Transrapid

Leuchtenbergring->Hbf braucht derzeit 11 Minuten, Marienplatz->Hbf 3 Minuten ;) Damit stimmt zumindest Deine Leuchtenbergring-Rechnung nimmer. 5 Minuten umsteigen von S-Bahn zu TR am Hbf mit Gepäck dürfte nicht wirklich stark untertrieben sein!

Der Check-In mag ein wichtiger Punkt sein, hat nur leider mit dem TR herzlich wenig zu tun!

Und er mag nicht für Langstrecke konzipiert sein, seine wahre Überlegenheit spielt er dennoch erst dort aus. Vereinfacht gesagt: Ob ich jetzt zum Flughafen 10 oder 25 Minuten brauche ist wurst, nach Berlin 5 oder 1,5 Stunden, das macht einen Unterschied! Und das ist das Geld wert!

Whoops
 
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Whoops, eine 2. "Bummel-S-Bahn" ist eben genau das was wir schon haben. Deswegen ist es ein völliger Unsinn nun so eine Zwitterlösung zu wählen.

Sinn und Zweck des TR (oder auch X-press-S-Bahn) ist es den fehlenden ICE-/Fernbahnan-Anschluss zu ersetzen. Das hat oberste Priorität. Alles andere ist reines Abfallprodukt. Der Münchner selbst wird relativ wenig vom TR oder auch X-press-S-Bahn haben. Kaum jemand wird von Moosach über den HBF zum Flughafen fahren. Und alles was in Richtung Ostbahnhof wohnt oder über diesen nach Mchn. einfährt ist auch mit der "Bummel-S-Bahn" einigermaßen gut bedient.

Es ist eben wie so oft im Leben. Alles kan man nicht haben. Und hier ist es genauso. Man muss sich schon entscheiden. Aber wenn man bummeln will kann man sich die Kosten für die Ude-Krampflösung sparen.
 
Einen echten Fernbahnanschluß wird man, wegen des immer noch nötigen Umsteigens, auch durch einen TR nicht wirklich ersetzen können!

Und den Sinn einer schnellen Anbindung sehe ich nicht nur in einem Service für Nicht-Münchner. Auch und gerade die Münchner haben ein Interesse an einem schnelleren öffentlichen Anschluß an den Flughafen. Dieser in Form einer (trassenmäßig weitgehen unabhängigen) Super-S-Bahn mit 2 Halten in der Innenstadt sowei noch einem oder 2 an Verkehrsknoten beim Verlassen der Stadt, Fahrzeit ca. 20 min, Takt 10 min wäre sinnvoller als jeder TR, v.a. wegen der Kosten/Nutzen-Abwägung. Eben keine Bummel-S-Bahn. Darüber, ob und wieweit der MAEX eine realistische Umsetzung dieser Wunschvorstellung ist, darf durchaus diskutiert werden!

Whoops
 
Einen echten Fernbahn-Anschluss wird MUC erst haben, wenn der TR über den Flughafen hinaus zB nach Nürnberg(-Leipzig-Berlin) verlängert wurde. Dadurch können dann einige (sicher nicht alle!) Flüge auf dieser Achse eingespart werden, das wird die Grünen freuen, und MUC hat wieder mehr Kapazitäten für Langstrecken.
Wie wäre denn der Deal? MUC verzichtet vorerst auf die dritte Bahn, dafür wird der TR MUC-NUE-LEI-SXF gebaut :-)
 
@whoops,
ich hatte mit 2. Stammstrecke geschrieben. Fuer die Strecken Marienhof -> Hauptbahnhof und Leuchtenbergring -> Hauptbahnhof habe ich genau die Zeiten des MAEX genommen (halt in ungedrehter Richtung). Da dieser auf der 2. Stammstrecke als normale SBahn dort mitfaehert, werden die SBahnen in der umgedrehten Richtung diese Geschwindigkeiten haben. Oder wenn nicht, wird der MAEX langsamer.
 
dass ude der schlimmste münchner ob ist, würde ich, auch wenn ich kaum einen anderen erlebt habe, nicht unbedingt sagen. dafür steht für mich schon sein vorgänger durch seinen eingriff in die hochhauspolitik nach seiner amtszeit. natürlich hätte der amtierende ob die "bedrohung" ernster nehmen sollen. verstehe das aber eh nicht ganz: hochhäuser ja, tr nein... klingt, als wolle man beides nicht, müsse aber einem zustimmen, da man sich "dem fortschritt nicht verschließen" kann. aber vermutlich halt die finanzierung wieder mal...

