Kurze Frage, kurze Antwort

AndreNRW

Mitglied
Hallo zusammen,

ich war letzte Woche seit längerem mal wieder in Frankfurt und da ist mir etwas aufgefallen, was ich doch also interessierter Laie merkwürdig finde: Am Terminal 2 stand ein A380 der Emirates. Soweit so gut, darf er ja auch. Als dieser dann zum Start rollte wunderte ich mich allerdings, dass der sich auf den Weg zur Rwy 18 machte. Meine Frage: Warum lässt man einen Flieger über 4km zur am weitesten entfernten Startbahn rollen, anstatt ihn auf der 25C starten zu lassen (an deren Anfang er ja vorbei rollen musste) während im selben Zeitraum die LH 740 (B744), vom Terminal A auf der 25 C rausgeht, obwohl diese im Vergleich zu Emirates deutlich näher an der 18 gewesen wäre? Wo ist mein Gedankenfehler?

Danke + Gruß
André
 

BA937

Mitglied
Hallo zusammen,

ich war letzte Woche seit längerem mal wieder in Frankfurt und da ist mir etwas aufgefallen, was ich doch also interessierter Laie merkwürdig finde: Am Terminal 2 stand ein A380 der Emirates. Soweit so gut, darf er ja auch. Als dieser dann zum Start rollte wunderte ich mich allerdings, dass der sich auf den Weg zur Rwy 18 machte. Meine Frage: Warum lässt man einen Flieger über 4km zur am weitesten entfernten Startbahn rollen, anstatt ihn auf der 25C starten zu lassen (an deren Anfang er ja vorbei rollen musste) während im selben Zeitraum die LH 740 (B744), vom Terminal A auf der 25 C rausgeht, obwohl diese im Vergleich zu Emirates deutlich näher an der 18 gewesen wäre? Wo ist mein Gedankenfehler?

Danke + Gruß
André
Welche Startbahn benutzt wird hängt von der Abflugroute (SID) ab - nicht wo der Flieger am Flughafen geparkt wurde.
In Frankfurt gehen alle Flieger nach Norden, Nordwesten/Nordosten von der 25C, alle anderen nach W, S, O über die Startbahn West (18).

Würde jetzt deine Emirates von der 25C abfliegen, dann müsste sie direkt nach dem abheben eine Linkskurve fliegen und somit auch die Abflüge/Abflugrouten von der 18 "blockieren" ---> die anderen Flieger die dort an der Bahn sind müssten warten, nur damit die eine Maschine (Emirates) ne kurze Rollzeit hat - das macht keinen Sinn.
Da muss man halt das gesamte System betrachten und gucken, dass der Overall-Delay möglichst gering ist.

Klar fragt auch mal der ein oder andere Pilot nach, ob er aufgrund kürzerer Rollzeit nicht diese oder jene Bahn haben könnte - Ausnahmen kann man da aber nur machen, wenn grade wirklich nicht viel los und dadurch auch keine andere Flieger benachteiligt werden.
 

AndreNRW

Mitglied
Hallo Florian,

jetzt wo du's erklärt hast ist es logisch, hätte ich auch drauf kommen können aber wie's halt so ist... :)

Danke +Gruß
André
 

Stef82

Mitglied
Moin.
Wir sitzen grad im Flug D8 6512.
Der Pilot meinte dass der Flug länger dauert da wir nen Umweg fliegen wegen „restrictions over Marseille“.
Welche Art von Restriction kann es hier geben? Luftraum voll? Wetter?

ach ja: gratis WLAN. So Lob ich mir das.
 

Stef82

Mitglied
Erklärt es natürlich. Danke.
Aber bei dem schönen Wetter kann man auch mal nen Umweg in Kauf nehmen ;-)
 

YVR

Mitglied
Dass kaum ein AF-Flug seit einiger Zeit kommt hängt aber mit einem Streik der Piloten und weniger mit dem Streik der Fluglotsen, der an diesem Wochenende ist, zusammen. Franzosen streiken gefühlt gerne und lange ....
 

yogibear_II

Mitglied
Warum ist denn die LH411 heute aus Norden kommend bis zum Ammersee geflogen, um dann nach einem Zickzack über München auf der Südbahn zu landen? War so viel Traffic zu diesem Zeitpunkt?
 

Saigor

Mitglied
offensichtlich hat keiner der hier schreibenden Lotsen zu der Zeit gearbeitet. wird also ungeklärt bleiben.

Saigor
 

Saigor

Mitglied
ich kann nur raten, Überhang von Anflügen im Norden und der 411 wollte wegen Parking Position eh auf die Südbahn. Dann bastelt man ihn halt im Süden rein.
Alternativ auch Wetter im weg und dann frei vom Wetter auf kürzestem Wege....

Und das "Zick-Zack" ist normaler Upwind - Downwind um die passende Reihenfolge und Abstände zu generieren damit der Feeder/Director/Einspeiser gscheit werkeln kann.

Saigor
 

Saigor

Mitglied
Turboprops fast gar nicht mehr, vereinzelt mal eine Dash 8 D, ATRs gegen Null.
Kleinere sind die CRJs und ein die kleinen EMB (145 etc, British Midland bspw) Geschätzt ca 10 bis 20 %. Da die Bahnkapazität nicht steigt, werden die Flieger größer.
Und als der Ölpreis zwischenzeitlich mal deutlich höher lag, waren die ganzen kleinen Jets (crj 100/200) nicht mehr rentabel zu betreiben und wurden recht schnell gewechselt.

Größe spielt für uns nur untergeordnete Rolle (die echte Grenze ist die vom Gewicht Heavy/Medium/Light)

Saigor
 

Bruchpilot

Mitglied
Es ging mir eher um die Ausnutzung des Commuter-Hofes, der ja nur mit Wingspan bis 30 Meter nutzbar ist, und so langsam überflüssig zu werden scheint, zumindest in seiner derzeitgen Form. Es gibt ja noch ein paar mehr Taxiways mit Größenlimits, wenn ich mich nicht irre. Kann eigentlich auch eine zB EMB an einem Finger angedockt werden? Nicht, daß das Sinn machen würde, aber die kleinen sind ja auch niedriger, und die Brücke wird sich kaum bis zum Boden absenken lassen, also wird es wohl eine gewisse "technische Mindest-Größe" geben. Ok, das ist jetzt schon wieder weniger eine ATC-Frage. Obwohl: Wie wird eigentlich entschieden, welches Flugzeug wo parken soll? Das muss der Lotse ja auch wissen, und kaum selbst nach Gutdünken entscheiden. Wenn Piloten bisweilen wegen der Parking Position schon vorab die Süd/Nordbahn requesten, muss es sogar schon lange vorher fest stehen...

Bzw. bei den Props einfach Neugierde.
 
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