Transrapid

Celestar hat gesagt.:
...dass er zeigt wo die Piste gebaut wird. Die FMG ist sich da noch unsicher, die DFS weiss es auch nicht.....


Woher sollen die's auch wissen, die bauen ihn ja nicht?

OBI und das Gartencenter Dehner wissen's auch nicht......:whistle:
 
Verstehe ich das richtig? Nein zur dritten Bahn, aber ja zum Transrapid? Warum TR, wenn kein Wachstum? Milliarden für einen blockierten Airport?
 
"Otto Wiesheu (CSU) wechselt zum 1. Januar in den Vorstand des Konzerns, wie die Bahn am Samstag nach einer Aufsichtsratssitzung in Essen mitteilte. Wiesheu löst im achtköpfigen Bahn-Vorstand den 62-jährigen Klaus Daubertshäuser ab, der neben dem Marketing auch für politische Beziehungen zuständig ist. Daubertshäuser ist ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter und war ab 1983 Vorstandsmitglied seiner Partei in der Bundestagsfraktion."

Damit dürfte jetzt auch die DB ganz klar hinter dem TR-Projekt stehen!
 
Das dürfte egal sein. Solange die Staatsregierung dahinter steht.... wird der neue Minister wohl oder übel mitmachen "dürfen".
 
Merpati hat gesagt.:
"Otto Wiesheu (CSU) wechselt zum 1. Januar in den Vorstand des Konzerns, wie die Bahn am Samstag nach einer Aufsichtsratssitzung in Essen mitteilte. Wiesheu löst im achtköpfigen Bahn-Vorstand den 62-jährigen Klaus Daubertshäuser ab, der neben dem Marketing auch für politische Beziehungen zuständig ist. Daubertshäuser ist ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter und war ab 1983 Vorstandsmitglied seiner Partei in der Bundestagsfraktion."

Die Geschichte ist mal wieder ein Risenskandal!!

Der Mann hat für die CSU in der Koalitionsverhandlungsgruppe Verkehr gesessen und mitbestimmt wie die Bahnpolitik in den nächsten 4 Jahren aussehen soll. In diese Zeit fallen so wichtige und irreversible Entscheidungen wie der geplanten Börsengang und insbesondere ob dieses mit oder ohne ein integriertes Schienennetz stattfinden wird. Und just mit Ende der Koalitionsvereinbarungen wird am Freitag bekannt, dass Herr Wiesheu in den Vorstand der DB wechsel wird. Das stinkt zum Himmel!

Immerhin war Wiesheu als Minister für die Ausschreibung von Nahverkehrsstrecken in Bayern verantwortlich. Im Oktober hat die DB gegen mehrere Mitkonkurrenten den Zuschlag für mehrere Dieselstrecken im Raum Nürnberg erhalten. Das war der erste erfolgreiche Zuschlag für die DB in diesem Jahr. Die DB hatte bis dahin in diesem Jahr noch keinen einzigen Vertrag gewinnen können.

Nennt es wie ihr wollt, aber wenn jemand das als Korruption bezeichnen möchte, hätte ich Schwierigkeiten ihm zu widersprechen.
 
MUCFLYER hat gesagt.:
aber wie steht der Nachfolger von Wiesheu (gehandelt wird ja auch Huber) zum TR ?

Da würd ich mir keine Sorgen mehr machen. Der TR kommt zu 90%.

Von bayrischer Seite wird sich niemand dagegen stellen solange das ganze wie geplant zu 100% mit Staatsknete aus Berlin gesponsort wird.

Und vom Bund wird das ding wohl auch nicht aufzuhalten sein. Wenn schon die Grünen den Unsinn der SPD nicht ausreden konnten, warum sollte dies ausgerechnet die CSU tun?
Selbst wenn Herr Tiefensee gute Berater hätte und zu der Einsicht käme, dass wir uns solche Spielereien wie den TR in unserer derzeitigen finanziellen Verfassung nicht leisten können, so könnte er dieses wohl trotzdem kaum politisch gegen die CSU durchsetzen.

Also wie gesagt, der TR kommt zu 90%.

Just my 2ct.
 