aber das mit städtisch oder privat...
ich muss sagen, ich freue mich nicht auf den tag, an dem das wasser nicht mehr von den swm kommt oder auch häuser irgendwem gehören, der kaum eine ahnung hat, wo seine ganzen erworbenen bauten eigentlich stehen, wie sie noch stehen - und ob sie überhaupt noch stehen...

jedenfalls, wenn tr und maex (wäre nicht einfach "max" besser?) auch nur annähernd ähnlich zu bewerten sind, dann hat der tr einfach einen vorsprung. was meiner meinung nach immernoch unterschätz wird, ist der wert der prestige. natürlich, wenn´s finanziell nicht geht, geht´s nicht. aber welches bild hat z.b. der dt. durchschnittsbürger von new york, hongkong, schanghai? in aller regel mal die skyline. von paris? eiffelturm. sydney? oper. das jetzt mehr architektonisch. aber z.b. rio? zuckerhut (und christus-statue). und wie kennt er eine große stadt wie melbourne? gar nicht.
insgesamt meine ich nicht, dass sich dadurch ein tr rechnet, aber etwas von weltweiter bekanntheit färbt (wirtschaftlich positiv) ab, wird zur assoziation. muc ist da nicht schlecht aufgestellt, aber der durchschnittliche ausländer wird muc, sollte es einen tr haben, dann nicht ausschließlich damit assoziieren, dass es hier ein defizitär betriebenes verkehrsmittel gibt.
ist aber die deutsche grundstimmung. in china heißt es:
transrapid :bow: :bow: :wave: :dance: :dance:
egal, ob der sich gerechnet hat oder nicht.
bei uns mal grundsätzlich: transrapid??! :o :o :eyeb: :think: :thbdwn:
zugegebermaßen wünsche ich mir unter keinsten umständen chinesische zustände hier. was die machen mag durchaus nicht nur unvernünftig scheinen, sondern auch sein, aber die grundsätzlich vorsichtige haltung der deutschen mit ablehnender tendenz wird meines erachtens etwas zu oft mit vernunft verwechselt. kann man uns deutsche vernünftig nennen (bureaucracy... :whistle: )???
es ist ja nicht unbedingt so, dass durch hiesige politik ressourcen (natürlich, finanziell, etc.) besonders geschont werden und dass nicht etliche errungenschaften durch z.b. börokratie und fundamentale umständlichkeit wieder verloren gehen.

aber ich bin nicht der, der über tr oder maex zu entscheiden hat und froh drum. akzeptieren werde ich den entschluss schließlich (müssen). aber ich bin durchaus einem projekt mehr zugetan.

und hier speziell ist mir der vorteil von maex gegenüber tr nicht besonders klar, bzw. die argumentation.
ja genau, wie kann eine s-bahn 15 min brauchen, während eine andere auf ein und demselben gleis vor ihr fahrende 45 min braucht?
warum kostet es immernoch etliche millionen, wenn nichts weiter unternommen wird, als soeben angeführter versuch der quadratur des kreises?

und nachteile sehe ich bei der s-bahn auch noch in anderem:
auf ihr lastet scheinbar der fluch der willkür => unzuverlässlichkeit. es vergeht kein tag ohne unregelmäßigem s-bahnverkehr. dann lieber eine express-u-bahn zum airport oder eine straßenbahn (immernoch zuverlässiger). ;D
außerdem war letztes jahr wochenlang nachts und am we tagsüber die stammstrecke wegen ausrüstung mit neuem leit-/signalsystem gesperrt. plan: strikte verkehrsabfertigung für 10-min-takt bei allen (einem großteil der) s-bahnlinien. maßnahmen: z.b. 30-sec-halt.
realität: man wartet jetzt deutlich länger auf die nächste s-bahn, was nicht an strikter einhaltung der 30-sec-intervalle liegt. es steht nämlich regelmäßig auf den anzeigetafeln: nächster zug: 3 min. das kann rechnerisch unmöglich aufgehen, wenn es auf einem gleis einen 10-min-takt bei nahezu 10 s-bahnlinien geben soll. und wenn der zug dann mal da ist, steht er keine 30 sec. da muss man schon in der 2. klasse und wissen, dass nach 30 41 kommt oder so, um die sekunden mitzählen zu können.
vermutlich gilt es in muc aber als zumutbar, mehr zeit zu haben, in den hbf einzusteigen, weil wir ja im gegensatz zu sonst wo so kluge bevölkerungsteile haben.

