblick sieht es mir nicht danach aus.

Der bzw. die Staaten sind das eine, der Kunde, der Passagier das andere, erst wenn der wieder Vertrauen in unbesorgtes Reisen hat, dann wird es aufwärts gehen.
Ganz genau. Die Unsicherheit, im Ausland krank zu werden und dann irgendwo in Quarantäne gesteckt zu werden, ist ein gewichtiger Faktor. Vor allem, wenn man keinen Veranstalter im Rücken hat.

Man muss auch bedenken, was passieren könnte, wenn Reisebeschränkungen zu früh aufgehoben werden. Wenn dann aus Ländern mit hohen Fallzahlen mehrmals Reisende mit Corona hier aufschlagen und/oder es sogar nachweislich zu Ansteckungen auf der Reise kommt, gibt es einen medialen Shitstorm der Extraklasse mit entsprechend negativen Folgen für die Nachfrage.
 

muc-driver

Mitglied
Ganz genau. Die Unsicherheit, im Ausland krank zu werden und dann irgendwo in Quarantäne gesteckt zu werden, ist ein gewichtiger Faktor. Vor allem, wenn man keinen Veranstalter im Rücken hat.

Man muss auch bedenken, was passieren könnte, wenn Reisebeschränkungen zu früh aufgehoben werden. Wenn dann aus Ländern mit hohen Fallzahlen mehrmals Reisende mit Corona hier aufschlagen und/oder es sogar nachweislich zu Ansteckungen auf der Reise kommt, gibt es einen medialen Shitstorm der Extraklasse mit entsprechend negativen Folgen für die Nachfrage.
Man muss ja nicht unbedingt Beschränkungen gen USA oder Brasilien lockern. Die Mehrheit der Länder hat das wesentlich besser im Griff. Und es gibt genügend Länder wo man sich keine Sorgen machen muss, wenn man aus der Flugzeugtür tritt, das einem da ein Virus entgegen geflogen kommt.
 

PlaneHunter

Mitglied
Man muss ja nicht unbedingt Beschränkungen gen USA oder Brasilien lockern. Die Mehrheit der Länder hat das wesentlich besser im Griff. Und es gibt genügend Länder wo man sich keine Sorgen machen muss, wenn man aus der Flugzeugtür tritt, das einem da ein Virus entgegen geflogen kommt.
Ist schon klar. Man kann wohl damit rechnen, dass bald weitere Reisebeschränkungen aufgehoben werden. Aber wie richtigerweise vorhin schon gesagt wurde - zum Reisen braucht es Vertrauen. Und das ist derzeit schwer erschüttert. Rationale Argumente helfen da nur zum Teil. Und wenn es Rückschläge gibt wie zuletzt am Balkan, wirkt sich das natürlich aus.

Es kann leider passieren, dass noch öfters Negativmeldungen von Reisenden aus Ländern die Runde machen, die als sicher gelten. Man denke an den Aufschrei, nur weil eine Familie positiv getestet wurde, die auf Mallorca war. Da hat zum Teil Hysterie um sich gegriffen. Wenn das noch mehrmals vorkommt, hat das Auswirkungen auf die Neubuchungen. Wir können eigentlich froh sein, dass es innereuropäisch im Moment so stabil läuft und Urlaubsziele schwer gefragt sind.
 

MatthiasKNU

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Ganz genau. Die Unsicherheit, im Ausland krank zu werden und dann irgendwo in Quarantäne gesteckt zu werden, ist ein gewichtiger Faktor. Vor allem, wenn man keinen Veranstalter im Rücken hat.
Was mich dabei nur wundert:
Das ist doch Flughafen-unabhängig. Die Probleme hat man, ganz egal, von welchem Airport man in D wegfliegt. Ganz egal, ob das jetzt Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt oder München ist.
Warum soll dieser "Effekt" München stärker betreffen als alle anderen Flughäfen in Deutschland?
 

PlaneHunter

Mitglied
Was mich dabei nur wundert:
Das ist doch Flughafen-unabhängig. Die Probleme hat man, ganz egal, von welchem Airport man in D wegfliegt. Ganz egal, ob das jetzt Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt oder München ist.
Warum soll dieser "Effekt" München stärker betreffen als alle anderen Flughäfen in Deutschland?
Ich habe mich damit auf die allgemeine Lage bezogen - diese war zuvor auch angesprochen worden.
 

Netto

Mitglied
München hat Sondereffekte, zum einen sehr starker Rückgang bei Lufthansa, der deutlich über den Eurowingswerten der anderen deutschen Flughäfen liegt mit Ausnahme Frankfurt (keine EW-Basis).
Zudem keine EZY, SU, TP, LX, NH, GF, U9, SV, CA, WF, SQ, TG, KU, WY, RJ, LY, AV, DL, AA, SA, AT, S7 bisher bis Juli. Starke Reduzierungen bei VY, EY, EK, UA, BT, FR, EN, LH, DY, AC, FI, KM, TU, IB, UX, BA, KL, AF, EI, SK, LO, DE und sonstigen türkischen Airlines außer TK und XQ. Geplante Flüge wie GF usw, sind alle gestrichen. V7, JP (Pleite) und SA haben MUC ohnehin ggü. 2019 vorher bereits gestrichen.
Ich sage mal einigermaßen normal fliegen derzeit zum Ferienbeginn nur EW, A3, TK, XQ, OS, AZ, OU, RO, AY, LG, X3 und QR. Also gerade mal 12 Airlines von knapp Hundert.
Macht dann in Summe Minus 75%, wobei sich sehr viel auch im August nicht ändern wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

MatthiasKNU

Mitglied
Meinst Du damit die prozentualen Einbußen oder die tatsächliche Anzahl an Flugbewegungen?
Ich habe mich damit auf die allgemeine Lage bezogen - diese war zuvor auch angesprochen worden.
Ich meinte eigentlich genau das, was @Netto beschrieben hat. Wenn die allgemeine Lage - generell - eben sehr schlecht ist (was sie ja ist), warum dann die anderen Flughäfen bessere Zahlen haben.
Oder eben, warum MUC im Vergleich zu den anderen Flughäfen besonders schlecht ist.