@JoFMO
Ich stimme Dir zu. Leider koennte es Mehdorn mit Schritten wie diesem bis 2008 doch noch schaffen dass System Schiene "voellig gegen die Wand zu fahren". In der Bewertung des Handlens von Wiesheu selbst stimme ich Dir auch zu.
Im Guetervekehr ist das mit dem Abstiege bereits Realitaet.
Mit Wiesheu an Bord kommt eine Netzabtrennung leider wahrscheinch nicht mehr.
Damit das System Schiene als Verkehrstraeger zur Altherrntruppe.
Das ist echt schade.
Der TR kommt bestimmt - dann muss halt die 2. Stammstrecke noch ein wenig.

Servus Theo
 
Ich habe die Geschichte mit Wiesheu bzw. [SIZE=-1]Alfred Dick in den "Ratschkattl-Thread" verschoben, da er von Haus aus grenzwertig in diesem Bereich war, auf Grund meines "Kommentars" dann endgültig in den OT-Bereich abrutschte.
[/SIZE]
 
Zuletzt bearbeitet:
Protestaktion
Transparente gegen Transrapid
Die Bewohner der Olympia-Pressestadt machen Front gegen die Schwebebahn vor ihrer Haustür.
Von Anne Goebel


Daniel, Sime und Ilija wollen den Zug nicht. "Nee, keinen Transrapid", sagen die drei Buben, die sich an diesem winterkalten Samstagmittag zum Fußballspielen vorm Haus getroffen haben. Oben, von den Balkonen herunter, hängen Leintücher mit Protestslogans. "Nein", steht da, und: "Was tut ihr uns an?" Sime und seine Freunde wohnen in einem der Hochhäuser, und obwohl sie über die Hintergründe der flatternden Botschaften nicht näher Bescheid wissen, geben sie gern Auskunft. Man sollte, finden sie, die Angelegenheit mal anders angehen. Erstens: Keinen Zug. Zweitens: Dafür endlich einen Fußballplatz. Ilija haucht sich in die rot gefrorenen Hände und sagt: "Das wäre viel billiger."

So überzeugend sich das anhört, in Wirklichkeit ist natürlich alles komplizierter, und deshalb steht Monika Barzen seit elf Uhr vormittags in der Kälte und verteilt Flugblätter. Olympiagelände, Riesstraße 84: Der Arbeitskreis contra Transrapid will mit einer "Verhüllung der Olympia-Pressestadt" auf seine Bedenken gegen den Bau des Hochgeschwindigkeitszugs aufmerksam machen. Die in die Jahre gekommenen Fassaden sind zwar nicht komplett verpackt, die Riesentransparente mit Aufschriften wie "240 Züge täglich" und "LärmLärmLärm" aber weithin sichtbar.

Und am Stand von Monika Barzen bleiben immer wieder Passanten stehen, um sich die Einwände des Aktionskreises erklären zu lassen. Lärm und Erschütterungen durch das in unmittelbarer Nähe vorbeirasende High-Tech-Gefährt - und am Ende bleibt nur noch: wegziehen. So sieht das düstere Szenario der Transrapid-Gegner für die betroffenen Wohngebiete am Olympischen Dorf aus. "Es geht um die Zerstörung von Lebensqualität", sagt Monika Barzen. Sie gehe davon aus, dass es für die Menschen aus etwa 400 Haushalten "nicht mehr möglich sein wird, hier zu leben". Annähernd 250 Züge pro Tag bedeuteten eine permanente Geräuschbelästigung. Vom "flüsterleisen" Zugverkehr, wie es von offizieller Seite heißt, könne keine Rede sein. Um den Lärm als "erträglich" zu empfinden, müsse man mindesten 100 Meter von der Trasse entfernt sein. Viele Betroffene lebten aber in nur 30 Metern Entfernung von den Gleisen. Hinzu kämen die zu erwartenden Erschütterungen, die sich besonders in höheren Stockwerken deutlich auswirkten. "Hier ist bisher nicht bekannt, inwieweit Abhilfe geplant oder überhaupt möglich ist", so Barzen.

Die "Verhüllung" der Hochhäuser versteht der Aktionskreis als "stille Protestaktion", um trotz des bereits eingeleiteten Planfeststellungsverfahrens noch ein Umdenken bei den Verantwortlichen zu erreichen. Im übrigen passe diese Art der Demonstration zur Mentalität der Befürworter. "Die Politiker machen die Augen zu", findet Monika Barzen. "Nach dem Motto: Transrapid-Planung - Augen zu und durch." Um die nicht betroffenen Münchner auf ihre Situation aufmerksam zu machen, habe man die Transparente vor allem an den oberen Stockwerken angebracht. ",Denkt an uns!', das ist es, was wir erreichen wollen."