p.s. laut br kam gestern irgendeine studie raus. aussage u.a.: deutsche sind europas größte pessimisten. aber das sehe ich weniger so... ich glaube nicht, dass wir so gut sind, dass wir irgendwo eine führungsposition innehaben...? :shut:
:whistle: ;D

p.p.s. das mit dem feinstaub liegt doch nur an den ehrliche messungen münchens. die tollen werte von cgn kommen durch messungen im "kölner englischen garten" zustande und ob mad nicht einfach 0 feinstaubbalstung hat, weil sie einfach gar nicht messen? verzeihung, aber im gegensatz zu muc sind die allerallerallermeisetn städte außer sin im wahrsten sinne des wortes einfach dreckig, selbst andere deutsche städte. :whistle:
na klar, andere städte im ausland haben keinen "feinstaub", da ist das "fein" bereits am "staub" erstickt.
;D
 
whoops hat gesagt.:
-Check-in ist kein Argument pro Transrapid, wenn man will, geht das auch mit einer S-Bahn (gab es sogar schon mal, am Anfang des neuen Flughafens, wurde nur nicht angenommen von den Pax, und außerdem, wie soll denn das werden beim TR? Hat da jede Popel-Airline einen Counter am Hbf, glaub eher nicht)

Check in im HBF bei einer S-Bahn -> geht nicht! Problem ist, dass Du nicht in den 30sec. das Ganze Gepäck ein- und ausladen kannst. Das geht nur an einem seperaten bahnsteig, bei dem der Zug länger hält als die 30 sec....
 
Chris99 hat gesagt.:
Check in im HBF bei einer S-Bahn -> geht nicht! Problem ist, dass Du nicht in den 30sec. das Ganze Gepäck ein- und ausladen kannst. Das geht nur an einem seperaten bahnsteig, bei dem der Zug länger hält als die 30 sec....

Ich glaube nicht dass das Gepäck früher (als es den Hbf-Check-In noch gab) in der S-Bahn mitgenommen wurde. Da wird dann regelmässig ein Kleinlaster ins Moos gefahren sein.
 
phoenix hat gesagt.:
ja genau, wie kann eine s-bahn 15 min brauchen, während eine andere auf ein und demselben gleis vor ihr fahrende 45 min braucht?
Du meintest 25. Vor allem die 2. Stammstrecke mit einer Durchfuehrung von Leuchtenbergring bis zum Hauptbahnhof mit einem Zwischenhalt Marienhof wird einiges rausholen.

phoenix hat gesagt.:
10-min-takt bei nahezu 10 s-bahnlinien geben soll.
Nicht alle SBahnen haben 10 Minuten Takt. Und wenn sie einen haben, dann auch nicht den ganzen Tag lang.
phoenix hat gesagt.:
na klar, andere städte im ausland haben keinen "feinstaub", da ist das "fein" bereits am "staub" erstickt.
;D
In Muenchen kommt meiner Ansicht nach lange Winterwetter sehr erschwerend hinzu. Durch die Kiesstreuung oder irgendwie so, hat man im Winter ja wesentlich mehr Feinstaubtage, als im Sommer.
 
Zuletzt bearbeitet:
phoenix hat gesagt.:
was meiner meinung nach immernoch unterschätz wird, ist der wert der prestige. natürlich, wenn´s finanziell nicht geht, geht´s nicht. aber welches bild hat z.b. der dt. durchschnittsbürger von new york, hongkong, schanghai?

Das mit dem Prestige ist imho auch ein enorm wichtiger Punkt. Schaut euch doch mal einen Reisebericht über Shanghai oder China im Allgemeinen an - zu allererst sieht man die Skyline von Pudong New Area und dann den TR! Der TR ist mittlerweile zu einem Symbol von Chinas Wirtschaftswunder geworden! Erst danach (außer es ist ein Kultur-Beitrag) kommen Bilder von anderen Städten, wie z. B. Hongkong oder Peking...
 
... und so ein Transrapid in Werbebemalung der DBA oder HLX würde sich auch besser machen als eine DB-Express-S-Bahn!!! :cool:
 
http://www.wochenanzeiger.de/article/58202.html

No comment zu Ude....

Aktuelles - Artikel vom 23.03.2006
München - Ude will nicht schweben
Der Oberbürgermeister heizt die Debatte um den Transrapid an

Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) will auch weiterhin nicht magnetschweben: Der vielleicht berühmteste Gegner der geplanten Magnetschwebebahn zwischen Münchens Hauptbahnhof und dem Flughafen hat in dieser Woche eine eigene Alternative zum Transrapid vorgestellt – eine Maex genannte Express-S-Bahn (München- Airport-Express). Sie soll nur an wenigen Bahnhöfen halten und mit 140 Kilometern pro Stunde Richtung Airport fahren.
58202.jpg
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Für Bayerns Verkehrsminister Erwin Huber (CSU) sind die Pläne dagegen Schnee von gestern: „Spät dran ist der OB.“ Bereits vor vier Jahren habe man darüber diskutiert, eine Express-S-Bahn anstelle des Transrapids zu bauen. Doch schon damals habe sich der Transrapid als beste Lösung entpuppt, „da er die schnellste Verbindung ermöglicht und den größten Zuwachs an Fahrgästen erwarten lässt.“
Ude sieht den Maex dagegen als leistungsfähige Alternative zum Transrapid. „Er verursacht deutlich weniger Lärm, weil er sich in das bestehende S-Bahn-System einfügt. Und es entsteht keine zusätzliche Bahn-Trasse wie beim Bau einer Magnetschwebebahn – das kommt einer geringeren Belastung für die Anwohner gleich.“ Die beschleunigte S-Bahn würde rund 25 Minuten vom Hauptbahnhof zum Flughafen brauchen – statt bislang rund 40 Minuten, wie die vom Stadtrat beauftragten Verkehrsexperten, darunter Prof. Dr. Jürgen Siegmann von der TU Berlin, herausgefunden hätten. Im 15-Minuten-Takt würde der Maex auf den Schienen der Flughafenlinie S 8 fahren, die dazu allerdings an manchen Stellen ausgebaut werden müsste. Und weil auch die „normale“ S 8 im 15-Minuten-Takt fahren würde, gäbe es so alle 7,5 Minuten eine S-Bahn über den Münchner Osten gen Flughafen. Im Gegensatz zur S 8 allerdings würde der Maex auf dem Weg nur drei bis vier Mal halten: Am Marienhof, am Leuchtenbergring, in Unterföhring und eventuell in Ismaning. „Was mich besonders freut: Vom Rathaus aus würde ich nur 22 Minuten zum Flughafen brauchen“, rechnet Ude vor. „Mit dem Transrapid dagegen bräuchte ich 23 Minuten: Ich müsste ja erst zum Hauptbahnhof fahren, um einzusteigen.“
Für die Bayerische Magnetbahnvorbereitungsgesellschaft ist das kein stichhaltiges Argument: „Es geht bei den Planungen nicht darum, dass Herr Ude schnellstmöglicht zum Flughafen kommt“, so ein Transrapid-Sprecher. „Es geht darum, die beste Anbindung für den Großteil der 28 Millionen Flughafengäste zu finden.“ Denn 80 Prozent der Fluggäste würden gar nicht aus dem Großraum München stammen: Sie reisen, wenn nicht mit dem Auto, dann mit der Bahn an: und kommen damit zunächst im Hauptbahnhof an. „Sie könnten also gleich in den Transrapid steigen, der sie im 10-Minuten-Takt innerhalb von zehn Minuten zum Flughafen fährt – und nicht in 25 Minuten.“
Neben dem 7,5-Minuten-Takt wirft OB Ude auch die Kosten in die Wagschale. Die Express-S-Bahn Maex veranschlagt er auf 625 Millionen Euro, das seien nur rund 40 Prozent der 1,6 Milliarden Euro, die der Bau der Magnetschwebebahn kosten würde. Egal ob S-Bahn und Transrapid: Zahlen sollen der Freistaat und die Deutsche Bahn – beides große Freunde der prestigeträchtigen Magnetschwebebahn. Ob sie also bereit wären, eine schnöde S-Bahn zu finanzieren, ist fraglich. „Natürlich wird Bahnchef Mehdorn seine Meinung bezüglich des Transrapids nicht ändern“, schätzt Ude. „Aber er muss die Diskussion einer Alternative aushalten. Und wenn unsere Alternative Fürsprecher in Bund und Freistaat findet, wovon ich überzeugt bin – dann kann sich die Bahn meines Erachtens nach, der Express-S-Bahn nicht weiter verschließen.“
