Transrapid

JoFMO, was unbedingt lobenswert ist, dass du dich mit Sachargumenten gegen den TR stellst. Da bist du leider in der Minderheit...

Zum Thema Durchfahrt Tunnelbahnhof Ismaning / Unterföhring: Ich habe gehört, dass Bahnsteigtüren bei nicht automatisch gesteuerten Zügen nicht verwendet werden können, da man einen Zug von Hand nicht punktgenau anhalten kann. Inwiefern das stimmt, weiß ich leider nicht, erscheint mir aber zumindest logisch. Und ohne Bahnsteigtüren kann man einen Tunnelbahnhof wirklich nicht mit v>100 km/h durchfahren.

Ist es wirklich geplant, Züge aus Salzburg über Mühldorf und MUC zum HBf geführt werden sollen? Das würde aber die Fahrzeit Salzburg - München doch um mindestens 20-30 min verlängern, oder? Oder soll das nur für einzelne Züge gelten? Aber auch für die Züge, die über den Ostbahnhof zum HBf fahren, ist die Lösung mit TR günstiger. Der Zug fährt über den Südring 8 min + 10 min TR = 18 min. Die S-Bahn braucht vom Ostbahnhof nach MUC genau 30min, der Maex soll am Ostbahnhof gar nicht halten. Die Umsteigezeiten sollten sich am HBf und am Ostbahnhof nicht allzuviel nehmen. Und dann kommt auch noch die Check-In-Möglichkeit am HBf dazu, die einige trotz des zugegebenermaßen recht geringen Zeitvorteils (der aber trotzdem da ist!) zum Umsteigen auf den TR bewegen wird.

Einen großen Markt für den TR hast du gar nicht berücksichtigt: Den Raum Augsburg (inkl. Mering etc.), wo immer mehr Pendler Richtung München wohnen. Für diese bringt der TR enorm viel. In 30 min von Augsburg zum HBf, 15 min einchecken und umsteigen, 10 min nach MUC. Das schafft kein Maex! Den Raum Allgäu hast du auch nicht berücksichtigt, genausowenig wie den Raum Garmisch.

Die Finanzierung ist zugegebenermaßen ein schwieriger Punkt und die Frage, ob es sich lohnt, 1,85 Mrd EUR für den TR auszugeben, hat durchaus seine Berechtigung. Eine vernünftige Express-S-Bahn über die Westtrasse mit eigenen Gleisen würde ca. 1 Mrd. EUR kosten. Und 850 Mio. EUR sollte einem meiner Meinung nach die Förderung des Wirtschaftsstandortes Deutschland schon Wert sein! Über die Prestigefragen und dem Sinn öffentlicher Investitionen im Allgemeinen werde ich mich jetzt hier mal nicht auslassen...

Zumal es eine Finanzierungsmöglichkeit für 2. Stammstrecke (~ 1 Mrd. EUR) und der vernünftigen Express-S-Bahn (~ 1 Mrd. EUR) nicht geben wird. Denn die TR-Mittel des Bundes gehen wenn schon in den Osten (z. B. ICE Nürnberg - Erfurt - Berlin), aber sicher gibt es die nicht für eine S-Bahn im reichen Bayern...

Aber nochmal: Ich finde es gut, sich auf diesem SACHLICHEN Niveau über den TR zu unterhalten!
 
Chris99 hat gesagt.:
[...]
„Was mich besonders freut: Vom Rathaus aus würde ich nur 22 Minuten zum Flughafen brauchen“, rechnet Ude vor. „Mit dem Transrapid dagegen bräuchte ich 23 Minuten: Ich müsste ja erst zum Hauptbahnhof fahren, um einzusteigen.“ [...]
Aha! Daher weht der Wind! ;D

Vielleicht könnte man Herrn Ude "gnädig" stimmen, wenn man den TR bis in seine Amtsstube hinein verlängert. Oder "darfs noch eine weitere kleine Verlängerung bis zum Wohnzimmer sein?!