Ilse Bibes zum Beispiel ist nicht unmittelbar betroffen, aber trotzdem überzeugte Gegnerin des Transrapids. Sie wohnt einige hundert Meter entfernt, passiert beim Samstagseinkauf aber den Stand des Aktionsbündnisses - wobei sie die Kritik auf dem Flugblatt mit dem Geldscheine verschlingenden Reißzähne-Zug ohnehin teilt. Ökologisch absurd, wirtschaftlich unsinnig ("ein Subventionsgeschenk an die Industrie") und eine Zumutung für die Bevölkerung - so wettert Ilse Bibes gegen das Lieblingskind "vom Herrn Wiesheu". Ihr Fazit: "Wir leben hier in dem am dichtesten besiedelten Gebiet Münchens. Über so etwas überhaupt nachzudenken, ist eine Frechheit." Sie habe bisher erst einmal in ihrem Leben demonstriert. Aber wenn es zur Großdemo gegen den Transrapid komme, "gehe ich auf die Straße".

(SZ vom 21.11.2005)
 

Anhänge

  • image_fmabspic_0_0-1132567143.jpg
    image_fmabspic_0_0-1132567143.jpg
    9,8 KB · Aufrufe: 17
Wenn der Transrapid "ökologisch unsinnig" ist, welches Verkehrmittel isses dann nicht? Langsam kann man beim lesen derartiger Beiträge nur noch in die Tischplatte beißen :mad:

bzgl des Lärms: Der Transrapid macht bei 300km/h etwa 80dB(A) (wobei afaik diese Streckenabschnitt langsamer befahren werden soll), und das in 25m Entfernung, bei doppelter Entfernung noch ein Viertel. Hinzu kommen noch Lärmschutzwälle .... Das ganze ist sicherlich leiser als die Landshuter Alle.

Celestar
 
Das ist das Problem bei uns in Deutschland. Ich protestiere gegen alles, was ich nicht kenne und nicht haben will. Und bin auch für keine Argumente mehr empfänglich.
 
Hat eigentlich jemand Ende der 60er-Jahre gegen den Bau des Olympia-Parks geklagt??? Denn wenn die Kläger damals Recht bekommen hätten würden diese Leute jetzt da nicht wohnen und könnten nicht gegen den Transrapid klagen........ Vielleicht sollte man mal so denken?

Was mir allerdings so durch den Kopf ging... Wie wär es denn wenn man mit den unmittelbar betroffenen sagen wir 200 Personen die am nahegelegensten zur Strecke leben, eine Reise zur Teststrecke ins Emsland unternimmt um ihnen die Schauermärchen von der unzumutbaren Lärmbelästigung zu nehmen.
Wäre bestimmt billiger und schneller als jahrelanges Klagen vor Gericht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwann kapieren die Menschen schon wenn man den Fortschritt verhindert das man dann auch seinen sicheren Arbetisplatz verhindert und die Rente und und und. ;)
Leider wied dieser Prozeß noch einige Jahre hier in Deutschland dauern. Liegt an der Misere am Bildungssystem und Politik. :D
 
Misere in der Bildungspolitik.... hmmmm??? Dann muss das mit der PISA-Studie nicht ganz stimmen. Denn ist da nicht Bayern Spitzenreiter???

Ich glaube schon dass es was bewirken könnte wenn man die Anwohner mal zu einer Testfahrt ins Emsland einladen würde.
Seit ich in Schanghai mit dem TR gefahren bin, gehöre ich zu den Befürwortern und den Verfechtern dieses Transportmittels.....Da kann man alles Andere vergessen.
Den Gegnern die als Argument "verschleudern von Steuergeldern" anführen, denen sollte man mal klar machen, wieviel der Bau billiger käme wenn man sich nicht mit ihren Verzögerungs -und Hinhaltetaktiken rumschlagen müsste.
Irgendwie kann man auch weiss vor Wut im Gesicht werden wenn Schanghaier-Fremdenführerinnen vom "Guten Mann Schröder" sprechen, weil er China 1 Mrd. für den TR gegeben hat, und in MUC streitet man um 250 Millionen die noch nicht "gedeckt" sind.
 
Zurück
Oben