Bei den CSU-Parlamentariern für den Münchner Norden bröckelt die Transrapid-Zustimmung jedenfalls: Der Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer, der Landtagsabgeordnete Joachim Unterländer und die Stadträtin Mechthilde Wittmann wollen der Magnetschwebebahn nur zustimmen, wenn die Trasse im gesamten Stadtgebiet unterirdisch verläuft. Geschätzte Kosten für die zusätzlichen Tunnel: 200 Millionen Euro. „Das sind wir den Anwohnern schuldig – sonst ist der Lärm zu gewaltig“, sagt Unterländer gegenüber dem SamstagsBlatt. „Wenn die Untertunnelung nicht finanziert werden kann, werde ich gegen den Transrapid stimmen.“
Doch ob Ude auch auf Regierungsseite Fürsprecher findet, ist fraglich. Denn Bayerns Verkehrsminister Huber verweist auf die besondere Finanzierungsmöglichkeit des Transrapids: „Für den Transrapid steht als Technologie-Sonderprojekt ein Sondertopf der Bundesregierung zur Verfügung.“ Die Express-S-Bahn dagegen müsse aus dem Topf für allgemeine Nahverkehrsmittel finanziert werden und würde die Realisierung anderer Nahverkehrsprojekte in ganz Bayern beeinträchtigen.
Doch nicht nur um Fahrtzeiten und Baukosten geht es beim Streit um den Transrapid, wie die Bayerische Magnetbahnvorbereitungsgesellschaft ergänzt: „Wenn wir nicht endlich eine Magnetschwebebahn in Deutschland vorzeigen, sind wir bald raus aus dem Geschäft mit der Transrapid-Technik: Die Chinesen kopieren uns ja bekanntermaßen bereits. Wenn wir unsere Technik verkaufen wollen, sind wir nur glaubwürdig, wenn wir sie auch im eigenen Land nutzen.“ Das räumt auch Ude ein. Bloß: „Ob die 37 Kilometer durch teils dichtbesiedeltes Terrain als ‚Referenzstrecke’ für den Hochgeschwindigkeitszug herhalten muss, ist fraglich: Warum verbindet er keine zwei Großstädte?“, fragt er. „Dass die Strecke zu kurz für den Transrapid sei, ist kein gutes Gegenargument“, so der Sprecher der Bayerischen
Magnetbahnvorbereitungsgesellschaft „Warum soll ein Zug schlecht sein, nur, weil er schnell ist? Ist doch prima, wenn er die Strecke zum Flughafen in zehn Minuten fährt. Er wird dabei weite Strecken in seiner Höchstgeschwindigkeit fahren können, denn er erreicht innerhalb von 180 Sekunden 350 Kilometer pro Stunde.“
„Wohin der Zug rollt“, ist derzeit also noch völlig offen. Klar ist nur, dass sich der Streit zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der Stadt weiter zuspitzt. Verkehrsminister Huber will die Express-S-Bahn zwar prüfen, gleichzeitig fordert er den Oberbürgermeister aber zur Ruhe auf: „Ude sollte jetzt nicht länger nachkarten und lieber die großen Chancen für München und den Industriestandort Deutschland sehen, die der Transrapid bietet.“ Von Nadine Nöhmaier
Zug um Zug: So geht’s weiter
Am 5. April stellt Ude den Maex in der Vollversammlung des Stadtrats vor.
Von 27. April bis 26. Mai werden die Planfeststellungsunterlagen für den Transrapid im Stadtmuseum ausgestellt. Alle Bürger können die Pläne einsehen und gegebenenfalls Einwendungen erheben. Ude will parallel dazu in der Stadt, im Freistaat und in Berlin für seine Konkurrenz-Idee werben.
Am 5. Mai findet eine außerordentliche Bürgerversammlung zum Transrapid-Projekt für die betroffenen Bezirksausschüsse im Löwenbräukeller statt. Ude: „Das dürfte die größte Bürgerversammlung in der Stadtgeschichte werden. Ich bin überzeugt, dass 90 Prozent der Bürger gegen den Transrapid sind.“
Gegen Ende des Jahres könnte voraussichtlich die Entscheidung pro und kontra Transrapid fallen.
Express-S-Bahn Maex
Fahrstrecke: 41 Kilometer Fahrzeit: 25 Minuten – im 15-Minuten-Takt; Fahrpreis: 8,80 Euro; Stationen: Hauptbahnhof, Marienplatz, Leuchtenbergring, Unterföhring, eventuell auch: Ismaning; Tunnel: 11,3 Kilometer; Spitzengeschwindigkeit: 160 km/h; Kapazität: 544 bis 1632 Plätze; Kosten: mindestens 625 Millionen Euro.
Magnetschwebebahn Transrapid
Fahrstrecke: 37,4 Kilometer; Fahrzeit: 10 Minuten – im 10-Minuten-Takt Fahrpreis: voraussichtlich 14,40 Euro; Stationen: Hauptbahnhof, Flughafen; Tunnel: 8,7 Kilometer; Spitzengeschwindigkeit: 350 km/h Kapazität: 400 Plätze, Kosten: mindestens 1,6 Milliarden Euro.
 