Leute, so langsam krieg ich mich nimmer! Und was mich sehr wundert, ist, dass Du, werter whoops, diesem Unsinn auch noch was abgewinnen kannst (versteh' mich jetzt nicht falsch! Wir können uns schon über TR oder Schiene unterhalten, jedoch nicht über Bummelzüge! Das ist keine Alternative!).

Es ist doch genau so, wie in obigem Artikel zu lesen war. Die meisten Münchner, die zum Flughafen wollen kratzt doch der Marienplatz nicht die Bohne! Und am Marienplatz bzw. in der Innenstadt wohnen die wenigtsen Bürger. Und bei der Berechnung Marienplatz-MUC würde die 1 Minute plötzlich eine Rolle spielen, die 15 min mehr vom HBF zum Airport interessieren aber keine Sau!

Um mal den Unsinn eines Haltes in Unterföhring und Ismaning zu verdeutlichen, mal die Fahrzeiten von diesen beiden "Großstädten"!

Unterföhring -> Airport 17 min
Ismaning -> Airport 13 min

Selbst vom Leuchtenbergring (28 min) ist die Fahrzeit im begrenzetem Rahmen für das von dort aus startende Klientel noch als hinnehmbar zu bezeichnen (gerade mal 3 min. mehr als bei der Zumutung vom HBF aus).

Der HBF ist und wäre als First-Class-Hub und absolutes Verkehrsverteilzentrum der Stadt München (diesen/dieses stellt er nämlich als absolutes Verkehrszentrum, über das alle S-Bahnen und die meisten U-Bahnen, zusätzlich Busse und Straßenbahnen und natürlich die Fern- und Nahverkehrszüge, dar) und wäre auch mit dem Maex am schlechtesten angebunden bzw. hätte die längsten Fahrzeiten (derzeit 41 min!!! mit der S1 und 39 min mit der S8).

Welche Priorität, so muss doch gefragt werden, hat demgegenüber der Leuchtenbergring oder "Bauernkäffer" wie Unterföhring und Ismaning????!!! (ich kann gar nicht so viel Frage- und Ausrufezeichen machen, wie es notwendig wäre.)

Warum eigentlich nicht auch noch mit einer Schleife und Halt in Germering (ist nach Dachau u. eventuell Freising mit fast 40.000 EW eine der größten Gemeinden im Umland).

Oder wie wär's mit Grünwald? Von dort ist der Flughafen öffentlich ganz beschissen zu erreichen (zwischwen1 Std 10 min und 1 Std 26 min).

Genau diesen Fehler mit den unnötigen Halten macht die DB ja bereits beim ICE. Deshalb ist der Erfolg auch nicht der Gleiche wie beim TGV. Für eine Strecke länger als Mchn-HH von Paris nach Marseilles hält der TGV 1, max. 2 mal.

Es müsste doch für uns Luftfahrenthusiasten ganz einfach zu verstehen sein!

Vom Sekundär- bzw. "Bauernkafflughafen" zum Primär-Hub und dann ab in die große weite Welt. Oder hat schon mal jemand gefordert, dass LH von MUC oder FRA aus nach NYC noch 3 bis 4 Halte einbaut? Na bitte! Warum dann bei einer Express-S-Bahn?!

Frankfurt hat bei seiner S-Bahn von Haus aus nicht so viel Stops, wie das beispielsweise in München der Fall ist. Obwohl vom HBF zum Flughafen FFM Luftlinie die Strecke 9,19 km beträgt hält sie genau 1 mal, nämlich in Frankfurt-Niederrad und schafft damit die Strecke in 11 min.!!!

