Flughafen München setzt auf Frachtverkehr

pkautzsch

Mitglied
ich verstehe auch nicht, warum die Frachtverbindungen in MUC so vernachlässigt werden.
Die Antwort steht ein paar Posts weiter oben...
(...) sind Drehkreuze, wie Leipzig es vormacht, entscheidend (...) In München ein solches Drehkreuz aufzubauen, wäre quasi unmöglich, und sowieso unwirtschaftlich. Das lässt man lieber, wo es ist. Außerdem besitzt MUC mit den Pax Fliegern genug freien Fracht Raum, wenn doch mal was direkt ex MUC fliegen soll.
Der einzig sinnvolle Einsatz von reinen Cargo Maschinen ex MUC liegt für mich also im Zuliefern von Drehkreuzen (DHL 757) und/oder in dem shippen von "Spezialfracht", wie manchmal eben Autos, die aber eben nicht sehr regelmäßig läuft. Für Päckchen, Briefe, Maschinenteile, Lebende Fracht, und was man sonst alles so in einen Upper Cargo Hold reinbekommt, gibt es eben schon etablierte Drehkreuze, die sehr gut funktionieren und eigentlich quasi "außer Konkurrenz" spielen.
 

Schimmelreiter

Mitglied
Hallo zusammen,
was ich vor ein paar Jahren unter „https://www.mucforum.de/threads/ausbau-muc-3-bahn-neustart.45439/page-3#post-276556 - #49“ geschrieben habe, gilt unverändert.
Dazu kommt, dass in Zeiten der wirtschaftlichen Schwäche die Luftfracht als Frühindikator mit als erstes schwächelt. Frachtflüge rentieren sich (genau wie Passagierflüge) nur bei entsprechender Auslastung.
Vereinfacht gesagt: Wenn in München UND Frankfurt die Flieger halb leer sind, werden als erstes die München-Flüge gestrichen, damit die Frankfurt-Flieger voll werden.
Das steuern auch und vor allem die Spediteure, weil diese starkes Interesse daran haben, ihre Umschlagshallen in Frankfurt auszulasten. Schaut Euch mal die Cargocity Süd an, und Ihr wisst, was ich meine.
Das ist vor Jahren schon bei Korean und Cathay passiert und wird bei gleichen Rahmenbedingungen weiterhin so sein.
Und noch zur Frachtabteilung des Flughafens, die man gerne schliessen würde: Seit vielen Jahren ist der „Director Traffic Development Cargo“ auf der Homepage des Flughafens Alleinunterhalter ohne größere Rückendeckung. Der kann nun wirklich persönlich nichts dafür!
Die Strategie des Flughafens ist halt, das was kommt, mitzunehmen und das war’s dann. Dabei kommt dann das raus, was gerade passiert.
 

danzas

Mitglied
Hallo zusammen,
was ich vor ein paar Jahren unter „https://www.mucforum.de/threads/ausbau-muc-3-bahn-neustart.45439/page-3#post-276556 - #49“ geschrieben habe, gilt unverändert.
Dazu kommt, dass in Zeiten der wirtschaftlichen Schwäche die Luftfracht als Frühindikator mit als erstes schwächelt. Frachtflüge rentieren sich (genau wie Passagierflüge) nur bei entsprechender Auslastung.
Vereinfacht gesagt: Wenn in München UND Frankfurt die Flieger halb leer sind, werden als erstes die München-Flüge gestrichen, damit die Frankfurt-Flieger voll werden.
Das steuern auch und vor allem die Spediteure, weil diese starkes Interesse daran haben, ihre Umschlagshallen in Frankfurt auszulasten. Schaut Euch mal die Cargocity Süd an, und Ihr wisst, was ich meine.
Das ist vor Jahren schon bei Korean und Cathay passiert und wird bei gleichen Rahmenbedingungen weiterhin so sein.
Und noch zur Frachtabteilung des Flughafens, die man gerne schliessen würde: Seit vielen Jahren ist der „Director Traffic Development Cargo“ auf der Homepage des Flughafens Alleinunterhalter ohne größere Rückendeckung. Der kann nun wirklich persönlich nichts dafür!
Die Strategie des Flughafens ist halt, das was kommt, mitzunehmen und das war’s dann. Dabei kommt dann das raus, was gerade passiert.
Vielen Dank für deine Infos.
Bedauere zu tiefst, dass der Frachtverkehr in MUC so wenig ist.
Für die Arbeit eines einzelnen mein Respekt.
 