Chris99 hat gesagt.:
Check in im HBF bei einer S-Bahn -> geht nicht! Problem ist, dass Du nicht in den 30sec. das Ganze Gepäck ein- und ausladen kannst. Das geht nur an einem seperaten bahnsteig, bei dem der Zug länger hält als die 30 sec....

Das ist doch auch wieder so ein Scheinargument, tut mir leid!

Erstens, so wie ich die Bahn kenne, wird die so pervers sein, und das Zeugs mit dem Laster fahren. Mach die Bahn nämlich immer so.

Zweitens, wenn ich meine, einen eigenen Bahnsteig zu brauchen, dann bau ich halt einen. Wenn das für den TR geht, dann geht das für den Maex auch. Also wirklich! Stellt Euch halt nicht an.

Ich bin ja durchaus aufgeschlossen Pro-Argumenten gegenüber, nur bitte halt nicht immer so Pseudo-Argumenten. Dann sagt halt, "ich will das Ding aber haben", das ist nachvollziehbarer.

Ein nachvollziehbares Argument zB ist das Prestige. Das wäre zweifellos gegeben. Nur kaufen kann man sich davon leider nichts.
Montréal hat auch mal gemeint, Prestige über alles setzen zu müssen; die haben für die Olympischen Spiele gebaut wie die wilden, ohne daß sie sich es leisten hätten können. Die zahlen heute noch mit einer Sondersteuer ihre Schulden ab, die Spiele waren aber 1976!
Also, selbst wenn der gewünschte Prestigeeffekt eintritt, daß sich das lohnt, ist noch lange nicht gesagt. Und des Prestige eines TR, wo wir nicht die ersten sind auf der Welt...

Whoops
 
Oben in dem Artikel stehen 140 km/h unten wieder 160 km/h fuer den MAEX....verstaendlich ist das nicht wirklich. Die normalen SBahnzuege in Muenchen haben glaub ich eine maximalgeschwindigkeit von 140 km/h, werden aber nur bis 120 km/h betrieben. Entweder er benutzt diese Zuege, oder es werden neue Zuege eines anderen Modells hermuessen. Auf diese Versammlung am 5. Mai bin ich uebrigens echt gespannt :)!
 
@whoops, er wollte vor allem auf die laengere Haltezeit hinaus. Wenn 3 Transrapids in einem 10 Minutentaktverkehren dann bedeutet dass eine Haltezeit von 5 minuten bei beiden Endpunkten. => genug Zeit Gepeack ein und auszuladen.

Wenn du nun einen eigenen neuen Haltepunkt fuer den MAEX beim Hauptbahnhof hinbauen willst, dann kostet das schnell 100-200 (sehr grob geschaetzt aus den Zahlen, die ich vom UBahnbau kenne) Millionen mehr.

Prestige ist sicher nur ein weicher Faktor. Bei Shanghai sieht man ja nun wirklich oft den Transrapid auf Shanghai Bildern/Plakaten. Wenn ueberhaupt ist das nur sehr schwer berechenbar, aber es wird etwas haengen bleiben, da die Bekanntheit bzw Praesenz von Muenchen steigt, der Wirtschaftsstandort als moderner betrachtet wird.

Aber wie gesagt, ein weicher Faktor, der es schoen ist mitgenommen zu werden und wenn man ihn fuer etwas mehr bekommt auch lohnt bedient zu werden, aber er sollte nicht die grundlegende Entscheidungsgrundlage sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu den Check-In-Möglichkeiten:
Meines Wissens hat LH bereits einen Check-In am HBf bei einer Express-S-Bahn-Lösung ausgeschlossen mit der Begründung, Rad/Schiene sei zu unzuverlässig.

Imho ist das nur zu verständlich und noch ein Grund gegen Maex.
 
Das ich den TR zum MUC fur eine ausgemachte Geldverschwendung halte mag mancher vielleicht noch in Erinnerung haben. Aber auch das von Ude nun vorgestellte Konzept hat in meinen Augen Schwachen. Wie leicht es sich mache der TR Beforworter hier aber mit der Aburteilung der Alternative machen spricht auch nicht gerade fur selbige und das von ihnen beforzugte Modell.

Zur Person:
Wenn jemand wie Prof Siegmann seinen Namen fur ein solches Projekt hergibt, dann konnen diejenigen von Euch, die keine tiefere Ahnung vom Bauingenieurwesen haben davon ausgehen, dass das Hand und Fuss hat. Der gute Mann ist einer der 5 angesehensten Bahningenieure in D, der dazu auch nicht wie andere auf der Payroll der DB steht. Und dass Wissenschaftler in D numal sehr haufig Beamte sind, wenn sie als Professoren unterrichten wollen sogar seien mussen, ihm zum Vorwurf zu machen, halte ich fur sehr unfair.

Zum Projekt selber:
Ich habe das Gefuhl, dass eine Hauptaufgabenstellung des Projektes seien sollte, dass es moglichst kostengunstig umsetzbar ist. Was per se auch sehr zu begruessen ist und in der Tat eines der schlagenden Argumente fur das ganze Projekt ist. 400nochwas Mio zu 2 Milliarden spricht fur sich. Deswegen ist auch die Westvariante nicht vertieft untersucht worden, obwohl die Fahrzeiten bewogen auf den HBF guenstiger waeren.