Was will München? Mit Frankfurt in den Wettbewerb treten? So wird das nix! Dazu ist in der Denkweise denn doch zu viel "Lederhosn" und zu wenig "Depplop" vorhanden. :thbdwn:
 

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JoFMO hat gesagt.:
[...]
Zur Person:
Wenn jemand wie Prof Siegmann seinen Namen fur ein solches Projekt hergibt, dann konnen diejenigen von Euch, die keine tiefere Ahnung vom Bauingenieurwesen haben davon ausgehen, dass das Hand und Fuss hat. Der gute Mann ist einer der 5 angesehensten Bahningenieure in D, der dazu auch nicht wie andere auf der Payroll der DB steht. [...]
Oh gottogott! Wie "erfolgreich" die DB gegenüber dem TGV ist sieht man ja. Wahrscheinlich hat dieser Prof. einen nicht unerheblichen Anteil daran.

Dass er zu den einfachsten Berechnungen nicht fähig ist, habe ich bereits mit meinem vorstehendem Post nachgewiesen.

Vielleicht sollte man mal einen Maschinenbau-Ing. an die Sache ran lassen!

Wir haben gelernt zu rechnen und dass es nicht ausreicht vor eine nackte Wand ein Bäumchen zu malen.
 
Zuletzt bearbeitet:
munich hat gesagt.:
Und was mich sehr wundert, ist, dass Du, werter whoops, diesem Unsinn auch noch was abgewinnen kannst (versteh' mich jetzt nicht falsch! Wir können uns schon über TR oder Schiene unterhalten, jedoch nicht über Bummelzüge! Das ist keine Alternative!).

Auch Du warst nicht immer ein absoluter Verfechter des TR, wenn Du Dich erinnerst. Und ich behaupte auch gar nicht, der Maex wäre der Weisheit letzter Schluß. Und daß ein Bummelzug dabei gerade nicht herauskommen darf, ist auch mir sehr klar.

Aber angesichts der enormen Kosten und der Fragwürdigkeit der Einführung eines neuen, inkompatiblen Systems in unser Verkehrsnetz muß ich mir meines Erachtens ernsthaft Gedanken über die Sinnhaftigkeit eines TR machen. Und der Maex ist halt nunmal das erste vollständige alternative Konzept, das mir bekannt ist. Und ich halte es eben, anders als die meisten hier, nicht von vornherein für nicht erwägenswerten Schwachsinn, sondern, zumindest vom Grundgedanken her, gar nicht für ganz blöde.

Und dabei fang ich ehrlich gesagt nicht an, 22 oder 23 Minuten als Argument zu betrachten. Das ist wurscht.
Und ich halte die Stationen Odeonsplatz-Marienplatz-Sendlinger Tor als Verkehrsknoten für Münchner selbst für wichtiger als den Hauptbahnhof! Daher halte ich einen zweiten innerstädtischen Halt in der Gegend für äußerst effektiv! Hbf-Marienplatz und ab zum Flughafen, je nach Streckenführung evtl noch mit Halt Ostbahnhof oder an Verkehrsknoten im Münchner Norden. Deswegen isses noch keine Bummelbahn, nützt aber auch den Münchnern was. In einem öffentlichen Verkehrsnetz kann ich, auch wenn es Wünschenswert wäre, nicht alles nonstop machen.
Die weitgehende Umsetzung im französischen TGV-Netz ist auch der Tatsache geschuldet, daß da nicht am Wegesrand alle paar Kilometer große, bedeutende Städte sind, wie bei uns. Da tu ich mir viel leichter, nicht anzuhalten. Ich kann hier nicht einfach an Nürnberg vorbeifahren, wenn ich nach Hamburg will. Das liegt einfach am zentralistischen Aufbau des Landes. Und daran, daß es in weiten Landstrichen viel leerer ist als Deutschland, die haben einfach viel mehr Fläche pro Kopf.