Netto

Mitglied
Vielleicht bringt der Führungswechsel zum 01.01.2020 hier auch einen Strategiewechsel bei der FMG (*Träum*).
 

Schimmelreiter

Mitglied
Solange
a) die FMG ein "normaler" Wirtschaftsbetrieb ist, der Gewinne erwirtschaften muss (und nicht, wie gaaanz früher, eine Infrastruktureinrichtung)
b) die Luftfracht ein hoch volatiles und damit riskantes Geschäft ist und
c) die Einnahmen aus anderen Geschäftsfeldern (vor allem im Non-Aviation-Bereich) relativ sicher zu erwirtschaften sind,
bleibt es beim Träumen - leider
 

Netto

Mitglied
Alles nachvollziehbar, aber ...

a) Flughäfen wie Lüttich, Maastricht, Amsterdam, Leipzig, Brüssel, Wien, Frankfurt, Stansted, Luxemburg, East Midlands, Bergamo, Mailand usw. leben mit Fracht doch sehr gut - so hoch riskant kann es doch nicht sein.
b) Frachtverkehr gehört zum Flughafengeschäft und kann ergänzend zum Paxverkehr sogar neuen Flugverbindungen bringen
c) wenn Non-Aviation-Bereich weiter an Wertigkeit zunimmt, stellt sich die Frage ob Ausbau überhaupt nötig und weiterverfolgt werden soll und muss - später stellt sich dann vielleicht die Frage, ob Rückbau sinnvoll weil Einnahmen auch anders generiert werden kann und grundsätzlich der Auftrag eines Verkehrsflughafen für einen Wirtschaftsraum noch erfüllt wird!
 

YHZ

Mitglied
Jeder Airport hat seinen Markt. Da geht es weniger um Risiko als mehr um Bedarf/Nachfrage. MUC hat halt keinen Fracht Hub Carrier (LEJ, LUX), sondern einen Pax Hub Carrier incl viel InterCont (Mailand würde sicher gerne tauschen). In DE betreibt LH als größter Carrier den Hub eben in FRA (analog zu KL in AMS). VIE ist Incoming für das benachbarte Ausland. BRU hat halt mit Afrika eine eigene Nische. Am Ende des Tages ist MUC ein Airport, der über ein weitreichendes InterCont Netz verfügt, einen starken Hub Carrier hat und ein Europanetz, wie kaum ein anderer Airport. Man ist da klar & gut positioniert (zB auch was LCC aber eben auch Fracht anbelangt). Und gerade in Zeiten, wo der wirtschaftliche Ausblick eher mau ist, wie derzeit, ist gerade in stark zyklischen Bereichen, wie Fracht, kein Wachstum zu erwarten ...
 

ETSE

Mitglied
Seit geraumer Zeit kommt täglich um 5:00 eine SW4 mit Flightline Flugnummmer (FTL) aus Birmingham und geht um 6:00 zurück.
Das müßte doch ein (Frachtflug) sein.
 

BA937

Mitglied
Schon gewundert letztens zum Ende des Nachtdienstes, dass die kommen.
Waren leider n bissl zu früh dran und durften noch n extra Kreisel drehen um dann "pünktlich" um 05:00 zu landen.
 

ETSE

Mitglied

DHL Express Deutschland und die Flughafen München GmbH (FMG) haben einen Vertrag über die Realisierung eines neuen Frachtgebäudes am Münchner Airport abgeschlossen. Der Neubau wird auf der Fläche der heutigen Parkplätze P80 und P80 West entstehen und eine Bruttogeschossfläche von mehr als 8.000 Quadratmetern umfassen.

Die Inbetriebnahme des eigenen und sechsmal größeren Standortes ist für 2022 geplant.
 
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