Die geplanten Halte des MAEX in Unterfoehring und/oder Ismaning halte ich fur nicht noetig. Von dort ist man mit der S8 bereits gut genug angebunden. Schwachpunkt ist auch, dass die neue statt der alten Stammstrecke benutzt werden soll. Dadurch ist kein Halt am Ostbahnhof moeglich. Aber gerade als Knotenpunkt von S- und U-Bahn koennten dort viele Menschen von einem MAEX profitieren. Ebenso Umsteiger aus Richtung Rosenheim, Innsbruck. Von dort waere der MAEX die deutlich bessere Alternative als der TR im Hbf Im Hbf sind die Wege wesentlich laenger und man muss mehrere Ebenen ueberwinden. Ganz zu Schweigen, dass der Fahrzeitgewinn des TR wegen der langen Stadtumrundung vorher mit dem Zug nahe Null ist. Fuer alle Fernreisenden aus dem Osten ist also der MAEX die bessere Alternative.

Gleichzeitig wuerde ich mir aber auch auf der Westtrasse einen MAEX wuenschen, der dann als richtiger Airportexpress oberirdisch aus fuer ihn reservierten Gleisen des Starnberger Fluegelbahnhofs im HBF abfahren koennte. Dort sind dann auch so Schnickschnacks wie Lounges und Einchecken moeglich. Die Fahrzeit hierfuer wuerde wie in dem Gutachten angedeutet bei etwa 20min liegen. Wenn man bedenkt, dass der Hauptbahnhof etwa auf der Hoehe wo heute die Starnberger Gleise beginnen in den naechsten Jahren eh eine Unterfuehrung bekommen soll, denn hat der Airport Express dort die wesentlich besseren Umsteigebedingungen fuer im HBF ankommende Fernreisende. Der TR wird irgendwo auf Ebene -2 oder -3 nur ueber mehrere Rolltreppen zu erreichen sein. Der Starberger Fluegelbf hingegen bequem ueber die neue Unterfuehrung, die eh kommen wird. Durch die bequemeren und schnelleren Umsteigebedingunegn im Hbf wird ein Grossteil des 10min Fahrzeitvorteils des TR wieder aufgefressen. Je nach Gepaeck und Alter des Umsteigers Tippe ich auf 5 bis 10min. Damit wird deutlich, dass das Argument nur der TR koenne eine effektive Verbindung von Fernverkehr und MUC herstellen zur Legende.

Ein paar allgemeine Anmerkungen:
- Ein MAEX kann Unterfoehring und Ismaning deutlich schneller als 40 durchfahren. In anderen Teilen der Welt hat man in solchen Faellen gute Erfahrungen mit Bahnsteigtueren gemacht.

-Das Argument mit dem Eincheckem am HBF gegenueber der Ude Variante ist auf den ersten Blick richtig, bleibt aber abzuwarten. Wenn das System funktioniert (habs in Hong Kong letzten Monat erst wieder selber ausprobieren durfen, fantastisch!) ist es gut. Allerdings sind die weltweiten Erfahrung damit durchwachsen. Beim heathrow Express wurde diese Moeglichkeit im BF Paddington wieder abgeschaft, weil es einfach zu wenig Nutzer hatte bzw. die Airlines mittlerweile jeden Pfennig zweimal umdrehen.