Whoops
 
Leute ich brauche eine vernünftige Anbindung zwischen Hauptbahnhof und Flughafen und nicht eine von Obergiesing nach Hinterhuglhaglfing. Viele Reisende kommen mit dem Zug und müssen weiter zum Airport. Da brauche ich eine schnelle Verbindung, welche nicht x - Haltestellen hat, sondern durchfährt.
Warum glaubt ihr, daß in MUC das fly & rail nicht funktioniert wie in FRA. Bestimmt nicht weil FRA schöner ist, sondern eine evektive Bahnanbindung vorhanden ist.
Durch die Versäumnisse in der Vergangenheit ist dieses nicht mehr auf zu holen - sondern nur noch möglich durch den TR diesen Fehler zu begrenzen. Und das schafft nur der Transrapid und kein Ma(e)x und kein Moritz.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@whoops: Du sagst eigentlich genau das, was unsere Fachleute und Politiker machen sollten - grundsätzlich Alternativen anschauen und sich nicht gleich an Einzelheiten oder dem Prinzip aufhängen!
 
JoFMO hat gesagt.:
- Ein MAEX kann Unterfoehring und Ismaning deutlich schneller als 40 durchfahren. In anderen Teilen der Welt hat man in solchen Faellen gute Erfahrungen mit Bahnsteigtueren gemacht.

Na das möchte ich mal sehen, wie Unterföhring und Ismaning (womöglich noch in Eigenfinanzierung) 144 automatische Bahnsteigtüren auf 840 Metern Länge installieren.
Außerdem habe ich eine solche Technik bisher nur bei vollautomatischer Zugsteuerung erlebt (schließlich ist Zentimeter genauer Halt notwendig), was bei der S-Bahn nicht möglich ist.

Offensichtlich kommen nun noch so einige Kostenpunkte hinzu:

- 144 Bahnsteigtüren, Vollverglasung der Bahnsteige, Bau neuer Fluchtwege
- Anschaffung von mindestens 24 neuen Zügen mit vmax von 160 km/h
- Komplett viergleisiger Ausbau zwischen Unterföhring und Flughafen
- Neue Bahnsteige und/oder Wendebahnhöfe am Hauptbahnhof
 
geht ja heiß her hier ;)

zum thema:

ich halte zwar den TR für eine echt klasse technik, aber ihn nur als flughafenzubringer zu nutzen ist für mich mit kanonen auf spatzen schießen. wenn man das ding schon zum flughafen baut, dann bitte mit option es zu verlängern nach nürnberg/prag oder sonstwohin.

in meinen augen das realistischste wäre immer noch ein normaler fernbahn anschluß. jaja, ich weiß, man kann die ICE-strecke nicht schwenken über den flughafen, will ich auch nicht. sondern einfach in München Hbf den Zug umdrehen (bsp mit extra lokführern, die immer nur zwischen MUC und Hbf hin und her gondeln, damit die langstreckenlokführer nicht ewig rennen müssen) und dann auf normalen bahngleisen und einer extra abzweigung (details lass ich den fachleuten) mit dem normalen zug zum flughafen, aussteigen, umdrehen, einsteigen wieder nach Hbf und dann service am zug. damit wäre der flughafen angeschlossen. die längere fahrzeit vom normalen zug würde durch das fehlen des umsteigens wieder reingeholt, check-in umbau können's sich auch sparen und rail-and-fly kann man auch anbieten. das diese lösung nicht optimal ist ist auch klar, aber immer noch besser als eine krücke wie der MAEX.

Saigor
 
whoops hat gesagt.:
Auch Du warst nicht immer ein absoluter Verfechter des TR, wenn Du Dich erinnerst. Und ich behaupte auch gar nicht, der Maex wäre der Weisheit letzter Schluß. Und daß ein Bummelzug dabei gerade nicht herauskommen darf, ist auch mir sehr klar.

Aber angesichts der enormen Kosten und der Fragwürdigkeit der Einführung eines neuen, inkompatiblen Systems in unser Verkehrsnetz muß ich mir meines Erachtens ernsthaft Gedanken über die Sinnhaftigkeit eines TR machen. [...]
Richtig @ whoops! Ich bin diesbezüglich ziemlich leidenschaftslos - und wenn man es mit der Schiene schafft in annähernd gleicher Zeit (würde heißen max 15 min, was bereits 50% mehr sind!) zu fahren und sich dabei wesentliche Kosteneinsparungen ergäben, wäre ich der Erste, der der Schiene das Wort reden würde.