München hat Sondereffekte, zum einen sehr starker Rückgang bei Lufthansa, der deutlich über den Eurowingswerten der anderen deutschen Flughäfen liegt mit Ausnahme Frankfurt (keine EW-Basis).
Zudem keine EZY, SU, TP, LX, NH, GF, U9, SV, CA, WF, SQ, TG, KU, WY, RJ, LY, AV, DL, AA, SA, AT, S7 bisher bis Juli. Starke Reduzierungen bei VY, EY, EK, UA, BT, FR, EN, LH, DY, AC, FI, KM, TU, IB, UX, BA, KL, AF, EI, SK, LO, DE und sonstigen türkischen Airlines außer TK und XQ. Geplante Flüge wie GF usw, sind alle gestrichen. V7, JP (Pleite) und SA haben MUC ohnehin ggü. 2019 vorher bereits gestrichen.
Ich sage mal einigermaßen normal fliegen derzeit zum Ferienbeginn nur EW, A3, TK, XQ, OS, AZ, OU, RO, AY, LG, X3 und QR. Also gerade mal 12 Airlines von knapp Hundert.
Macht dann in Summe Minus 75%, wobei sich sehr viel auch im August nicht ändern wird.
Danke!
 

YVR

Mitglied
Ist München im Vergleich zu anderen wirklich so schlecht? Ich glaube das kommt auf die Sichtweise drauf an. Wenn ich rein die prozentualen Rückgänge betrachte mag dies ja zutreffen, was die Anzahl an aktuellen Flugbewegungen anbetrifft liegen wir derzeit nur hinter Frankfurt, oder sehe ich das falsch?
 

Netto

Mitglied
Ist München im Vergleich zu anderen wirklich so schlecht? Ich glaube das kommt auf die Sichtweise drauf an. Wenn ich rein die prozentualen Rückgänge betrachte mag dies ja zutreffen, was die Anzahl an aktuellen Flugbewegungen anbetrifft liegen wir derzeit nur hinter Frankfurt, oder sehe ich das falsch?
In absoluten Zahlen schaut es noch schlechter aus. Hier wird München nur von Frankfurt überholt. Aber was zählt ist der Jahresvergleich, und hier sind wir im Juli halt Schlusslicht. Man muss feststellen das auch ohne Corona eine schlechte Sommersaison gedroht hätte mit Minuszahlen. Erstmals nach langer Zeit bei Flugbewegungen. Paxe durch geplante neue Fernstrecken wären vermutlich im positiven Bereich gewesen.
Abgänge durch Ryanair, Norwegian, Easyjet und Volotea sind massiv. München hat den niedrigsten LCC-Anteil im Sommer von fast allen großen und mittelgroßen Flughäfen in Europa. Eigentlich ideal für Lufthansa und trotzdem hat man das Netz stark ausgedünnt. Daher wird in nächster Zeit wohl viele Pakete geschnürt werden um hier aufzuholen und um die Abhänhigkeit einer Airline zu reduzieren.
Man muss sehen dass rund 900 Bewegungen pro Tag fehlen, also Verkehr was sonst Düsseldorf und Köln am Tag zusammen haben vor Corona.
 

starflyer

Mitglied
In normalen Zeiten ist MUC unter den europäischen Hubs ganz weit vorne wenn es um die Frequenzen pro Destination geht. Dies ist für ein Drehkreuz sehr wichtig, in Zeiten wie jetzt ist aber der Rückgang bei den Frequenzen automatisch höher als bei anderen Airports.
 

moddin

Mitglied
Wenn man keine Alkohol verträgt
Auch der Merkur hat den Bericht der Polizei nicht geprüft und falsch veröffentlicht. Der Flug kam als XQ130 aus Antalya, nicht Ankara, und hat nur eine Runde bis Landshut gedreht und nicht zwei.
 

eupemuc

Mitglied
Ich dachte mir schon sowas in der Art, nachdem ich für die Zeit keinen Flug aus Ankara gefunden habe. BR24 hatte auch Ankara drin stehen.
Na, jedenfalls dürfte das vorerst der letzte Flug der beiden mit Sun Express gewesen sein.
 

ETSE

Mitglied
Am Flughafen München ist eine große Event-Arena in Planung, in der Konzerte, Kongresse oder TV-Aufzeichnungen stattfinden sollen.

Rund 20.000 Besucher werden in dem „MUC Convention Center“ Platz haben.

Die Multifunktionshalle soll nach Informationen unserer Zeitung im Nordwesten des Flughafengeländes entstehen. Als Hallengröße wurden 18 000 Quadratmeter genannt. Laufe das Genehmigungsverfahren rasch und reibungslos, könne die Arena 2024 stehen, hieß es.

 
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