-Das Argument, dass ein richtiger ICE Fernbahnanschluss fuer MUC wegen dessen Lage nicht mehr moeglich ist, halte ich fuer herbeigehlt. Sicher, die NBS nach Nuernberg laeuft 30km westlich. Aber man muesste auch mal fragen, fuer welche heutigen ICE-Halte denn ueberhaupt MUC in akzeptabler Entfernung laege wenn der ICE zufaellig vorbeikaeme. Ausser Nuernberg, augsburg, Ulm und Stuttgart fallen mir da wenig ein. Und von Stuttgart und Nurnberg fliegt die LH bereits 5 bis 6 mal taeglich Zubringer zu ihren und den Star Fliegern. Die Kombination 70min ICE plus Umsteigen in den TR macht fuer Nuernberg im besten Fall 90min Gesamtreisezeit mit dem oeffentlichen Verkehr. Der LH Zubringer oder das Auto, beides gleichschnell oder schneller und billiger ist hier kaum zu schlagen. Und fuer Leute aus der richtung Stuttgart ist ide Fahrzeit mit dem ICE auf absehbare Zeit noch deutlcih zu lang. Insbesondere, da man viel schneller mit dem OeV nach FRA kommt. Wenn schon ueber MUC fliegen, dann ist hier die LH ab Stuttgart oder von ULM, Augsburg das Auto schneller und komfortabler weil das Umsteigen entfaellt.
Sonst hat Muenchen Bahnfernverkehr nur noch von Innsbruck und Salzburg. Beiden Destinationen ist aber bei einem Umstieg am Ostbahnhof in einen MAEX deutlich besser gedient als mit dem TR via HBF. Zumal auf mittlere Sicht der Verkehr von Salzburg ja ueber Muehldorf gefuert werden soll und es mit der Walpertskirchner Spange dann sogar ohne Umsteigen zum MUC geht. Da kaeme der TR nur noch aus Sightseeinggruenden in Frage.
Ich halte es also fuer eine Maehr, dass man mit dem TR grosse Massen an Umsteigern aus dem Fernverkehr abschoepfen koennte. In der Mehrzahl werden die mit dem Zug Anreisenden in MUC auch in Zukunft aus der erweiterten Region kommen und nur ein Bruchteil aus dem Fernverkehr.
Wenn man diesen reisenden etwas gutes tuen will, dann muss man MUC an die Muehldorfer und Landshuter Strecke der Eisenbahn anbinden. dann kann man Eilzuege aus der Region am Hauptbahnhof in 10min wenden und Richtung Muehldorf, Regensburg-Oberpfalz oder Plattling-Passau durchbinden. Das ist fuer die Mehrzahl dieser Ziele eindeutig komfortabler.

-Das Argument mit der besonderen Finanzierung fuer den TR ist richtig. Aber deswegen ist es nicht aussichtslos diesen Topf fur eine bessere Schienenerschliessung von MUC umzuwidmen. Als damals der TR Hamburg-Berlin beerdigt wurde, wurde auch der noetige Betrag fuer den Ausbau der Bahn aus dem Topf umgeschichtet. Man halt der Meinung war, dass zwischen den zwei groessten deutschen Staetden die Verbindung deutlich verbessert werden muesse. Und dann ging das auch. Wenn nun also das Beduerfnis in MUC so ueberwaeltigend ist wie von den TR Befoerworten dargestellt (was ich grundsaetzlich gar nicht anzweifle), dann wuerde eine Bundesregierung auch diesesmal wieder einen deutlichen Betrag der TR Summe fuer die S-Bahn abzweigen. Schliesslich gehoert eine explizit bayrische Partei sogar dieser regierung an.
Insgesamt beisst sich bei diesem Argument also irgendwie die Katze selber in den Schwanz, um es mal salopp zu sagen.

-Prestige: Auch das Argument halte ich fuer nicht verkehrt. Aber aus Prestige verbuddelt man nicht mal eben 2 Milliarden wenn intelligenter auch billiger geht.
Uebrigens ist schon so manche Airline wegen aus Prestige geflogenen Strecken auf selbiger geblieben. Prestige kann sehr teuer werden.


Ich freue mich auf sachliche Widersprueche, die ueber das hier vorherrschende pauschale 'das ist doch alles Schwachsinn was du schreibst', hinaus gehen.
 
@JoFMO,
der Transrapid kostet 1,6 Milliarden, nicht 2 Milliarden, der MAEX soviel ich gelesen habe 625 Millionen, nicht 400. Sicher kann es zu Preissteigerungen kommen, ist ja leider ziemlich ueblich, allerdings kann man ja davon ausgehen, dass das auf beide Projekte prozentual aehnlich zutrifft, deshalb wuerde ich mit den angegebenen Zahlen diskutieren.

Ein MAEX ueber die 1. (alte) Stammstrecke waere verheerend, da er sich bei den SBahnen einordenen muesste, die noch am Karlsplatz, Isartor und Rosenheimer Platz zusaetzlich halten.

Weiter unten bist du von einem oberirdischen Einstieg ausgegangen, deshalb gehe ich davon aus, dass du dann den Suedring befahren willst. Allerdings muss fuer solch einen zusaetzlichen Verkehr der Suedring weiter ausgebaut werden, der teilweise ziemlich zugebaut ist und im staedtischen Umfeld nicht billig waere. @munich hatte so eine Variante glaub ich mal durchgerechnet und kam auf ganz andere Zeiten als 20 Minuten.
 
@ JoFMO

Hat dein lieber Prof. eigentlich auch die ganzen Flachdächer geplant, die diesen Winter alle eingstürzt sind, wenn er so eine Kapazität ist??? :D


@ all

In den Umbauplänen des HBF aller Varianten ist von Seite der Bahn immer der Transrapid enthalten, ohne Einschränkung!!! ;)
 
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