Nachdem es sich jedoch nach unzähligen Diskussionen (auch hier im Strang) herausgestellt hat, dass selbst bei Fahrzeiten von 20 min ein kompletter Neubau der Strecke notwendig wäre (ich hab mir sogar die Mühe gemacht und die Platzverhältnisse an Ort und Stelle überprüft) und damit die Kosten annähernd die gleichen sind, ist diese Frage einfach gelöst.

Wie Du an Hand des "Preisnprofs" sehen kannst, fällt ihm dann auch nicht mehr ein, als eine oder mehrere Krampflösungen. Und um Glump zu baun ist Deutschland einfach zu arm und Steuergelder zu schade.

Gerade weil ja seitens der grünen Fraktion immer wieder der Umweltgesichtspunkt angeführt wird: Ja was soll man denn machen?!

Man hat einen Flughafen äußerst umweltfreundlich weit ab vom Schuss gebaut und muss nun halt in den saueren Apfel beissen und auch die Leute in passabler Zeit zum Flughafen bringen. Und wenn man irgendwann mal im Radius von 400 km keine Kurzstreckenflüge mehr will (was übrigens auch ich befürworte), dann sind schnelle Verkehrsmittel eine Notwendigkeit. Und hier spielt weniger die hohe Endgeschwindigkeit, als vielmehr das Beschleunigungsvermögen, wenn man mit mehreren Zwischenhalten operiert, eine Rolle. Natürlich darf das Verkehrsmittel auch nicht mit 80 km/h dahinkriechen, aber 200 km/h sind völlig ausreichend.

Was wiird und wurde denn bei der Bahn dank eines soooo schlauen Profs gemacht? Man lässt selbst den ICE, das Flaggschiff der DB, an jeder Kaffekanne wie Ingolstadt, Limburg, Erlangen, Bamberg, etc. halten.

Dafür schmeisst man dann das Geld für einen prestigeträchtigen Zug, der 300nochwas fahren kann - eigentlich müsste man sagen könnte, raus. Wieveil % des Fernschienennetzes vertragen denn derzeit überhaupt 200 km/h?! Na bitte! Da regt sich die Schienenfraktion nicht auf!

Wie oft wird denn der ICE auf Strecken wegen Sanierungsmangel auf 40 km/h runter gebremst? Kostet grob gerechnet jedes Mal 6 min.! Und wie viel schneller muss man auf einer Strecke von 100 km fahren um die 6 min wieder rein zu holen? Ha Prof?! Und so eine Pfeife will mir einen vom Pferd erzählen. Da geht mir der Hut ja fast so hoch wie bei den Politikern!

Ich krieg wirklich so nen Hals!

Und diese "Kapazität" von Prof will mir verklickern, dass das "Konzept" besser, da billiger ist! Ja wenn ich überhaupt nix bau ist es noch billiger!


Und - werter whoops, was heißt denn "inkompatiblen Systems"? Das Auto ist zur Schiene auch nicht kompatibel und die Schiene nicht zum Flugzeug! Dieses Pseudoargument nervt mich zwischenzeitklich so sehr, weil politisch gefärbt.

Ich hab noch keinen Grünen gesehen, der sein Auto weggeschmissen hat, nur weil es nicht zur Schiene kompatibel ist.


whoops hat gesagt.:
[...]
Und dabei fang ich ehrlich gesagt nicht an, 22 oder 23 Minuten als Argument zu betrachten. Das ist wurscht.
Und ich halte die Stationen Odeonsplatz-Marienplatz-Sendlinger Tor als Verkehrsknoten für Münchner selbst für wichtiger als den Hauptbahnhof! [...]
Aha! Und der OB rechnet mir vor, dass er vom Rathaus mit dem TR 1 min länger braucht als mit dem TR. Und warum muss dann der Ismaninger, der ohnehin wie vorgerechnet, schon nur noch einen Katzensprung mit entsprechendem Zeitvorteil zum Flughafen hat, den anderen die Zeit stehlen, wenn es soooo wenig auf Minuten ankommt?

