Sonstiges rund um MUC

Das ACI Europe hat den Airport Industry connectivity report 2018 herausgegeben, in dem MUC weltweit auf Rang 8 erscheint.
Dort gibt es reichlich Tabellen.
Wie wichtig dieser Rang ist verstehe ich nicht richtig.
Weiß aus dem Forum jemand mehr darüber?
Vielen Dank.
Euer Vorfeld.
 
Möchte nur kurz von meinem letzten Abflug in München am 12.8. berichten (ich weiß nicht, wo ich es sonst reinpacken soll):
vor dem Flug von München nach Philadelphia:
Bei der Passkontrolle werden zwei Mitarbeiter der Bundespolizei eingesetzt.
Bei einem Fluggast stimmt was nicht mit seinen Papieren, er muss vor Ort!!! am Schalter mehrere Formulare ausfüllen,
das dauert und dauert und dauert.... am Ende etwa eine halbe Stunde.
In dieser Zeit führt der andere Beamte allein die Passkontrolle durch, es bildet sich eine Riesenschlange,
eine Mitarbeiterin von American Airlines versucht verzweifelt Passagiere nach vorn zu holen,
unter den Passagieren insgesamt entsteht ein Riesenunmut, es fallen Sätze wie "Munich is a nightmare"....
oder von deutschen Fluggästen wie "In München ist es furchtbar".

Die Mitarbeiter bei der Sicherheitskontrolle haben in dieser Zeit nichts zu tun (weil zu wenige Fluggäste durchkommen),
manche stützen sich mit ihren Händen auf, scheinen bald wegzunicken, ihnen ist offensichtlich langweilig und schauen
auch immer wieder nur kopfschüttelnd raus auf die Menschenmenge.

Mitarbeiter vom Münchner Flughafen teilen den Fluggästen mit, dass es gar keinen Sinn machen würde, zu einer anderen
Sicherheitskontrolle zu gehen, da wäre es auch nicht besser und genauso chaotisch.

Als der eine Beamte nach einer halben Stunde fertig ist und mit der Passkontrolle wieder anfängt: großer Applaus der Menschenmenge.

Kann das sein, dass von vier möglichen Schaltern zur Hauptreisezeit in den Ferien und auch noch zu einer Tageszeit mit viel
Verkehrsaufkommen (es war ja nicht etwa 4 Uhr in der Früh, der Flieger ging um 10:15 Uhr) nur zwei besetzt sind und
dann auch noch einer davon quasi geschlossen wird, weil es bei einem Passagier Probleme gibt?
Gibt es nicht wenigstens einen "Ersatzbeamten", der da einspringen kann? Es kann ja immer was Unvorhergesehenes passieren!
 
Wahrscheinlich tue ich den Beamten unrecht, aber ich habe öfters den Eindruck, dass die „Bewachung“ der Besucherterrasse eine höhere Priorität genießt als die Passkontrolle. Vielleicht ändert sich was mit dem Umbau des T1, evtl. mit einer halbewegs zentralen Kontrollstelle für mehrere Module, mit mehr geöffneten Schaltern.

Warum das Ganze am Schalter durchgeführt wird, dazu habe ich die Vermutung, dass einfach kein Raum zur Verfügung steht ohne dass der Passagier dabei in die BRD „einreisen“ würde. Könnte ich mir vorstellen

US-Amerikaner brauchen sich gar nicht über lange Wartezeiten bei der Einreise beschweren, dabei schlagen die USA die meisten anderen oftmals um Längen.
 
Die Beamten vor Ort können da relativ wenig für. Die geschilderte Situation mit nur zwei Beamten an der Ausreise ist eher die Regel als die Ausnahme und ist wohl dem Personalmangel bei der Bundespolizei geschuldet.
 
Wie @muc-driver schon schrieb, kann der Flughafen da nichts machen, denn auf die personelle Ausstattung der einzelnen Wachen am Flughafen hat die FMG keinen Einfluss.

Der 10 Uhr-Peak im T1 ist natürlich im Non-Schengen-Bereich ein wenig schwierig, da sind die Kontrollstellen in Abflug B und C alle gut gefüllt. Die Situation in C, Ebene 04 ist dabei ähnlich wie in B, da stehen im Normalfall ebnfalls nur zwei Beamte zur Ausreise zur Verfügung, wer die Sicherheitskontrolle in C Ebene 05 durchläuft kann zumindest, falls berechtigt, die Easypass-Systeme nutzen, ansonsten muss er auch weiterlaufen bis er im Bereich von B die Ausreise nutzen kann.

Der Umbau im T1 wird vor allem für die Non-Schengen-Passagiere Verbesserungen bringen, denn die Sicherheitskontrolle kommt vor der Passkontrolle.

Um vielleicht nochmal auf die Frage zurück zu kommen, warum der betreffende Passagier die Formulare an der Ausreise erledigen musste, die Alternative hierzu ist, dass der Beamte seine Spur komplett schließt und den Passagier mit rauf zur Wache nimmt. Ist in dem Fall für beide schlecht, denn der Passagier darf sich am Ende wieder hinten anstellen und die Zeit zur Wache und zurück schlägt ja auch noch zu Buche, in der die zweite Spur nicht geöffnet ist.

Ich hab oft den Eindruck, dass man lange Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle in anderen Ländern oder bei der Einreise, wie USA, gewöhnt ist und notgedrungen auch hinnimmt, in Deutschland dies aber als nahezu unzumutbar aufgefasst wird.

Wer zumindest in MUC ortskundig ist, kann, sofern die Bordkartenkontrolle mitspielt, über Modul A ausweichen und a bissl Zeit sparen.
 
Beim ersten Anzeichen von Schlangenbildung würde ich am T1 immer zur C, Ebene 05 gehen (sowohl Schengen als auch Non). Hat mich bisher noch nie enttäuscht. Danach per Easy Pass zu B/C. Hilft den nicht berechtigten wenig, aber dir spart das ungemein Zeit.
 
Im T1C sind auch schilder die EU/EWR von anderen trennen sollen, auf die aber nicht hingewiesen wird. T1C hat maximal 4 BP Beamte, dann aber oben im Transit 2 an der Easypass Kontrollstelle die in der Nase Bohren... die sollten eigentlich vormittags Springer haben die nach Bedarf eingesetzt werden. Ich bin mir sicher die BP weiss ziemlich genau wieviele Pax die in welchen Bereich zu welcher Zeit Abfertigen sollen...
 
Das Easypass-System muss aber, je nachdem wieviele Spuren besetzt sind, mit Beamten bestückt werden. Und da jeder nur von der Ausreise spricht, auch die Einreise muss entsprechend abgedeckt sein. In Reserve hat leider niemand etwas.
 
Und zur Verteidigung der Bundespolizei muss man aber sagen, das zwischen ~9-13 Uhr die stärkste Zeit des Tages im T1 ist mit überwiegend Non-Schengen Abflügen und auch Anküften. Und hier muss die Bundespolizei sowohl Einreise als auch Ausreise besetzten.
 
Im Terminal 2 wurden heute vier zusätzliche Sicherheitskontrollspuren in Betrieb genommen. Diese befinden sich hinter dem Firstclass-Check-In (ehemals Ringeltaube bzw. Beate Uhse) und sind täglich von 6-19:30 Uhr geöffnet. Somit stehen an der zentralen Fluggastkontrollstelle 30 Kontrollspuren zur Verfügung.
 
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