Und wenn Du Odeonsplatz-Mareinplatz (wo man mit dem Auto so gut wie überhaupt nicht mehr hinkommt) etc. für wichtiger hälst, dann frag ich mich wie Du mit dem Zug oder Auto verreist. Muss dann nicht der ICE am Marienplatz an Stelle vom HBF halten? Könnten wir uns den HBF vielleicht ganz sparen, wenn er so beschissen liegt?

Das einzige, was beim TR vielleicht noch zu bedenken wäre, wäre eine vernünftige Anbindung ans Auto. Und da man Autos nicht gern mitten in der Stadt hat, wäre m.E. hier ein Halt am Autobahndreieck Feldmoching mit großem Parlplatz das einzig sinnvolle, um die Leute, die ansonsten 2 bis 3 mal umsteigen müssten noch einzufangen. Aber mir ist klar, das ist wieder politisch nicht gewollt. Das "Teufelszeug" Auto gehört nicht in unser Leben.


whoops hat gesagt.:
[...]
Die weitgehende Umsetzung im französischen TGV-Netz ist auch der Tatsache geschuldet, daß da nicht am Wegesrand alle paar Kilometer große, bedeutende Städte sind, wie bei uns. Da tu ich mir viel leichter, nicht anzuhalten. Ich kann hier nicht einfach an Nürnberg vorbeifahren, wenn ich nach Hamburg will. Das liegt einfach am zentralistischen Aufbau des Landes. Und daran, daß es in weiten Landstrichen viel leerer ist als Deutschland, die haben einfach viel mehr Fläche pro Kopf.
Stimmt und stimmt nicht! Auch in Frankreich gibt es genügend Städte in der Bedeutung von Ingolstadt - und schon gleich gar von Erlangen, Bamberg, Limburg (das andere Nest auf dieser Strecke wo der ICE auch noch hält ist mir gerade entfallen - ach nee, Montabaur), Fulda, usw. usf. - wie lang soll ich die Liste machen?

Aber nachdem jeder Land- und Kreisrat der Welt ja verklickern kann, dass die selbige unter geht, wenn der ICE nicht an seinem Kuhstall hällt, haben wir eben Verhältnisse wie sie sind und der Großteil der Bevölkerung nimmt halt das Auto oder Flugzeug auch dort wo es anders ginge.

Übrigens noch was: ein Blick nach Japan kann auch nicht schaden. Die Verhältnisse in Japan sind noch weit problematischer als bei uns und das Land ist wesentlich dichter besiedelt und trotzdem hällt deren Schinkansen oder wie der ICE da heißt ;D auch nicht an jeder Kaffekanne. Und man hat es verstanden die Züge auch schnell in die Stationen einfahren zu lassen ohne dass ständig jemand überfahren wir. Völlig egal ob absichtlch oder unabsichtlich.

Aber die haben eben auch erst mal investiert und jetzt zahlt sich die Geschichte aus.

Vergleich mal Fahrzeiten vom Anfang letzten Jahrhunderts mit unserem so hochgelobten ICE. Bis auf wenige Fernstrecken war man damls gleichschnell z.T. schneller. (Auch das hab ich mit Beweisen hier im Forum schon mal gepostet - war glaub ich Wickipedia).

Solange in Deutschland die Mehrheitsmeinung vorherrscht, dass Mittelmaß bis schlecht ausreicht sehe ich schwarz für dieses Land!
 
Zuletzt bearbeitet:
@ saigor

Wenn jetzt jemand den Plan für einen Transrapid von München nach Prag oder sonstwohin im nördöstlichen Gefilde von München auf den Tisch bringt, ist der Plan wegen der enormen Kosten schon wieder gestorben.
Solche Pläne lassen sich wirklich nur in Etapen realisieren. Selbst in China wird nicht gleich ein Transrapid von hunderten Kilometern gebaut. ;)
Fordert nur nicht die Strecke nach Nürnberg, das geht absolut schief.
Hier wurden doch gerade ein paar Mrd. Euro verbaut bei der neuen ICE-Strecke München - Ingolstadt - Nürnberg. Eröffnung Ende Mai 2006!!!

Und eine Verlängerung über den Airport oder HBF hinaus ist doch später immer noch möglich.
 
Ich koennte vermuten, dass der MAEX (ja immerhin alle 15 Minuten) in Ismaning oder Unterfoehring halten muss, da er sonst auf die SBahn auffahren wuerde. Ab Johanneskirchen stehen ja nur normale SBahngleise (ohne ueberholmoeglichkeit) zur verfuegung. Aber wie gesagt, nur vermutung, nicht gewusst.
 
TR Zürich-München-MUC-Nürnberg-Leipzig-Berlin

Sofort dafür! Berlin bräuchte keinen BBI, Leipzig kann ebenso wie Zürich und Nürnberg zu machen. DAS wäre mal wirklich sinnvill!

Whoops
 
Ich auch! Es wird Zeit, dass man Dinge baut die gebraucht werden und nicht nur Autobahnen am Ostseestrand entlang.
 
QR 380 hat gesagt.:
Leute ich brauche eine vernünftige Anbindung zwischen Hauptbahnhof und Flughafen und nicht eine von Obergiesing nach Hinterhuglhaglfing. Viele Reisende kommen mit dem Zug und müssen weiter zum Airport. Da brauche ich eine schnelle Verbindung, welche nicht x - Haltestellen hat, sondern durchfährt.
Warum glaubt ihr, daß in MUC das fly & rail nicht funktioniert wie in FRA. Bestimmt nicht weil FRA schöner ist, sondern eine evektive Bahnanbindung vorhanden ist.
Durch die Versäumnisse in der Vergangenheit ist dieses nicht mehr auf zu holen - sondern nur noch möglich durch den TR diesen Fehler zu begrenzen. Und das schafft nur der Transrapid und kann Ma(e)x und kein Moritz.
wie ich finde, sehr treffend formuliert.
 
DB München -> Berlin

Produkte:
ice_pic.gif
ICE 1514InterCityExpress BordRestaurant

Detailansicht
Bahnhof/Haltestelle DatumZeitGleisBemerkungen

München Hbf 24.03.06 ab 14:46 Gleis 18
München-Pasing ab14:54
Augsburg Hbf ab15:25
Nürnberg Hbf ab16:35
Erlangen ab16:50
Bamberg ab17:09
Lichtenfels ab17:26
Saalfeld(Saale) ab18:17
Jena Paradies ab18:48
Naumburg(Saale)Hbf ab19:14
Leipzig Hbf ab19:50
Lutherstadt Wittenberg ab20:26
Berlin Ostbahnhof 24.03.06 an 21:25 Gleis 3

Dauer: 6:39
fährt nicht täglich, 23. Mär bis 27. Mai 2006; nicht 2., 9. Apr


Einwohner Bamberg:

71.014

http://www.stadt.bamberg.de/


Einwohner Lutherstadt Wittenberg:

46.492

http://www.wittenberg.de/pics/medien/1_1114595438/St_ber12.pdf


Einwohner Saalfeld:

28.148

http://bf.saalfeld.de/files/1099BE45648/saalfeldzahlenundfakten.pdf


Einwohner Naumburg:

26.440

http://www.naumburg.de/rathaus/web/de/statistik_einwohnerzahlen.html


Einwohner Lichtenfels:

21.369

http://www.landkreis-lichtenfels.de/LKR/Landkreis/Start/fr_landkreis.htm


keine davon ist eine großstadt, von welchen es laut wikipedia in der brd allerdings 82 gibt.

:think: :whistle:
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke @ phoenix, dass Du Dir die Mühe gemacht hast diesen ICE-Unsinn mal anhand eines Beispiels darzustellen. Das ist genau das, was ich weiter vorne meinte.

Ich kann mich noch recht gut an die Anfangs-IC-Zeiten erinnern. Da wäre es niemanden eingefallen, den ICE an solchen Bauerndörfern halten zu lassen. Noch nicht mal ein D-Zug hätte an so 30.000 EW Gemeinden gehalten.

Dafür waren Eilzüge - oder wie sie heute heißen "Regionalexpresse" da.
 
munich hat gesagt.:
Übrigens noch was: ein Blick nach Japan kann auch nicht schaden. Die Verhältnisse in Japan sind noch weit problematischer als bei uns und das Land ist wesentlich dichter besiedelt und trotzdem hällt deren Schinkansen oder wie der ICE da heißt ;D auch nicht an jeder Kaffekanne. Und man hat es verstanden die Züge auch schnell in die Stationen einfahren zu lassen ohne dass ständig jemand überfahren wir. Völlig egal ob absichtlch oder unabsichtlich.

Aber die haben eben auch erst mal investiert und jetzt zahlt sich die Geschichte aus.
Er heisst 新幹線 ;D (Shin - Kan - Sen) bzw (Neu - Stamm - Linie), wobei beide hinteren Zeichen auch Hauptstrecke heissen und ist der grosse Stolz des japanischen Volkes (Lobeshymmnen gibt es dort (viel zu) viel). Das japanische SCHI hat in der romanisierung kein c => SHI. Shin findet man auch in vielen Ortsnamen (ueber all wo Neu- drinnensteckt)
Es gibt sogar (verrueckte) Plaene einen Shinkansen von den Hauptinseln bis nach Okinawa zu bauen. Grob geschaetzt 600 km Strecke, davon vielleicht 500 km durchs Meer, der rest auf Inseln dazwischen.

Aber ganz grundsaetzlich kann man die Situation von Japan und Dtld nicht vergleichen. In Dtld gibt es das Problem, dass man N x N Staedte miteinander zu verbinden hat. In Japan hat man N x 1 Staedte, da (fast) alle auf einer Linie liegen (Ostkueste von Japan-Hauptinsel). Auf dieser 1 Strecke lohnt es sich daher auch viel mehr Parallelbetrieb zu haben. Von Osaka nach Kyoto kann man zB auf verschiedenen JR Zuegen fahren, mit dem Shinkansen auf seiner Linie oder mit Hankyu (andere Eisenbahngesellschaft). Hankyu hat auf dieser
Linie alleine schon 1 lokalzug, der bei allem haelt und darauf aufbauend 5 (!) verschiedene Expresszuege, die an mehr oder weniger vielen Halten stoppen. (=> engl page: http://en.wikipedia.org/wiki/Hankyu_Kyoto_Line)
Das Fahrgastaufkommen in Japan auf dieser einen Linie, die alle wichtigen Staedte verbindet ist einfach so immens mit soviel parallelbetrieb, davon koennte Dtld nur traeumen. Deshalb sind auch viele Orte und kleine Staedte ziemlich gut angebunden, auch wenn der Shinkansen durchbraust.


Etwas was ich mit fuer Deutschland wuenschen wuerde, waere, dass man auf dem Bahnsteig markierungen macht, wo die Tueren von dem Zug sind, wenn er denn mal haelt. Somit koennte jeder sich schon bevor die S/UBahn einfaehrt ungefaehr orientieren und muss nicht dann rumhetzen zur naechsten Tuer. In Japan halte ich die Leute auch (jedenfalls am Bahnhof) fuer wesentlich zurueckhaltender und bedachtsamer, weshalb ein Zug einfach schneller durchfahren kann, weil die Leute mehr aufpassen.

@phoenix, ziemlich krank, so extrem ist es mir noch nicht aufgefallen.
 
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